zu allen Artikeln dieses Blogs (catwise.de)

A) Persönliche Verantwortung

Das Lesen meiner Blogartikel erfolgt auf eigene Gefahr.

Ideen, Formulierungen oder bereits einzelne Worte in meinen Artikeln können bei manchen Menschen Unbehagen, innere Widersprüche und Empörung auslösen. Diese sind nicht beabsichtigt, aber durchaus willkommen, weil oft unvermeidbar auf dem Weg zu einer tieferen Auseinandersetzung mit sich selbst. Die Artikel können dafür eine (von vielen möglichen) Eingangstüren bieten.

Oder auch nicht. Ich schreibe diese Artikel, weil ich Spaß daran habe. Meine Artikel sind wie Kinder: wenn sie reif genug sind, gehen sie selbständig in die Welt und machen dort ihre eigenen Erfahrungen. Ich fühle mich für die Reaktionen anderer auf diese Texte nicht im geringsten verantwortlich.

B) Zu Risiken und Nebenwirkungen

Die Artikel dieses Blogs sollen im besten Falle zum selbständigen Denken und Hinterfragen anregen, was zur Reduktion folgender (recht verbreiteter) Symptome führt: Orientierungslosigkeit, Manipulierbarkeit, soziale Abhängigkeit, Ängstlichkeit, Hilflosigkeit und emotionale Kurzschlussreaktionen wie Wut, Entrüstung oder Angriffs- und Flucht-Impulse. Diese positiven Effekte sind nur möglich bei Menschen, die bereit sind, eingefahrene Denkschablonen, Kollektivdenken, Schubladendenken und Angst vor fremden Gedanken aufzulösen, und die den Zustand von Fragen, Suchen und Nicht-Bescheid-Wissen aushalten.

Auf die genannten Denkbremsen können die Texte dieses Blogs zunächst irritierend oder provozierend wirken, in der Folge – bei richtiger Anwendung – jedoch auch krampflösend und entwicklungsfördernd.

Dafür empfehle ich, ernst zu sein und nichts – auch nicht die eigene Meinung – ernst zu nehmen. Ernst sein bedeutet, die eigene Mitte und Ruhe und den Überblick zu bewahren, Verhältnismäßigkeit in den Reaktionen zu behalten und dabei berührbar, selbstreflektiert und offen für alles Fremde und Unbekannte zu bleiben.

Dass viele Artikel dieses Blogs eine konstruktive Bedrohung für gefestigte Denkstrukturen darstellen, liegt in der Natur der Sache. Wer sich bedroht fühlt, hat außer der eingeübten Spontan-Abwehr immer auch die Wahl, wahrzunehmen, ob und was denn nun tatsächlich bedroht ist. Im Übrigen lasse ich mich jedoch bereitwillig mit Nichtbeachtung, Abneigung, Ablehnung oder Verachtung strafen, solange ich ansonsten von persönlichen Kreuzzügen gegen das Schlechte oder für das Bessere verschont bleibe.

Kommentare und Rückmeldungen

Dieser Blog ist keine Diskussionsplattform und auch keine Einladung zum Dialog mit dem Autor. Es ist das, was jeder Blog ist: ein öffentliches persönliches Notizbuch. Wenn er echte Dialoge, lernbereiten Austausch oder neue Perspektiven auslöst, sind dies jedoch höchst wünschenswerte Effekte.

Ich freue mich über Rückmeldungen, Anmerkungen oder Fragen zu meinen Artikeln, wenn sie mit Respekt, intellektueller Redlichkeit und vor allem erkennbarer Lernbereitschaft formuliert sind. Kommentare oder E-Mails unterhalb eines Mindestmaßes an Höflichkeit, Sachlichkeit und Bezogenheit zum Text erlaube ich mir kommentarlos zu löschen.

Zum Selbstschutz des Lesers

Als virtuelle Projektionsfläche für persönliche Emotionen, intellektuelle Selbstverteidigung und psychischen Grenzschutz steht das Bild des Autors im Kopf der Leser zur freien Verfügung. In diesem Bild ist der Autor – wie einige Leser schon richtig festgestellt haben – u.a. selbstverliebt, inkonsequent, manipulativ, unwissenschaftlich, narzisstisch, überheblich, individualistisch, bitter, hasserfüllt, „gegen die Masse“, vergiftend, unpersönlich, provokativ, „rechts“, nationalistisch, „Reichsbürger“ usw. – kurz: alles das, was verpönt und von der Anerkennungs- und Zugehörigkeitsgemeinschaft ausgeschlossen ist. Dies ist alles in Ordnung und bedarf keiner weiteren Diskussion.

Von mentaler Gewalt sei dringend abgeraten. Als Alternative und Schutz vor selbstschädigendem Verhalten empfehle ich die bewährten Mittel der GKDr (Gewaltfreien Kognitiven Dissonanzreduktion):

  • Vergessen Sie es und wenden Sie sich anderen Dingen zu.
  • Folgen Sie stets Ihrem unmittelbaren Gefühl: wenn etwas unangenehm ist, sollte es gemieden werden. Das gilt für verschimmelte Nahrung genauso wie für beunruhigende oder angsteinflößende Gedanken und Ideen.
  • Glauben Sie fest an den Plural von Wahrheit, das heißt an das Credo der demokratischen Metaphysik: „Jeder hat seine eigene Wahrheit“ oder das der arithmetischen Mittelwahrheit: „Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen“. Lassen Sie diese Glaubenssätze ihre sedierende Wirkung auf Ihren Geist entfalten.
  • Fokussieren Sie nur auf das, was nicht im Text steht oder
  • lassen Sie sich von Ihren freien Assoziationen in gewohnte und bequemere Meinungsgefilde tragen.
  • Ordnen Sie mental den Text mitsamt Autor einer gewohnten Sammelrubrik für Ungelöstes und Störendes zu: „Unsinn“, „Unwichtig“, „Veraltet“, „Unwissenschaftlich“, „Narzisstische Selbstdarstellung“, „Nazi“ oder was auch immer in Ihrem Denken das Thema ein für allemal erledigt. (Helfen Sie sich dabei mit der Tatsache, dass dieser Blog und sein Autor keinen erfolgreichen youtube-Kanal, keine Follower auf Facebook, Twitter, Instagram oder sonst einer sozialen Medienbühne unterhält).

C) Verwendung der Inhalte

Alle Artikel stehen dem Leser zum konstruktiven oder destruktiven Umgang frei zur Verfügung.

Bei Weitergabe oder Kopie der Texte – ganz oder in Auszügen – erwarte ich zumindest die Nennung der Quelle (catwise.de), was im Lande der Aufrichtigen und Verantwortungsvollen ja eine Selbstverständlichkeit ist.

Gez. Der Blogwart

4 Kommentare
  1. Frau Corry Schräer
    Frau Corry Schräer sagte:

    Es gibt eine Welt in uns, eine Welt des Denkens und des Fühlens und der Macht von Licht und Leben und Schönheit und obwohl unsichtbar sind ihre Kräfte gewaltig.
    Das ist die Grundeinstellung mit der ich geboren wurde in einem Sommer 1963, in eine surreale Welt, in eine konkrete und abstrakte Utopie in der geistiges Überleben abhängig ist von der Fähigkeit eine Menge bestimmen zu können in der man selbst als Element enthalten ist.
    Wie wundervoll jetzt miterleben zu dürfen wie diese surreale Welt , diese abstrakte Utopie sich vor meinen Auge aufzulösen beginnt und der Weltengeist sich Freiheit verschafft…

    Danke für deine Arbeit Philipp, die, bei genauerem Betrachten niemanden im Dunkeln stehen lässt…

    …und plötzlich stürzt das Licht herein und das Werk der Güte und Wunder der Weisheit erscheinen ….

    Liebe Grüße,

    Corry S, aus L

    Antworten
  2. Margit
    Margit sagte:

    Seit ca.15 Jahren blicke ich hinter den Vorhang auf der Weltenbühne. Der Erwachungsprozess war sicherlich kein leichter, aber dennoch hat er Schritt für Schritt stattgefunden, so dass man immer wieder Zeit hatte seine indoktrinierten Werte und Weltanschauungen zu überdecken und letztendlich über Bord zu werfen. Nur einige Beispiele wie Religionen, Regierungen, Tiefenstaat, Ernährung, Gesundheit, Wissenschaft und Technik.
    Der heutige Systemtreue Mensch, der noch am Schlafen ist wird ganz schön gefordert werden in diesem Jahr 2021.
    Ich habe vor einigen Wochen bei YouTube das Interview “Gott ist eine Ki” gefunden und kann nur sagen, dass der Aufwachprozess hart wird!
    Allen viel Kraft und sich immer wieder daran erinnern, dass alles ein großes Theaterspiel ist.
    Herzlichst, Margit

    Antworten
  3. Hermine
    Hermine sagte:

    Zu dem Gespräch mit Professor William Toel gebe ich gerne meine gedanklichen und emotionalen Eindrücke wieder.
    Ich habe tatsächlich die 2,5 Stunden am Stück angehört und war erst mal angetan von einer nicht unterbrochenen Übersetzung. Gespannt war ich auf das Thema “deutscher Mann”, das sich dann allerdings mehr und mehr verflüchtigte.

    Mein Resüme am Ende des Gespräches:
    Zwei hervorragende Menschen sind sich begegnet, der eine mit viel Geist, der andere mit viel Herz.
    Ich schätze Ihren umfassenden Geist sehr, Philip, hatte dann am Ende jedoch das mulmige Gefühl, es war Ihnen sehr daran gelegen, Ihr Therapiewissen ungebeten an Herrn Toel weitergeben zu müssen.
    Ich hätte mich gefreut über kluge Fragen, auf die Herr Toel offensichtlich wartet, um seinen geliebten Deutschen mehr tiefe Kenntnisse seiner Mission zukommen zu lassen.

    Dagegen empfahlen Sie, Philip, ihm, seine Auftritte zu verbessern und die Aussage “I love you” zu analysieren.
    Das tut weh.

    Schließlich stellte sich mir die Frage, ob Sie den deutschen Mann represäntieren, der zwar eifrig redet über Macht zurückholen, Familie beschützen, den Drachen anketten und dabei am Tee nippelnd in Hausschlappen es sich gemütlich macht einem Gast gegenüber, der gut gekleidet seinen vielen anstrengenden Besuchen nachkommt?

    Ich gebe es zu, ich bin eher die Generation des Herrn Toel und lege noch Wert auf respektvolles und angemessenes Verhalten einem Gast gegenüber.

    Und ja, ich habe hohe Ideale, und ich wünsche mir, daß Deutschland dahin zurückfindet, in Würde und Achtung voreinander ein machtvolles UND liebevolles Volk zu sein, als Beispiel für die ganze Welt.

    Mit besten Grüßen
    Hermine

    Antworten
    • Philipp
      Philipp sagte:

      Liebe Hermine,
      Dank für Deinen ausführlichen und kritischen Kommentar, der mich ermuntert, einiges grundsätzlich zu kommentieren bzw. hinzuzufügen.
      Zwei Deiner Punkte kann ich persönlich sehr gut nachvollziehen aus der Betrachter-Perspektive: die Sichtweise auf den ‘Dresscode’ und die Enttäuschung darüber, dass für das Thema “deutsche Männer (und Frauen)” keine Zeit mehr blieb. Ja, letzteres fand ich auch schade. Aber das Grundlegende und das „Warum“ dieses Gesprächs ohne jegliche Vorbereitung waren primär. Auch für die zentrale Botschaft von William und ihn selbst. Tiefenklarheit war mir wichtiger als Interessantheit oder Vielfältigkeit.

      Im Übrigen: mein Angebot zu einer Fortführung zu dem Thema steht ja. Vllt. lohnt es sich, wenn Du und andere William malanstupsen, das in Zukunft zu adressieren (mit mir oder anderen).

      Das Kleidungsthema kann man auch aus folgender Perspektive betrachten: es handelte sich um ein privates und vor allem persönliches Treffen, keinen öffentlichen Aufritt. Man könnte es übrigens ebenso als unhöflich oder respektlos betrachten, wenn ein Gast seine Straßenschuhe (und Kleidung) in einem Raum anlässt, zu dem gebeten wurde, ihn nur mit Hausschuhen o.ä. zu betreten. Wir lernen in solchen Momenten, mehr Rücksicht auf andere zu nehmen als unsere persönlichen Ansprüche durchzusetzen, und auch, dass die Haltung und Intention in einer Begegnung wichtiger sind als das äußere Verhalten (inkl. Kleidung).
      In diesem Gespräch ging es nur um Inhalte und Persönliches und das Interessanteste und Wichtigste geschieht hier “zwischen den Zeilen”, so dass es manchem oberflächlichem Betrachter entgehen dürfte.

      Wir Deutsche lernen nun gezwungenermaßen auch, unseren „Idealismus“ (der bei vielen zu Pedanterie und Ideologie verkommen ist) wieder mit mehr Interesse an und Wahrnehmung der Realität und Tatsachen auszubalancieren. Wir „wollen“ und „sollen“ zu viel und nehmen zu wenig wahr.

      Die Generation von Herrn Toel (und somit wohl auch Deine) ist unübersehbar die materialistischste Generation, die wir seit Ewigkeiten oder jemals in unserer (deutschen) Kultur hatten: mit den saubersten Wohnzimmern, Autos und Vorgärten, gleichzeitig aber „innerlich“, geistig höchst desorientiert und “unaufgeräumt”. Nicht selten sogar blind. Äußerlichkeiten und die Verkörperung geistiger Werte stehen in einem fatalen Missverhältnis. (Das soll und kann gar nicht persönlich gemeint sein, sondern generisch).

      Wir müssen diesbezüglich vor allem wieder lernen, sogenanntes “Herz” auch dann zu erkennen, wenn es nicht in Form von Naivität und Einfältigkeit erscheint. Genau dieses falsch verstandene, meist bloß sentimentale “Herz” hat uns in die Misere jener kindischen Hilf- und Orientierungslosigkeit gebracht, die so viel Niedergang und Zerstörung möglich machten. Sie ist der Welt (die wir schufen) schon seit über 200 Jahren nicht mehr gewachsen. Deshalb: sowohl die Angst der Emotionalen und Gefühlsmenschen vor dem begrifflichen Bewusstsein und seiner Tiefenschärfe, als auch der Schmerz, den es freilegt, wie Du ja ganz ehrlich von Dir schreibst, ist natürlicher Teil der (Bewusstseins-) Entwicklung, die für uns nicht nur lange schon nötig, sondern notwendig ist. Wir dürfen auf keinen Fall wieder versuchen, diesen Schmerz zu überspringen (das war die Nachkriegs-Falle nach 1945). D.h., bevor wir uns nun das Gute und Bessere herbei wünschen und vorstellen oder uns frohen gemeinsamen Zukunftsträumen hingeben, müssen wir unsere Fehltritte und Defizite sehr genau ins Auge fassen. Sonst lernen wir nicht.

      Danke für Deine Impulse!

      Antworten

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