Mentale Tiefenbohrungen, Entkleidungen und Querverbindungen hinter den Kulissen der Theateraufführung genannt „Welt“.

Zur Lösung des deutschen Schuldkomplexes


Dieser Artikel als Podcast

Einleitung und Hinweise zum Lesen

In diesem vierten Teil werden wir uns einem neuen schwierigen Thema widmen: der Verknüpfung von unbewältigtem Trauma mit dem sogenannten „Schuldkomplex“ und welche Bedeutung dabei Ohnmacht, Scham und der Verlust des Selbstgefühls spielen. In diesem Artikel wird es also ziemlich psychologisch werden. Dabei werden wir uns den genannten Phänomenen so nähern, dass wir vom Verständnis ihrer Wirkung beim Einzelnen, die jeder von uns aus eigener Erfahrung kennt, zum Verständnis ihrer Wirkung auf ein Kollektiv und ein ganzes Volk kommen.

Auch wenn wir in dieser Artikel-Reihe einen langen Weg zu gehen haben, um zu unserem Ziel zu gelangen, verlieren wir es nicht aus den Augen: die Wiedergewinnung unserer Wesens-Kern-Kraft und die Entwicklung von Verantwortungsfähigkeit. Dafür braucht es etwas Ausdauer – wie für alles Neue und Tiefgehende.

Diesen Weg gedanklich mit- und nachzuvollziehen ist bereits eine wichtige Vorbereitung für unser Ziel. Wir dürfen also vor allem nicht der Ungeduld verfallen, die uns zu intellektueller Voreiligkeit und damit zu Oberflächlichkeit und Missverständnissen verführt. Diese Texte sind keine reinen Informationssammlungen, die man zwischendurch aufnimmt wie die aktuellen Nachrichten. Sie sind so geschrieben, dass sie neben dem intellektuellen Verstehen und Umdenken auch ein emotionales und persönliches Verstehen ermöglichen, so dass sie nicht nur Wissen und kategorisierendes Denken ansprechen, sondern auch die Wahrnehmung und das Selbstgespür. Diese innere Verschiebung und Erweiterung ist eher langsam, bildet aber dafür eine umso stabilere und verlässlichere Basis für echte Veränderungen und Stärke.

Wer diese Texte für eine solche Perspektivenerweiterung und neue Erkenntnisfähigkeit nutzen möchte, sollte sie betont langsam und mehrfach lesen und vor allem auch eigene innere Reaktionen beim Lesen beachten. Abschnitte, die Unverständnis, Irritation oder Widerwillen auslösen, sollten als besonders wichtig betrachtet werden. Ebenso Inhalte, die einem beim wiederholtem Lesen ganz neu vorkommen, weil man sie vielleicht beim ersten Durchsehen ignoriert hat.

So mancher Leser wird feststellen, dass er für das ein oder andere hier Beschriebene keine gewohnte Schublade parat hat und dann vielleicht unruhig oder irritiert dazu neigt, es gleich in die große Sammelschublade für „Alles-Andere“ zu stecken, die irgendwo ganz hinten im Dunklen bleibt und beschriftet ist mit „Versteh ich nicht“, „Blödsinn“ oder „Ist mir egal“. Dann gilt es aufmerksam zu sein! Ebenso skeptisch und behutsam sollte der veränderungsbereite Leser sein mit allzu schnellen Reaktionen von Zustimmung in der Art von „Das kenn ich schon!“ oder „Das sage ich auch immer!“. Wahrscheinlich wird er sonst das Neue und Unbekannte in all seinen Nuancen und Differenzierungen übersehen. Auch die euphorisch-assoziative Themenaddition in Form von „Ja, ja, und außerdem… und übrigens… und auch…!“ ist verdächtig, eine Selbstablenkung zu sein. Beide Reaktionsweisen sind eine Form von mentalem Selbstschutz, den wir für die Entwicklung von mehr Verantwortungsfähigkeit – vor allem für mehr Wahrnehmungsfähigkeit – absenken müssen.

Diese Texte sollenkonstruktiv beunruhigen und für deine gewohnten Sicht- und Denkweisen eine positive Bedrohung darstellen. Wenn du keinerlei Beunruhigung beim Lesen dieser Texte bemerkst, hast du guten Grund dich zu fragen, ob du sie denn wirklich gelesen hast oder ob du in die Falle der selbstbestätigenden Projektion getappt bist, die eine der sichersten Schutzschilder gegen mentale Entwicklung ist.

Aktuell erleben wir einen enormen Strukturwandel, der uns Freiheiten und Möglichkeiten geben wird, von denen die meisten bisher nicht einmal mehr wagten zu träumen. Aber dieser Strukturwandel verändert erstmal nur die äußeren, die politischen, wirtschaftlichen und institutionellen Bedingungen, in denen wir leben. Das garantiert noch nicht, dass auch wir uns verändern. Diese Aufgabe liegt noch vor uns und in unseren Händen. Viele Menschen werden nur langsam und nur durch die konkrete Erfahrung mit den neuen Strukturen und Bedingungen des Lebens lernen. Das Misstrauen und die alten Programmierungen, dass es „doch wieder nur so wird wie früher“ oder „noch schlimmer“, dass „die da oben uns immer unterdrücken werden“ und „wir sowieso keine Chance haben“ sitzen ebenso tief wie die Unwissenheit und Verwirrung. Dies alles hat die Fähigkeiten vieler Menschen, das Neue zu erkennen, wenn es denn da ist, weitgehend betäubt. Wer lange im Dunklen war, braucht Zeit, um sich an das Tageslicht zu gewöhnen.

Deshalb braucht es auch solche unter uns, die das Neue vorzeitig erkennen und verstehen, mit aufbauen und für andere übersetzen können. Dafür ist es notwendig zu verstehen, was den Wechsel für uns und andere so schwer macht und wie wir die Rückkehr zu Vertrauen und gesundem Selbstbewusstsein unterstützen können. An solche Mitgestalter wenden sich diese Artikel in erster Linie.

Du kannst diese Text-Reihe nutzen, um deine Sichtweise und Verarbeitung deiner Umwelt, der täglichen Informationsflut und vor allem der riesigen Veränderungen, die wir aktuell durchwandern, zu erweitern und deine innere Klarheit und Stabilität zu fördern. Unser Fokus liegt dabei darauf, uns selbst in diesem Übergang vom alten Gewohnten zum besseren Neuen besser zu verstehen, empathisch zu begleiten und in unserer Wesenskraft wieder zu entdecken.

Rekapitulation: das unzerstörbare Böse

Wir haben in den vorhergehenden Teilen 1-3 gesehen, dass „das Böse“ die Degeneration des Guten und Gesunden ist. Die Wurzel dessen, was wir „böse“ oder „krank“ nennen, ist das Gute und Gesunde. Erst wenn wir einen Teil vom Ganzen und Richtigen leugnen und abtrennen, kreieren wir das Krankmachende. Das Böse oder Kranke entsteht durch Trennung.

Die extreme Abweichung vom Gesunden wirkt zerstörend, aber durch die Auseinandersetzung mit ihr können wir auch die Kraft und Stabilität des Guten fördern. Durch diese Auseinandersetzung mit dem „Bösen“ – besser: dem Kranken, dem Unnatürlichen – wachsen unser Bewusstsein, unsere Wahrnehmungsfähigkeit und unser Gewissen, d.h. also vor allem unsere psychische und geistige Integrationsfähigkeit. Und um die geht es in dieser Textreihe, speziell in dieser zweiten Abteilung der Reihe, die helfen soll, uns den Hindernissen und Herausforderungen bewusst zu werden, mit denen wir alle hier und heute zu tun haben, sobald wir Verantwortungsfähigkeit entwickeln wollen.

Da wir diese Verantwortungsfähigkeit im ganz großen Stil verloren haben, müssen wir sie erst wiederentdecken. Dafür müssen wir vor allem Verantwortungslosigkeit und ihre Effekte verstehen, um nicht erneut Gefahr zu laufen, irgendetwas „Verantwortung“ zu nennen, das in Wirklichkeit Unwissenheit, Lähmung und Bequemlichkeit ist. Und von abgehobener Selbstgefälligkeit befreien wir uns am leichtesten, indem wir dem Schlamassel unserer jetzigen Lage ins Gesicht blicken und verstehen, wie es dazu kommen konnte. Denn wir sind nicht nur die Erben des Desasters, sondern auch die von Ohnmacht, Orientierungslosigkeit und ideologischer Verblendung. Und letztere müssen wir als erstes aufheben.

Wie zerstört man aber das Böse? Gar nicht. Man kann es nur vom Thron der Macht über uns stürzen. Wie das? Indem man es ans Licht bringt und sichtbar macht. Wenn alle sehen können, wie das Böse wirkt und was es anrichtet, dann können sie wahrnehmen und fühlen, was falsch und krank daran ist. So nimmt man ihm seine Macht. Dann kann man auch über Heilmittel sprechen, wie man wieder zum Guten und Gesunden zurückkommt. Aber vorher muss das Kranke sichtbar gemacht werden. Es muss exponiert werden, so dass es eine Reaktion auslöst. Nur diese Reaktion auf das Erkennen des Bösen kann Heilung und Regeneration initiieren. Sonst bleiben die Degeneration und die Tendenz zur Zerrüttung der Kräfte erhalten und erschaffen wieder neues Krankes.

Wir haben dem Bösen und Degenerierten eine fast absolute Macht über unsere Kultur gegeben, indem wir es verdrängt haben. Wir haben Angst davor und verstärken es genau dadurch. Deshalb heißt es im neuen Testament mehrfach: „Fürchtet euch nicht!“, denn es ist das Fürchten (die Angst), die das Böse durch Abspaltung und Trennung erzeugt und verstärkt. Wir werden im letzten Teil dieser Artikelreihe dazu kommen, wie wir Angst durch Integration und Verbindung überwinden können. Wegreden oder wegdenken kann man sie nicht.

Wir müssen uns als nächstes also das krankmachende Phänomen von Trennung und Abspaltung näher ansehen.

Macht und Realitätskontakt

Das Hauptproblem unserer Zeit ist die wachsende Kluft zwischen ungeprüften Annahmen und gesunder Wahrnehmung und zwischenGlauben und Realität. Ein großer Teil der deutschen Bevölkerung lebt in einer hermetisch abgedichteten Illusionsblase, die mit der sozialen, wirtschaftlichen und politischen Realität hierzulande und international so gut wie nichts mehr zu tun hat, die durch und durch unlogisch und absurd ist und die nur von täglich neu stimulierten Emotionen und Ablenkungen aufrecht erhalten werden kann. Abgesehen von der kleinen Welt des eigenen Alltags aus Arbeiten-Gehen, Einkaufen und ab und zu Urlaubsreisen, wissen die wenigsten Deutschen etwas über die Wirklichkeit, das politische System und die Welt, in der sie leben. Sie leben in einer Traumwelt made by Medienbildern, Hörensagen, Wünschen und politisch vorgekauten Einheitsmeinungen, absichtlich vorgesetzt von Wesen, von denen sie nichts ahnen, und aufrecht- und zusammengehalten durch Angst.

Der klinische Begriff für solch einen Realitätsverlust ist Psychose. Eine Psychose kann schrecklich albtraumartig sein, aber sie kann auch wie eine in Watte gepackte Traumwelt erlebt werden, in der man süßlich abgekoppelt vor sich hin taumelt. Das Problem einer Psychose ist wie bei krankhafter Sucht, dass das Ich darin keine Macht hat, irgendetwas zu ändern. Dafür bräuchte man Realitätskontakt. In der Psychose ist das Ich der Illusions- und Traumwelt ohnmächtig ausgeliefert. Deshalb sind für Entwicklung und Ermächtigung die Anbindung an die Realität und an Fakten sowie die direkte Wahrnehmung essentiell. Und diese Rückkehr zur Wirklichkeit kann unangenehm sein, wenn man gerade noch von rosaroten Wunschtraumwolken umhüllt war. So wie wir nach einem Unfall erst dann die Schmerzen im Körper spüren, wenn der Schock nachlässt, so spüren wir auch die realen Auswirkungen auf uns und um uns herum erst, wenn wir aus der Wolke der Ideologie und der blinden Wunschwelt herauskommen.

Diese beide Arten von Einbildung beruhen ebenso wie der post-traumatische Schockzustand auf einer Betäubung des Nervensystems und damit der Wahrnehmung, insbesondere der Selbstwahrnehmung. Je weniger wir über unsere fünf Sinne wahrnehmen, desto mehr füllt das Gehirn die Lücken mit eigenem Material auf: mit Assoziationen, Erinnerungen, Projektionen und verzerrten Wunsch- oder Angstbildern. Ab einem gewissen Punkt der Dauer-Betäubung imaginieren wir mehr als wir wahrnehmen – dieser Zustand nennt sich neurotisch. Die Neurose entsteht durch Anhäufung von Überforderungen, die der Organismus nicht mehr lösen und das Gehirn nicht mehr integrieren kann. Wir schalten dann innerlich ab und bleiben im Zustand einer selbsterzeugten Lähmung und Duldungsstarre stecken.

Warum betrifft uns das so sehr?

Nach den angehäuften, ungelösten und unverarbeiteten Traumatisierungen der Deutschen in den letzten 120 Jahren sind wir wohl das „Volk der Lähmung und Duldungsstarre“ schlechthin geworden. Unsere Selbstwahrnehmung ist beinahe komplett durch Bilder und Indoktrinationen ersetzt worden. Während so gut wie jeder Mensch auf der Welt eine gute Meinung von den Deutschen hat, haben wir gelernt, uns selbst zu hassen. Diese perverse Gehirnverdrehung brachte uns soweit, uns selbst abschaffen zu wollen. So etwas funktioniert nur mit einer traumatisierten Psyche. In einem solchen Zustand können wir nicht auf irgendeine Art Selbsterkenntnis warten, es braucht Hilfe von außen. Auch die sich so frei wähnende Generation Y und die heutige Jugend sind Träger dieser Post-Trauma-Psyche und um ihr hyperaktives Inneres herum sozial und leistungsmäßig gelähmter als sie wissen.

Keine Sorge: kein Schuldkomplex

Eine der wirksamsten Indoktrinationen in die deutschen Gehirne ist seit 70 Jahren der sogenannte „Schuldkomplex“, den wir angeblich haben oder haben sollen. Diese tägliche Einflüsterung auf allen Kanälen und für alle Altersstufen soll sicherstellen, dass wir gelähmt und irreal bleiben, uns selbst verleugnen und stets offen sind für die Fremdsteuerung, mit denen die Psychopathen ihr die das Kontrollsystem über uns aufrechterhalten. Ihre einzige Möglichkeit uns zu steuern ist es, unsere Psyche zu verwirren und uns von unserem Wesenskern abzulenken. Deshalb wollen wir uns diese vielzitierte Idee von „deutscher Schuld“ einmal genauer anschauen.

In hunderten von Schreibstuben und auf vielen Podien wird immer wieder behauptet, die Deutschen hätten also diesen „Schuldkomplex“. Das ist ein Irrtum und ein Trick zugleich, der uns glauben lässt, ein Problem zu haben, das wir in Wirklichkeit gar nicht haben und deshalb auch nicht lösen können; gleichzeitig hält es uns davon ab zu sehen, was unser eigentliches Problem ist, so dass wir das dann ebenfalls nicht lösen können.

Auf diesen „Trick“ ist die (katholische) Kirche vor langer Zeit schon gekommen und verdrehte die metaphysische und spirituelle Erkenntnis von der existenziellen „Sünde“ (aus den Urtexten richtig übersetzt als „das Fehlen“, „nicht vorhanden sein“, „ein Ziel verfehlen“ oder „vom richtigen Weg abweichen“) in die Idee von „Schuld“, die man irgendwie abbezahlen müsste. Und an wen wohl? Nun ja, die Geschichte kennen wir. Da geht es um Macht, nicht um spirituelles Wachstum. Wenigen ist jedoch bewusst, dass wir heute immernoch im gleichen Gedankenkonstrukt gefangen sind, nur eben in einer psychologisch raffinierteren Variante davon. Wir sollen glauben, dass etwas mit uns falsch ist und wir es wiedergutmachen sollen.

Wir müssen zu den originalen Hinweisen der Weisen und Inspirierten zurückkehren und unsere „Sünde“ verstehen als das Leben in der Polarität, in deren Verkörperung natürlich immer die andere Hälfte fehlt und in der wir das Ganzsein verfehlen müssen. Das ist richtig so. Und da ist nichts, das sich durch physische oder finanzielle Buß-Gymnastik abarbeiten ließe. Es ist eine Forderung an unseren Geist, die Ganzheit, unser Ganzsein – also das Heilsein – in der unvollständigen polaren Welt der Erfahrung wiederzuentdecken. Es geht um Selbsterkenntnis, nicht um Macht und selbstverleugnende Unterwerfung.

Schuld ist ein mentales Konstrukt

Wir sind es gewohnt, von „Schuldgefühlen“ zu sprechen. Schuld ist aber kein Gefühl, sondern ein komplexes neokortikales Konstrukt aus Emotionen, Intentionen, gehemmten Impulsen, Erinnerungen, Gedanken und moralischen Bewertungen. Das Empfinden von Schuld ist immer an eine Handlungsintention gebunden, die noch nicht ausgeführt wurde. Das kann man daran erkennen, dass kleine Kinder erst Schuld empfinden können, wenn sie auch alt genug sind, Handlungsintentionen zu haben und im Kopf zu behalten.

Wenn ich mir von einem Freund Geld leihe, dann „schulde ich ihm etwas“, und zwar solange, bis ich es ihm zurückgebe. Erst der Akt des Zurückgebens löst die Handlungsabsicht „im Hinterkopf“ und damit die Spannung in mir, mit der ich sie aufrechterhalten habe. Dieses Erinnern und Festhalten funktioniert über winzige Anspannungen in der Muskulatur, die gehalten werden, so dass tatsächlich ein körperliches Empfinden entstehen kann von „unter Spannung stehen“ oder sogar „eingeengt sein“. Die Erfahrung hat fast jeder schon mal in der ein oder anderen Weise gemacht: je mehr Schulden ich habe oder je mehr ich „noch zu erledigen“ habe, desto mehr Spannungen schränken meine Bewegungsfähigkeit und Flexibilität sowohl muskulär als auch psychisch ein. Daher kommt das Gefühl, dass „etwas schwer auf einem lastet“ oder „einen erdrückt“. Es ist ein realer, physischer Druck durch Spannung im Körper. Und diese Wahrnehmung von gehaltenen Muskelspannungen nennen wir „Schuldgefühle“.

Schuld ist dabei ein soziales Phänomen, das heißt, sie beruht stets auf einer Beziehung und dem Verständnis von Ausgleich. „Jemandem etwas schulden“ bedeutet, dass ich ihm gegenüber noch etwas tun muss, um wieder ein Gleichgewicht herzustellen. Die wichtige Betonung liegt auf dem Tun! Im eher abstrakten Sinne meinen wir das Gleiche, wenn wir jemanden für „schuldig“ halten. Wir spüren oder denken, dass diese Person etwas tun muss, um ein vorhandenes Ungleichgewicht, eine Ungerechtigkeit oder eine Grenzüberschreitung wiedergutzumachen. Sie muss „bezahlen“. Im einfachsten, alltäglichen Fall ent-schuldigen wir uns, indem wir „um Entschuldigung bitten“, damit eine Grenzüberschreitung durch diese Geste der Ergebenheit oder Demut wieder ausgeglichen wird. Diese Regulierung funktioniert nur, wenn der andere die Entschuldigung auch annimmt. Ansonsten ist die Ent-Schuldigung nicht vollständig und eine gewisse Spannung bleibt bestehen. Dann fühlen wir uns weiterhin „schuldig“. Manche Menschen tragen solche Spannungen seit ihrer Kindheit chronisch mit sich, weil sie nie aufgelöst wurden.

Schuld an sich kann auch eine ganz emotionslose Angelegenheit sein. Ich kann meinem Freund Geld schuldig bleiben ohne dabei viel zu fühlen. Das hängt viel von meinem Gewissen, von meinen verinnerlichten Werten und Moralmaßstäben, von meiner Empathiefähigkeit und meinen sozialen Kompetenzen ab. Solange ich nicht das Empfinden eines Ungleichgewichts oder einer gestörten Ordnung habe, werde ich keine Schuld bei mir sehen, selbst wenn andere das tun. Das dürfte ein häufiger Grund für endlose Rechtsstreitigkeiten sein, die eigentlich Rechts-Empfindungs-Streitigkeiten heißen müssten. Wenn wir etwas als ungerecht empfinden, dann entscheidet unsere Vorstellung, wen wir als schuldig sehen: nämlich den, der aus unserer Sicht noch etwas tun muss, um eine Sache in Ordnung zu bringen.

Was uns belastet

Das alles ist aber nicht das Problem von uns Deutschen. Wir haben keine authentischen, genuinen Intentionen, etwas wiedergutmachen zu müssen. Das wird uns nur seit hundert Jahren eingeredet und wir glauben es, weil wir zweifellos sehr sensibel für Ungleichgewichte und Ungerechtigkeiten sind und stets bereit sind, uns für die Wiederherstellung von Balance und Gerechtigkeit einzusetzen – sogar bis hin zur Selbstaufopferung. Dieser Ausgleichsdrang ist ein authentischer Teil unseres Wesens, aber nicht Folge einer Schuld oder einer Grenzüberschreitung, die wir wiedergutmachen wollen. Wir fühlen uns nicht schuldig, sondern belastet. Und dieses chronische Belastungsgefühl interpretiert man uns als „Schuldkomplex“. Seine Ursachen liegen jedoch in etwas ganz anderem, im Grunde genau im Gegenteil von Schuld, nämlich in ungelösten Traumata, die wir eben nicht verschuldet haben.

Gerade deshalb aber neigen wir dazu, lieber die „Schuldkomplex“-Theorie zu glauben. Denn Schuld ist ja etwas, was man durch Aktion und Handeln abarbeiten kann, ein Trauma hingegen nicht. Das ist der Grund, warum wir es seit drei Generationen als Entlastung empfinden, uns selbst immer wieder in einen absurden Schuldkomplex hineinzureden, sogar mit sprichwörtlich deutschem Eifer die Drohpredigt von „ewiger“, „unbegrenzter“ oder „nie zu begleichender“ Schuld immer wieder neu auflegen.

Es hilft uns, weiterhin wegzuschauen, wie es kurz nach 1945 überlebensnotwendig und dann per Order von ganz oben und über internationalen Druck verordnet wurde. Wegschauen und Nicht-hinschauen-Dürfen wurde sogar gesetzlich verankert. Ich weiß von keinem anderen westlichen Land, dass die Aufarbeitung und wissenschaftliche Untersuchung seiner eigenen Vergangenheit per Gesetz verbietet und selbst das Aussprechen von wissenschaftlichen Hypothesen oder Fragestellungen drakonisch bestraft. In wessen Interesse könnte es denn sein, uns unter solche Gesetze zu stellen?

Achten Sie auf die Wahnsignale!

Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen! Wie würde ein (gesundes) Kind wohl reagieren, wenn die Eltern ihm zu einem ganz bestimmten Thema alle Fragen und Aussagen strengstens verbieten würden? Es würde sofort wissen, dass bei den Eltern etwas nicht stimmt und dass dieses Thema hoch brisant ist. Was passiert dann mit diesem Thema im Kopf des Kindes? Es wird zu einer fixen Idee. Es wächst unter dem machtvollen Tabu der Eltern zu einer Besessenheit voller Fantasien, Ängsten, Projektionen und Ahnungen heran. Das Sprech- und Frageverbot lähmt außerdem das Denken, so dass Differenzierung, Erforschung und Klärung unmöglich werden. Dafür bräuchte das Kind nämlich Dialog und Austausch. Stattdessen würde es nun anfangen, seine natürlichen Fragen und kindlichen Vorstellungen zurückzuhalten und mit Emotionen und anderen unverarbeiteten Themen zu überfrachten. Aus dem unterdrückten Wissensimpuls wird eine Wahnidee voller Einbildungen und verworrener Assoziationen – kurz: ein Komplex.

Das funktioniert nur durch die Macht, die Eltern über Kinder haben, denn das Kind ist von ihnen abhängig. Sonst könnte es einfach mit den Schultern zucken, die Eltern für beschränkt halten und sich selbst woanders ausführlich aufklären. Da es nun aber die Eltern braucht und ihr Glaubenssystem verinnerlicht, wird es das Tabu ebenso verinnerlichen und sogar mit aller Emotionalität seiner eigenen Verwirrung und Verzweiflung in die Welt tragen: „Darüber darf man nicht sprechen!“ oder „XY zu denken ist böse und muss vernichtet werden.“ Dann haben wir erst kleine Gedankenpolizisten, die, wenn sie groß sind, zu ausgewachsenen Meinungsfaschisten werden, die all ihre Macht dazu nutzen, ihre fixierten Vorstellungen von Gutsein und Verboten (die in Wirklichkeit eins zu eins von den Eltern übernommen wurden) der Welt ebenso radikal aufzuoktroyieren wie es ihnen angetan wurde. Ihre Haltung beruht dabei nicht auf Verständnis, sondern auf emotional hoch aufgeladener Besessenheit, mit der sie die Verletzung ihres ursprünglichen Impulses und ihrer natürlichen Neugier verdrängen. Die emotionale Überflutung einerseits und die rationale Verdrängung andererseits machen sie blind für jegliche intellektuell redliche Auseinandersetzung (die ja tabuisiert und blockiert worden ist). Dann haben wir die Meinungs-Soldaten, die mit faschistischen Methoden gegen Faschismus kämpfen, ohne Rücksicht auf andere die Umwelt retten, ohne Wissen die Welt erklären und ohne Perspektive die Zukunft bestimmen wollen – ohne den Widerspruch und die innere Spaltung zu bemerken. Die Produktion solcher Tabuisierungs- und Abstumpfungs-Klone funktioniert aber nur in einem existenziellen Abhängigkeitsverhältnis wie zwischen Eltern und Kindern, Lehrern und Schülern oder eben Regierungsgewalt und Bevölkerung. Und genau in einem solchen existenziellen Abhängigkeitsverhältnis waren 1945 und die Jahre danach die Deutschen gegenüber den Siegermächten – wer auch immer genau dahintersteckte.

Damit sind wir nun nicht nur bei der Unterdrückung der Meinungsfreiheit, sondern vielmehr bei der Unterdrückung von freiem Denken und historischer Aufarbeitung durch die Tabuisierung unserer eigenen Vergangenheit. Wir haben es hier mit psychologischer Kriegsführung zu tun, die wir durchschauen müssen, um dagegen immun zu werden. Während die meisten Menschen heute glauben, der Krieg gegen die Deutschen bzw. gegen Deutschland sei 1945 beendet worden, ist bei genauerer Betrachtung festzustellen, dass der Kriegszustand nach wie vor anhält und sich nur von den territorialen Graben- und Luftkämpfen verlagert hat auf das Gebiet der psychologischen Zersetzung. Diese hat so gut funktioniert, dass wir heute z.B. mit vollkommener Passivität zusehen und sogar mit Begeisterung dabei mitwirken, dass unsere Landesgrenzen aufgelöst und unsere Gesetze aufgehoben werden, um das Land einer Invasion gleich mit „Flüchtlingen“ zu fluten.

Unser kollektives Stockholm-Syndrom

Während ich diese Zeilen schreibe, Mitte März 2020, läuft in ganz Europa und weltweit die größte Geiselbefreiung der Geschichte an. Die Menschen werden in einer global koordinierten Militäroperation, die mit einer bewundernswerten Präzision und Intelligenz durchgeführt wird, von den Psychopathen und ihren unterdrückenden Machtsystemen befreit.

Wenn aber Geiseln über längere Zeit mit ihren Geiselnehmern zusammengelebt haben (im Falle von uns Deutschen sind das über 70 Jahre, das sind über drei Generationen!), dann entwickeln sie das „Stockholm-Syndrom“: eine instinktive Schutzreaktion, die es dem Opfer ermöglicht, mit jemandem zusammenzuleben, der eine permanente existenzielle Bedrohung und Gefahr darstellt, weil er die komplette Macht über es hat.

Mit dem Dauerstress dieser Bedrohung kann das Nervensystem des Opfers nur umgehen, indem es alle Kampf- und Fluchtmechanismen – also jegliche starke Aktivierung – abschaltet und das innere System der Selbstbehauptung und der instinktiven Selbstverteidigung kollabieren lässt. Dies ermöglicht es dem Opfer dann, sich an seinen Unterdrücker so anzupassen, dass es ihn psychisch nicht mehr als Bedrohung wahrnimmt, sondern als Bindungsperson. Das ist ein instinktives Verhalten zum Selbstschutz: Unser Stammhirn kann in solch einer ausweglosen Lage automatisch umschalten auf ein kleinkindliches Bindungsverhalten, was von außen zwar völlig absurd wirkt, als Selbstrettungsmaßnahme aber Sinn hat: durch das freundliche und zugewandte Verhalten gegenüber dem Geiselnehmer soll die Chance zum Überleben erhöht werden, weil Bindungssignale dessen Empathiefähigkeit und Beschützerinstinkt aktivieren könnten. Damit das auch funktioniert und nicht als Manipulation oder Täuschung erscheint, erlebt das Opfer die Bindung tatsächlich und empfindet seinen Unterdrücker trotz aller Bedrohung als Freund. So kann tatsächlich eine Art Bindung entstehen, allerdings nur unter der Bedingung, dass das Opfer sein Selbstgespür und seine emotionale Integrität, also seine Selbstbestimmung, komplett aufgibt.

Es handelt sich hierbei um eine Überlebensfunktion des Autonomen Nervensystems, nicht um eine emotionale oder mentale Entscheidung. Obwohl es sich wie eine Beziehung anfühlt, ist es bloß eine extreme instinktive Anpassungsreaktion, die Beziehung und Bindung nur simuliert. Man kann das zuweilen bei schwer traumatisierten Kindern z.B. aus Kriegsgebieten beobachten, dass sie jeden Fremden kontaktieren und anlächeln als wäre er ihr Vater oder ihre Mutter. Solange dieses Programm in ihnen läuft, sind sie jedoch nicht beziehungs- und bindungsfähig, denn dafür müsste das Stammhirn seine Dominanz wieder aufgeben und den komplexeren, emotionalen und sozialen Hirnstrukturen (die zur Stufe der Säugetiere gehören) wieder mehr Kontrolle überlassen. Diese würden dann wieder Scheu vor Fremden und eine emotionale Bindung an wirklich sichere Personen ermöglichen. Solange das nicht passiert, weil z.B. die Situation der Geiselnahme, Bedrohung und Kontrolle unausweichlich ist, funktioniert das Gehirn auf Reptilien-Niveau und hält die emotionale und mentale Intelligenz gelähmt.

Wenn sich nun die Menschen eines ganzen Volkes aufgrund von traumatisierender Gewalt und permanenter Unterdrückung, Täuschung, Kontrolle und Ausbeutung in dieser Art „Stockholm-Zustand“ befinden, dann können sie sich selbst nicht nur nicht von ihren Unterdrückern befreien, sondern sie werden sich eventuell sogar gegen ihre eigene Befreiung wehren. Denn durch die schützende Anpassung an die steuernde Gewalt haben die Menschen angefangen, sich mit ihr zu identifizieren, obwohl sie von ihr unterdrückt werden.

Das heißt, die Menschen haben ihre Selbstwahrnehmung, ihre Integrität und ihre Selbstbestimmung zu einem großen Teil aufgegeben, um zu überleben, und verschmelzen mit ihrem Feind, seinen Intentionen und seiner Perspektive zu einer Pseudo-Einheit. Man fühlt sich zugehörig in einer Art psychischem Koma und kann sich eine Abgrenzung und Trennung – geschweige denn Befreiung – gar nicht mehr vorstellen.

Eine Geisel mit Stockholm-Syndrom verteidigt deshalb zuweilen sogar ihre Geiselnehmer gegen die Befreier, weil sie nicht mehr für sich selbst einsteht und agiert, sondern für diese verschmolzene Identität mit dem Täter. Diese Selbstlähmung hat wie gesagt nichts mit Gefühlen oder einer Willensentscheidung zu tun, sondern kommt aus dem Instinkt. Wir können diesen Zustand nur durch konsequente Rettung und Hilfe von außen überwinden. Auch danach braucht es noch einige Zeit, bis die Realität der Befreiung vom Nervensystem verarbeitet werden kann und Selbstwahrnehmung, Selbstbestimmung und Selbstbehauptung Schritt für Schritt zurückkehren.

Wir brauchen also mehr als nur eine strukturelle, politische und institutionelle Befreiung. Wir brauchen Zeit und Hilfe, um uns selbst wieder zu finden; um aus der gesellschaftlichen und kulturellen Schocklähmung aufzuwachen und die mittlerweile so tiefsitzende Identifikation mit dem Unterdrückungssystem aufzulösen, das darauf ausgerichtet war, uns auszunutzen und schließlich zu vernichten. Wie schwierig es ist, diesen Gedanken überhaupt einmal anzunehmen, ist ein Gradmesser dafür, wie sehr wir noch in der Fremd-Indentifikation stecken.

Der Weg zu einer neuen Identifikation mit unserem wahren Wesen und unserer Bestimmung fängt damit gerade erst an. Wir werden auf diese Herausforderung und die damit verbundenen Aufgaben und Verantwortungen später zurückkommen. Als nächstes wollen wir jedoch noch genauer die Auswirkungen der ungelösten Traumatisierung auf uns betrachten und wie diese mit einem Pseudo-Schuldkomplex zusammenhängen.

Posttraumatische Belastungsstörung als Normalzustand

Die schwierige Lage, in der wir uns befinden, ist, dass bei uns die Aufarbeitung des Traumas, das die Menschen in Deutschland im ersten und vor allem am Ende des zweiten Weltkriegs erlebt haben, tabuisiert wurde.

Da hier kein Raum für umfassende geschichtliche Aufklärung ist, sei jedem Interessierten nur empfohlen, sich diesem Thema einmal unter dem Aspekt der Traumatisierung der deutschen Bevölkerung zu nähern. Stichworte dazu seien die kriegs- und völkerrechtswidrige Behandlung deutscher gefangener Soldaten, die systematische Vergewaltigung von Frauen, die unnötige Zerstörung von Kulturgütern und Städten, die brutalen Angriffe gegen die Zivilbevölkerung usw.  Wer sein Geschichtsbewusstsein in diese Richtung erweitern will, braucht nicht nur den Mut, seine Denktabus und ‑konditionierungen zu überwinden, sondern vor allem auch starke Nerven. Immerhin sprechen wir hier von unseren eigenen Vorfahren, unseren Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern, und von dem, was sie erlebt haben.

Ich mag an dieser Stelle nur einmal auf das hinweisen, was der Oberste General der amerikanischen Truppen in Europa, General Patton,  am Ende des zweiten Weltkriegs sagte: „Ich habe große Achtung für die deutschen Soldaten. In Wirklichkeit sind die Deutschen das einzige anständige in Europa lebende Volk.“ Und das war 1945! (Kurz darauf hatte Patton einen „Unfall“ und wurde außer Dienst gestellt). Wir haben viel aufzuholen, um zu verstehen, was er damit meinte und was damals wirklich geschah. Vor allem müssen wir den Gedanken zulassen, dass das, was unsere Geschichtsbücher, Lehrer, Zeitungen und Hollywood-Filme uns seit 70 Jahren weismachen wollen, durch und durch mit Lügen und Verdrehungen durchsetzt sein könnte – denn sie alle sind fabriziert und kontrolliert von denen, die die Macht übernommen haben.

Wirkung von Tabus

Wenn ein Trauma und seine Aufarbeitung tabuisiert werden, führt dies zu einer Intensivierung der posttraumatischen Belastungsstörungen und die Traumaauswirkungen werden von Generation zu Generation fixiert. Unsere Vulnerabilität und Empfänglichkeit für Fremdsteuerung durch die Traumata von 1945 haben dazu geführt, dass wir selbstzerstörerisches Gedankengut und selbstverleugnende Ideologien so tief verinnerlicht haben, dass wir sie heute kaum noch reflektieren können – zum großen Erstaunen und unter wachsender Fassungslosigkeit der restlichen Weltbevölkerung.

Zu unserem installierten Denkrepertoire gehören zentral solch mechanisch verinnerlichten Selbstverständlichkeiten wie, dass alle Menschen der Welt traumatisiert wurden, die Deutschen aber nicht, oder dass die Deutschen kein Recht hätten, ihre Traumatisierung zu benennen und aufzuarbeiten; dass „die Deutschen die Schuld an allem tragen“; dass sie die Bösen sind und ergo die Siegermächte die Guten; dass deshalb alles „Deutsche“ vernichtet und abgeschafft werden muss usw. Diese Denkparolen sind so simpel und billig, dass sie für einen denkenden Erwachsenen eigentlich hoch peinlich sein müssten. Aber im traumatisierten Zustand glaubt und befolgt man alles, nur um zu überleben und in Sicherheit zu kommen.

Diese Überzeugungen und Denkweisen bleiben nach dem traumatischen Erlebnis bestehen, solange das Trauma nicht verarbeitet ist, d.h. solange die Wirkungen der dadurch aktivierten Selbstschutz-Reflexe nicht wieder aufgehoben werden. Dies ist in Deutschland nie vollständig geschehen. Heute leben wir in der fatalen Folge, dass weder das Trauma noch die Denkweise aus dem Trauma aufgelöst wurden, sondern mit Nachdruck von Generation zu Generation weitergegeben werden und damit eben auch die emotionale Lähmung und die mentale Abhängigkeit konstant erhalten bleiben, die uns psychisch und kulturell in eine Geiselhaft nehmen wie wohl kein anderes Volk auf der Welt. So entwickelte sich bei uns eine immer einseitigere und fanatischere konformistische Denkkultur – besser: Anti-Denk-Kultur – auf der Basis von Angst und Vermeidung, deren groteske Auswüchse wir heute z.B. in den medialen Inszenierungen freitäglicher Kinderkreuzzüge sehen können und deren Fahnenstange vielleicht bei den verwahrlosten Gewaltmobs endet, die sich „linksautonom“ nennen und antifantastische Parolen ausgeben.

Gerade bei den jüngeren Generationen mischen sich Orientierungslosigkeit, Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit auf eine selbstzerstörerische Weise mit konstanter Unruhe, diffuser Überaktivierung und richtungsloser Dauerempörung. Jeder geschulte Psychiater würde hierin sofort die typischen Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung erkennen.

Von der Ohnmacht zum Trauma-Komplex

An dieser Stelle kommen wir zum Ausgangsthema „Schuld und Schuldgefühle“ zurück. Denn gerade für Menschen, die chronisch unter Belastung stehen, die sie nicht bewältigen können, kann ein Schuldkomplex eine wichtige psychische Entlastung darstellen, weil er die Illusion einer Lösung (also die Idee von einer Wiedergutmachung), aufrecht erhält, wobei die darunter liegenden eigentlichen traumatischen Belastungen nicht gesehen und gefühlt werden müssen.

Die eigentliche innere Belastung durch das Trauma kann so aber nicht „abgearbeitet“ oder „abgezahlt“ werden – sie  müsste aufgearbeitet und integriert werden. Das wäre jedoch mit Schmerz verbunden. Um diesen Schmerz zu verdrängen, erschafft unser Gehirn z.B. Schuldgefühle als ein mentales Ausweichmanöver. Denn wer sich schuldig fühlt, kann sich grundsätzlich noch handlungsfähig und mitbestimmend fühlen, sich also eine gewisse Machtposition einbilden und seine Aufmerksamkeit weg von der Vergangenheit in eine ferne Zukunft richten. Wer aber seine Handlungsunfähigkeit einsehen muss, der muss sich dem Gefühl der Ohnmacht stellen.

Und hier liegt der Knackpunkt, um den sich unsere volksweite posttraumatische Belastungsstörung und Verwirrung dreht: wir können, dürfen und wollen bis heute nicht unsere Ohnmacht und unsere Auslieferung wahrhaben. Wir sind bis heute nicht bereit – und werden auch aktiv davon abgehalten – wahrzunehmen, was mit uns gemacht wurde. Die ewige Leier von den Deutschen als alleinige Täter und Verursacher – was nachweislich historisch falsch und absurd ist – dient einem doppelten Zweck: unsere Unterdrücker halten uns damit in der psychischen Zwangsjacke und verhindern unsere Souveränität und wir selbst machen mit, weil das der einzige psychische Schutz ist, den wir haben, gegen die schmerzhafte Wahrheit des damals Erlebten und der seitdem fortdauernden Ohnmacht und Unterdrückung. Letztere verlagerten sich vom territorialen Krieg auf die wirtschaftliche Ausbeutung, Erschöpfung und die systematische Verblödung der Bevölkerung, so dass man unser Land zuletzt mit fremden Massen aus anderen Kulturen fluten konnte.

Wir bevorzugen es bis heute, uns in die absurde Rolle des Täters hinein zu imaginieren, der gleichzeitig aber auch Opfer ist – Opfer seiner selbst, seines bösen (deutschen) Charakters, so redet man uns ein. Wir haben also die schizophrene Doppelposition, Opfer und Täter in einem zu sein, so dass wir auch Empörte und Schuldige, Bestrafende und Bestrafte gleichzeitig sein können und uns nun selbst verfolgen bis ins hundertste Glied. All diese Fantasien von Täterschaft und ihre aktive Leugnung der geschichtlich realen Sachverhalte werden von Generation zu Generation mit leichten Variationen weitergegeben, weil sie uns helfen, uns vor uns selbst zu drücken, zu erniedrigen und zu verleugnen.

Die perverse Macht-Illusion des Masochisten besteht darin, dass er sich von niemandem entlasten lässt, sondern den verborgenen Stolz in sich trägt, alle anderen an Selbsterniedrigung zu übertreffen. Aber wir müssen das durchschauen: es ist nur ein Schutz gegen das Bewusstsein von der (real erlebten) Ohnmacht sowie des Schmerzes, die uns der letzten Illusion von Selbstermächtigung berauben würden. Denn auch die Rolle des selbstlosen Helfers ist nur aufgesetzt und Abwehr.

Denn Ohnmacht in Verbindung mit Schmerz ist eine der schlimmsten Erfahrungen für die menschliche Psyche und die Basis fast aller Traumata. Die Psyche kann sich vor der Überwältigung durch solche Erlebnisse schützen, indem sie die Ohnmacht nicht wahrnimmt und stattdessen Fantasien von Fluchtmöglichkeiten, Handlungsfähigkeit oder Errettung kreiert. Es ist z.B. ein bekanntes Phänomen, dass Kinder – aber auch Erwachsene – belastende und unverarbeitete Erlebnisse wie z.B. den Tod einer nahen Person versuchen zu bewältigen, indem sie sich selbst für schuldig am Geschehen halten. Ihre Erklärungen sind dabei oft höchst eigenartig und abstrus, aber der Schuldkomplex schützt sie vor der emotionalen Überlastung durch Ohnmacht. Der daraus resultierende Mangel an logischen Erklärungen und die wachsenden Widersprüche machen ihnen natürlich zu schaffen. Da sie aber den emotionalen Überwältigungsschutz nicht loslassen können, ist ihr Gehirn dann gezwungen, immer neue und kompliziertere Rechtfertigungen für das Schuldkonstrukt zu finden und sie immer häufiger zu repetieren. Sie suchen geradezu verzweifelt nach Gründen und Begründungen, warum sie die Schuld am Geschehenen tragen, auch wenn dies gänzlich absurd ist. Gerade bei Opfern von Gewalt und Missbrauch ist diese Selbst-Beschuldigung ein häufiges und für Außenstehende verstörendes Phänomen, weil es den Verlust von Einsichtsfähigkeit und Realitätssinn so offensichtlich macht.

Wenn man nun einem solchen Opfer von Gewalt nicht hilft, seine Emotionen zu verarbeiten und dadurch langsam wieder realitätsfähig zu werden, dann entsteht eine Trauma-Identität: ein Selbstbild, das sich auf der verzerrten und blockierten Wahrnehmung eines überfordernden Erlebnisses aufbaut. Die Trauma-Identität besteht aus einer Reihe von Selbst-Definitionen, die nicht real sind, sondern nur dazu dienen, das Trauma und alles damit Verbundene auszublenden oder zu umgehen. Es ist die psychische Leugnung des real Erlebten und damit der eigenen Wahrnehmung und authentischen Identität.

Dadurch entsteht eine innere Zerrissenheit, denn die Trauma-Identität trennt alle eigenen Eigenschaften, Erinnerungen und Emotionen ab, die mit dem Trauma in Verbindung stehen. Wenn ich zum Beispiel vor dem Trauma gerne Orangen gegessen habe und Orangen zum Zeitpunkt des Erlebnisses irgendeine Rolle spielten, dann werde ich danach vielleicht nicht nur allergisch gegen Orangen sein, sondern womöglich auch steif und fest behaupten, dass ich Orangen gar nicht mag und noch nie gemocht habe. Vielleicht werde ich sogar eine Kampagne gegen Orangen starten und alle anderen davon zu überzeugen versuchen, dass Orangen grundsätzlich schlecht sind und abgeschafft werden sollten. Das gleiche gilt auch für Emotionen wie z.B. Stolz. Wenn das Trauma eine Verbindung zu Stolz hat, dann werde ich danach vielleicht Stolz und jegliche Erinnerung daran vermeiden oder sogar verurteilen.

Auf diese Weise können die Erfahrungen nicht integriert werden und es entsteht ein Trauma-Komplex, der unter allen Umständen vermieden werden muss. Mit anderen Worten: es entsteht ein psychisches Tabu und ein innerer „verbotener Raum“, die nicht berührt werden dürfen. Ein Teil unserer Persönlichkeit wird betäubt, so dass wir Teile unseres Empfindens, Fühlens, Erinnerns, Denkens und Handelns verlieren.

Nicht Schuld, sondern Scham

Solche Desintegration und Fragmentierung erzeugen aber nicht Schuldgefühle, sondern Scham. Die Grundemotion Scham entsteht immer dann, wenn unser Organismus oder Nervensystem etwas nicht integrieren kann. Als soziales Phänomen ist uns das bekannt und am meisten bewusst: wenn wir etwas tun, das in einem gewissen Kontext nicht „richtig“ ist oder „sich nicht gehört“, dann schämen wir uns, weil dieses Verhalten in die Gruppe oder Situation nicht integrierbar ist. Das Gefühl von Scham zeigt, dass uns Integration wichtig ist und dass wir mitfühlen können. Wir schämen uns zum Beispiel auch, wenn wir die Grenze von jemandem aus Versehen überschreiten. Signale von Scham zeigen anderen, dass wir eine Grenzüberschreitung oder ein Fehlverhalten als solche erkennen können, was Voraussetzung für soziale Wiedereinbindung und Vertrauen ist.

Psychopathen können sich nicht schämen, weil ihre emotionale Funktion degeneriert ist. Deshalb können sie auch nicht sozial integriert werden. Im Tierreich werden psychopathische Tiere instinktiv aus dem Rudel ausgestoßen, weil sie das Leben des ganzen Rudels durch ihre Rücksichtslosigkeit gefährden. Wir Menschen aber haben auch die Fähigkeit, unsere Wahrnehmung für psychopathisches Verhalten zu betäuben, so dass wir pseudo-soziale Beziehungen mit Asozialen aufbauen können. Darauf kommen wir später beim Thema Verantwortungsfähigkeit zurück.

Scham als Signal für fehlende Integration funktioniert ebenso inner-psychisch. Wenn ich ein Gefühl oder Erlebnis nicht verstehen und verarbeiten kann, dann wird sich Scham darum herum legen, die anzeigt, dass „ich mich selbst nicht verstehe“, „ich mir ein Rätsel bin“ oder „unsicher über mich selbst bin“. Wenn wir etwas psychisch nicht integrieren können, fühlen wir in Bezug darauf mehr oder weniger Scham solange, bis es integriert wird.

Scham ist außerdem gekoppelt mit einer motorischen Deaktivierung, einer Art „Kollabieren auf Knopfdruck“, was auch sinnvoll ist, denn das Gefühl von Scham weist stets auf etwas Unstimmiges, Unpassendes oder Nicht-Integres hin und sollte daher das Engagement in diese Richtung erstmal stoppen. Das ist z.B. notwendig, damit Eltern ihre Kinder auch aus größerer Entfernung von gefährlichen Handlungen abhalten können. Wenn die Mutter das kleine Kind in scharfem Ton stoppt, damit es nicht auf die Straße rennt, dann kollabiert das Kind in dem Moment muskulär zu seinem eigenen Schutz: es bleibt stehen und rührt sich nicht.

Danach braucht das abrupt gestoppte Kind an der Straße jedoch Kontakt, Tröstung und eine Erklärung, um den heftigen Stopp-Impuls, den Kollaps und den Schreck zu verarbeiten und daraus zu lernen, statt in seiner Schreckreaktion stecken zu bleiben und in Zukunft immer Angst und Unsicherheit an Straßen zu erleben. Leider haben wir in unserer Kultur diesen gesunden Umgang mit Scham verlernt. Scham braucht zur Integration immer Hilfe von außen. Ohne Integration und Auflösung der Scham bleibt die Assoziation der situativen Umstände mit Scham und Lähmung erhalten und generalisiert sich zu einer grundsätzlichen Haltung von Unsicherheit und Gehemmtheit.

Wir können heute vor allem in Deutschland eine Menge derart kollabierter Menschen sehen, die kaum noch Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit in sich tragen. Nach meiner Einschätzung sind Männer davon weit mehr betroffen als Frauen, wofür es im System auch leicht zu identifizierende Gründe gibt, aber diese Unterscheidung können wir hier nicht weiter ausführen. Den wenigsten Menschen ist klar, dass solche selbstunsicheren Menschen massiv beschämt wurden und in ihrer Schamreaktion stecken geblieben sind. Scham an sich ist eine gesunde und natürlich-notwendige Emotion. Nicht gesund und natürlich ist jedoch, darin stecken und desintegriert zu bleiben. Es braucht Kultur und Unterstützung von außen, um aus Schamerleben eine gesunde und selbstbewusste Integrität aufzubauen.

Weiße und rote Scham

Da wir nun die Grundzüge und Funktion von Scham als natürliche Emotion skizziert haben, müssen wir jetzt noch eine wichtige Differenzierung einführen, die bedeutsam ist für das Erkennen und Lösen eines Scham-Komplexes.

Zuvor sei angemerkt, dass ich das Verständnis von Scham, wie ich es hier erkläre, bisher noch in keiner psychologischen Literatur so gefunden habe – wenn auch fast alle Aspekte, die ich hier zusammenfüge, irgendwo schon einzeln erwähnt sind. Mir scheint Scham die am wenigsten verstandene, am meisten ignorierte und damit geheimnisvollste Emotion unserer Zeit zu sein, was meine Vermutung, dass sie grundsätzlich tabuisiert und verdrängt wird, bestätigt. Dieser blinde Fleck unseres gesellschaftlichen Bewusstseins spiegelt sich dementsprechend auch in Wissenschaft, Forschung und Literatur wider.

Der Grund dafür könnte darin liegen, dass wir die Kulturtechniken verloren haben, die notwendig sind, um Scham zu bewältigen und konstruktiv zu nutzen. Dafür braucht es nämlich empathische Zuwendung und ein Gefühl für Kohärenz und Gleichgewicht im Kontakt und im sozialen Gefüge. Es braucht ein Gefühl für Zugehörigkeit zu einem größeren Gemeinsamen und Resonanzfähigkeit, die sensibel genug ist, um Scham zu erkennen und darauf adäquat einzugehen.

Der richtige Umgang zur Auflösung von Scham ist stets: Integration. Das kann durch die Bestätigung der Zugehörigkeit zur Gruppe sein oder, wenn es um eine persönliche Scham geht, durch das Teilen des Gefühls, so dass es etwas Gemeinsames wird und dadurch integriert werden kann. Aus der Intention einer psychischen und sozialen Wiedereingliederung heraus hat auch ein einfacher Satz wie „Du brauchst dich dafür nicht zu schämen“ Sinn und Wirkung. Damit darf aber eben nicht eine Marginalisierung der Scham oder des Themas oder irgendeine Art von übergehender Bevormundung gemeint sein, sondern es muss als authentisches Signal der Anerkennung verstanden werden: „Gerade weil du dich schämst, kannst du dich zu uns zugehörig fühlen. Weil wir daran sehen können, dass du sensibel, empathisch, gruppenbezogen und veränderungsfähig bist.“

Sichtbares Schamverhalten ist ein Signal dafür, dass der Betroffene das Unpassende spürt und unter dem Mangel an Integration oder Passung leidet. Ein Psychopath oder Anti-Sozialer schämt sich nicht. Sein Verhalten und er selbst sind schamlos. Deshalb ist er auch nicht integrationsfähig.

Um adäquat mit Scham umgehen zu können, brauchen wir nun noch eine zusätzliche Differenzierung in rote Scham und weiße Scham. Rote Scham ist der emotionale Zustand, der uns ganz augenscheinlich rot werden lässt, weil ein Aspekt von uns nicht zu unserem aktuellen oder gewohnten Selbstbild passt oder weil wir etwas an uns selbst nicht verstehen können. Dafür reichen schon ganz kleine alltägliche Auslöser wie das Herausfallen von Sachen aus der Tasche im Bus, ein plötzliches Stolpern oder dass man jemanden in einer Wartschlange übersehen und sich aus Versehen vor ihn gestellt hat. Diese Situationen lösen Scham aus, weil uns plötzlich bewusst wird, dass wir etwas getan haben, das nicht unseren Werten, Normen oder Erwartungen an uns selbst entspricht.

Daran können wir sehen, wie essentiell wichtig Scham für die Sozialisierung ist, denn ohne dieses Gefühl würden wir unpassendes oder andere schädigendes Verhalten nie bereuen und korrigieren. In solchen Momenten reagieren wir automatisch mit einer Entschuldigungsgeste, um uns dadurch sozial wieder zu re-integrieren. Das funktioniert natürlich nur, insoweit wir dann auch eine akzeptierende Antwort bekommen.

Rote Scham tritt auch dann auf, wenn wir neue Eigenschaften an uns entdecken oder entwickeln. Deshalb ist sie in der Pubertät so extrem präsent und bräuchte umso mehr unterstützende und integrierende Resonanz, denn in der Pubertät verändern wir uns so rasch und entdecken so viele neue Aspekte, dass wir sie so schnell gar nicht in unser bisheriges Selbstverständnis integrieren können. Und das erzeugt rote Scham, die anhält bis wir das Neue an uns „verstehen“ und als zu uns gehörig betrachten und fühlen können.

Weil diese notwendige Integration in unserer Kultur zum Beispiel besonders in Bezug auf Sexualität und Aggressivität oder auch in Bezug auf Stolz und Trauer viel zu wenig unterstützt wird, sind dies die am meisten schambesetzten und tabuisierten Themen, bei denen sogar Erwachsene noch „rot werden“ oder unsicher und irritiert sind (auch wenn sie gelernt haben, sich das nicht einzugestehen und es sich nicht anmerken zu lassen ). Sie konnten diese Eigenschaften nie wirklich integrieren. Die Scham verschwindet sofort spurlos, wenn sie einen Weg finden, ihre Impulse, Gefühle, Fantasien oder Wünsche als natürlichen Teil von sich anzunehmen.

Dementsprechend ist rote Scham also ein Signal dafür, dass wir etwas besser integrieren – und das heißt oft: verstehen – müssen. Der richtige Umgang mit roter Scham ist, dabei zu helfen. Vor allem Verständnis für sich selbst vermittelt zu bekommen, ist häufig sehr ent-lastend, weil es eben ent-schämend ist.

Etwas anderes ist dagegen weiße Scham und der Umgang damit. Weiße Scham ist jener Zustand, bei dem wir „weiß im Gesicht werden“, weil das Blut sich nach innen zurückzieht, wir „am liebsten im Boden versinken“ oder „uns vor allen verstecken würden“. Wir können sie auch existenzielle Scham nennen. Sie tritt dann auf, wenn wir uns mit etwas, das wir nicht integrieren können, so sehr identifizieren, dass wir nicht mehr zwischen uns selbst und dem verstörenden Aspekt unterscheiden können. Das Gefühl von Unstimmigkeit und Abweichung oder sogar Falschheit überträgt sich auf unser ganzes Selbstgefühl, so dass wir uns in unserem Kern falsch und unpassend empfinden. Dann haben wir es mit einer Art Schockzustand zu tun (deshalb das weiße, blutleere Gesicht), weil wir etwas erleben, das unsere eigene Identität, also uns selbst, in Frage stellt. Das heißt, wir fühlen uns in uns selbst nicht mehr integrierbar und verlieren dadurch unsere (gewohnte) Integrität – es fühlt sich an wie ein Zerfallen oder sich-Auflösen.

Wenn Scham blockiert wird

Um aus diesem Zustand wieder herauszufinden, müssen wir uns zunächst erst einmal sicher fühlen und uns selbst wieder spüren können. Erst dann sind wir fähig, ein neues Verständnis von uns selbst und für die beschämend-bestürzende Erkenntnis aufzubauen. Der Umgang mit weißer Scham fordert deshalb zunächst Beruhigung, Schutz, Geborgenheit und Unterstützung.

Sowohl rote als auch weiße Scham lähmen das eigene Verhalten und bringen uns in einen Zustand der Verunsicherung. Bei der weißen Scham jedoch ist diese Lähmung so existenziell, dass so gut wie alle unsere sozialen Fähigkeiten, Erfahrungen, Selbstbilder und Stärken außer Reichweite geraten und wir leicht den Boden unter den Füßen verlieren. Wenn wir keine Hilfe von außen bekommen, was leider in unserer momentanen Kultur eher die Norm als die Ausnahme ist, dann bleibt uns nur die Möglichkeit, die unbewältigte Scham zu verdrängen, indem wir sie betäuben.

Das weitreichende Problem dabei ist, dass wir damit nicht nur zusätzlich den des-integrierten Aspekt betäuben, sondern auch mehr und mehr unsere Fähigkeit uns zu schämen verlieren. Wir werden schamlos und skrupellos durch den Mangel an emotionaler Bewältigung. Denn wir können das Abweichen von unseren eigenen Werten und unserer inneren natürlichen Ethik nicht mehr bemerken, weil unser emotionales Warnsystem blockiert ist. Wir werden blind für Scham und können sie auch bei anderen nicht mehr wahrnehmen. So entsteht ein kultureller Teufelskreis der Vernachlässigung und Ignoranz, den wir nur mit einem Kraftakt der inneren Umorientierung beenden können.

Der Verlust an Scham-Fähigkeit und Scham-Gefühl führt dazu, dass wir unsere Integrationsfähigkeit verlieren. In der Folge zersplittern und desintegrieren wir immer mehr- sowohl sozial als auch psychisch. Und heutzutage befindet sich unsere Gesellschaft bereits in einem fortgeschrittenen Stadium dieses Zerfalls.

Komplementäre Kräfte: Scham und Stolz

Ein weiteres Symptom desselben Zerfalls ist unsere schwindende Fähigkeit, Stolz zu empfinden und auszuhalten. Denn Stolz ist die komplementäre Emotion zu Scham. Während Scham das psychische Signal dafür ist, dass etwas nicht in Ordnung oder nicht integriert ist, signalisiert Stolz das Gegenteil, nämlich dass ein Verhalten oder eine Eigenschaft sehr erwünscht, vorbildlich, wertvoll oder besonders gut integrierbar ist.

Scham sorgt dafür, dass wir im Gewohnten gestoppt werden und im Extremfall sogar am liebsten unsichtbar werden wollen, und genau dadurch ermöglicht sie uns, uns zu verändern, Neues zu lernen und sozialer zu werden. Stolz sorgt im Gegensatz dazu dafür, dass wir sichtbarer werden, er bestärkt unser Selbstbewusstsein. Ein gut integrierter Mensch strahlt daher von Natur aus einen inneren Stolz aus, der nicht auf Leistung oder dem Vergleich mit anderen beruht, sondern in der eigenen Integrität und Übereinstimmung mit eigenen Werten wurzelt. Ein anderes Wort für diese Integrität ist Würde.

Stolz und Scham halten uns im Gleichgewicht.

Stolz und Scham sind also zwei Emotionen, die sich komplementär gegenüberstehen und auf diese Weise unsere Integrationsfähigkeit regulieren. Sie halten uns in der Mitte zwischen zu großer Selbstsicherheit und zu großem Selbstzweifel. Wir brauchen beide Emotionen je nach Situation mal mehr und mal weniger. Im gesunden Menschen wie auch in einer gesunden Gemeinschaft halten sich diese beiden Pole gegenseitig im Gleichgewicht und ermöglichen soziales Lernen und Entwicklung.

Wir Deutschen leben jedoch seit langer Zeit schon in der extremen emotionalen Schieflage, dass wir einerseits ersticken an unausgesprochener Scham und unbewältigter Beschämung und andererseits alles ablehnen, was uns an Stolz auch nur erinnert. Dieses emotionale Ungleichgewicht macht uns krank und beraubt uns der Möglichkeit der Entwicklung und der Wahrnehmung unserer natürlichen Würde.

Wenn Menschen ihre natürliche Würde und ihre Identität genommen werden, dann kollabieren sie innerlich oder reagieren mit instinktivem, richtungslosem Zorn. Entweder sie geben sich selbst auf und passen sich an oder sie werden zu ziellosen Umstürzlern, die chronisch frustriert und aggressiv gegen alles sind, wie ich es in Teil 2 über die Psychologie von „Links“  schon beschrieben habe. Diese beiden Extremreaktionen auf Würdeverlust stehen sich in Deutschland immer fremder und bedrohlicher gegenüber: die große Masse an resignierten Mitläufern inklusive der rückratlosen Opportunisten auf der einen und die empörten Weltverbesserer inklusive der aggressiven Wüstlinge auf der anderen Seite. In vielen Menschen kämpfen diese beiden Reaktionen sogar innerlich gegeneinander an.

Zusammenfassung

Fassen wir zusammen: Unter dem vermeintlichen „Schuldkomplex“ der Deutschen liegt in Wirklichkeit etwas ganz anderes und emotional viel Herausfordernderes: ein Scham-Komplex.

Dieser wurde bei uns fixiert: zunächst durch die Tabuisierung unserer Geschichte, wie „wir“ (als Volk) sie tatsächlich erlebt haben, und anschließend durch den Zwang, von Kind an und täglich Lügen und Betrug als unsere „wahre“ Geschichte verinnerlichen zu müssen. Damit haben wir ein Doppel-Trauma: die existenziellen Traumatisierungen der beiden Weltkriege plus das fortdauernde Verbot der Verarbeitung und die gewaltsame Unterdrückung der Wahrheit.

Diese Konstellation löst aufgrund der fehlenden Integration eine Menge ungelöste und weitervererbte Scham aus, die ebenfalls nicht bewältigt und gesehen werden kann, so dass wir uns (gerne) eine „Schuld“ einreden und einreden lassen, die unsere eigentliche emotionale Überforderung zudeckt und überspielt. Diese Deckelungen und Verhüllungen unserer wahren Geschichte, Reaktionen und Empfindungen müssen wir nun Schicht um Schicht wieder ent-decken und freilegen. Das haben wir noch vor uns.

Das belastendste Problem, in dem wir seit Generationen leben, sind nicht die traumatischen Erlebnisse selbst, sondern die Auswirkungen der instinktiven Schutzreflexe, die wir nun bereits in der fünften Generation leben, weil die Traumata nicht verarbeitet und nicht aufgelöst wurden.

Ohne Auflösung führt jedes Trauma zu einer wachsenden Abspaltung von der Realität, so dass unser Bewusstsein und unser Denken in Illusionsblasen und Träumen (Ideologien) gefangen bleiben. Deshalb sind wir so leicht täuschbar und lenkbar. Vermutlich ist keine Nation auf der Welt aktuell so abgekoppelt von der Realität und deshalb so fremdgesteuert wie wir Deutschen. Und die jüngeren Generationen unserer Gemeinschaft sind tatsächlich noch weiter weg von der Wirklichkeit als die älteren.

Um aus dieser chronischen Volkslähmung der Scham herauszukommen, müssen wir die Freiheit und den Raum finden, unsere historische und die daraus gewachsene aktuelle Realität zu erforschen. Nur so können wir wieder Zugriff bekommen auf gesundes Selbst-Bewusstsein – in beiden Bedeutungen des Wortes – und gesunden Stolz, die uns beide noch so kläglich fehlen.

Neue Freiheit und neuen Raum werden wir bald dafür haben. Dann müssen wir beginnen, sie zu nutzen.

Unsere Herausforderung

Warum ist das alles so wichtig?

Weil wir gerade die Befreiung vom unterdrückenden und lähmenden System miterleben. Weil wir jetzt aus der 100-jährigen psychischen Geiselhaft befreit werden. Dabei werden wir strukturell, wirtschaftlich und politisch befreit. Aber die psychische Befreiung, Verarbeitung und Regeneration sind dann immer noch die wichtigsten Aufgaben, die uns bevorstehen.

Dieser Artikel hat ausführlich erklärt, warum wir für diesen Prozess des Aufwachens und der Gesundung vor allem wieder ein Gespür für Scham und vorallem den gesunden Umgang mit Scham entwickeln müssen. Nur so können wir zu Integrität und unserer wahren Wesens-Identität zurückkehren und stürzen nicht wieder in Lähmung und Selbsterniedrigung ab, woraus dann erneut jene fatale Anfälligkeit für Schuld-Illusionen entsteht. Das ist eine große, vielleicht unsere größte Lernaufgabe als Volk, denn immerhin haben wir diese Fähigkeiten nun bereits über viele Generationen vergessen.

Wir werden deshalb mit viel Scham zu tun haben, worin aber auch eine große Chance zur Entwicklung und Selbsterkenntnis liegt!

All die Menschen, die die Simulationen von „souveränem Staat“, „Demokratie“, „freier Presse“, „unabhängigen Medien“, „freier Wirtschaft“, „unabhängigem Rechtssystem“, „Meinungsfreiheit“, „Friedensmissionen“, „Europäischer Union“, „Fridays for Future“ oder „stabiler Geldwährung“ bisher verinnerlicht hatten, werden nun verarbeiten müssen, dass sie in allem, wirklich in allem, nach Strich und Faden getäuscht wurden. Sie müssen verstehen, wie es dazu kam und dass das nicht ihre Schuld ist. Dass sie keine Wahl hatten und dass wir alle in diesem Boot sitzen. Dass sie jetzt nicht mehr gelähmt und hilflos sind, sondern lernen können, was wirklich passiert ist, wer wir wirklich sind, was unsere Aufgabe ist und was unser Weg.

Dabei sind die neu zu lernenden Fakten und Erklärungen gar nicht die größte Herausforderung. Die gewaltigste Herausforderung sind die emotional aufgeladenen falschen und destruktiven Überzeugungen, mit denen die Menschen Stabilität und Verlässlichkeit verknüpfen, weil sie nicht anderes kennen. Die Bedürfnisse dahinter sind essentiell wichtig und das erste, um das wir uns kümmern müssen.

Und es wird viel Neues geben! Bevor die Menschen das Neue lernen und verstehen können, müssen sie sich ausreichend sicher und in Stabilität fühlen. Die Sicherheit und Wohlfahrt des Volkes wird das vorrangig Wichtige sein.

Die Menschen werden zunächst erschüttert sein, wenn sie feststellen müssen, in welchem Ausmaß sie getäuscht wurden. Denn die bisherigen Simulationen und Lügen der Psychopathen, in denen sie sich stets als die guten Retter, Aufklärer und Friedensstifter inszeniert haben, waren nahezu perfekt und konnten nur von einzelnen durchschaut werden, die sich aber nicht bemerkbar machen konnten, weil auch alle großen Kommunikationskanäle der Gesellschaft von den Psychopathen kontrolliert wurden.

Die Menschen werden es vor allem emotional verarbeiten müssen, dass viele Stars und gelobte Vorbilder, die sie bislang anhimmelten, skrupellose Verbrecher der übelsten Sorte sind. Dass z.B. jener immer freundlich lächelnde und eloquente Friedensnobelpreisträger nicht nur ein Landesverräter ist, sondern eine gewissenlose Marionette, mit der der Club Internationaler Angstmacher das korrupteste und kriminellste Netzwerk der Geschichte steuerte, um die Menschheit zu vernichten. Und dass ausgerechnet der angeblich so widerliche, egozentrische, dumme, frauen- und was-sonst-noch-feindliche neue Präsident der USA plötzlich der Chef der Retter- und Befreier-Truppen ist. Dass ausgerechnet unter ihm die Befreiung diesmal echt, ehrlich und vollständig sein wird. Das wirft unsere gesamte mediale Programmierung der letzten vier Jahre komplett über den Haufen.

Wir müssen auch verarbeiten lernen, dass die Gruppen und Darsteller, die am lautesten gegen Nazis oder „gegen Rechts“ polemisierten und gerne ganz allgemein von Frieden und Umweltschutz faselten, selbst bis zum Kinn in Korruption, Kriegstreiberei, Menschenhandel und faschistischen Methoden der Unterdrückung involviert sind. Dass Organisationen, denen wir unsere Kinder anvertraut haben, Handlanger und Organisatoren der schändlichsten Vergehen an Kindern waren.

Auf all diese Etikettenschwindel und Masken hereingefallen zu sein, wird für viele Menschen tief beschämend sein und sie fassungslos machen. Wir werden eine Menge Orientierungslosigkeit, Lähmung, Irritation und den ganzen Cocktail damit aufschäumender, vielleicht schon lange aufgestauter Emotionen erleben. Da wird den Menschen schwindelig werden. Es wird also Zeit brauchen, all das anzuerkennen und zu integrieren. Es braucht Zeit, die langanhaltende, tiefsitzende Indoktrination von „Links“ loszuwerden, die bereits bei den Kleinkindern anfing und alle Institutionen, alle Medien, alle öffentlichen Ämter und alle Bildungsformen durchseuchte. Wir werden unsere Wahrnehmung komplett umstellen müssen, so dass wir unserer Intuition wieder vertrauen können. Vor allem werden wir unsere Vergangenheit komplett neu lernen müssen, bevor wir gesund in die Zukunft gehen können.

Natürlich wird es uns demnächst, vom ersten Tag der Befreiung an, objektiv besser gehen. Wir werden mehr Sicherheit, mehr Stabilität, mehr Transparenz, mehr Möglichkeiten, mehr Geld und in allem mehr Menschlichkeit und menschlichen Maßstab erleben. Aber bis unsere Psyche dies aufnehmen und nutzen kann, bis wir uns im Neuen auch besser fühlen, wird einige Zeit vergehen, in der wir übergangsweise von außen gestützt werden müssen. Ich würde dafür grob geschätzt zwei Jahren veranschlagen, bis wir – als ganzes Volk – beginnen können, auf eigenen Füßen zu stehen.

Das bedeutet auch, dass wir uns selbst wieder ernst nehmen und unseren wahren Werten folgen müssen, statt auf emotionalisierte Aktionsprogramme und Ideologie-Shows hereinzufallen. Wir müssen wieder lernen, bei uns selbst anzufangen, statt selbstvergessen von der Rettung der Welt zu tstolzräumen. Und wir haben jetzt Jahre, wenn nicht Jahrzehnte vor uns, in denen wir uns in erster Linie um uns selbst kümmern müssen. Wir selbst sind der Trümmerhaufen, also sind wir selbst auch die Baustelle.

Wir Deutschen haben hohe Idealvorstellungen. Und je höher die Idealvorstellungen und moralischen Werte, desto sensibler wird man für Scham, weil man dann seine hohen Maßstäbe so viel schneller verfehlen und essentieller an ihnen scheitern kann. Wir müssen lernen und verstehen, dass unsere Scham uns also auch zeigt, wie großherzig und wie tief mitfühlend wir wirklich sind.

Die Scham wirklich zu bewältigen heißt, das Neue, Verstörende und Irritierende zu verstehen und zu integrieren ohne sich lähmen zu lassen. Wir können dann auch erstmal ruhig vorsichtig und schüchtern sein, dann aber ohne blockiert zu sein.

Für uns bedeutet das jetzt vor allem, unsere Geschichte und unsere jetzige Lage im Ganzen zu verstehen, bevor wir wieder agieren und Neues aufbauen. Erst wenn wir diese Herausforderung weit genug bewältigt haben, können wir uns unserer neuen Zukunft zuwenden. Denn sie gehört uns schon, aber wir begreifen sie noch nicht.

[Fortsetzung folgt. Dann hier mit Link.]

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Aus aktuellem Anlass zu deiner Beruhigung

Aktualisierte Version vom 26. März 2020

Dieser Artikel als Podcast inkl. 3-Ebenen-Meditation ab 23:00

Grund zur Freude

Dieser Artikel erklärt dir, warum du vor „Corona“ und vor dem, was gerade in Deutschland und weltweit passiert, gar keine Angst zu haben brauchst, sondern dich viel mehr freuen kannst. Denn jetzt werden Dinge realisiert und neue Strukturen für unser Zusammenleben geschaffen, auf die die meisten Menschen schon seit Jahren sehnlichst warten.

Die Perspektiven und Erklärungen, die ich hier geben werde, sollen dir ein umfassendes Verständnis der Situation ermöglichen, so dass du aktuelle Nachrichten und Veränderungen einordnen kannst und verstehst, worum es hier eigentlich geht. Vor allem soll dir der Artikel die Chance geben, deine Sichtweise auf die Dinge so zu verändern, dass du keine Angst mehr hast. Denn Angst, Unsicherheit und Desorientierung schwächen uns und sind keine Hilfe.

Seit zwei Tagen scheint hier die Sonne und haben wir Temperaturen so angenehm wie sonst im Mai, die Vögel geben ein lebendiges Frühlingskonzert und streiten sich um Territorien oder Balzpartner und die Kinder spielen im Garten, quieken und krähen ganz ausgelassen und freuen sich über die unerwarteten Ferien. Das ist ein kleiner Ausblick auf das, was uns bald erwartet und unser Leben wieder mehr prägen wird: Natürlichkeit, Menschlichkeit und Anbindung an das Wesentliche.

Es dürfte wohl jedem reflektierenden Menschen klar sein, dass sich dafür aber in dem System und der Gesellschaftsordnung, in denen wir bislang leben, nicht bloß hier und da ein wenig ändern müsste, sondern dass dafür unser gesamtes gesellschaftliches, politisches und wirtschaftliches System grundsätzlich umgestellt werden muss. Man kann sagen: das, was bisher oben war, muss ganz nach unten oder ganz weg, und das, was lange Zeit verdrängt und unterdrückt wurde, muss endlich wieder sichtbar gemacht und nach oben gehoben werden.

Das ist ein großer, ja ein riesiger Wechsel. Und die meisten Menschen spüren diese Veränderung auch schon, ohne sie genau benennen zu können: „Irgendetwas Großes passiert da gerade“, „Hinter den aktuellen Geschehnissen steckt viel mehr als es scheint“, „Hier geht es um etwas ganz anderes als um einen Virus“.

Was wirklich hinter „Corona“ steckt

Wie ermöglicht man einen so großen Wandel, ohne dass dabei alles in die Brüche geht, die Menschen in panische Angst und Verzweiflung fallen und dann Verwirrung und Chaos ausbrechen? Man braucht dafür einen kontrollierten Übergang und der muss sehr gut geplant sein. Man muss für alle möglichen Eventualitäten vorsorgen und alle Aspekte des menschlichen Lebens in einem großen Zusammenhang sehen und verstehen – also sowohl Politik, Geopolitik, Wirtschaft und internationale Beziehungen, als auch Psychologie, die Wirkung von Medien und die Gewohnheiten und Bedürfnisse der Menschen.

Im Grunde muss dieser Plan für den großen Wechsel drei Dinge enthalten:

  1. Die Menschen darauf vorbereiten, so dass sie aktiv mitmachen und mithelfen können.
  2. Die Kontrollierenden und Machthaber des alten Systems inklusive ihre Helfer, Soldaten und Bediensteten entfernen.
  3. Die Basis für das Neue soweit vorbereiten, dass direkt neue Strukturen, Prozesse und Hilfsmittel eingesetzt und genutzt werden können. Denn es soll keine orientierungslosen Übergangszeiten geben, in denen Kraft und Fokus verloren gehen würden.

Also nochmal die Frage: wie ermöglicht man diese enorme Veränderung fast aller Systeme, die den Menschen vertraut sind, zu etwas Neuem, Besseren, ohne dabei Schaden anzurichten? Wie führt man ein komplettes Update des ganzen Betriebssystems durch, während der Computer benutzt wird, mit nur einem ganz kurzen Ausfall und Neustart, die kaum stören?

Du kennst die Antwort schon, nicht wahr? Weil wir es gerade alle erleben. Aber ich will dir noch ein paar Fragen anbieten, die dir den Hintergrund des Plans uns des bevorstehenden Wandels geben:

  • Wie erzwingt man die Freigabe sehr guter, aber bisher unterdrückter Heilmittel?
  • Wie löst man den weltweiten und sehr mächtigen Einfluss der Pharma-Industrie auf?
  • Wie erklärt man den wirtschaftlichen Zusammenbruch, ohne aufzudecken, dass man die großen Konzernmonopole zerschlägt?
  • Wie vertreibt man all das schlechte, manipulative und wertlose Geld aus den Aktienmärkten?
  • Wie bringt man alle Völker unabhängig von Rasse, Klasse, politischer Zugehörigkeit dazu zusammenzuarbeiten?
  • Wie rechtfertigt man, dass man den Zentralbanken die Kontrolle über die Wirtschaft und die Bankensysteme entzieht?
  • Wie verhindert man Massenkollateralschäden?
  • Wie schränkt man Reisen und Verkehr ein, um sicherzustellen, dass die gefährlichen alten Machthaber und ihre Helfer nicht entkommen können?
  • Wie beschlagnahmt man Beweise und Eigentum der großen Kriminellen ohne dass sich die Medien oder die Öffentlichkeit einmischen?
  • Wie erreicht man das alles, ohne Massenpanik?
    (Nachtrag 21.03.: Antworten auf diese Fragen gibt H.-J. Müller in diesem gleichzeitig erstellten Video. Schöner “Zufall”!)

Diese Fragen sind nicht von mir, sondern kommen von einem anonymen Kommentator im Diskussionsforum, in dem auch die Informationsquelle „Q“ schreibt. Wir wissen nicht, wer hinter „Q“ steht, aber wir wissen dass diese Quelle sowohl mit den obersten Rängen des US-Militärs als auch mit dem amerikanischen Präsidenten in Verbindung steht, weltweit vernetzt ist und für die Menschheit arbeitet, nicht bloß für ein Land oder eine Interessengruppe. Seit Ende 2017 informiert sie auf der anonymen Internetplattform „8Chan“ die Menschen über das, was aktuell hinter den Kulissen passiert und was kommen wird. Sie ist mittlerweile weltweit in vieler Munde und begeistert Menschen, die ebenso echten Frieden, echte Freiheit und menschliche Entwicklung wollen. (Mehr zu „Q“ siehe unten bei den Lesetipps.)

Lass uns zu den oben aufgelisteten Fragen noch folgende hinzufügen, um das Bild vollständig zu machen:

  • Wie sorgt man dafür, dass Kinder und Familien sicher sind, wenn große Militäroperationen anstehen und Terroranschläge geplant sind?
  • Wie kann man plausibel rechtfertigen, dass der Verkehr für einige Zeit lahmgelegt wird, dass Grenzen geschlossen werden und die Menschen in ihrem Land und zuhause bleiben?
  • Wie erklärt man das plötzliche Verschwinden vieler Politiker, einflussreicher Geschäftsmänner und prominenter Hollywoodstars von den öffentlichen Bühnen ohne dass ihre Familien Schaden in der Öffentlichkeit nehmen?
  • Wie kann man den Menschen deutlich vor Augen führen, dass ihre sogenannte „Regierung“ aus inkompetenten, unwissenden und hilflosen Marionetten besteht, die irgendwelche gelernten Texte sprechen und gegen die Bevölkerung agieren?
  • Wie beweist man durch Erfahrung und für alle sichtbar, dass es diese „Regierung“ überhaupt nicht braucht und wir sogar ohne sie viel besser (und freier) leben?
  • Wie bringt man die Menschen dazu, aus dem Hamsterrad auszusteigen und den Stressmodus zu verlassen, um zur Ruhe zu kommen und dann neue große Informationen aufnehmen zu können?
  • Wie kann man etwas vollkommen Neues Schritt-für-Schritt so einführen, dass die Menschen es annehmen und miteinander darüber sprechen können?
  • Wie bringt man die Menschen dazu, zu kooperieren und mitzuhelfen, auch wenn sie noch gar nicht verstehen, worum es wirklich geht?

Die Antwort auf all die aufgezählten Fragen kennst du schon: Corona. All diese Dinge werden möglich, indem man einen Virus erfindet, der real überhaupt nicht gefährlich ist. Man erzeugt aber über die Medien eine große Virus-Hysterie, damit die Leute die Geschichte glauben, obwohl der Virus harmloser ist als eine übliche Grippe. Man begründet mit dieser „Bedrohung“ den Einsatz von Militär, die Einschränkung des öffentlichen Lebens und alle möglichen Sperrungen und Verbote.

Corona soll nur als Deckmantel funktionieren und wir sind nicht gefährdet. Zur Beruhigung der Corona-Angst:

  • Ernstzunehmende Virologen entwarnen schon längst mit wissenschaftlichen Fakten, z.B. hier zusammengefasst und erklären, dass jede normale Grippe schlimmer ist als dieser „Covid-19“. Siehe auch (a) dieses Video von Dr. Wolfgang Wodarg, (b) diesen guten und besonnenen Beitrag oder (c) diesen Hinweis-Artikel.
  • Abseits vom Medienspektakel und „Hörensagen“ kennt kaum jemand Menschen, die wirklich an diesem Virus erkrankt sind (vgl. diese Umfrage hier). Das Ansteckendste an der Sache scheinen die Idee vom Virus und die Angst zu sein.
  • Die Corona-Tests können zu 80% falsch liegen, das heißt, vier von fünf „positiv“ getesteten Personen haben ihn gar nicht (weitere Infos hier). Das erklärt die angeblich hohen Zahlen in den Stastiken. Denken wir daran: das Narrativ der Medien soll funktionieren, nicht der Virus.

Wenn du Grippesymptome hast, leg dich ins Bett, ruh dich aus und werde wieder gesund. Lass dich von Nahestehenden pflegen, meide in der Zeit die Nachrichten und kümmere dich um dein Wohlbefinden und deine Genesung.

Es funktioniert

Wenn die Menschen zuhause bleiben und keine Veranstaltungen mit vielen Menschen mehr stattfinden, dann können (a) Terroristen und Schläfer nicht mehr viel anrichten und (b) das Militär und die Polizei die notwendigen Zugriffe und Verhaftungen schnell und effizient durchführen. Die Zivilbevölkerung ist dann sicher, obwohl die Zielpersonen sich in zivilen Lebensbereichen verstecken. Die Kinder sind zuhause, die Eltern ebenfalls und das öffentliche Leben wird bis auf das Notwendigste heruntergefahren – dadurch entsteht Sicherheit.

Nicht vor dem harmlosen Virus, sondern vor dem Krieg und vor terroristischer Gewalt, die hier in einem letzten Gefecht beendet werden. Die Anführer von Mafiabanden und Clans, Leiter hoch-krimineller Netzwerke, korrupte Politiker, Richter, Manager usw. zu verhaften, ist dabei sicher nicht die gefährlichste Aufgabe. Besonders riskant ist es, Terrorzellen, unterirdische Waffenlager und versteckte radikale ISIS-Kämpfer mitten in Großstädten und umgeben von Unwissenden und Unschuldigen auszuheben.

Das ist Sache des Militärs. Und wir haben gerade das stärkste Militär der Welt vor Ort – hier in Europa und vor allem in Deutschland – um genau das zu tun. Es kam zunächst unter dem Deckmantel einer „europäischen Übung“ mit dem vielversprechenden Namen „Defender 2020“ und wurde dann von einem Tag auf den anderen ersetzt durch einen realen Einsatz vom SHAEF (Oberkommando der allierten Streikräfte in Nordwest- und Mitteleuropa seit 1944, mehr z.B. in diesem Telegram-Post (und folgende)). Da Deutschland seit 1945 Besatzungszone der Alliierten ist, ist das völkerrechtlich abgesichert. Die gute Nachricht, die viele erstaunen wird und die dazu gehört, ist: die Amerikaner, die Russen, die Chinesen und die Briten arbeiten hier Hand in Hand zusammen und für die gleiche gute Sache.

Also, die erste Pflicht in solchen Zeiten ist: Ruhe bewahren.

Dazu gehört auch, den Anweisungen der Ordnungskräfte zu folgen, die über Medien, Polizeidurchgaben usw. an uns gerichtet werden. Sie alle stehen schon seit längerem unter dem Befehl der Besatzungskräfte, die es diesmal wirklich gut mit uns meinen. Sie wollen Weltfrieden und Wohlfahrt für alle. Auch unsere Regierung steht – wie im Grundgesetz festgelegt – unter dem Befehl der Besatzungsmächte – und das sind die Alliierten.

Der Weg in eine neue Freiheit

Wir werden in diesen Wochen vom Status der Besatzung befreit, an den die meisten gar nicht mehr denken. Aber er ist real und völkerrechtlich korrekt. Deutschland ist seit 1945 Besatzungszone und steht unter Kriegsrecht, weil es nie einen offiziellen Frieden gab. Die Details dazu sind hier nicht wichtig. Wichtig ist nur, dass wir jetzt Frieden bekommen und dadurch wieder ein souveränes Land und damit ein souveränes Volk werden können.

Aktuell werden weltweit alle Grenzen geschlossen, um in einer konzertierten Aktion innerhalb von ca. zwei Wochen alle Protagonisten des kriminellen Weltbeherrscher-Netzwerkes einzukassieren und ihre Söldner-Truppen zu entwaffnen.

Damit endet nun auch endlich der psychologische Krieg gegen uns und die 70-jährigen Simulationen von „Demokratie“, „freier Wirtschaft“, „unabhängigen Medien“, „unabhängigem Rechtssystem“, „Meinungsfreiheit“, „Europäischer Union“, „stabiler EU-Geldwährung“ usw. (Siehe dazu auch meine älteren Artikel „Der letzte Akt der Demokratie“, „Wacht auf, Ihr Dichter und Denker!“ und „Für die Rückkehr zu einer Solidarität der Stärke“).

Wir werden Zeit brauchen, um uns an den neuen Zustand und das Aufwachen aus der Täuschung und der Unterdrückung zu gewöhnen. Das ist ok. Reiben wir uns die Augen, schauen wir uns erstaunt um und schütteln wir Schritt für Schritt die alten Indoktrinationen und unsere misstrauischen Schutzreflexe ab. Das ist alles menschlich und keiner zwingt dich. Der Übergang wird natürlich holprig werden, aber je ruhiger und gelassener wir es angehen, desto besser können wir auch mitgehen.

Damit das funktioniert:

Informier dich!

Deine zweite Pflicht in der aktuellen Situation ist es, dich zu informieren. Und das heißt in diesem Falle: deinen Geist für Informationen, Wissen und Verstehen zu öffnen, die für dich evtl. völlig neu sind. Diese Sache ist zu wichtig und geht dich viel zu sehr direkt an, als dass du sie bloß mit gewohnten Abwehrreflexen wegschieben kannst. Versuch solche Kurzschluss-Reaktionen wie „Ach das ist doch alles Blödsinn!“, „Das sind nur Verschwörungstheorien“, „Das glaube ich alles nicht“, „Denen da oben kann man sowieso nie trauen“, „Die wollen uns wieder nur täuschen“ oder auch „Das habe ich ja schon immer gesagt“ bewusst beiseite zu stellen und dich dem Neuen zu widmen. Je früher du dich auf das einstellst, was jetzt kommt und auf jeden Fall kommen wird, desto leichter wird der Übergang für dich und deine Nächsten um dich herum werden. Denn nur so kannst du verstehen, dass alles gut ist, sehr gut sogar, und dass du keine Angst zu haben brauchst. Vielleicht kannst du dann sogar anderen helfen, besser zu verstehen und zu vertrauen. Wie immer gilt: hilf erst dir selbst und dann den anderen.

Die Massenmedien, und dazu zählen alle Fernsehsender, alle größeren Zeitungen, alle gängigen Online-Nachrichtenseiten und die großen Internet-Plattformen wie youtube und facebook, gehören zum alten System, das jetzt komplett beendet und ersetzt wird. Du musst dich also leider auch langsam an den Gedanken gewöhnen, dass du bisher gar nicht oder völlig falsch informiert und manipuliert wurdest. Das ist nicht deine Schuld, es gab kaum Möglichkeiten, dem zu entkommen. Schon den Kindern erzählt man in der Schule das Falsche und nimmt ihnen die Fähigkeit, Lüge von Wahrheit zu unterscheiden. Die Lehrer sind auch schon mit dem Falschen aufgewachsen und kennen die wahren Zusammenhänge nicht mehr.

Das ist auch eine Sache, die sich jetzt ändern wird. Und weil wir ursprünglich alle von Natur aus spüren konnten, wenn jemand lügt und manipuliert, werden es die Kinder, die diesem natürlichen Zustand noch am nächsten sind, damit am leichtesten haben. Wir Erwachsenen müssen uns diese Fähigkeit erst wieder zurückerobern.

Also sei skeptisch und hör auf deine Intuition (nicht auf die gewohnten Glaubenssätze in deinem Kopf und nicht auf die Angst). Es geht nicht darum, das, was du hier liest, blind zu glauben, sondern nur darum, dass du anfängst, es als Möglichkeit in Betracht zu ziehen und die Welt um dich daraufhin wach und aufmerksam zu beobachten. Stell dir immer wieder die Frage: „Was ist richtig?“ und prüfe Informationen auf ihre Plausibilität.

Zum Einlesen, Anschauen und Verstehen

  • Eine ganz frische und gute Einführung ganz im Sinne dieses Artikels, auch für Einsteiger findest du hier auf connective.event (Lese-Empfehlung!) und mit vielen Hintergrund-Informationen auch hier (Text + Video).
  • In den Medien tauchen in Artikeln zum Thema „Corona“ auffällig häufig die Zahlen 17, und 22 auf (manchmal auch als 170, als 1.7, 2200 usw.). Diese Zahlen stehen für die Kräfte, die hinter dem Plan zur Befreiung und hinter dem großen Wechsel stehen, den sie „Das große Erwachen“ nennen. Sie benutzen auch den Großbuchstaben Q als Erkennungskürzel (das ist der 17. Buchstabe im Alphabet). Wenn das alles neu für dich ist, solltest du dich hier in diesem ausführlichen Q-bezogenen Blog beginnen zu informieren. Dort gibt es auch massenweise Links zum Weiterrecherchieren und Vertiefen nach Lust und Laune und einen Telegram-Kanal für Aktuelles.
  • Einen leicht verdaulichen Überblick über wichtige Veränderungen findest du auf Christas Sternenlichter Blog.
  • Tägliche Aufklärung zur Gesamtlage und dem, was kommen wird, gibt in ruhiger, sortierter und sehr tiefgehend informierter Weise Hans-Joachim Müller. Gute Einführungstexte von Müller findest du hier: Teil 1 und Teil 2. Im Übrigen über H.-J. Müllers VK-Seite und seinen Telegram Kanal. Er will ab heute (20.3.) oder morgen auch täglich abends Nachrichten sprechen.
  • Alle Videos von Ewiger Bund (youtube-Kanal) klären hervorragend und familienfreundlich über unsere wahre Geschichte und das authentische Wesen der Deutschen und des ursprünglichen Kaiserreichs auf. Der beste Einstieg in das Lernen über uns selbst als Volk und das Lösen 100-jähriger Falschprogrammierung. Meine Empfehlung: alle Videos ansehen!
  • Ich selbst schreibe gerade hier im Blog Catwise an einer mehrteiligen Artikel-Reihe über die psychologischen Aspekte unserer Situation, warum wir so entfremdet sind von unserem Wesenkern und wie wir wieder in die Verantwortung kommen. Zur Genesung deutscher Wesens-Kern-Kraft: Teil 1. Teile 2-4 dann als Link jeweils am Ende eines Artikels.
  • Das, was nun weltweit kommen soll, ist eine vollkommen neue Organisation der (Finanz-)Wirtschaft, der politischen Souveränität und der Ressourcenverteilung auf diesem Planeten. Es geht um weltweiten Frieden, Wohlstand, Schutz, Freiheit und Auflösung des Schuldensystems. Das mag für viele utopisch klingen, aber wir müssen aufpassen, dass wir unsere gelernte Paranoia und unseren depressiven Pessimismus nicht über unser Denken stellen. Die Dinge verändern sich und wir können mehr oder weniger darauf vorbereitet sein. Die wichtigsten Punkte dieser Veränderungen findest du unter dem Stichwort NESARA oder GESARA im Internet.
    Deutsche Übersetzungen dazu sind leider noch rar (neu 25.3.: Jetzt gibt es diesen sehr guten Artikel hier dazu, deshalb andere Links hier gestrichen). Du findest eine weitere Einführung mit Hintergrundinfos hier (bezahlfrei aktuell leider nur noch über den Google-Cache). Recherchiere kritisch! Es geht um die Grundidee, die wir bereits in der Verwirklichung sehen. Die Webseite www.nesara.org z.B. hat nichts damit zu tun und könnte eine Desinformationsseite sein.
  • Weitere gute Kanäle zum besseren Verstehen des Neuen sind:
    – Ausführliche Erklärungen zum aktuellen Geschehen auf Catherines Youtube-Kanal
    – Die wichtigsten youtube-Kanäle von Aufklärenden gesammelt im Quarantäne TV
    Akademie Engelsburg (youtube)

Was tun?

Ruhe und Wissen stärken dein Immunsystem gegen den Systemvirus Angst. Nutze diese Zeit (traditionell die Fasten- und Besinnungszeit vor Ostern!) für Ruhe und Sammlung. Verbring Zeit mit deiner Familie, mit Menschen, die dir lieb sind oder für dich alleine – was auch immer dir Kraft gibt. Sammle deine Energien für den Wandel, der uns allen bevorsteht und für deine Gesundheit.

Mach dir keine Sorgen um Gesundheit und Sicherheit. Für beides ist längst gesorgt und nur deine innere Unsicherheit kann dir schaden.

Sei kein Schaf. Mach dir über Geld keine Sorgen. Das bisherige Sklaven- und Hamsterradsystem, in dem das Geld Wunder oh Wunder immer knapper wurde obwohl es sich gigantisch vermehrte und in dem wir bis zu 70% vom Verdienten dem „Staat“ als Steuern zahlen mussten, endet hier. Good-bye! Ebenso das weltweite Spinnennetz der Kriminellen, die dieses „Steuer-Geld“ für ihre Machenschaften, Korruption und Kontrolle benutzten. Du wirst in Zukunft genug Geld haben – ob du arbeitest oder nicht. Du wirst frei sein zu wählen, ob, was und wie viel du gerne und freiwillig arbeiten möchtest. Ich hoffe, diese guten Botschaften schockieren dich nicht allzu sehr. Alles wird sich mit der Zeit zeigen.

Zentrier dich. Verlangsame ganz bewusst dein Tempo in allem, was du tust und wie du dich bewegst. Das mag am Anfang ungewohnt sein, nach etwas Eingewöhnung wird es Wunder wirken. Zur Selbst-Balancierung ist es außerdem eine der besten Übungen, dich für 5-15 Minuten frei in Zeitlupe zu bewegen. Lass dabei ruhige Musik spielen, die dich unterstützt, dich langsam und intuitiv zu bewegen. Der Körper zentriert sich dann selbst. Oder du sitzt einfach still und achtest auf deinen Atem und spürst deinen Körper, so wie er ist. Ich hänge unten eine Audio-Datei an mit einer 17-minütigen „Meditation“ zur Verbindung von Kopf, Herz und Bauch, die einigen schon gut geholfen hat.

(Ergänzung 24.3.:) Geh an die neue frische Luft! Seit Sonntag, dem 22.3., ist unsere Luft so sauber und klar wie seit 30 Jahren nicht mehr. Keine Chemtrails mehr in ganz Deutschland (fb-postings dazu). Es ist wunderbar!

Zu Ostern wird es ziemlich sicher bereits erste große Entlastungen geben. Im Mai wird die neue Zukunft schon sichtbare Formen annehmen und ganz neue Kräfte freisetzen.

Bis dahin: lass es dir gut gehen, bewahre Ruhe und freu dich auf das Kommende!

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3-Ebenen-Meditation zur Verbindung von Bauch, Herz und Kopf.

Die Psychologie von „Rechts“


Dieser Artikel als Podcast

Einleitung zu Teil 3

Dies ist der dritte Teil einer Artikel-Reihe darüber, wie wir Verantwortungsfähigkeit entwickeln können. Wohlgemerkt: die Fähigkeit zur Verantwortung. Denn wenn die einmal wiederhergestellt ist, dann kommt die Verantwortung ganz von selbst. Andersherum macht es keinen Sinn: es bringt nichts, nach Verantwortung zu rufen und sie einzufordern, solange die Fähigkeit dazu fehlt.

Um unsere Verantwortungsfähigkeit wieder zu entdecken, müssen wir zuerst einmal unsere derzeitige verantwortungs-gelähmte Situation verstehen. Verantwortung hat etwas mit antworten zu tun. Deshalb müssen wir in diesen ersten Teilen der Textreihe einen Blick dafür entwickeln, worauf wir nun eigentlich zu antworten (und nicht zu reagieren) haben, bevor wir uns den neuen Wegen und Möglichkeiten der Entwicklung und Rückeroberung von Verantwortlichkeit zuwenden können. Das wird dann Inhalt der letzten Teile sein.

In den beiden vorhergehenden Teilen dieser Reihe haben wir uns dafür die zwei wichtigsten Phänomene von blockierter und degenerierter menschlicher Entwicklung angeschaut: den Psychopathen als Ergebnis schwerer, ungelöster Traumatisierungen, der keine Fähigkeit mehr zum Fühlen und zu Empathie hat, und das pseudo-politische Phänomen „Links“ als Ergebnis früher psychischer Entwicklungshemmungen und -defizite, die zu emotionaler, mentaler und sozialer Verwahrlosung, Abhängigkeit und Degeneration führen. In beiden Fällen haben wir es mit – zum Teil extremen – Abweichungen von der gesunden Entwicklung zu tun, die durch gewisse Einflüsse auf den Menschen erzeugt werden. Diese Einflüsse sind Bestandteil der Kultur, die einen Menschen umgibt. Deshalb ist die Entwicklung von Kultur der entscheidende Aspekt für einen Ausweg aus dieser Misere der epidemischen Degeneration. Auf diesen Aspekt zielt diese Artikel-Reihe ab.

In Teil 2 habe ich bereits darauf hingewiesen, dass wir die Abweichungen vom gesunden, integrierten Menschsein als „böse“ bezeichnen können, dabei aber nicht aus dem Auge verlieren dürfen, dass dieses „Böse“ eine Krankheit und Entartung vom ursprünglich Guten ist. Wenn wir diesen Zusammenhang nicht erkennen oder nicht wahrhaben wollen, dann bleiben wir im simplen Schubladen-Denken stecken und verstehen nichts. Wir bleiben dann wirkungslos, weil wir die Verbindung zu uns selbst und unserer ursprünglichen Kraft nicht herstellen, sondern weiter in der mental konstruierten Trennung leben, die eben genau die Ursache unserer 100-jährigen Hilflosigkeit ist: die Trennung von „Gut“ und „Böse“ als separate Entitäten, die sich angeblich bekriegen. Tun sie nicht. Sie hängen voneinander ab und sind nicht gleichwertig: das Gute ist nämlich die Grundlage für das sogenannte Böse. Deshalb kann man Letzteres zu Ersterem zurückführen. So wie man einen Krankheitszustand zu einem Zustand von Gesundheit zurückführen kann. Wir kommen darauf zurück.

Fassen wir noch einmal zusammen aus den ersten beiden Teilen: die instinktiv und angst-gesteuerten Psychopathen streben ausschließlich nach Macht über alles und jeden. Chronisch im Überlebensmodus des Stammhirns gefangen, funktionieren sie nur noch als gefühllose Maschinen ohne Ethik, Werte und Menschlichkeit. Solange niemand sie auf ihrer Maschinenebene stoppt, ist es Teil ihrer Machtstrategie, so viele der gesunden Menschen zu schwächen wie möglich, indem sie deren gesunde Entwicklung möglichst früh, also schon bei Kindern und sogar Kleinkindern, stören und blockieren. So produzieren sie immer mehr „linke“ Menschen, die hilflos und abhängig in den Fängen ihres Kontrollsystems hängen und sich sogar daran festhalten, um einen letzten Rest an Sicherheitsgefühl zu behalten.

So ergibt sich aus den Psychopathen an den Schaltstellen und aus allen Parias von „Links“ als Masse kontrollierter Systemlinge eine groteske Anti-Kultur, die Geist und Menschlichkeit zerstört. Würde die Welt nur noch aus diesen zwei Gruppen bestehen, würde sie innerhalb weniger Tage im puren Chaos untergehen und die Menschheit vernichten, weil beide nur in und von der Zerstörung leben können. Diesen beiden zerstörerischen Kräften im Menschen müssen wir uns stellen: der mechanischen Zerstörung von Leben und Lebendigkeit durch Angst (Psychopath) und der Lähmung und Degeneration durch Entwicklungshemmung und Kulturlosigkeit („Links“).

Mir geht es in diesen ausführlichen Beschreibungen der ersten Teile darum, verständlich zu machen, dass wir den gefühllosesten Psychopathen die Macht über unser Leben und Zusammenleben überlassen haben, indem wir auf unsere eigene verzichtet haben. Erst mit diesem Wissen können wir dann nämlich die Macht zurücknehmen und aus unserer Wesenskraft heraus wieder eine Kultur entwickeln, in der Menschen und vor allem Kinder sich geistig, emotional und sozial gesund und frei entwickeln können. Das Phänomen „Links“ verschwindet dann von selbst und wird durch persönliche Fähigkeiten, Charakterstärke und Selbständigkeit ersetzt.

Diese Aspekte sind natürlich der größte Feind des degenerierten Angst-Systems und werden von ihm mit allen Mitteln bekämpft. Und damit kommen wir zur Antithese des bisher Dargestellten:

Die Psychologie von „Rechts“

Nach detaillierter Analyse des Phänomens „Links“ müssen wir nun noch schauen, was es denn mit „Rechts“ auf sich hat. Eine erste Schwierigkeit dabei ist, dass uns „Rechts“ seit über 70 Jahren von medial gehypten und gesteuerten Wortführern im Sinne maximaler Verwirrung vordefiniert wird.

Z.B. wird uns eingebläut, dass Hitler und die Nazis „rechts“ waren. Wie bitte? Die Nationssozialisten und Faschisten waren rechts? Jaja, das sollen wir glauben. Tatsächlich beruhte das Nazi-System auf „Links“-Ideen und -Motiven, aber um erfolgreich zu sein und an die Macht zu kommen, mussten sie sich von rücksichtlosen und kaltschnäuzigen Psychopathen kapern (d.h. sich mit sehr viel Geld finanzieren) lassen. Natürlich war es umgekehrt: die Machtgierigen haben sich eine „linke“ Masse herangezogen, indoktriniert und instrumentalisiert, um per Masse und Gewalt Intelligenz und Werte zu vernichten. Und seit dem (gewollten und geplanten) Zusammenbruch des letzten werte-basierten Systems wird uns von eben diesen die Parole ausgegeben, die Nazis seien „rechts“.

Merke: die Bösen, die Übeltäter und die Für-schuldig-Erklärten sind „Rechts“, ergo muss „Links“ gut sein. Für jemanden, der lieber nicht so gern selbständig denkt oder es nicht kann, ist das eine ausreichend (einfache) Welterklärung, nach der man sich richten kann.

In der ursprünglichen politischen Verwendung der Begriffe bezeichnete „Rechts“ die konservativen Kräfte, die den Prinzipien der Monarchie zusprachen. Später, im 20. Jahrhundert stand „Rechts“ primär für die Prinzipien der freien Marktwirtschaft und damit in Opposition zu den Ideen der Verstaatlichung und Kollektivierung von Wirtschaft und Eigentum, das von „Links“ angestrebt wurde. Sozialismus und Faschismus sind daher per definitionem totalitäre Umsetzungen von „Links“-Vorstellungen.

Hierarchien der Verantwortung

Was wir als roten Faden durch „Rechts“ erkennen können ist die Betonung des Erhalts von Ordnung und die Bevorzugung einer hierarchischen Ordnung der Verantwortung. Dieser Zusatz ist essentiell: die Hierarchie steht nicht nur für Macht, sondern immer auch und primär für Verantwortung. Das ist der Unterschied zu den „Links“-destruktiven Psychopathen-Systemen, die zwar auch ganz viel Macht und Hierarchien aufbauen, dabei aber „Verantwortung“ nicht können und nicht kennen. Deshalb verstecken sie sich und wollen nicht gesehen werden. Je mächtiger, desto unsichtbarer, unerreichbarer und unverantwortlicher.

Verantwortung bedeutet, ein Gesicht zu haben und zu zeigen, denn Verantwortung kann immer nur der Einzelne übernehmen, der sich zeigt. Das liegt schlichtweg jenseits der emotionalen und psychischen Reifestufe von „Links“. Natürlich wollen sie nicht, dass wir das verstehen. Wir sollen denken: „,Rechts‘ gleich ‚Hierarchie‘ gleich ‚Einer-hat-die-Macht‘ gleich ‚Machtmissbrauch‘“, kurz: „‚Rechts‘ ist Machtmissbrauch, ergo schlecht.“ Dafür wird uns Hitler tagaus-tagein in allen Unterrichtsfächern, im Fernsehen, in Zeitungen, im Kino usw. als einleuchtend böses Beispiel präsentiert.

Das Verantwortungsprinzip von „Rechts“ ist untrennbar mit Integrität und Kompetenz verknüpft. Daran erkennen wir bereits, dass sich eine „rechte“ Haltung entwicklungs-psychologisch gesehen auf eine höhere Reifestufe gründet. Es muss sich um eine Stufe handeln, auf der Individualität und eigene Identität bereits als höhere Werte, als Fundament von Zusammenleben und Kultur wahrgenommen werden – und nicht mehr als Überforderung oder Bedrohung.

Wir haben es hier nicht mehr mit der Reifestufe eines Kleinkindes zu tun, wie wir es in der Analyse von „Links“ gesehen haben, sondern mit einem Schulkind, etwa ab dem 8. Lebensjahr. Denn erst in diesem Alter kann das Kind seinen Selbstbezug und seinen Gruppenbezug miteinander balancieren und die eigenen Fähigkeiten mit dem Gefühl von Zugehörigkeit zu einer Gruppe (z.B. Schulklasse, Fußballmannschaft etc.) verbinden. Es kann sich nun für eine Gruppe und ihre Ziele einsetzen, ohne sich selbst aufzugeben oder die eigene Identität zu verlieren. Das ist der große Unterschied zur Verschmelzung mit einer Gruppe bei „Links“, in der die eigene Identität ersetzt wird durch Zugehörigkeit und Selbstauflösung.

Das Alpha-Prinzip

Das reifere Schulkind kann in der Gruppe und in sozial konstruktiver Weise seine Einzigartigkeit hervorheben. Hervorragend in einer Gruppe oder aus der Masse kann nur derjenige sein, der ein besonderes Talent, besondere Kompetenzen oder gesteigerte Leistungsfähigkeit zeigt. Daraus leitet sich das Alpha-Prinzip ab: der Alpha einer Gruppe ist derjenige, der in Bezug auf die Gruppenfunktion die stärksten Fähigkeiten mitbringt. Im Schachclub ist der beste Schachspieler der Alpha. Im Tanzclub ist der beste Tänzer der Alpha (alle wollen mit ihm tanzen oder sehen zu ihm hin). In der Militär-Kompanie ebenso wie in einem (gesunden) Unternehmen ist der mit den besten Führungsfähigkeiten der Alpha. In einem sozialen Gefüge ist der mit der größten Verantwortungsfähigkeit der Alpha, so wie der Alpha-Wolf im Wolfsrudel. Es ist nicht der stärkste Wolf, sondern der, der am meisten Empathie- mit Durchsetzungsfähigkeit hat. Wölfe finden das prima, weil es ihr Überleben sichert.

Wir Menschen leben nicht in einem beständigen Rudel und benötigen deshalb unterschiedliche Alphas, weil die unterschiedlichen Gruppen und Kontexte, in denen wir uns bewegen, jeweils unterschiedliche Anforderungen stellen. Jede Situation, jeder Kontext und jede gemeinschaftliche Aufgabe benötigt einen entsprechenden Alpha, der jeweils der Bestgeeignetste ist, um diese Gruppe zu führen, und sie beisammen, stark, leistungsfähig und gesund zu halten.

Solidarität der Stärke

Gruppen, Organisationen, Gemeinschaften oder Länder mit Strukturen nach dem Alpha-Prinzip sind deshalb um ein Vielfaches stärker und robuster als mit jeder anderen Gruppenstruktur. Das liegt daran, dass sie auf der Solidarität der Stärke aufbauen und nicht auf der Pseudo-Solidarität mit den Schwächsten und Minderheiten, die ihr Kapital nur aus dem Opfersein schlagen kann und stets auf die stärkeren anderen (und deren schlechtes Gewissen) angewiesen ist. Der Opfer-Kult schwächt eine Gruppe und zerreibt sie. Solidarität der Stärke steigert die Fähigkeiten, die Stabilität und die Effektivität der Gruppe.

Es ist erstaunlich, was in Deutschland in wenigen Jahren ab 1933 in Sachen Leistungsfähigkeit, Autarkie und Selbstbewusstsein erreicht wurde. Weil eine Solidarität der Stärke (wieder) entstand. Wir dürfen so etwas natürlich gar nicht denken, geschweige denn aussprechen, weil man uns verboten hat, überhaupt noch etwas Positives in unserer Vergangenheit zu finden. Vor allem aber wurde die echte Solidarität selbst tabuisiert. Wir dürfen die natürliche Notwendigkeit von Hierarchien gar nicht mehr anerkennen. Es gilt als unmodern, unmodisch, altbacken, was auch immer. Warum wohl? Warum schwärmen heute alle jüngeren Generationen (vor allem die nach 1980 Geborenen) im Chor mit den Bestseller-Autoren und den akademischen Trittbrettfahrern von „hierarchielosen Organisationen“, „flachen Strukturen“, „Teamwork“, „Selbststeuerung“ usw. und wollen partout von Hierarchie und Alpha-Prinzipien nichts mehr hören und wissen? Wer hat unsere Unwissenheit mit soviel unreflektierter Antipathie geimpft gegen gesunde Leistungsstrukturen und Rangordnungen? Ja, sogar gegen Leistung selbst? Ganz bestimmt niemand, der uns stark machen will. Solidarität soll heute nur noch heißen: „Das beste ist, wenn wir gemeinsam schwach und inkompetent sind, uns von niemandem etwas sagen lassen und herumdilettieren wie in der Spielecke im Kindergarten. Und wenn wir Hunger haben, schreien wir nach den anderen, von denen wir sonst nichts wissen wollen“. Woran erinnert und das nochmal?

Erlaubt ist offiziell seit 1945 in Deutschland: Opfer sein, so laut wie möglich nach Hilfe von oben schreien und sich ansonsten im Hamsterrad für „das System“ verausgaben. Verpflichtend dabei ist: zu denken, dass solche Errungenschaften und Leistungen wie in den 1930ern nur unter Opferung von Kultur, Freiheit, Moral, Integrität und Menschlichkeit möglich sind. Ist das tatsächlich so? Wir machen diese Denkvorgaben, diese intellektuellen Tabus und diese verordnete Verblödung so lange mit bis… wir sie eben nicht mehr mitmachen.

Das väterliche Element

Wenn wir in der prägenden Entwicklungsphase für Solidarität und Leistung (etwa 8 bis 14 Jahre) zu wenig gefördert, gehemmt oder sehr autoritär gedrillt werden, dann entstehen jene Versionen von „Rechts“, in denen die Suche nach oder sogar die Abhängigkeit von einem „starken Führer“ chronisch fixiert und zur Basis einer ganzen Lebensphilosophie werden. Dann geht es immer darum, anerkannt, geführt und gefördert zu werden. Wir erkennen darin zum einen die natürliche Sichtweise des Kindes, das vom Erwachsenen Unterstützung braucht und erwartet, und zum anderen das Vater-Prinzip. Das Element des Väterlichen (das natürlich auch von einer Frau und Mutter gelebt werden kann) steht für die Förderung durch Herausforderung, Ermutigung und Anerkennung. Es ist das Komplementär zum mütterlichen Element von Geborgenheit, Einbettung, Versorgung und Raumgebung, wie wir es im 2. Teil schon umrissen hatten. Beide Elemente haben nichts mit dem Geschlecht zu tun. Ein Mann kann beide ebenso in sich tragen und vermitteln wie eine Frau. Allerdings gibt es biologische Parameter, die den Ausdruck des einen oder anderen Prinzips jeweils erleichtern oder erschweren.

Beide Prinzipien werden gebraucht: in den ersten Lebensmonaten vor allem das mütterliche, dann mit zunehmendem Alter des Kindes die Ergänzung vom väterlichen, das immer mehr an Bedeutung gewinnt, je mehr das Kind sich mit der Welt auseinandersetzt und in der Welt wirkt. Das Bedürfnis nach führendem Vater-Prinzip wächst in der Kindheitsentwicklung mit dem Beginn der Krabbelphase erst langsam an und zielt auf Selbständigkeit und Selbstwirksamkeit ab. Dazu gehören auch: Selbstbewusstsein, Selbstbehauptung, Selbstkompetenz, Selbstpositionierung. Parallel dazu bedeuten diese Fähigkeiten auch die Ablösung aus dem Mutterfeld, um mehr und mehr Autonomie und Selbst-Abgrenzung zu finden. Dieser Prozess dauert insgesamt ca. 20 Jahre – wenn es gut läuft. Und er ist so fragil, dass er immer in Gefahr ist, unterbrochen zu werden, so dass man auf einer Stufe stehen bleibt und alle weiteren Reifestufen nur noch als Überforderung und Selbst-Bedrohung erlebt.

Wir können z.B. in der Rückwärtsorientierung zum Mütterlichen steckenbleiben, wenn das unterstützende Vater-Prinzip fehlt. Dann erleben wir die Herausforderungen von Separation, von Eigenständigkeit, von offener Welterkundung und von Konfrontation mit dem Unbekannten als überwältigende Bedrohung und werden einen Charakter und eine Lebensphilosophie entwickeln, die uns davor schützen und all das von uns fernhalten. Je nachdem, ob das Väterliche als abwesend, schwächlich, überfordernd oder sogar gefährlich erlebt wird, entwickeln sich unterschiedliche psychische Defensivmechanismen dagegen, die sich irgendwo einfinden zwischen hoffnungsvoller Sehnsucht und radikaler Angst und Ablehnung. Dann fehlt allerdings auch die Unterstützung der progressiven Kräfte in uns und wir begegnen jeder Herausforderung mit regressiven Reaktionen: zurück in die Sicherheit, Passivität und Anspruchslosigkeit im Mutter-Raum.

Mit anderen Worten: wir müssen das Vater-Prinzip positiv erlebt haben oder zumindest unser Bedürfnis danach positiv wahrnehmen können, um ein positives Verhältnis zu machtvoller Führung zu bekommen. Ansonsten misstrauen wir jeglicher führenden und fordernden Macht oder bekämpfen sie sogar. Positive Führung beruht auf dem Prinzip des alten lateinischen Sponsorings, in dem der Ältere den Jüngeren großzügig fördert und sich für dessen Entwicklung verantwortlich fühlt. Dafür muss eine hohe persönliche Reifestufe erreicht sein, die durch die Phasen des Egoismus komplett hindurch gegangen ist, um zu einem eigenen, authentisch-verinnerlichten Altruismus zu gelangen. Durch die Verneinung von Egoismus, Individualisierung und Besonderheit, wie sie von „Links“ gewünscht wird, ist Altruismus nicht erreichbar, sondern höchstens fremdgesteuerte, willenlose Selbstlosigkeit. Jemand, der kein Ego hat, kann es auch nicht zurücknehmen. Jemand, der kein starkes Ich hat, kann sich auch nicht zur Verfügung stellen. Gesunder Altruismus beruht auf gesundem Egoismus und die Reihenfolge der Entwicklung muss dafür eingehalten sein. Wer zu früh im Altruismus gefördert wird und zu wenig Unterstützung für Egoismus bekommt, der bleibt unselbständig, bedürftig und abhängig. Aus dieser Position kann er dann auch niemand anderen stark machen, sondern immer nur weitere Abhängigkeiten herstellen.

Die Hierarchie von Förderung und Treue

Positive väterliche Führung erzeugt auf natürliche Weise ein Echo von Dankbarkeit, Loyalität, Selbstbewusstsein, Stolz und Verantwortungsbewusstsein. Durch ein Sponsor-Verhältnis zwischen Förderern und Geförderten entsteht eine natürliche Hierarchie dieser Merkmale, in der verantwortliche Fürsorge von oben nach unten und dankbare Loyalität zurück nach oben fließen.

Echte Autorität, Stolz und Solidarität in den gemeinsamen Werten machen eine solche hierarchische Ordnung widerstandsfähig und leistungsfähig – in jedem menschlichen Feld. Wir hören diese Begriffe auch von „Rechts“, während sie von „Links“ scheinbar abgelehnt und verhöhnt, in Wirklichkeit jedoch gar nicht verstanden und deshalb gehasst werden.

Menschen lernen und entwickeln sich dadurch, dass sie die Dynamiken und Strukturen, die sie erleben, als psychische Struktur und Dynamik in sich selbst verinnerlichen. Wir werden, was wir erleben. Dieses Verinnerlichen findet vor allem in der Kindheit statt und kristallisiert sich dann in dem, was wir „Charakter“ oder „Persönlichkeit“ nennen. Dabei lernt und verinnerlicht das Kind unterschiedliche Aspekte seiner Erfahrung und seiner Umwelt je nach der Entwicklungsphase, in der es sich gerade befindet. Ein Zweijähriges achtet zum Beispiel nicht auf Meinungen und reagiert auch nicht auf Nuancen in den sozialen Geschlechterrollen. Ein sechsjähriges Kind hingegen saugt beides in sich auf wie ein Schwamm und bildet daraus sein Verständnis der sozialen Welt. Dafür ist es bei Weitem nicht mehr so sensibel dafür, ob es mal für zwei Stunden alleingelassen wird.

Wenn wir in einer hierarchischen Ordnung aufwachsen und leben, verinnerlichen wir diese Ordnung in uns. Wenn wir im Chaos leben, wird unser Innenleben entsprechend chaotisch. Dann fühlen wir uns im Chaos mehr zuhause als in der Ordnung, auch wenn es uns darin schlecht geht. Wenn wir in Vernachlässigung aufwachsen, dann verinnerlichen wir diese und vernachlässigen uns und unser Inneres selbst. Mit so einer Prägung später im Leben etwas Neues zu lernen, ist dann sehr mühsam, weil unser Nervensystem eher am Gewohnten festhält als sich dem Besseren zu öffnen.

In dem Maße, in dem Menschen eine klare, verlässliche Ordnung verinnerlicht haben, sind sie sortierter, entscheidungsfähiger, unabhängiger und damit leistungsstärker. Das ist eine alltags-psychologische Binsenweisheit. Solche Menschen können schlichtweg mehr erreichen. Den Unzufriedenen, die diese Ordnung nicht in sich tragen und dafür keine Anstrengung machen wollen, bleiben zwei Energiequellen für Aggression und Gegenbehauptung: Neid und Hass. Mit dem Neid werden sie nach „Gerechtigkeit“ schreien und haben wollen, was andere sich erarbeitet haben, ohne dafür etwas tun zu müssen. Der Hass wird sie jegliche Ordnung, Erfolg und Stärke bekämpfen lassen, damit sie ihre reale Unterlegenheit nicht sehen müssen.

Deshalb werden sie auch stets gegen „Rechts“ kämpfen, solange man ihnen sagt, dass das der Inbegriff dieser Werte und Stärken ist. Das sollte uns bekannt vorkommen und es geht darum, die Beweggründe hinter diesem Verhalten zu erkennen. Dieses Fordern und Beanspruchen, ohne selbst zu geben, funktioniert nur solange andere die Ordnung aufrechterhalten, denn im Chaos der Hungrigen und Inkompetenten könnte man niemanden mehr bekämpfen, keine großen Reden mehr schwingen und keine Empörungs-Aufführungen mehr veranstalten – man ginge einfach zugrunde.

Extremes „Rechts“ und falscher Führerkult

Auch in der Entwicklungsstufe von Gruppensolidarität und in der Ausrichtung auf eine führende Alpha-Figur kann man stecken bleiben. Das kann passieren, wenn Kinder und Jugendliche entweder einen hyper-dominanten und autoritären Vater über sich haben oder wenn die Vaterrolle so schwach und autoritätslos vertreten ist, dass das Kind sein Bedürfnis nach einem fördernden Mentor nur in übertriebene Wunschfantasien und Hoffnungen projizieren kann.

Erstere Variante fanden wir noch vorherrschend in der preußischen Erziehung am Anfang des letzten Jahrhunderts, das die Menschen gegenüber dem Vaterelement unterwürfig machte und blind für den Unterschied zwischen echter und aufgesetzter Autorität. Nur so konnten sie einem irren Fanatiker wie Hitler zujubeln, wie Alice Miller es so akkurat herausgearbeitet hat.

Der bedeutungs- und wirkungslose Vater ist die typische und prägende Variante seit den 1970ern, in denen der Feminismus die Deutungshoheit erobert hatte und nicht nur Vaterschaft, sondern im Grunde jede Männlichkeit mit korruptem Patriarchat gleichgesetzt und zum Abschuss freigegeben hatte. Die Väter duckten sich weg und verschwanden in ihrem Job, hinter der Zeitung, in der Garage, im Sport oder zuweilen in gesprächsoffenen Männergruppen. Wenn ihre Söhne und Töchter dann alt genug waren, sich für außerordentliche Leistungen zu interessieren, bemühten sich viele Väter darum, gute „Kumpels“ und fordernde „Coaches“ zu werden. Aber die Kinder wollen nicht gefordert werden, sondern gefördert! Sie sehnen sich danach, in ihren eigenen Talenten gesehen und unterstützt zu werden. Stattdessen lernten sie, dass sie gute Noten, Sportmedaillen oder den „richtigen“ Berufswunsch vorlegen mussten, um überhaupt irgendeine Anerkennung vom Vater zu erhalten. Wenn sie aber die Erfahrung machten, dass es „nie gut genug ist“, dass Vater so oder so kein Interesse an ihnen hat, dann konnte es eben passieren, dass sie in der Suche nach dem Vater und Führenden stecken blieben.

Da aber jegliche politische Ideologisierung dieser Vatersuche seit 1945 völlig verpönt und tabuisiert war, konnte man – außer in einigen bedeutungslosen karnevalesken Neo-Nazi-Garagen-Inszenierungen – nur in der Wirtschaft die Hierarchie und patriarchale Förderung finden, für die man sich allerdings in die Manege von Leistungs-, Karriere- und oft skrupellosem Konkurrenz-Kampf werfen musste. Ansonsten blieb für die feinsinnigeren Vater-Sucher noch die anstrengungsfreie und konsumfreundliche Welt der Gurus und pseudo-religiösen Personen-Kulte, für die der New-Age-Markt seit den 68ern ein immer größeres Angebot lieferte. Oder man blieb im Dorf und blieb in der Kirche mit ihren patres und Pastoren.

Darin erkennen wir eine Extremisierung, sprich Entwicklungsblockade von „Rechts“ durch ein grundlegendes Vater-Defizit, die nur deshalb so schwer zu identifizieren ist, weil das Vater-Prinzip von Verantwortung, Förderung und Loayalität und jede Suche danach aus dem öffentlichen und politischen Feld komplett verbannt und tabuisiert wurde. Abgesehen von ein paar strategisch aufgestellten Abschuss-Attrappen und von oben gesteuerten Bauernfängern gehört die Leitung alleine „Links“, das mit sich selbst redet und „Demokratie“, „Parteien“ und „Volksvertretung“ vorgaukelt.

Die Suche nach Hier-archie (göttlicher Ordnung), Führung, Sinn und emotional eigentlich nach Anerkennung, Selbstfindung und Selbstpositionierung in der Gesellschaft wurde dermaßen ent-politisiert und de-sozialisiert, dass sie nur noch als Selbstverwirklichung jeder-für-sich oder – noch aggressiver – ich-gegen-die-anderen gelebt werden konnte.

Wirklich „rechts-radikal“ sind darin diejenigen geworden, die selbst dann noch an einem Mentor, Vorgesetzten, Vorbild, Priester, Lehrer oder sonst einer Vaterfigur festhalten, wenn er oder sie ihnen bereits schadet, ihre Entwicklung blockiert, ihre Identität zersetzt, ihren Willen und ihre Talente übergeht oder sie sogar missbraucht. Wenn die selbstgewählte Ersatz-Vaterfigur also gegen ihre Natur und ihre Werte agiert und sie im blinden Gehorsam Moral, Eigenständigkeit und Verantwortung aufgeben. Krank daran ist, dass der falsche Vater aus dem Mündel eine Maschine macht, keinen aufrichtigen Menschen. Das Bedürfnis nach einem Leitenden wird fehlgeleitet in die Hörigkeit, naive Gefolgschaft und Selbstaufgabe.

So entstehen jene kranken Hierarchien von Pflicht statt Verantwortung, von Kontrolle statt Vertrauen und von Angst statt Loyalität, die nicht frei und solidarisch machen, sondern unterwürfig und abhängig. Also jene Strukturen aus Selbstunsicherheit und Missbrauch, wie sie in den letzten Jahren immer mehr in allen möglichen Bereichen der Gesellschaft aufgedeckt wurden: in der Kirche, in „Glaubensgemeinschaften“, bei Ärzten und Therapeuten und ihren Patienten, bei selbsternannten „Heilern“ und ihren Anhängern und überall, wo Menschen in Abhängigkeitsbeziehungen miteinander arbeiten. Besonders zu nennen ist dabei das unüberschaubare Netzwerk der Bruderschaften, Logen, Orden und Geheimbünde, die strengst hierarchisch strukturiert und kontrolliert sind. Diese lichtscheuen Macht-Zirkel nach dem Ponzi-Schema funktionieren nur mit Menschen, die einen authentisch fördernden Vater nie hatten. Sie suchen ihr Leben lang das Protektorat des Mächtigeren, um ein Stück vom Macht- und Kontroll-Kuchen zu erlangen. Und sie gehen dafür – wörtlich – über Leichen.

Oh, wir glauben, wir hätten die Nazi-Zeit mit ihren Vater-Projektionen und ihren dunklen Unterdrückungsstrukturen überwunden! Fest die Augen zugedrückt, Kinder, damit ihr nicht seht, was ihr nicht sehen wollt: diese Strukturen haben sich nur ins Unsichtbare hinter die Kulissen zurückgezogen, um von dort noch verheerender und giftiger zu wirken. Wir haben nichts davon überwunden, sondern nur aus dem Blick verdrängt. Dadurch sind die pervertierten Kräfte von „Rechts“ nur umso wirkmächtiger geworden. Weder geistig noch emotional oder sozial haben wir auch nur begonnen, diese Kräfte zu integrieren und zu heilen.

Deswegen besteht der Anfang zu etwas wirklich Neuem und zu Genesung darin, hinzuschauen und all das bloß eifrig Weggeschobene und frenetisch Weggewünschte ans Licht zu holen. Wie sonst könnten wir – blind – jemals Verantwortung lernen?

Zusammenfassung

Jetzt können wir zusammenfassen: „Links“ sucht eine (Er)Lösung und „das Gute“ im Mutter-Prinzip während „Rechts“ auf das Vater- und das Alpha-Prinzip ausgerichtet ist. Der Einfluss des väterlichen Elements folgt entwicklungspsychologisch auf den des mütterlichen, d.h. es wird erst in einer fortgeschrittenen Phase bedeutsam. Dieses spätere, väterliche Element fördert die Polarität und Begegnung in der Abgrenzung und schließt das vorhergehende Mutterprinzip in sich mit ein. Es kann dafür eine integrierende Verantwortung übernehmen. Das Väterliche umschließt das Mütterliche und erhält es.

„Links“ möchte Verantwortung und das Persönliche loswerden, weil es sich nach Entlastung und Verschmelzung sehnt. „Rechts“ will und fordert Verantwortungsübernahme des Einzelnen, der Person. Das sind verschiedene Entwicklungsstufen: der Säugling, das Kleinkind einerseits und das Schulkind und der Jugendliche andererseits.

Wir können sagen, dass jeder von uns einmal „Links“ war und dem etwa ab dem dritten Lebensjahr entwachsen ist – die einen mehr, die anderen weniger –, um eine höhere Reifestufe zu erlangen, die aber natürlich die frühere Stufe umfasst, auf ihr aufbaut und sie erweitert. Was wir als politische oder gesellschaftliche Haltung „rechts“ nennen, ist die höhere Entwicklungsstufe, die die Sicht von „Links“ überwunden hat.

Wir sehen an dieser Analyse aber auch, wie unsinnig und irreführend diese Bezeichnungen von „Links“ und „Rechts“ und jede Art solcher Dichotomien sind. Um die Phänomene hinter diesen Bezeichnungen zu verstehen, müssen wir die natürliche Abfolge und Dynamik von Reifestufen und das potentielle Stehenbleiben auf einer Stufe verstehen. Das Gerede von „Links“, „Rechts“ und „Mitte“ ist dann vollkommen überflüssig. Dieses spaltende, pseudo-objektive Vokabular sollten wir genauso überwinden wie die frühen Entwicklungsstufen selbst.

Nichts an diesen Stufen ist pathologisch. Falsch ist nur, kindliche Perspektiven mit Meinungen, politischen Interessen oder diskussionsfähigen Weltanschauungen zu verwechseln. Bedürfnisse, Emotionen, Wünsche oder Fantasien sind keine Meinungen und schon gar keine gesellschaftlich relevanten Standpunkte. Auch nicht, wenn sie als theoretische Traktate, wortreiche Ideologien, Parteien oder „Politiker“ auftreten. Ein Mensch mit der Haltung eines Kleinkindes braucht keine Diskussionsplattform oder Machtposition, sondern Entwicklungshilfe und Betreuung.

Pathologisch wird das Ganze aber, wenn solche Menschen Macht über andere, über Systeme und vor allem über Gewalt bekommen und damit das notwendige Regulativ verlieren. In diesem Zustand leben wir gesellschaftlich und politisch seit über hundert Jahren. Gesunde, weiterentwickelte, verantwortungsfähige Menschen müssen das Regulativ wieder übernehmen. Das steht nun an.

Wo wir jetzt stehen und was als Nächstes kommt

Wir erleben gerade den Anbruch einer neuen Epoche, in der das väterliche Element wieder in gesunder Weise hervorkommt und wirksam wird. Ohne dass die meisten es hätten benennen können, sehnen sich die Menschen schon seit Jahrzehnten immer dringender danach. Der Zerfall unserer Werte und Kultur lässt sich ganz leicht mit dem sukzessiven Verlust der maskulinen Kraft der Werterhaltung und des Schutzes erklären.

Eine der politisch ausgeschlachteten Reaktionen auf den Verlust von Väterlichkeit war der Feminismus, der es aber nie geschafft hat, sich von seiner Destruktivität und seinem Hass zu lösen, die aus der Enttäuschung über diesen Mangel an Vaterkraft entsprungen sind. Aus dieser verzweifelten und aussichtslosen Revolte der Frauen, die sich in dieser Strömung bestärkt fühlten, wurden nur ein hilfloser Kampf gegen Männer, eine kompensatorische Maskulinisierung der Frauen am Allgemeinen (besser: Neutralisierung und Verleugnung von Weiblichkeit) und damit eine zusätzliche Spaltung der Gesellschaft zwischen Männern und Frauen und sogar Jungen und Mädchen. Das hat uns alle noch weiter geschwächt.

Noch verheerender wirkte sich das Vakuum von Vaterkraft jedoch auf die Jungen und Männer aus. Ohne positive Identifikations-Figuren wurden sie immer mehr in die paradoxe Lage gedrängt, für den Kampf gegen alles Männliche am meisten belohnt zu werden. Also für die Selbstverleugnung. Dieses gesellschaftliche Double-bind hat deutliche Spuren hinterlassen: wir sehen immer mehr erwachsene „Männer“, die das Männliche mehr ablehnen als suchen, ohne es überhaupt zu kennen geschweige denn zu verstehen. Sie sind gezwungen, in einer prä-pubertären Anti-Haltung zu verharren und erwachsen-Sein zu spielen, indem sie gegen alles sind – besonders gegen alles, was nach maskuliner Kraft und Verantwortlichkeit aussieht. Dadurch bleiben sie – bestenfalls – Jungen oder – schlimmer noch – geschlechtslose Unentschiedene, die in einen aussichtslosen Kampf gegen ihre eigene Entfaltung verheddert sind. So waren wir kurz davor, Männlichkeit komplett abzuschaffen. Derart widernatürlich sind wir bereits geworden.

Die davon geprägten Generationen (etwa ab Jahrgang 1980) werden es sicher nicht leicht haben, sich an neue gesunde Zustände zu gewöhnen, die so gar nicht den ihnen eingepflanzten Ideologien entsprechen.

Ich schreibe dies am ersten März 2020. In den nächsten Tagen und Wochen werden wir auf deutschem Boden real und greifbar erleben, wie es ist, wenn verantwortliche Männlichkeit auf die gesellschaftliche Bühne zurückkehrt und für Recht und Gesundheit sorgt wie Odysseus mit Pfeil und Bogen bei seiner Rückkehr zu seiner treuen Penelope. Den ungebetenen Freiern und korrupten Schmarotzern, die sich gegen jedes Recht und jede Moral überall breit gemacht haben, wird dabei kurzerhand der Prozess gemacht – im juristisch korrekten Sinne des Wortes und mit militärischer Bestimmtheit. Wir werden durch direkte Erfahrung wieder verstehen, warum wir die männliche Kraft der Abgrenzung und der Verteidigung brauchen, damit Werte und Integrität erhalten bzw. wieder aufgerichtet werden können; und auch warum Kampfbereitschaft und Militär notwendige Teile unseres gesellschaftlichen Immunsystems sind. Das wollen die selbsternannten „Pazifisten“ und Anti-Patriarchaten natürlich nicht wahr haben, sondern lieber weiter selbstgefällig und marihuana-verqualmt die bequeme Versklavung, phlegmatische Unterwerfung und lustlose Verblödung aufrechterhalten, die sie als „Frieden“ propagieren.

Wir haben enorme Veränderungen vor uns. Wir stehen bereits mitten drin in ihren Anfängen. Das Kranke und Degenerierte, das wir gewohnt sind „oben“ und als „Führung“ zu sehen, wird komplett fortgeräumt werden müssen und einen Platz zugewiesen bekommen, der unseren natürlichen und gesunden Werten entspricht. Das sind die Werte, die unsere menschliche Entwicklung und das Individuum in seiner Entfaltung fördern und unterstützen. Diese Werte brauchen maskulinen Schutz und beherzte Umsetzung.

Während wir so von den feindlichen, parasitären Elementen befreit werden, kommen wir langsam zur Besinnung und zu mehr und mehr Ermutigung, diese Chance zur Gesundung zu nutzen, mitzugestalten und zu erhalten.

Im nächsten Artikel wird es um die Verwirrungen und die hinderlichen emotionalen sowie mentalen Angewohnheiten gehen, die wir dafür abschütteln müssen, bevor wir befähigt sein können – und andere befähigen können – Führung und Verantwortung zu übernehmen.

Für die Fortsetzung mit Teil 4 hier klicken.

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Die Psychologie von “Links”


Dieser Artikel als Podcast

Einleitung zu Teil 2

Im ersten Teil dieser Reihe haben wir das Profil eines Psychopathen skizziert, wie er über hunderte von Jahren alle wichtigen Schaltposten unserer gesellschaftlichen Institutionen eingenommen hat, und wie das System von Angst und Unterdrückung aussieht, das von diesem Psychopathen-Netzwerk aufgebaut wurde und über uns alle herrscht.

Über uns alle? Nicht ganz. Vor drei Jahren fing eine international agierende Gruppe an sichtbar zu werden, die innerhalb des Psychopathen-Systems im Stillen und über viele Jahre hinweg Macht und Stärke aufgebaut hat, aber nicht von ihm kontrolliert, korrumpiert und schon gar nicht gelähmt ist. Sie hat zum Gegenschlag ausgeholt, um das gesamte globale Psychopathen-Netz zu zerschlagen und Raum für etwas Neues, Gesundes zu schaffen. Dieser Plan und seine enormen Erfolge, die immer sichtbarer werden – obwohl die Haus-Presse der Psychopathen sie komplett ignoriert oder diffamiert – sollen den Menschen Hoffnung, Klarheit und freundschaftliches Engagement für menschliche Kultur und Freiheit vermitteln. Diese positiven und erhebenden Qualitäten werden in der Numerologie mit der Zahl 17 verbunden, die eben auch für Wahrheit steht. Der 17. Buchstabe im deutschen (und englischen) Alphabet ist das Q. Wo also seit drei Jahren immer häufiger ein „Q“ oder die 17 prominent auftauchen, machen sich dieser Impuls und diese Botschaft bemerkbar und ziehen all jene Menschen an, die darin ihre Hoffnung auf globale Gesundung und Befreiung wiedererkennen und in die Tat umgesetzt sehen. Und sie stoßen all jene ab und machen sie äußerst nervös, die im und vom Psychopathen-System leben – und diese haben guten Grund dazu.

Wir werden in Kürze eine historisch einzigartige und erstaunliche Befreiung vom weltweiten Psychopathen-Parasit erleben, die uns dann vor die immense Aufgabe stellt, eine neue Kultur aufzubauen – diesmal ohne Fremdsteuerung mit dem Ziel unserer Unterdrückung (und Üblerem), was wir nun seit 100 Jahren nicht mehr kennen. Wir werden die neue Freiheit nutzen müssen als Chance. Wenn die Hausreinigung der Institutionen und Organisationen beendet ist – das wird dieses Jahr und schon recht bald sein – liegt es an uns, etwas Neues aufzubauen, das unserem Wesen, unseren Talenten und Stärken und unserer Berufung entspricht. Ich glaube, dass diejenigen, die dann als Leitfiguren am meisten gebraucht werden, sich an diese Aufgabe erst noch gewöhnen müssen so wie der jugendlich-leichtsinnige Simba, der aus dem jahrelangen Exil plötzlich der König der Löwen sein soll.

Diese Artikel-Reihe ist keine Nachrichtensammlung der aktuellen Geschehnisse, sondern zielt darauf ab, einen Weg speziell für uns Deutsche zur Verantwortungsfähigkeit und einer neuen Kultur der Verantwortung aufzuzeigen. Damit adressiere ich vor allem diejenigen, die sich berufen fühlen, in irgendeiner Weise eine führende oder mitgestaltende Aufgabe in diesem Neuaufbau zu übernehmen – und unter diesen nur an diejenigen, die bereit sind, bei sich selbst anzufangen.

Zu dem Was und Wie dieses neuen Weges komme ich zum Ende dieser Reihe. In Vorbereitung dafür ist die erste Herausforderung – wie in Teil 1 von mir angestoßen – ein tieferes Verständnis der Situation zu entwickeln, in der wir uns befinden. Zweitens brauchen wir gewisse Einsichten über uns selbst und das geistig-kulturelle Milieu, das uns umgibt und uns geprägt hat, damit wir es transformieren können (nicht abschütteln, das ist nicht möglich) und daraus lernen. Das ist mehr als nur ein erneutes „Das darf nie wieder passieren!“. Es ist ein Lernen, das mit dem Griff an die eigene Nase beginnt und in der eigenen Verstrickung innerhalb des morbiden Systems die Lernaufgabe (und nicht nur das verachtenswerte Böse) sieht.

Mir geht es deshalb auch nicht um historische Aufklärung – diese betreiben mittlerweile schon viele bessere Autoren – sondern um psychologische Ausleuchtung, die meiner Ansicht nach in der alternativen Bericht-Szene bisher weitgehend fehlt und zuweilen zu grotesken und mit geradezu religiös anmutendem Eifer verfochtenen Erklärungsansätzen führt. Die Faktensammlungen werden immer reichhaltiger und auch das zusammenhängende Gesamtbild für immer mehr Menschen sichtbar. Aber im Umgang damit stehen viele mit ihrer Verwirrung allein und es fehlt ihnen das geistige Band, das eine Verbindung zwischen ihnen als Einzelne und den Möglichkeiten des Umgangs damit herstellt. Die Tastaturen laufen heiß in den Kommentarspalten der Diskussionsforen mit all ihren gegeneinander antretenden Vorschlägen, was jetzt zu tun sei. Und ich sage: Nichts. Aktionismus wird am allerwenigsten benötigt, wenn man gerade erst beginnt, aus dem Koma der Fremdbestimmung und Manipulation aufzuwachen. Die viel wichtigeren Fragen sind erstmal: Wo bin ich? Wer bin ich? Und: was will ich? Dann vielleicht: Wer ist da noch? Danach kann man dann anfangen, Pläne zu machen. Und danach, viel später also, kann man die Ärmel hochkrempeln – wenn das sinnvoll erscheint.

Wenn ich also mit dieser Artikel-Reihe bei dem ein oder anderen Leser eine erhöhte Neugier und Aufmerksamkeit für die psychischen Aspekte und die geistigen, menschlichen und kulturellen Zusammenhänge unserer bisherigen Situation wecken kann, dann habe ich schon alles erreicht, worum es mir im ersten Schritt geht. Ich meine, dass wir jetzt nichts so sehr brauchen, als besser Sehen und Verstehen zu lernen. Und das bezieht sich nicht nur auf „die da draußen“, sondern auch auf uns selbst und unsere Nächsten.

Vielleicht will ich’s aber auch nur ein für allemal für mich selbst klar kriegen in meinem Kopf. Fangen wir also an.

Einsichten

Im ersten Artikel dieser Reihe habe ich die Dynamik beschrieben, mit der Psychopathen eine alles kontrollierende Machtstruktur aufbauen müssen, weil sie nie ihre treibende Angst loswerden und deshalb nie genug Macht haben können. Die gefühllosen, maschinenartigen Strukturen, die sie aufbauen, beruhen auf dem Wechselspiel von Angst und Kontrolle, in dem sie einerseits die Menschen verunsichern, destabilisieren und traumatisieren und andererseits die von ihnen komplett kontrollierten Strukturen als Ersatz-Sicherheit, -Stabilität und „-Rettung“ anbieten und installieren.

In einem solchen Psychopathen-Angst-System leben wir derzeit und es durchzieht alle Bereiche unserer Gesellschaft. Diese lange Einleitung war notwendig, um zwei essentielle Dinge zu verstehen, denen wir uns bewusst sein müssen, um die Macht dieser Anti-Menschen und ihrer Angst-Systeme über uns zu brechen.

Das sogenannte Böse

Erstens: es handelt sich nicht um eine „Verschwörung“, sondern um eine Störung des menschlichen Geistes, um eine Krankheit. Das Machtsystem, das unsere Kultur und ihre Werte innerhalb von etwa zehn bis zwölf Generationen nahezu komplett zerfressen und vernichtet hat, ist eine Krankheit und Lähmung des menschlichen Geistes.

Wir können die Quelle solcher Krankheiten als „das Böse“, „den Teufel“, „Satan“, „Luzifer“, „Ahriman“, die „Unterwelt“ oder sonst wie bezeichnen, aber diese mytho-poetische, alttestamentliche Sprache ist irreführend und nicht mehr zeitgemäß, weil sie unser Denken in einem Weltbild arretiert, in dem diese „bösen“ Kräfte außerhalb und getrennt von uns sein sollen. Damit ist nicht nur unser Denken blockiert, sondern vor allem unsere Wahrnehmung beschränkt, was wiederum einer der Gründe dafür ist, warum wir diesem „Bösen“ so vielfach und naiv zum Opfer fallen. Wir begegnen dem sogenannten „Bösen“ nicht nur ganz real und konkret in unserem Alltag und müssen damit umgehen, sondern wir müssen auch einsehen, dass die darin wirkenden Kräfte Teil von uns sind und aus unserer Natur entstehen. Nur so können wir lernen, sie zu erkennen und zu begreifen als das, was sie wirklich sind. Und nur so können wir lernen, eine reife, verantwortliche Haltung ihnen gegenüber einzunehmen statt sie an übermenschliche Kräfte oder „irgendwen da draußen“ zu delegieren, wie das vielleicht der geistigen Entwicklung und religiösen Sprache des Mittelalters noch angemessen war.

Vor allem entspricht diese Schwarz-Weiß-Logik von Gut und Böse und ihre territoriale Aufteilung auf ein Innen (gut) und ein Außen (böse) oder ein Wir (gut) und ein Anderes (böse) gerade einmal der geistigen Entwicklungsstufe eines 4-jährigen Kindes, das sich nur so vor einer unverarbeitbaren Überwältigung schützen kann. Es kann seine junge und noch instabile eigene Identität nur aufrechterhalten, indem es alles Unangenehme, Aversive und Unverständliche nach außen projiziert und der Welt zuschreibt. Zur Not eben in Fantasiefiguren, die es sich vorstellt. Für ein Kind ist das gesund und richtig.

Wenn wir allerdings bei dieser kindlich-fantasievollen Abwehrstrategie stehen bleiben, hindert uns das daran, erwachsen und geistig reifer zu werden. Die heute dominierenden religiösen, „spirituellen“ und mytho-psychologischen Beruhigungs-Zentren sind überladen mit solchen Welterklärungsangeboten. Sie stehen uns beim Weiterwachsen ebenso im Wege wie die kleinkindliche Überzeugung, das Böse (sprich: das Unangenehme, Überfordernde, Angstmachende) dadurch loszuwerden, indem man es „wegmacht“. Man kann ein lästiges Insekt wegfuchteln oder den nervigen Wecker kaputtschlagen, aber schon bei „bösen Ideen“ (solchen, die wir lieber nicht hören wollen) hat es gar keinen Sinn, den Sprecher zu verprügeln oder ihm das Reden zu verbieten. Denn in der nicht-physischen Dimension ist die Wirkung plötzlich umgekehrt: man vergrößert die Wirkung und Macht des Ungewollten, je mehr man es bekämpft und damit abspaltet. Denn die Abspaltung ist das Böse. Mit der mechanischen Kategorisierung in Gut und Böse verstehen wir weder deren Hintergrundkräfte noch lernen wir, sie besser und schneller zu unterscheiden, wenn sie uns begegnen. Und darum geht es vor allen anderen Dingen: wir müssen lernen, das Aversive, Widernatürliche und Geistverneinende zu erkennen und zu durchschauen. Das sogenannte „Böse“, das sich in grauenhaft unmenschlichen Verhaltensweisen zeigen kann, kommt nicht aus irgendeiner weit entfernten „Hölle“, sondern ist eine extreme Abweichung vom Guten, Gesunden und Menschlichen, das wir sind. Nur insoweit wie wir das einsehen, können wir den Bezug zu uns selbst herstellen und eine Wirkkraft entwickeln, um das „Böse“ wieder zurück zu verwandeln in das ursprünglich Gesunde und Gute, aus dem es kommt, von dem es abgewichen ist, aber von dem es nie vollständig abgelöst wurde. Diese Wirkkraft beruht auf unserem Bewusstsein für diese Kräfte in uns. Wir werden auf diese Prinzipien von Integration, Heilung und Wachstum in den letzten Teilen dieser Artikel-Reihe zurückkommen, wenn es um die Entwicklung von Verantwortungsfähigkeit geht.

Das Bedürfnis, getäuscht zu werden

Zweitens: eine weitere elementare Erkenntnis, die ansteht, fordert von uns, dass wir über einen unserer größten Schatten springen: es gilt einzusehen, dass die Psychopathen, ihr System und „das Böse“ nur deswegen Macht über unser Leben haben, weil wir ihnen diese Macht geben. Das ist der schwierigere Teil an der Sache. Es ist leicht, die Machthaber zu verfluchen, zu hassen und vernichten zu wollen. Aber einzusehen, dass wir als Opfer auch ein Teil der Dynamik sind und durch unser Opfersein dazu beitragen, diese aufrecht zu erhalten, braucht erstens eine Menge Mut zur Selbsterkenntnis und zweitens die Unterscheidung zwischen Ohnmacht und Bewusstlosigkeit.

Wir können unser Bewusstsein erweitern, auch wenn wir ohnmächtig sind. Mit Bewusstsein können wir erkennen, dass Ohnmächtig-Sein ein situativer Zustand ist und keine Eigenschaft. Das heißt, ich bin immer nur in einer bestimmten Situation und in Bezug auf etwas Bestimmtes ohnmächtig. Wir können auch erkennen, dass „sich ohnmächtig fühlen“ nicht heißt, dass man auch ohnmächtig ist, sondern nur bedeutet, dass man dieses oder jenes nicht tun kann. Aber vielleicht kann man etwas anderes tun? Ohnmacht ist relativ. Wenn uns aber Bewusstsein fehlt, interpretieren wir Ohnmacht als absolut und diese Interpretation ist gefährlich. Denn dann entwickeln wir eine Identität der Ohnmacht. Wir bauen Ohnmacht in unser Selbstbild und unsere Lebensphilosophie ein. Wir beschreiben uns selbst als ohnmächtig und beschränken dadurch unser Selbstbewusstsein und unsere Wahrnehmung für Möglichkeiten und Freiheiten. Wir werden innerlich zu Sklaven.

Ein Sklave ist ein Mensch, der sich so sehr über Unfreiheit und Gefangenschaft definiert, dass er überzeugt ist, nur ein anderer könne seine Ketten lösen. Er braucht einen Master, um in die Freiheit zu kommen.

Zu einem Sklavensystem gehören immer auch diejenigen, die die Rolle der Sklaven übernehmen. Zu einer Täuschung und einem Betrug gehören immer auch die, die sich täuschen und betrügen lassen. Dass wir in unserem Weltbild und in allen Bereichen unseres gesellschaftlichen Lebens getäuscht und manipuliert werden zeigt nicht nur, wie raffiniert die Machthaber sind, sondern vielmehr noch, wie groß das Bedürfnis vieler Menschen ist, getäuscht und manipuliert zu werden.

Ebenso zeigt die totalitäre Kontrolle, die uns überall umgibt und immer mehr einengt, wie groß das Bedürfnis danach ist, kontrolliert zu werden. Und die Untergrabung von Individualität, Meinungsfreiheit und Selbstbestimmung sind auch ein Zeichen dafür, dass wir lange Zeit davon befreit sein wollten – also kindlich bleiben wollten. Dadurch haben wir leider die falschen an die Macht gelassen. Die Tatsache, dass die Psychopathen ein komplett kriminelles und korruptes System aufziehen konnten, ohne von der Masse erkannt und durchschaut zu werden, ist auch ein deutliches Anzeichen dafür, dass die Menschen dies nicht sehen und lieber in naiver Ahnungslosigkeit bleiben wollten. Es gibt eine Kraft in uns, die sich gegen Entwicklung und Reifung stemmt. Und wenn wir ihr nachgeben, dann – und nur dann – haben die geistig Gestörten und Kriminellen die Chance, die Macht über uns zu gewinnen.

Erst wenn unser Bedürfnis nach Wahrheit und individueller Freiheit größer ist als unsere Trägheit und Bequemlichkeit, können wir die Machenschaften der Gestörten durchschauen und die Macht wieder zurückerobern. Das klingt wie eine Selbstverständlichkeit, ist es aber keineswegs. Im Moment befinden wir uns in einer Übergangszeit, in der wir geradezu dazu gezwungen werden, die Macht und damit die Verantwortung (wieder) zu uns zu nehmen, weil die Macht des Kranken zuletzt so weit fortgeschritten war, dass wir als nächstes unsere essentielle Lebensgrundlage und die letzten Reste menschlicher Werte verloren hätten. Dann wäre das geistig-menschliche Potenzial, der menschliche Geist selbst, zerstört worden. Aber es gibt stärkere Kräfte, die dies verhindern und uns den Abgrund nur zeigen wollen, damit wir in unsere Verantwortung hineinwachsen. Das ist eine Lernerfahrung, die notwendig ist für geistige Reifung.

Wir müssen also uns selbst in die Untersuchung des Desasters mit hineinnehmen, um es zu verstehen und ändern zu können. Solange wir nur auf andere als „die Schuldigen“ zeigen, haben wir den Kern der Sache und unsere eigene Verwicklung damit noch nicht verstanden.

Nochmal anders formuliert: unser Hauptproblem heutzutage sind nicht die notorischen Lügner und Betrüger auf den öffentlichen Bühnen und dahinter – die könnten an einem einzigen Tag weggeräumt, verhaftet und ersetzt werden – sondern die riesige Masse, die diese Lügen glaubt und an ihnen festhalten will. Wir haben nicht bloß ein juristisches, sondern ein mentales und kulturelles Defizit. Bewusstsein ist stärker als mechanisches Vor-sich-hin-Leben, aber das gewohnte Mechanische ist bequemer und leichter. Gewohnheiten ändern, Umdenken und Verstehen ist anstrengend.

Und wenn wir nicht gefordert und herausgefordert werden, dann machen wir keine Anstrengungen, sondern verharren so lange wie möglich da, wo wir sind. Das Baby wird nicht geboren, weil es sich auf die neue Welt da draußen freut und endlich dort hinauswill, sondern weil es ihm zu eng wird in der Gebärmutter. Es hat keine Ahnung, was passieren wird, aber es beginnt zu kämpfen, erlebt dann eine Art Weltuntergang (die Wehen) und wird in etwas Neues, Unbekanntes gedrängt. Anders geht es nicht. Die Natur weiß das. Unsere Psyche ist jedoch supra-natürlich. Wenn wir psychisch nicht geboren, d.h. nicht erwachsen und reif werden, sondern uns an Altes klammern und immer nur „zurück“ wollen, dann kann die Natur nicht mehr helfen. Und wenn jetzt nicht Kultur hilft, werden wir regressiv statt progressiv. Es ist genau diese Tendenz, diese Trägheit, die von denen, die uns kontrollieren und benutzen wollen, gefördert und ausgenutzt wird, weil wir als herumwandelnde Kleinkinder viel leichter zu kontrollieren und – falls nötig – zu vernichten sind.

Diese Einleitung bringt uns zu einem zentralen Phänomen unserer Zeit, das uns als eines der dominantesten Behinderungen und Hemmnisse gegen Verantwortungsfähigkeit und Kultur begegnet:

Die Psychologie von Links

Die ursprüngliche politische Bedeutung von „Links“ und „Rechts“ in der französischen Nationalversammlung am Ende des 18. Jahrhunderts ist längst aufgehoben und ersetzt worden durch einen ganzen Wust beliebiger Gesinnungs-Dichotomien und Zuschreibungen, aus denen jeder sich heraussuchen kann, was ihm gerade gefällt. Das dazu passende mediale Kauderwelsch versucht uns mit allen Mitteln beizubringen, dass „Links“ immer irgendwie gut und richtig ist, während „Rechts“ als neues Synonym für alles Schlechte, Gefährliche, Böse, Unterdrückende usw. steht.

Vor über zweihundert Jahren wurden diese Bezeichnungen verwendet, um die Parteien der Deputierten in der französischen Nationalversammlung einzuteilen in einerseits die Veränderungswilligen bzw. Revolutionären (auf der linken Seite) und andererseits die eher Konservativen, die damals den Erhalt der Monarchie befürworteten (auf der rechten Seite).

Heute sollen wir gedankenlos glauben, dass die Nationalsozialisten unter Hitler und die Faschisten „rechts“ waren, obwohl der Sozialismus, die Ideen der Verstaatlichung und vor allem die der Gleichmachung aller Menschen typische Charakteristika von „Links“ sind. Die Verwirrung ist vollständig und beabsichtigt, denn wenn man den Menschen „Links“ als Ideologie aufoktroyieren will, um sie schwächen und besser steuern zu können, dann muss man alles offensichtlich Schlechte in einen anderen Topf werfen, den man dann „Rechts“ nennt.

Wir wollen in diesem Artikel die eigentlichen Beweggründe und damit die Psychologie hinter dem Phänomen „Links“ (und später dann auch „Rechts“) aufdecken und zu erkennen lernen.

Zunächst ist für unsere Untersuchung wichtig, dass jede Spaltung und Dichotomisierung bei gleichzeitigem Verhindern von Dialog und Synthese bzw. Zusammenarbeit, immer beide Seiten schwächt und Entwicklung blockiert. Wenn wir das einmal verstanden haben, dann ist es egal, wer wen wie nennt. Entscheidend ist: gibt es einen Dialog oder nicht? Heute tut man so, als wären Dialogunfähigkeit und die Ablehnung von Zusammenarbeit nicht nur löblich, sondern ganz selbstverständlich.

Wenn – wie damals in Frankreich – die Linken Veränderung für stetige Verbesserung wollen und die Rechten den Erhalt von dem, was sich bewährt hat, dann ist erst die Kombination aus beidem sinnvoll: schütze und erhalte das Gute und sorge von da aus immer weiter für Verbesserungen. Wenn ein Mensch beide Haltungen in sich trägt und bei täglichen Entscheidungen in einer Synthese kombiniert, dann nennen wir das: gesunder Menschenverstand. Politisch wird uns allerdings seit über 50 Jahren eine immer extremere Polarisierung dieser beiden Grundeinstellungen gegeneinander präsentiert – mit schwerwiegenden Folgen: alles Gute und Werthaltige wird zerstört oder vernachlässigt und Veränderungen sind stets so, dass die sozialen, ökonomischen und gesundheitlichen Verhältnisse immer prekärer werden (nur der „Elite“ der Machthaber und den Lobbyisten geht es immer besser dabei).

Mit anderen Worten: der gesunde Menschenverstand hat im Politischen und Kulturellen schon seit langem ausgesetzt. Eine Zusammenführung, ein gesundes Ausbalancieren, von „Links“ und „Rechts“ findet nicht statt. Stattdessen sind wir gelähmte Zuschauer von immer absurderen Partei-Spielen und Grabenkämpfen, in denen es nur noch darum geht, alle anderen Meinungen und Haltungen prinzipiell und gänzlich zu bekämpfen. Von Zusammenarbeit, Zuhören und Lernbereitschaft ist keine Spur. Das allein zeigt uns schon, mit wem wir es hier in der Regie wohl zu tun haben.

Jenseits der politischen Theaterbühne, auf der uns täglich die Komödie „Demokratie“ gespielt wird, bekommen die Darsteller von „Links“, „Rechts“, „Mitte“ usw. selbstverständlich ihre Skripte alle aus einer Hand und werden von einem Regisseur angeleitet. Sonst würde alles nicht so reibungslos, ergebnislos und volksverachtend über die Bühne gehen. Uns interessiert hier aber nicht die Mechanik der schein-politischen Dramaturgie, sondern die Psychologie hinter dem, was uns als Zuschauer in den Kopf „geschauert“ wird. Unsere echte Herausforderung besteht nicht darin, ein neues oder überarbeitetes Theaterstück (mit den gleichen Darstellern unter der gleichen Regie) zu inszenieren, sondern das Theater zu verlassen.

Das Stück „Demokratie“ wird als Endlos-Seifenoper gegeben mit dem Effekt, dass die Spaltung in „Lager“ und „Gruppierungen“ in den Köpfen der Menschen immer weiter vorangetrieben wird zu immer kleineren Splittergruppen, von denen sich dann jede immer massiver hinter ihren Meinungen und Wunschvorstellungen verbarrikadiert. Strategisches Ziel: niemand kann mehr den geringsten Einfluss auf das Gesamtsystem haben; niemand kann sich auch nur vorstellen, Einfluss zu haben. Solidarität wird ersetzt durch eine Ich-bezogene Anspruchshaltung und Stärke wird bekämpft. Dadurch wird verhindert, dass Solidarität und Stärke zusammenfinden. Darum geht es dem Kontrollsystem. So kommt man dann auf der Bühne am größten raus, wenn man sich als Vertreter einer geschundenen Minderheit inszenieren kann. Die Parole im Dauer-Schmu ist: „Der Schwächste ist der Stärkste!“ und „Das machtloseste Opfer hat die meiste Macht“. So ein Schwachsinn geht natürlich nur im Film, aber wenn die Menschen ihre Weltanschauungen aus dem Fernsehen übernehmen, dann muss die Realität draußen bleiben. Gut: dann kann man die Getäuschten in der Realität leichter kontrollieren und, wenn notwendig, auch gegeneinander aufhetzen.

Wieso ist das für Menschen überhaupt attraktiv? Um diese Frage beantworten zu können und damit unsere Situation besser zu verstehen, werden wir uns im Folgenden mit der sozialen und psychischen Bedeutung von „Links“ beschäftigen, um zu klären, was sich eigentlich hinter diesen Schablonen verbirgt.

Das „Links“-Motiv

Der rote Faden, der sich durch die geschichtlichen Selbstzeugnisse und Ansichten von „Links“ zieht, ist das Motiv der Kollektivierung. Kollektivierung von was? Oberflächlich betrachtet von Eigentum und materiellen Gütern, bei genauem Hinsehen aber vor allem von geistiger oder körperlicher Anstrengung. Letztere kann man nur kollektivieren, indem man sie de-individualisiert und über die Menschen als Masse (statt auf Einzelpersonen) verteilt – nach dem Gießkannenprinzip. Warum sollten Menschen das wollen? Z.B. weil sie sich davon versprechen, dass auch Identität und Verantwortung vergemeinschaftet werden und damit der Einzelne von der Aufgabe „befreit“ wird, sich persönlich und geistig zu entwickeln. Da man Identität und Verantwortung aber gar nicht kollektivieren kann, kann man sie nur marginalisieren und auflösen.

Hinter jedem Motiv, besonders wenn es als Appell oder Forderung auftritt, steht immer eine Erwartung oder ein Bedürfnis. Menschen, die sich „Links“ zuordnen, scheinen interessanterweise nicht gerne über Bedürfnisse hinter ihren Forderungen zu sprechen. Bedürfnisse sind nämlich stets etwas Persönliches und damit eine Sache des Einzelnen. Das widerspricht ihrer gewünschten Einschmelzung und Auflösung des Individuums in einer Kollektivmasse. Auch wenn Entpersönlichung und abstrakte Verallgemeinerung ein grundsätzliches Problem jeder Theorie und Ideologie sind, begegnen wir hier einem speziellen Kern-Aspekt der „linken“ Motivik: der Marginalisierung, Verneinung oder sogar Auflösung von allem, was an den Einzelnen, das Individuum und vor allem das Einzigartige oder Besondere erinnert.

Warum will „Links“ das Individuum und den Einzelnen auf alle möglichen Arten und Weisen abschaffen? Weil dies Merkmale einer fortgeschrittenen Entwicklungsstufe und sie nicht selbstverständlich, bequem und einfach zu erreichen sind. Es kostet Anstrengung. Individualisierung, Charakterentwicklung, Eigenständigkeit, Selbstsicherheit und Einzigartigkeit sind Ergebnisse anstrengender Reifeprozesse. Sie sind verbunden mit Spannung, Reibung, Verlusten, Unangenehmem und immer mit dem realen Risiko zu scheitern und den Anschluss zu verlieren. Mit anderen Worten: sie sind eine stetige Herausforderung von Stufe zu Stufe. Und diese kann jederzeit umschlagen in eine Überforderung, wenn wir z.B. nicht genug Unterstützung erfahren oder zu früh oder zu heftig mit Anforderungen konfrontiert sind, die wir nicht bewältigen können. Dann bleiben wir vor der zu hohen Stufe stehen und stagnieren auf der Reifestufe, die wir bereits erreicht haben.

Überforderung ist – unbewältigt – ein Trauma. Sie führt nicht nur dazu, dass wir stehen und stecken bleiben, sondern auch dazu, dass wir uns in passiver, hilfloser Manier zurücksehnen nach dem (früheren) Zustand der Forderungslosigkeit, nach Ruhe und Bequemlichkeit. Eine zentrale Traumareaktion ist stets die Vermeidung von allem, was uns an das Trauma erinnern könnte, um den damit verbundenen Schmerz zu vermeiden und auszublenden.

Die Sehnsucht nach der Verschmelzung mit dem großen Ganzen, das einen hält, versorgt, füttert und trägt, ist angemessen und richtig auf der Reifestufe eines Säuglings. Bereits mit dem Krabbeln beginnt (psychisch) jedoch schon die Konfrontation mit dem Gegenpol, der neu, aufregend, aber auch herausfordernd ist: das In-die-Welt-Gehen auf eigene Faust („aufs eigene Konto“, sagen die Spanier dazu), das dann ein paar Stufen weiter zur Selbst-Ständigkeit und schließlich zur Auto-Nomie („sich selbst benennen/bestimmen“) führt.

Je schwerer mir diese Verselbständigung (in Kindheit oder Jugend) fällt oder je weniger sie mir gelingt, desto mehr werde ich mich nach den „guten alten Zuständen“ der Verantwortungslosigkeit und anstrengungsfreien Geborgenheit sehnen, weil ich damit am meisten Wohlbefinden und Stimmigkeit verbinde. Denn das ist der natürliche Mechanismus unseres Nervensystems: wichtigstes Kriterium für alles ist und bleibt immer das Gefühl von Sicherheit (Ruhe, keine Aufregung, Entspannung) und Wohlbefinden (geborgen und versorgt sein). Und jeder verbindet etwas anderes damit je nach persönlicher Erfahrung.

Diese frühen biografischen, körperlich-psychischen Erfahrungen – das Angenehme wie das Unangenehme – sind die Grundlage für unseren Charakter, für unsere Weltanschauungen, Vorlieben und für unsere Lieblings-Theorien und ‑Ideologien. Diese Grundlagen sind tief emotional und meist unbewusst insofern, als dass sie auf non-verbalen Körpererfahrungen beruhen.

Die frühkindliche Perspektive

Um die Sehnsucht von „Links“ nach dem versorgenden, übergreifenden, immer-präsenten und vor allem möglichst mächtigen Wesen (oder „System“) zu verstehen, betrachten wir nun die entsprechende Phase der frühkindlichen Entwicklung einmal genauer.

Wir können die folgenden Zusammenfassungen mit zwei Brillen lesen: einmal als Beschreibung einer natürlichen Entwicklungsstufe des Kindes und einmal als eine Liste von Merkmalen jener Menschen, die in ihren psychischen, mentalen oder sozialen Fähigkeiten auf eben dieser Stufe steckengeblieben sind. In der zweiten Lesart werden vielleicht schon Parallelen zu Erscheinungsformen von „Links“ erkennbar.

Bedürftigkeit

Zu dieser Entwicklungsstufe gehören ganz charakteristisch: ein Selbsterleben als klein, schwach und vor allem bedürftig. Daraus ergibt sich ein ganz selbstverständliches Empfinden des Rechts auf Versorgung (mit Nahrung, Kontakt, Wärme, … allem Lebenselementaren). Wenn diese Bedürfnisse nicht erfüllt werden, wird dies als „Rechtsbruch“, als Ungerechtigkeit erlebt. Es wird als „falsch“ im natürlichsten und tiefsten Sinne des Wortes empfunden und dieses Falschsein liegt in dem „da draußen“, bei den undefinierten Mächten, die dem Versorgungsanspruch gerecht werden müssten. Zusammen mit dem dann entstehenden Gefühl existenzieller Gefährdung, führt dies zu einer Generalmobilmachung aller Kräfte, um sich durch Schreien, Zornausbrüche und Aufstände lautstark bemerkbar zu machen.

Mangel an Ausdrucksfähigkeiten

Die generalisierte und richtungslose Grundaktivierung und Empörung bleiben in ihrem Ausdruck sehr simpel, denn es fehlen noch kommunikative und mentalisierende Kompetenzen. Es gibt auf dieser Entwicklungsstufe noch keine Möglichkeit, sich selbst und die anderen aus einer anderen Perspektive als der eigenen zu sehen. Nicht einmal die Möglichkeit einer anderen Perspektive ist vorstellbar. Das heißt, es gibt keine Fähigkeiten dazu, sich selbst, die eigene Situation oder den Kontext zu verstehen. Reaktionen auf die Welt sind noch reflexartig, instinktiv und stark affektiv aufgeladen, nicht mental oder strategisch.

Mangel an Differenzierungsvermögen

Ein Kind kann in den ersten zwei Lebensjahren noch keinen Unterschied machen zwischen Gleichheit, Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung. Es erlebt Mangel und Überforderung als Benachteiligung – im Verhältnis zu seinen Erwartungen und Bedürfnissen. Auf dieser Stufe sind Erwartungen und Bedürfnisse der Maßstab für alles und das Zentrum der (rudimentären) Identität. Das Kind kann sich als abhängiges und bedürftiges Wesen bei Frustration nur als hilfloses Opfer fühlen, das auf die Macht eines umfassenden Größeren angewiesen ist. Wenn also Gleichheit fehlt („Der andere hat mehr als ich!“), dann ist das auch eine Ungerechtigkeit, weil Gerechtigkeit und Richtigkeit nichts anderes bedeuten als die Gleichversorgung durch jene zuständige Versorgermacht.

Das Kind wird sie notfalls rabiat einfordern. Eine laute Forderung nach „Gerechtigkeit“ meint auf dieser Stufe nichts weiter als Gleichheit und Gleichbehandlung, sprich Gleichmachung, denn es soll ja nur der unangenehme Unterschied verschwinden.

Abstraktere Vorstellungen von Gerechtigkeit, Unterschiede in „Wertigkeit“ und „Berechtigungen“ können nicht verstanden werden und werden wie jeder nicht-einschätzbare, nicht-kontrollierbare Unterschied als bedrohlich erlebt.

Zur Not können die eigene Angst und Frustration auch dadurch gemildert werden, dass alle anderen ebenfalls frustriert werden. Dann ist beruhigende Gleichheit unmittelbar körperlich und affektiv spürbar und das primär ersehnte Gefühl von Zu- und Zusammengehörigkeit erreicht. „Ich bin nicht allein“ ist auf dieser Stufe das einzige Kriterium, um Angst und Gefühle von Unterlegenheit oder Schwäche abzusenken. Das Sitzen im gleichen Boot ist wichtiger als jeder andere Maßstab, denn dann fühle ich mich unmittelbar sicher. Komplexe Lösungen und Zukunftsgedanken kenne ich nicht. Gemeinsam leiden und untergehen ist besser als eine Separierung, auch wenn sie das ganze Boot retten würde. Ein Säugling hat keine existenzielle Angst vor irgendetwas, auch nicht vor dem Tod, sondern nur vor dem Alleingelassen-Werden.

Diese Reduzierung auf die rudimentärste konkret-materielle Ebene der Wahrnehmungsfähigkeit wird verstärkt durch das nächste Charakteristikum:

Realitätsmangel

Genauer gesagt: es fehlt eine rudimentäre, ich-bezogene mentale Verarbeitungsfähigkeit für körperliche und soziale Realität. Denn die inneren Landkarten zur Verarbeitung von Erfahrungen setzen sich noch überwiegend aus den eigenen instinktiven und affektiven Reaktionen zusammen. Das bedeutet: „die Welt ist so, wie ich sie empfinde“. Entscheidend für das „Verstehen“ der Welt sind auf dieser Stufe die inneren Reaktionen auf die Welt: Zufriedenheit, Wohlbefinden, Unwohlsein, Schmerz, Aufregung, Beruhigung usw.

„Denken“, innere Bilder und Ideen sind noch weitgehend abgekoppelt von der äußeren Wirklichkeit. Das „Verständnis“ der Welt ist eine unreflektierte und verschwommene Projektion von Bedürfnissen, Affekten und Hoffnungen in abstrakte Konstrukte und Weltanschauungen. „Die Welt“ und „die anderen“ sind vorerst noch subjektive Konstrukte, die das Kind sich mit hoffungsvollen Fantasien (später dann: Ideologien) zurecht imaginiert, um sie den eigenen Bedürfnissen und Kapazitäten anzupassen. Die innere Welt ist dabei stärker als die Wahrnehmung der Außenwelt. Objektive soziale und psychologische Gesetzmäßigkeiten, Grenzen oder Einschränkungen gibt es in dieser Körper-Ich-zentrierten Welt nicht. Wenn es im Kontakt mit der äußeren Welt Widerstand gibt, ist das ein Zeichen, dass diese „böse“ oder „falsch“ ist und mit Kraftaufwand (Gewalt) geändert werden muss. Die innere Hoffnung auf „Allmacht“ dient auch als Schutz vor:

Ohnmacht und Unterlegenheit

Das Kleinkind ist der realen Welt ausgeliefert und von ihr überfordert, wenn nicht stets ein Erwachsener dabei ist, der zwischen den beiden vermittelt. Ansonsten machen sich Angst und Überforderung breit.

Ohnmacht und das Erleben von Unterlegenheit können nur als angenehm und „richtig“ erlebt werden, wenn dabei alle Bedürfnisse erfüllt werden, also wenn es verlässlichen Schutz, Fürsorge und Versorgung von außen gibt. Ansonsten entstehen aus chronisch unerfüllten Bedürfnissen Forderungen und stress-geladene Dauer-Empörung gepaart mit dem Abdriften in Versorgungs-Wunschfantasien à la Schlaraffenland.

Das Bedürfnis nach Eingebettet-Sein und Zugehörigkeit

Eingebettet-Sein und Zugehörigkeit sind Basis und Voraussetzung für die später erst aufkommende Suche nach Selbständigkeit und Identität. Säugling und Kleinkind sind mit Wachstum und körperlicher Bewusstwerdung beschäftigt. Das ist tagesfüllendes Programm der ersten zwei Jahre. Dafür brauchen sie die sichere und versorgende Einbettung, Bindung genannt, und orientieren sich an allem, was unmittelbar als befriedigend und entlastend erlebt wird. Damit können sie dann gesichtslos (identitätslos) verschmelzen.

Das Bedürfnis, Teil eines größeren Ganzen (Familie, Stamm) zu sein, ist Voraussetzung dafür, sich sicher und geschützt zu fühlen. Identität hingegen fordert Separierung und wirkt deshalb auf dieser Stufe bedrohlich. Stattdessen identifiziert man sich als abhängiges Fragment einer Gruppe und fühlt sich gerade ohne Individualität in der diffusen „Gruppenidentität“ richtig, stark und mächtig. Dementsprechend müssen alle anderen Gruppen „falsch“ oder „schlecht“ sein, denn zu ihnen gibt es keine Zugehörigkeit und Bindung. Abgrenzung basiert also noch auf einer rudimentär-instinktiven Schwarz-Weiß-Logik: Eine Gruppe ist beruhigend („richtig“) oder fremd und angsteinflößend („falsch“).

Verantwortungslosigkeit

Ein Baby oder Kleinkind kann keine Verantwortung übernehmen. Das Wissen, Können und die Kraft, die für Verantwortung notwendig sind, erfährt das Kind als Kräfte, von denen es getragen wird, die von außen kommen und die noch ganz unpersönlich als „etwas Starkes“ wahrgenommen werden. Dieses größere, umfassendere Etwas gibt Halt und Sicherheit, während das Kind von Verantwortung nichts weiß. Verantwortung kann nur da sein, wo Macht und Kompetenz sind.

Geschlechtslosigkeit

Auf dieser Stufe sind Bewusstsein, Selbstempfinden und Verhalten geschlechtslos. Damit ist auch die Identität noch völlig unabhängig von Geschlechtlichkeit. Die biologisch reale und wichtige Polarität zwischen Männlich und Weiblich ist auf dieser Stufe (noch) bedeutungslos und kann nicht wahrgenommen werden. Eine Konfrontation mit dieser Polarität oder den damit verbundenen Energien und Verhaltensweisen stellt auf dieser Entwicklungsstufe eine massive Überforderung und Bedrohung der Integrität dar. Deshalb wird sich das Kind davor instinktiv und automatisch schützen.

Zurückgebliebene und die Sehnsucht nach der Mutter

Es ist nicht schwer zu erkennen, dass wir hier eine Perspektive wiedergeben, die sich entwicklungspsychologisch zusammenfassen lässt als das Bedürfnis oder die Sehnsucht nach der guten, voll-versorgenden Mutter.

Dieser Exkurs der entwicklungs-psychologischen Perspektive ist wichtig, um zu verstehen, was es bedeutet, auf dieser Stufe stehenzubleiben. Durch Mangel an Unterstützung, Förderung und Versorgung kann der Mensch in kindlichen Bedürfnissen, Ansichten und Bewältigungsstrategien stecken bleiben. Sein Nervensystem und seine Psyche werden dann solange nach dem Fehlenden suchen, bis es gefunden wird oder er einsieht, dass es nicht mehr notwendig ist. . Das Problem des Steckenbleibens auf einer so frühen Stufen wie der oben beschriebenen ist jedoch nicht nur die fixierte Kleinkindpsyche und ihre Sucht nach passiven, regressiven Versorgungszuständen, sondern die Tatsache, dass jede nachfolgende Entwicklung auf den frühen Stufen aufbaut. Je mehr also das Fundament der Entwicklung fehlt, desto geringer die Chancen, die Herausforderungen späterer Stufen zu bewältigen bzw. überhaupt zu lernen und zu reifen. Stattdessen wird eine solche Person in Konfliktsituationen immer auf bestehende kleinkindliche Strategien zurückgreifen, was dazu führt, dass die Welt zu einer permanenten Überforderung und quasi-Bedrohung wird. Dieser chronische Konflikt zwischen unreifer Person und überfordernder Welt führt zum chronisch frustrierten Bedürfnis nach regressivem Geschützt-Werden, das sich nur noch in Fantasien und Vorstellungen ausleben kann.

Damit haben wir die Verständnisgrundlage für das Phänomen „Links“. Es erscheint heute nahezu unverkleidet auf allen möglichen öffentlichen Bühnen als die neurotisch-verzerrte, aber ideologisch voll legitimierte Sehnsucht nach der nährenden Mama. An dieser Sehnsucht ist nichts falsch, sie ist vollkommen natürlich und lebensnotwendig für einen Säugling und ein Kleinkind, sie sollte nur nicht verwechselt werden mit irgendetwas, das mit Erwachsensein zu tun hat.

Aus diesen primären Prägungen und inneren Strukturen ergeben sich später, im Nachhinein all die verschiedenen Ideologien, Theorien, Utopien und Forderungen, die von ihren eigenen Quellen und Motiven nichts mehr wissen und nichts mehr wissen wollen. Wenn wir unsere frühkindlichen Konflikte nicht anders lösen und unseren Kern von Integrität nicht anders bewahren konnten, als dadurch, alles Unangenehme, Stressende und Schmerzhafte abzuspalten und nach draußen in die Welt zu projizieren, haben wir als Heranwachsende und für den Rest unseres Lebens das Problem, nun das Gefühl zu haben, ständig und überall vom Schlechten und Gefährlichen umgeben zu sein und das einzige Gute nur als winziges, ohnmächtiges und hilfsbedürftiges Potential in uns zu tragen. In welcher Farbschattierung von „Links“ wir dann landen, ist nur noch eine Frage der sonstigen biografischen Einflüsse. Wirklich lösen könnten wir die chronische Unzufriedenheit und Überlastung von der Welt wie sie ist nur dadurch, dass wir beginnen, uns auf uns selbst, unsere eigenen Emotionen und Bedürfnisse zu fokussieren – und genau das will der „Linke“ am wenigsten. Sein Blick ist auf die Bilder seiner eigenen Wunschfantasien und Träume fixiert und er glaubt, „in die Zukunft“ zu sehen. In Wirklichkeit schaut er permanent in die eigene frühe und verdrängte Vergangenheit, die dadurch in seiner Wahrnehmung zu seiner entsprechend ausweglosen Gegenwart wird.

Aus einer frühkindlichen Perspektive gesehen muss die komplexe soziale Welt eine Überforderung sein, umso mehr, wenn es keine oder eine zu wenig schützende, versorgende, beruhigende, einhüllende Kraft gibt, die den Kontakt mit der erwachsenen Realität abfedert, reduziert und vereinfacht. Dass uns genau diese (mütterlichen) Kräfte seit Jahrzehnten, vielleicht seit über hundert Jahren sukzessive immer mehr verloren gehen, ist nicht schwer zu erkennen. „Links“ und seine wachsende hypnotisch-anziehende Kraft auf die Massen – vor allem auf die jungen Generationen – sind nur zwei der offensichtlichsten Symptome aus diesem Mangel. Wir kommen auf die Aufgabe, die uns daraus für die Zukunft erwächst, in einem späteren Teil noch ausführlich zurück.

Zunächst wollen wir aber betrachten, was passiert, wenn diese fürsorgliche Kraft mehr und mehr fehlt. Dann entstehen aus der eintretenden Überforderung Schutzreflexe, die sich mit der Zeit in genau solchen Charakteristika chronifizieren können, wie wir sie im Auftreten von „Links“ wiedererkennen können. Diese werden wir im Folgenden betrachten.

Radikalismus und Extremismus

Wovon auch immer „Links“ spricht und andere überzeugen will: es klingt stets existenziell dringend und alarmierend. Wer ständig an der Kante des Überlebens existiert, der wird von permanentem instinktivem Stress im Stammhirn geleitet. Deshalb tritt „Links“ so schnell radikal, engstirnig, kompromiss- und rücksichtslos auf. Es gilt stets „alles oder nichts“, „jetzt sofort oder nie“, „dies oder der Untergang“, „wer nicht meiner Sache dient, der ist mein Feind“.

Mit dem Stammhirn kann man nicht diskutieren. Und einfühlen kann man sich auch nicht. Es geht immer nur ums Überleben und jede Reaktion hat gleich den Charakter von Überreaktion und Panik. Was gebraucht würde ist Beruhigung, aber diese fehlt „Links“ am allermeisten. „Links“ steht in seinem chronischen Zustand von Bedroht-Sein ohne Ausnahme in Opposition zu Ruhe, Gelassenheit, Vertrauen und Zuversicht. „Links“ ist die Ideologie von Stress.

Hang zum Kollektivismus

Im Kollektivismus werden Identität, Verantwortung und Bestimmung auf ein diffuses „Wir“ übertragen, das eine seltsam doppelschneidige Natur hat: es schließt jeden mit ein und gleichzeitig jeden Einzelnen, der für sich steht, aus. Diese Doppelbödigkeit ist gewollt, denn durch die Ablehnung des Einzelnen wird jeder von der eigenständigen und anstrengenden Begegnung mit der Welt entlastet. Wenn alles allen gehört und auch jede Herausforderung oder Schwierigkeit immer auf ein anonymes „Wir“ verteilt werden, kann jeder sich zurücklehnen und unendlich entlastet fühlen. „Ich mache nichts. Wir müssen es machen.“ „Wir“ ist definiert als „Egal-wer-nur-nicht-ich“, also niemand Spezifisches, also im Grunde niemand. Die Postanschrift für jegliche An- und Aufforderung ist stets „Unbekannt“ und so müssen viele reale Anforderungen unbeantwortet bleiben. Obwohl diese „Entlastung“ reine Augenwischerei ist, wird sie als „Befreiung“ erlebt, weil sie jegliche persönlichen Anforderungen massiv reduziert oder sogar grundsätzlich abprallen lässt. Kollektivismus ist das theoretische Teflon gegen Verantwortungsbewusstsein. Doch diese Idee vom Kollektiv macht Sinn als Ausdruck der Sehnsucht nach einem druckfreien, anspruchsfreien Nichts-tun-Müssen und Nicht-kompetent-sein-Müssen, das der Entwicklungsstufe der ersten Lebensmonate entspricht. Dorthin zurück zu wollen heißt, Geborgenheit und Versorgung ohne eigene Investitionen zu erwarten. Es bedeutet, so angenommen werden zu wollen, wie man ist und an irgendeine Veränderung oder Entwicklung nicht denken zu müssen.

Um sich vor der Überlastung der realen Welt der Über-6-Monate-Alten zu schützen gibt es grundsätzlich zwei Wege: entweder man entwickelt Kompetenzen oder man muss die eigene Inkompetenz und Abhängigkeit als Maßstab für alle und alles setzen. „Links“-ideologisierter Kollektivismus wählt den zweiten Weg und propagiert Inkompetenz und Entwicklungslähmung als Bedingungen für Wohlbefinden.

Da jedoch durch den erwünschten Mangel an Kompetenz die realen Anforderungen und Herausforderungen immer größer und überwältigender werden und keine versorgende Übermutter sich dieser passiven Säuglingswesen annimmt, kann aus dieser Wunschfantasie nie Wirklichkeit werden. Die Leerstelle für den anonymen, mächtigen Verantwortungsträger und General-Entlaster wird dann von Kräften und Menschen besetzt, die sich „Links“ nie wirklich gewünscht hat und die dessen irreale Ideen in ein System der Unterdrückung umwandeln.

Richtungsloser Zorn

Eine häufige Auffälligkeit bei ambitionierten Vertretern von „Links“ ist ihr latenter Zorn und ihre leicht entzündbare Tendenz zu Zornesausbrüchen. Zorn ist keine Emotion, sondern eine prä-emotionale, instinktive Reaktion auf die Gefährdung der eigenen Integrität. Integrität meint Intaktheit und Unverletztheit des Organismus – sowohl körperlich als auch psychisch. Die basale, affektive Schutzreaktion von Zorn besteht vor allem aus einer starken Aktivierung (Erregung) und Bereitschaft zum Kampf gegen eine Bedrohung. Im Gegensatz zu Wut ist Zorn deshalb keine soziale, interaktive Reaktion, die etwas signalisieren soll, sondern eine extreme Mobilisierung von Kampfenergien ohne Richtung, die eine unmittelbare Bekämpfung oder Befreiung ermöglichen soll. Dafür muss sich ein Wesen schon stark in die Ecke gedrängt fühlen.

Unsere Integrität ist immer dann bedroht, wenn wir nicht so sein können, wie wir unserem Wesen oder unserer Natur nach sind. Wenn man einem Baby eine gewisse Zeit lang den Kopf festhält, wird es irgendwann sehr zornig und hoch aktiviert sein, um seinen Kopf mit viel Kraftaufwand zu befreien und wieder bewegen zu können. Sobald das Köpfchen frei ist, hört der Zorn auf. Eine viel tiefergehende Verletzung der Integrität entsteht durch Missachtung oder sogar Demütigung. Ein Kleinkind kann seine Integrität und damit seine Würde nur so weit aufrechterhalten, wie es sich von anderen so gesehen fühlt, wie es sich selbst wahrnimmt. Das ist für ein Kind notwendige Bedingung für gesunde Entwicklung. Nicht gesehen zu werden, erzeugt Zorn, weil das bedeutet, anders sein zu müssen als es ist, um gesehen zu werden. Daher liegt unter jeder Entfremdung immer auch Zorn. Sie sieht manchmal aus wie Wut, ist aber viel unpersönlicher und generalisierter.

Zorn an sich ist nicht zerstörerisch, sondern nur Energie für Aktion. Und zwar für solche Aktionen, die die eigene Würde und Integrität wiederherstellen sollen. Die Integrität kann bedroht oder verletzt werden, wenn eine Grenze überschritten, ein Bedürfnis missachtet oder eine Äußerung unterdrückt wird. Wenn dann mein sichtbarer Zorn schon den anderen zum Zittern bringt, dann nehme ich ihm damit die Macht, meine Integrität weiter zu bedrohen – ich fühle mich stärker und überlegen. Allerdings ist dieses Machtgefühl dann von der Demonstration von Zorn oder Groll abhängig und ebenso werde ich das Gefühl meiner Würde nur in der Gegen-Drohung und Empörung spüren können. Eben dies passiert bei Menschen, die chronisch Missachtung, Demütigung, Unterlegenheit und Fremdbestimmung erfahren und internalisiert haben. Ihr Gefühl von Würde erreichen sie nur im Zustand basal-instinktiver Mobilmachung, weil es sich jenseits dieser rudimentären Stufe nicht entwickeln konnte.

Diese chronische Verteidigungs-Aktivierung ist ohne Ziel und Richtung und kann deshalb auf alles und jeden gelenkt werden, solange sie sich nur irgendwie abreagieren kann. Bevorzugt sind es aber diejenigen, die ein Minderwertigkeits- oder Unterlegenheitsgefühl auslösen. Das kann also jeder sein, der mehr hat, mehr kann, mehr weiß, mehr bekommt oder mehr beachtet wird. Deshalb hat „Links“ historisch gesehen und logisch immer eine große Affinität zu unkontrollierter Gewalt und Chaos, denn darin erleben sich die Ohnmächtigen und Gedemütigten doch einmal als mächtig und ungebremst. Sie kämpfen nicht für etwas, sondern brauchen nur irgendeine Rechtfertigung zum Zuschlagen, Zerstören und Abfackeln. So ein Zerstörungs-Delirium befreit vorübergehend von der Erniedrigung im Angesicht der (sozialen) Realität am Rande der Gesellschaft. „Ich zerstöre, also bin ich.“ ist die Kurzformel der motivierenden Kräfte, die wie wildgewordene Verdauungssäuren alles zerlegen in der Hoffnung, es dadurch überwinden und unterwerfen zu können.

Warum reagiert „Links“ so unmittelbar und unverhältnismäßig auf jegliche Andersartigkeit mit Zorn? Weil Identität und soziale Selbstsicherheit äußerst fragil sind bei Menschen, bei denen diese auf einer durchlöcherten und wackeligen Integrität stehen, was dazu führt, dass sie auf die kleinste Verunsicherung oder Frustration bereits mit Zorn und Angriff reagieren. Sie erleben jede Abweichung sofort als Demütigung und Angriff auf ihr Existenzrecht. Zusätzlich wird die unablässige innere Selbstverunsicherung als Signal interpretiert, dass die Welt bedrohlich ist, also dass sie ständig bekämpft werden muss. Wenn sich aus dieser affektiven Grundkonstitution dann eine persönliche Haltung und Weltanschauung entwickelt, dann entsteht ein weiteres Charakteristikum von „Links“, nämlich:

Hass und Anti-Haltung

Hass ist kein Gefühl, sondern ein Gedankenkonstrukt, dass eher dazu dient, Emotionen und affektive Impulse mental zu kontrollieren und zurückzuhalten. Auf jemanden wütend sein kann man nur einige Stunden, vielleicht auch Tage, aber Gefühle sind sehr volatil und verfliegen ganz schnell. Hass hingegen kann man über Jahre und sogar ein ganzes Leben aufrechterhalten und sogar schüren, weil man dafür erstens Wut und Zorn unterdrücken und gleichzeitig immer wieder erinnern und anstacheln muss. Hassen kann man nur, wenn man sich immer wieder an das erinnert, was einen verletzt hat. Hass verschiebt die Wut des Unterlegenen oder Ohnmächtigen in den Bereich der Fantasie und Vorstellungen. Deshalb ist er mehr mental als emotional.

Wer sich nicht wirklich auseinandersetzen und konfrontieren kann, der kann sich eine starke Identität in der Fantasie zurechtlegen, in der er alle anderen besiegt und vernichtet. Diese Ersatz-Identität, die nicht auf Erfahrung und Begegnung, sondern auf Illusionen und Vermeidung beruht, kann nur aufrechterhalten werden, indem man sich eine grundsätzliche Anti-Haltung zulegt und zumindest mental gegen alles ist. Das ist eine Art mentale Abgrenzungsprothese für denjenigen, der nie gelernt hat, konstruktive Grenzen im Kontakt mit anderen auszuhandeln und aufrecht zu halten. Mit anderen Worten: wer nicht wirklich „Nein“ sagen kann, der kann sich immer noch in eine Lebensphilosophie flüchten, in der er in seinem Kopf zu allem und immer „Nein“ sagt. Das ist die Position des ewigen Widerstands und der Opposition gegen alles Reale. Gut kann immer nur das sein, was (noch) nicht ist: Fantasien von zukünftiger Bedürfnis-Erfüllung, Hoffnungen auf ideelle Zustände und Fiktionen vom „Besseren“ und „Guten“ – also immer nur das Irreale. Nur die Begegnung mit der Realität, vor allem mit der Überlegenheit anderer Menschen und Lebenshaltungen, macht den Wunschfantasien ernste Konkurrenz, weshalb diese umso mehr gehasst und marginalisiert werden müssen.

Illusionismus – Abkopplung von der Realität

Aus einer chronischen Überforderung durch die Wirklichkeit entsteht eine Trennung zwischen angenehmen Ideen und Theorien einerseits und unangenehmen Erfahrungen andererseits. Diese Abspaltung von Realitätswahrnehmung und mentalen Konstrukten ist ein Schutz- und Abwehrmechanismus und einer der offensichtlichsten Eigenschaften von „Links“. Wenn ein Mensch kontinuierlich Überforderung und Missachtung erfährt, dann kann er seine Bedürfnisse, positiven Gefühle und Würde nur noch in den Bereich der Imagination und Zukunftsbilder hinüberretten. So wie ein leidendes Kind sich in eine schmerzfreie Bilderwelt flüchtet, so kann auch ein Erwachsener in einer Prägung stecken bleiben, in der die reale Welt schrecklich ist und nur seine Vorstellungen schön sind. Je stärker die Verdrängung der realen Erfahrung, desto diffuser und vager die Vorstellungen der Rettung. „Links“ tritt stets mit solchen Zukunftsprojektionen auf: „Jetzt geht es euch schlecht, aber in der Zukunft wird es das Paradies für euch sein“. Das Problem von „Links“ ist nur, dass es das Gute immer nur in der Zukunft (Vorstellung) gibt und nie jetzt. Realitätsverbundene Menschen können damit nach einiger Zeit nichts mehr anfangen. Im Club bleiben dann nur diejenigen, die sowieso mit der Wirklichkeit auf Kriegsfuß stehen und gerne im Kollektiv träumen möchten.

„Links“ bleibt konsequent dabei: „Wenn die Theorie nicht zur Realität passt, dann ist die Realität falsch, niemals die Theorie“. Warum? Weil die Theorie der emotionale Schutz vor Minderwertigkeitsgefühlen, Ohnmacht und Frustration ist. Also ein mentales Betäubungsmittel.

Dadurch wird „Links“ durch und durch anti-organisch und anti-natürlich. Es hat kein Verständnis für das gesunde Tempo und den richtigen Rhythmus von Entwicklungsprozessen. Alles muss sofort gemacht werden und da sein. Und das geht eben nur mit Gewalt. Statt Veränderung gibt es Revolution, statt Bewegung gibt es Chaos und statt Wachstum gibt es Überwerfung. Ein Grundzug von „Links“ ist seine Ungeduld, weil es kein Vertrauen in irgendetwas hat, sondern sich nur die künstliche, selbstgemachte Verbesserung und Manipulation anhand der eigenen Ideen vorstellen kann. „Links“ muss stets alles manipulieren und zurechtbiegen – auch sich selbst.

Wir dürfen uns nicht verwirren lassen, dass „Links“ sich auch mit ökologischen und pseudo-naturschützenden Ideologien schmückt und heutzutage ganz „grün“ daherkommt. Das ist bloß Tarnung. Seine Protagonisten haben keinen schützenden oder wertschätzenden Bezug zur Natur – weder in sich selbst noch um sich herum. Wo auch immer sie eingreifen, zerstören sie Natur, weil ihnen ihre Konzepte und Ideen stets wichtiger sind als natürliche Zusammenhänge. Sie bauen Windräder, die Vögel und Bienen in Massen umbringen, legen neue Radwege an, für die massenweise alte Bäume gefällt werden müssen, und richten 30er-Zonen auf Hauptverkehrsstraßen ein, wodurch die Abgasbelastung um ein Vielfaches steigt. Für „Links“ sind „ökologisch“, „Umweltschutz“ und „Naturnähe“ nur ein weiterer Teil von Marketing und Bauernfängerei. Und zwar über den einzigen Hebel, den sie haben: ihre erfundene Moral des besseren Menschen und ihre Appelle an das von ihnen bestimmte Gewissen. Denn diese Konstrukte können sie ohne Realitätsbezug aus Idealvorstellungen und Wünschen zusammenschustern. Es bleibt alles emotionale Manipulation und moralische Erpressung, wie das im Übrigen auch Kinder mit ihren Eltern probieren.

Sprachverwirrung und -verdrehung

In seiner mentalen Welt der Wunsch- und Bedürfnisprojektionen erfindet „Links“ seine eigene Sprache, in der nicht nur Worte von ihrer realen Bedeutung und überhaupt jeder spezifischen Bedeutung abgekoppelt werden, sondern auch Semantik, Grammatik und Sprachstruktur aufgelöst werden. (Man nannte die ersten Versuche dazu z.B. „Rechtschreibreform“ – eine programmatische Degeneration von Schrift-Kultur zugunsten der Inkompetenten und Überforderten). „Links“ abbiegen heißt also, sich von den Gesetzmäßigkeiten der Erfahrungswelt möglichst komplett abzutrennen. Hat man dies einmal erreicht, kann man in der eigenen Fantasiewelt machen was man will und der Welt dann die innere Strukturlosigkeit als „neue Kultur“ verkaufen. Bei „Links‘“ ist das nicht das lustige Pippi-Langstrumpf-Spiel, als das es manchmal dargestellt wird, sondern existenzieller Selbstschutz. Auch die Sprache wird nicht „irgendwie“ verändert, sondern so, dass sie nicht mehr an die überfordernde Realität erinnert, sondern die illusorische Wunschwelt aufrechterhält. Das ist nicht selten genau das Gegenteil von der unbeliebten Wirklichkeit: der sogenannte „Anti-Faschismus“ ist real faschistisch gesinnt, die „Toleranz-Demonstrationen“ sind real Ausdruck von Intoleranz, die in der „Solidarität gegen x“ real nur eine Komplizenschaft ist; „bunt“ ist real der eintönige Farbton von „alles in einen Topf“, die „Freiheit“ darin entpuppt sich als sehr enger Käfig und die „Demokratie“ als Diktatur mit Schaufensterpuppen. Wenn es von „Familien“- oder „Kinderschutz“ spricht, sind real soziale Zerrüttung, staatliche Bevormundung und forcierte Auflösung gemeint. Ebenso ist „Friedenspolitik“ das Etikett für reale Kriegshandlungen. Wenn „Links“ mit Versprechen um die Ecke kommt, können wir sicher sein, dass real das Gegenteil dabei herauskommen wird.

Wer es gewohnt ist, Worte und Konzepte mit einer gewissen Redlichkeit und Kohärenz zu benutzen, der kann gar nicht nachvollziehen, dass Menschen Begriffe und Konzepte derart austauschbar und beliebig nur als Manipulationsmittel und sinnlose Sprechblasen ohne Aufrichtigkeit benutzen können. „Links“ ist es egal, ob es konsistent, verlässlich, ehrlich, integer und anständig ist, solange es nur irgendwie den gewünschten Effekt hat. Natürlich erzeugt das nur Chaos und kann nicht funktionieren, weil „Links“ auf diese Weise jede Kommunikation, jede gemeinsame Ausrichtung und jede Interaktion ad absurdum führt. Denn „Links“ zerstört damit jede Basis von Vertrauen, weil es Vertrauen nicht kennt und nicht aufbauen kann. Es tastet sich nur linkisch und planlos immer weiter vorwärts durch Versuch und Irrtum, Belohnung und Bestrafung. Und es fühlt sich in der Verwirrung, im geistigen Chaos und in der Verwahrlosung recht wohl und zuhause, weil diese Zustände so vertraut sind und am wenigsten überfordern. Das schafft ein paradoxes Gefühl von Sicherheit in realer Unsicherheit.

Verbohrtheit und Lernunfähigkeit

Aus diesem Zustand von Abspaltung und Betäubung entsteht die zuweilen frappierende Unfähigkeit von „Links“ durch Fakten, sprich durch Erfahrung und Beobachtung, zu lernen. Daher die Verbohrtheit und der wahrlich blinde Fundamentalismus, der sich über jegliche Wirklichkeit und Gesetzmäßigkeit hinwegsetzt. Naturgesetze und Logik haben bei Hardcore-Vertretern von „Links“ nicht die geringste Chance, weil die emotionale Überforderung bereits eine vollständige Auslastung erzeugt. Neurobiologisch gesprochen: der Neokortex ist komplett ausgelastet mit der Aufgabe, Unstimmigkeiten und traumatische Emotionen zu unterdrücken und in Schach zu halten, so dass Denken, Erinnern und Lernen unmöglich sind. Wir haben es hier mit dermaßen überforderten Kindern zu tun, dass nur noch basale soziale und affektive Funktionen stabil sind, solange sie nicht in eine Umgebung kommen, in der sich ihr Nervensystem beruhigen und aus dem Schockzustand herauskommen kann.

Pseudo-Solidarität mit den Schwachen

Da stärkere, kompetentere Menschen in denen mit Integritäts-Defiziten Unterlegenheitsgefühle, Zorn und Hass auslösen, müssen sich die Abgehängten zu den anderen Abgehängten begeben. Diese gezwungene „Freundschaft“ verhält sich wie Staubmäuse: sie sammeln sich einfach von selbst in irgendwelchen dunklen Ecken. In der selbstgefälligen Fantasiesprache von „Links“ heißt das dann „Solidarität“. Das ist es nicht wirklich, weil Solidarität auf gemeinsamen Werten und das engagierte Eintreten dafür beruht. Was „Links“ meint ist eine Art Deal: „Gib mir das Gefühl von Zugehörigkeit und Bedeutung, dann bestätige ich dich auch.“ Man verbindet sich nicht mit Gleichgesinnten, sondern mit Auch-Empörten, die ebenfalls keine Richtung, aber umso mehr Grund zum Schreien und Revoltieren haben. Das spendet dem brüchigen und schwachen Identitätsgefühl des Einzelnen Trost und eine Ersatz-Identität in der Gruppe.

Deshalb ist „Links“ notorisch auf der Suche nach Minderheiten und Schwachen. Nicht, weil es diesen wirklich helfen will, sondern weil es sie zur Aufrechterhaltung der identitätsstiftenden Empörung und als Rechtfertigung für seine chronische Aufständigkeit braucht. Wer das Lebensgefühl einer schlechten, chancenlosen Welt schon früh verinnerlicht hat, der kann auch später nur darauf bauen, als das größte Opfer, als die ärmste Minderheit oder als der benachteiligste Geschädigte Aufmerksamkeit (Medien) und Zuwendung (Versorgung durch das System) zu bekommen. Aus der Opfersicht sind alle Menschen mit Kraft und Erfolg Täter und damit schuldig. Das heißt, sie schulden ihnen als den Abgehängten etwas. Den Erfolgreichen und Zufriedenen muss man von „Links“ also ständig eine Art soziale Kontoüberziehung einreden, nicht nur damit ihr Gewissen sie zur Abgabe zwingt, sondern vor allem, damit sich die Abgehängten zumindest moralisch überlegen fühlen können: „Wir können nichts, aber wir sind das Gewissen der Gesellschaft und der Erfolgreichen!“

Machtbesessenheit und Kontrolle

Die Angst vor den Kompetenteren und Stärkeren führt dazu, dass „Links“ stets fasziniert ist von Systemen der Kontrolle, Überwachung und vollständigen Bestimmung der Menschen. Diese Kontrolle soll immer so installiert werden, dass Entwicklung, Leistung, Selbstbestimmung und geistige Freiheit gehemmt werden. Man kann die Systemkonstruktionen von „Links“ als technokratische Großprojektionen von Mutter-Kind-Abhängigkeitsbeziehungen verstehen, wobei jedoch ihre abstrakten und entmenschlichten Macht-Maschinerien in der Praxis immer ganz schnell zu Perversionen mütterlicher Überkontrolle und Kastrationen von Lebendigkeit führen. Warum ist das so? Weil „Links“-Orientierte in ihren eigenen Systemen immer nur die Versorgten und Empfänger sein wollen, nicht aber die Verantwortungsträger. Dadurch kreieren sie immer ein Macht-Vakuum, das zwar in ihrer Fantasie stets von einer nicht näher definierten, alles-versorgenden Beschützerkraft ausgefüllt wird, in der Wirklichkeit jedoch nur von machtbesessenen Betrügern ausgenutzt wird, denn nur sie versprechen das Unmögliche, das „Links“ hören und glauben möchte.

Das führt dazu, dass „Links“ die eigenen Ohnmachtserfahrungen, die es mit aller Gewalt unterdrücken und „abschaffen“ will, letztlich immer wieder aufs Neue reinszeniert und sich nicht nur selbst, sondern am liebsten gleich die ganze Menschheit den perversesten Machthabern als Opfer ausliefert. „Links“ wird so – konsequent ausgeführt – immer ein Programm des Widerstands gegen jede Herausforderung, also gegen das Leben selbst – bis zur Selbstvernichtung.

Variationen davon innerhalb von „Links“ findet man nur in den ideologischen Rechtfertigungen und theoretischen Konstrukten, mit denen der jeweilige Bedarf an Selbstbetrug und Unterdrückung gerechtfertigt wird. Das Motiv bleibt stets das gleiche.

Anti-Spiritualität und Geist-Feindlichkeit

Durch die Fixierung auf eine frühe, existenzielle Entwicklungsstufe und in der Frustration ihrer Grundbedürfnisse bleibt „Links“ immerfort mit dem Konkreten, Materiellen, mit den greifbarsten Umständen beschäftigt. Die Anpassung der alltäglichsten Umstände an die eigenen Vorstellungen und Bedürfnisse wird zu einer monomanischen Besessenheit. Zu Geist und Spiritualität gibt es in diesem puren Materialismus keinen Zugang und keinen Bezug, außer dass sie als Unbekannte, Unberechenbare und damit Störende bekämpft und abgeschafft werden müssen. Religion ist für Links höchstens „Opium fürs Volk“: ein kontrollierbares Betäubungsmittel im Dienste der Massenmanipulation.

Alles Transpersonale, das den Mittelpunkt jeder Spiritualität und Metaphysik bildet, wird von „Links“ ersetzt durch Un-Persönliches, nämlich das Kollektiv. Persönliches und Individuelles wird nicht erhöht, sondern bekämpft, denn auf dieser prä-personalen, körperverhafteten Stufe gibt es noch nicht einmal persönliches Bewusstsein. So wie „über-sich-Hinauswachsen“ missverstanden wird als „sich- Auflösen“ in der Masse, wird Bewusstseinserweiterung missverstanden als Bewusstseinsauflösung im Kollektiv-Delirium und in der Verschmelzung mit dem Anonymen, Namenlosen, Gesichtslosen. Auf der Suche nach dem Ursprünglichen, Guten kennt „Links“ nichts anderes als die Rückkehr zu formlosem, sinnlosem Material, d.h. ins Chaos. Seine Bestrebungen gehen immer nur nach unten, in Richtung Zerfall, Zerrüttung und Geistlosigkeit und das Ergebnis seiner Bemühungen ist deshalb immer Bedeutungslosigkeit, Belanglosigkeit und Verwirrung.

Asexualität und Geschlechtsverwirrung

Ein extremes Beispiel für das gewaltsame Festhalten an einer kleinkindlichen Entwicklungsstufe ist der derzeitige Kampf gegen die Realität der biologischen Geschlechtlichkeit. Geschlechterpolarität und Geschlechtsidentität sind Herausforderungen, die jeden überfordern, dem schon grundlegende Fähigkeiten der Identitätsbildung, Selbstsicherheit und Lebensbewältigung fehlen. Auch hier liegt die Generallösung von „Links“ wieder darin, die Welt an die eigenen Defizite anzupassen und damit jede Entwicklungsherausforderung aufzulösen. Dementsprechend muss die Welt also vom Druck der sexuellen Identität und Positionierung befreit werden. Und noch einen Schritt weiter: auch die eigene Abkopplung von der körperlichen Wirklichkeit (meist als Traumareaktion) und die daraus entstehende Desorientierung und Überforderung müssen der Welt als „Programm“ aufoktroyiert werden: alles, was an die faktische, körperlich-biologische Wirklichkeit erinnert, muss verwischt und aufgelöst werden, weil Wirklichkeit an sich schon als zu bedingt und zu einengend erlebt wird. Einmal abgekoppelt kann man dann mit Worten und Konzepten frei jonglieren. „Geschlecht“ ist nichts weiter als ein mentales Konstrukt, das für den körper-befreiten (sprich: dissoziierten) Menschen frei wählbar und austauschbar ist. Wer „Geschlecht“ nicht wahrnehmen kann oder nicht wahrhaben darf, der kann es sich nur ausdenken. Der Nachteil ist, dass eine solche Identität nur auf austauschbaren Vorstellungen beruht und es keine Sicherheit geben kann außer die der sozialen Bestätigung. Dann brauche ich ständig eine Bestätigung von außen für mein selbst erfundenes „Geschlecht“ oder meine Identität der Geschlechts-Ablehnung. Etwas eigenes habe ich jedoch nie.

Der natürliche, rudimentär-instinktive Impuls zur Sexualität bleibt im Körper dennoch vorhanden, nur dass er dann psychisch nicht integriert werden kann und deshalb in abgespaltener, neurotisch-pervertierter Form zutage tritt. Auf den dafür extra geschaffenen, sozial isolierten Plattformen und Marktplätzen kann man die daraus entstehenden, emotional verwirrten und empathielosen Impulse dann ausleben wie man will. Es ist für einen gesunden Menschen unvorstellbar, zu was solche Menschen fähig sind, wenn sie ihr Trauma und ihre Hemmungslosigkeit mit politischer oder sozialer Macht über andere verbinden und ausleben. Was sie auf bunten Straßenparaden als „neue Kultur“ verkaufen und was sie in Lehrbüchern für Kinder verbreiten ist noch verhältnismäßig harmlos im Vergleich zu den systematischen Machenschaften, die unter „Verbrechen an der Menschheit“ einzuordnen sind. Die extremsten Exzesse der psychischen Perversion sexueller Energie und ihrer Verknüpfung mit Gewalt und Traumatisierung sind denjenigen bestens bekannt, die einmal hinter die Abschirmungen des „Satanismus“ geblickt haben. Der wiederum hat sich über Hollywood und die Musikindustrie bereits unterschwellig einen Weg in die Gemüter von Kindern und Jugendlichen gebahnt. Sodom und Gomorrha sind Stätten der vollkommenen Verwirrung. „Gottlosigkeit“ ist in letzter Instanz der Verlust der Verbindung zur Wirklichkeit unserer Natur, unseres Körpers und unseres Wesens. Und wo kein richtender Engel mit dem Feuer erscheint, da kommt doch immer noch die Natur mit ihren Gesetzen und beendet die Fortpflanzungsfähigkeit durch die psychische, soziale und schließlich physische Degeneration.

Kinder an die Macht?

Es ist leicht zu erkennen, dass „Links“, wenn es sich formend und bestimmend manifestiert, zur schnellen Degeneration von Kultur und Gesellschaft auf allen Ebenen führt. Weder Kleinkinder, noch Kinder, noch Jugendliche sind dafür reif, gesellschaftsbestimmende Entscheidungen zu treffen oder Vorgaben zu machen. Es ist ihnen psycho-sozial nicht möglich – egal, ob sie selbst das einsehen oder nicht (Einsicht ist bereits ein Zeichen von Reife). Die Destruktivität und „Bösartigkeit“ der Entwicklungsstufe „Links“ entstehen nicht bloß aus dem erheblichen Mangel an Reife und Entwicklung – und damit an Verantwortungsbewusstsein und -fähigkeit – sondern nur, wenn diese kombiniert werden mit (politischer, wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, moralischer) Macht. Ohne Macht sind sie ebenso harmlos, wie sie bedürftig, orientierungslos und abhängig sind. Wir müssen also bewusst darin werden, wem oder was wir Macht geben und zugestehen. Darauf kommen wir später als wichtige Lernaufgabe für uns zurück.

Zunächst soll dieser Punkt nochmals betont werden: so „krank“ und asozial die oben aufgezählten Charakteristika in der Welt der Erwachsenen auch wirken und so zerstörerisch und widernatürlich sie in der Gestaltung alles Sozialen und Politischen auch sind – sie sind keine Vergiftungen aus menschenfremden Sphären oder irgendwelche „böse Entitäten“, die wie Viren in uns eindringen; sondern es sind die Auswirkungen und Symptome von psychischer Entwicklungsstagnation, die deshalb so grotesk wirken, weil sie prä-personal und prä-sozial sind, sich aber im Personalen und Sozialen äußern. Das Kranke entsteht durch die Abweichung, die zu einer immer größeren Dysbalance mit sich selbst und der Umwelt führt.

Dies mag vorerst nur nach einer theoretischen Nuancierung klingen, aber es hat enorme Auswirkungen auf die Frage, was wir daraus lernen und vor allem, wie wir mit dem Phänomen „Links“ umgehen können. Dazu werde ich im letzten Teil dieser Reihe kommen.

Fassen wir in Bezug auf die „Linken“ nochmal zusammen. Der Kern ihres Grundmotives ist gleichzeitig ihr größter blinder Fleck: der Mangel in Bezug auf nährendes, mütterliches Geborgensein. Dieser Mangel an Mütterlichkeit zieht sich motivisch als roter Faden durch alles, was als „Links“ daherkommt. Es ist ein typischer, in verschiedenen Variationen wiedererkennbarer Versuch, mit diesem Mangel fertig zu werden, indem er zusammen mit den daraus entstandenen Emotionen und dem Kampf ums Überleben als psychisches Gesamtpaket in die (soziale und politische) Welt hineinprojiziert wird.

Die Projektion nach außen dient einer der Hauptmotive von „Links“: Eigenverantwortung abgeben. Man kann alle Ansätze von „Links“ – die theoretischen, die sozialen, die pädagogischen, die ideologischen, die organisatorischen – als spezifischen Versuch beschreiben, dem Einzelnen Verantwortung zu nehmen. Wenn ich keine Verantwortung für meinen Lebensstandard übernehmen will, dann fordere ich eine Gesellschaft, in der alle den gleichen Lebensstandard bekommen. Wenn ich keine Verantwortung für Erfolg und Misserfolg übernehmen will, dann fordere ich ein System ohne Maßstäbe. Ohne Verantwortung für meine Emotionen werde ich ein System verlangen, dass nichts Unangenehmes in mir auslöst (ansonsten ist es falsch). Keine Verantwortung für Kinder, Mitarbeiter oder Schutzbefohlene übernehmen wollen heißt dann, dass ich jede meiner Handlungen durch etwas Unpersönliches, von mir Losgelöstes rechtfertigen möchte. Es bedeutet, dass ich mir eine Lebensphilosophie zurecht schneidern muss, in der immer „das System“, „das Kollektiv“ oder einfach „die anderen“ („Links“ sagt: „wir alle“) sich kümmern und alles richten sollen, während ich meinen Impulsen, meiner Bequemlichkeit und meinen unmittelbaren Bedürfnissen folgen kann. Dafür wehre ich mich dagegen, verantwortlich gemacht zu werden, also muss ich mich gegen jede Art von Hierarchie, ja gegen jede Art von Organisation, Verlässlichkeit und Pflichtgefühl wehren. All das muss weg. „Es soll alles anders werden, aber ich will so bleiben wie ich bin! Die Welt soll so sein, dass ich’s bequem habe und nicht gefordert werde.“ So spricht „Links“ und setzt damit den eigenen Überforderungszustand als Maßstab für die Welt.

Die Folge davon ist, dass keine Anstrengungen mehr unternommen werden, dass es keinen konstanten Einsatz mehr für Erhalt und Verbesserung gibt, dass nichts mehr organisiert und geleitet wird (niemand möchte geleitet werden, alle wollen ihren Impulsen folgen) und dass sich also „Links“ nicht mehr verlässlich kümmert. Das Ergebnis sind die…

Hauptsymptome von „Links“: Verwahrlosung und chronische Negativität

Wie auch immer „Links“ sich kundtut, es wirkt stets verwahrlost. Intellektuell verwahrlost in unsauberen, emotional aufgeputschten Pseudo-Argumenten. Emotional verwahrlost im Mangel an Geduld und Empathie für andere und einer Neigung zu affektiver Überspanntheit und aggressiven Ausfällen. Motivational verwahrlost in der „Null-Bock“-Haltung und dem willenlosen Nachplappern von Kollektiv-Forderungen nach mehr Bequemlichkeit und Entlastung. Kulturell und sozial verwahrlost im Mangel an Sinn für Ästhetik und Ordnung und im entsprechend chaotischen Leben in gesellschaftlichen Randbereichen (man schaue sich die Protagonisten und ihre „Lagerstätten“ der sogenannten „links-autonomen“ Szene und ähnlichem an, deren Zustand Bände spricht über Achtlosigkeit, Vernachlässigung und Lieblosigkeit). Persönlich verwahrlost im Mangel an Selbstreflexion, Kritikfähigkeit und Selbstkontrolle (Disziplin) – eigentlich eine Verwahrlosung des Selbstwertgefühls.

Das zweite Hauptmerkmal von „Links“ ist eine konstante Negativität. Vertreter von „Links“ können sehr unterschiedliche Standpunkte vertreten, aber sie wirken immer frustriert, empört und gegen etwas. Sie sind nur für etwas, wenn es eine Anti-Bewegung darstellt: Opposition, Revolution, Demonstration, Tumult, Straßenschlachten und Widerstand – sei es körperlich, emotional oder intellektuell. Ihr emotionales Erlebensspektrum scheint tatsächlich beschränkt zu sein auf Aversionen. Vergeblich wartet man bei „Links“ auf eine kleinste Äußerung von z.B. Freude, Heiterkeit, Leichtigkeit, Dankbarkeit, Verspieltheit, Humor oder Anziehung. Niemals aber wird man Stolz bei ihnen erleben. Ganz im Gegenteil haben wir es meistens mit physisch oder metaphorisch irgendwie weggeduckten, vermummt-versteckten, „No-future“-Gestalten zu tun, die sich nur mit zwei Dingen beschäftigen: was ihnen fehlt und wie sie Rache üben können.

Vielleicht lässt sich „Links“ psychologisch am einfachsten und treffendsten definieren als die Lebenseinstellung und Weltanschauung chronischer Negativität.

So offenbart es sich jedenfalls unter dem bunten Mantel großartiger Theorien und Revolutionsideen in seiner Wesensart stets hungrig-suchend statt satt und großzügig, mehr verzweifelt als willensstark, frustriert statt optimistisch, mehr als Opfer denn als Täter, mehr abgehängt als vorausgehend, mehr abstrakt-abgehoben als konkret-zupackend, mehr monologisch-ausschweifend als dialogisch-lösungsorientiert, mehr jammernd-klagend als kraftvoll-optimistisch, mehr schwarz-weiß als differenziert und eher gewaltbereit als friedensstiftend.

Ich bin mit alledem so wortreich und ausführlich, damit unsere Wahrnehmung sich für diese Grundstimmung und emotionale Einfärbung öffnet. Denn diese gilt es zu erkennen und zu adressieren. Alles andere ist nur Oberflächenfärbung und bedarf keiner Auseinandersetzung, wenn wir weiterkommen wollen. Mir geht es darum, den Tonfall und Duktus zu identifizieren, damit wir uns nicht mehr von noch so ausgefeilten Theoriekonstrukten ablenken lassen. Motiv und Motivation sind entscheidend und diese müssen erkannt werden – ganz besonders dort, wo sie aufwendig verschleiert und verklärt werden.

Wenn wir einmal fähig sind, das Grundmotiv jeder Ausdrucksform von „Links“ heraushören zu können – und darum geht es in diesem Artikel – dann wird es uns immer leichter fallen, all die unausgesprochenen Fantasie-Annahmen und die unreflektierten, axiomatischen „Wenn-danns“ zu erkennen, mit denen es seine utopischen, zuckersüßen Luftschlösser baut. Die eigentliche Überschrift „linker“ Versprechen lautet stets: „Ich habe einen Traum. (Mehr habe ich nicht.)“ Die Umsetzungsversuche dieser Träume beruhen alle auf der tragischen und allzu menschlichen Verwechslung von Wunsch und Wirklichkeit verbunden mit Ungeduld, Überspanntheit und Ignoranz der realen Umstände und Gesetzmäßigkeiten. Der medizinische Begriff für diesen Zustand ist chronischer Stress mit dissoziativer Störung. Deshalb führt „Links“, je mehr es die Führung übernimmt, umso schneller ins Desaster.

Jedes „linke“ System, das jemals ausprobiert wurde, hat ein riesiges Loch in seiner Mitte, das tatsächlich primär ein psychisches Loch ist. Ein Mangel an Real-Sein und Substanz. Wenn dieses Loch nicht glücklicherweise von konstruktiven, werterhaltenden (nicht-linken) Bemühungen und Fähigkeiten gefüllt wird, wird es sofort automatisch und blind von noch pathologischeren Kräften korrumpiert und ausgenutzt, die weder mütterlich noch konstruktiv sind. Denn in der realen Welt sind die „linken“ Ansätze ohne eigene Kraft, ohne autonome Willensstärke und ohne Immunsystem. Deshalb werden sie so schnell korrumpiert von Kräften, meist von psychopathischen Mono- und Megalomanen, die sich die Schwäche und die Sehnsucht von „Links“ nach Macht und Selbstbestätigung zu Nutze machen (Siehe dazu auch Teil 1 dieser Reihe).

Was dann „Links“ so durchsetzungsstark gemacht hat sind nicht seine hervorragenden Konzepte und Utopien, sondern Gier, Machtversessenheit, Angst und Hass – sprich: Rücksichtslosigkeit und Radikalismus. Im Denken, im Fühlen und im Handeln. Die Psychopathen verwandeln die luftigen und löcherigen Systeme und Fabrikate von „Links“ in kürzester Zeit in jene menschenfeindlichen, geistlosen Monster, wie wir sie seit Anfang des letzten Jahrhunderts weltweit erleiden und mit ansehen müssen. Bis heute.

Ohne diesen Einfluss primitiver destruktiver Kräfte außerhalb von „Links“ scheitern die „Linken“ ansonsten schon viel früher schlichtweg an ihrer Irrealität und ihrem Mangel an Befähigung. Je mehr sie in der mentalen Welt ideologisierter Wunschfantasien leben, desto mehr verachten sie das, was sie am meisten bräuchten: Kompetenz und die Auseinandersetzung mit der Realität. Solche Anstrengungen meiden sie geflissentlich zu Gunsten ihrer maßstabslosen und bequemen Selbstgefälligkeit.

„Links“ ist unbrauchbar

Aus all dem folgt, dass „Links“ für sich genommen politisch und gesellschaftlich unbrauchbar weil substanzlos ist. Es ist ein psychologischer, genauer gesagt ein entwicklungs-psychologischer Rückstand und muss als solcher verstanden werden. Sozial taucht es in allen möglichen Variationen und „Farben“ auf: wir hatten es schon in rot, in braun, neuerdings in grün und immer gern in schwarz – farblos. Da es kein eigenes Gesicht hat, zeigt es sich in wechselnden Masken, doch der Tonfall darunter bleibt der gleiche. Politisch und historisch lässt sich seine Bedeutung in einem Satz zusammenfassen: „Links“ ist die beste psychologische Massenvernichtungswaffe von Psychopathen gegen gesunde Völker und die Menschheit. Und wir müssen sie durchschauen, um gegen sie gefeit zu sein.

„Links“ wird nur dann wirksam – und dann auch gleich bedrohlich für Gesellschaft und friedliches Zusammenleben – wenn es als naive Zorn-Masse und als desorientiertes Empörungs-Kollektiv von steuernden Soziopathen und Psychopathen gegen Ordnung, Kultur und menschliche Entwicklung eingesetzt wird. „Links“ ist das ausreichend unreife und ohnmächtige, psychisch-soziale Material, das am leichtesten und effektivsten missbraucht werden kann. Daraus entstehen, wie schon erwähnt, die totalitären, faschistischen und repressiven Regimes, wie wir sie bis heute noch haben und die „Links“ im Nachhinein immer „gar nicht wollte“. Seltsamerweise läuft in der Realisierung „linker“ Fantasien immer etwas ganz und gar schief.

Die Träumer von „Links“ bemerken den Betrug und Verrat – wenn überhaupt – erst, wenn es viel zu spät ist. Sie haben und hatten auch keine Chance, etwas dagegen zu tun, weil sie den Kräften, die sich ihrer bedienen nichts entgegenzusetzen haben. Sie haben dafür wie oben beschrieben kein Immunsystem, zu wenig Realitätskompetenz, keine eigene Werte-Zentrierung und keine kohäsive Zielorientierung. Und was tun sie? Sie reagieren mit neuen Luftschlössern und herbei-phantasierten Versprechen. Sie können nicht anders als die emotional aufgeladenen Theoriebastler und Wort-Illusionisten, die sie sind und stets in Opposition zur Wirklichkeit stehen.

Besonders aber im ängstlichen Hass gegen „Rechts“.

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Wie wir nach 100 Jahren Lektionen
jetzt in die Verantwortung kommen


Gesamter Artikel als Podcast

17 Jahre lang habe ich mich nun Schritt für Schritt daran gewöhnt, dass wir grundsätzlich nichts glauben dürfen. An jeder Ecke wird uns allerhand Unsinn und Falschwissen angedreht – aus welchen Gründen auch immer. Daher ist meine wichtigste Bitte an dich als Leser, dass du nichts glaubst von dem, was ich schreibe. Nimm es als Anregung zum Selber-Denken, Nachprüfen und Ausprobieren. Glauben statt Wissen bringt überhaupt nichts und ist immer falsch.

Ich fing damals an zu verstehen, dass viele wichtige, sogar lebenswichtige und angeblich „wissenschaftliche“ Sachverhalte in Wirklichkeit ganz anders sind als uns in der Schule erzählt wird und – viel wichtiger – als sie von der Allgemeinheit inklusive der sogenannten „Fachleute“ und „Forscher“ als „richtig“ geschluckt, akzeptiert und wiedergegeben werden – ohne jeden Zweifel. Später wurde mir dann immer klarer, dass im Grunde alles falsch ist, was unser Weltbild und -verständnis ausmacht.

Ich meine das wörtlich und exakt so: die Menschen in der westlichen Welt leben in einem Weltbild, das so gut wie keine Verbindung mehr zur Realität hat. Und in die Realität, die ich damit meine, schließe ich auch die Realität unserer menschlichen Natur, unserer Psyche und unseres Geistes mit ein; also unser reales, echtes Potenzial als Menschen und unsere wahre, authentische Identität. Wir leben vor uns hin ohne das geringste Wissen darüber. Wir haben keinen Zugang zu uns selbst, wie wir wirklich sind und worum es in unserem Leben geht. Stattdessen glauben wir Dinge, die vollkommen falsch, erfunden und erlogen sind und halten das für Wissen. Wir beschäftigen uns damit, reden darüber, treffen Entscheidungen daraus, haben Sorgen und Hoffnungen und machen alle möglichen emotionalen Achterbahnfahrten durch– ganz besonders aber haben wir permanent und latent Angst.

Denn das falsche Pseudo-Wissen ist so gestaltet, dass es uns in der Welt nicht nur chronisch verunsichert und orientierungslos, sondern bedroht, wertlos und hilflos fühlen lässt. Und wir haben nichts anderes im Kopf. Dadurch ergibt sich eine enorme Abspaltung und Trennung zwischen Wirklichkeit – zu der unser Körper sowie unser echter Wesenskern gehören – und unseren Vorstellungen, Gedanken und Weltanschauungen, in denen unser Bewusstsein mental gefangen ist. Diese Spaltung läuft nicht nur durch jeden von uns, sondern auch durch jede Gruppe, Institution, Organisation und die ganze Gesellschaft. Es gibt ein steuerndes (oft kaum bekanntes, unsichtbares) „Oben“, an dem sich alle und alles ausrichten, und ein ausgeliefertes, unwissendes, hilflos mitlaufendes „Unten“. Die Trennung zwischen „Oben“ und „Unten“ führt zum Realitätsverlust von beiden.

Manche haben eine Ahnung von dem Wirklichen, das sie ja sind und in sich tragen, treffen dann aber auf ihrer Suche nach echtem Wissen sehr schnell auf einen der freundlich lächelnden Vertreter von ‚FFF‘ (Falschwissen, Fremdbestimmung & Fehlleitung), der sie mit ein paar Scheinwahrheiten und Glückskeksen einfängt und in eine der Verwirrungs-Richtungen leitet, die speziell auf die Bedürfnisse der jeweiligen Sucher zurechtgeschnitten sind. Vom Yoga-Retreat über „spirituelle Kartensets“ bis zur Aufklärung über Ufos oder lieber Aktionen für „Klimaschutz“ zum Selbermachen ist alles dabei, was uns beschäftigen und ablenken kann – von uns selbst. Stets werden ein paar Krümel echtes Wissen mit einer abstrusen und klebrigen Ideen-Pampe verrührt, die bestenfalls noch von einem wirklich Wissenden richtig aufgeschlüsselt werden könnte. Aber sie ist wertlos.

Wenn Wissen Macht ist, dann sind falsches Wissen und Unwissen Ohnmacht. Darum geht es in der Artikel-Reihe, die ich hiermit eröffne: um Wege in die Selbst-Ermächtigung und die Ablösung aus der Ohnmacht für uns Menschen in der westlichen Welt.

Auf in die Zukunft! – worum es hier geht

17 Jahre gehe ich schon der Frage nach, was hier eigentlich los ist und vor allem: was wir anders machen können. Und ich bin zu Antworten gekommen, die ich nirgendwo so ausgesprochen fand. Das hat mich lange gewundert. Jetzt scheint es angezeigt zu sein, sie aufzuschreiben und in die Welt zu schicken. Mögen sie dort ihre eigenen Wege finden.

Wer etwas verändern, mitmachen und anfangen möchte, der muss beim „Ich“ starten und jedes „Wir“ beiseite lassen. Das kann schon ein erster schwieriger Schritt sein. Aber es gibt Antworten und es gibt Auswege. Sie sind nur gut versteckt und leicht zu übersehen. Dafür spreche ich den Einzelnen an. Der Einzelne kann alles verändern.

Dies ist der erste Artikel und damit der Beginn einer Artikel-Reihe, die etwas anderes will als eine weitere Analyse unserer Misere, eine weitere historische Aufklärung, „wie es wirklich war“ oder eine weitere resignierte Klage über den allgemeinen Verfall zu bieten. Denn das Moratorium unserer echten Wesensentfaltung, in dem wir solchen Zeitvertreiben frönten, ist vorbei! Zuletzt haben die jungen Orientierungslosen die alte Hoffnungslosigkeit als Freitags-Ferienprogramm lautstark auf den Punkt gebracht: „Wir haben keine Zukunft!“ und „Es hat eh alles keinen Zweck mehr!“ – sie sind das Endprodukt von jahrzehntelanger Wesenslähmung – die jetzt zu Ende ist.

Die Zukunfts-Amnesie ist nun vorbei, denn die gewohnten Gefängnistore werden gerade von außen geöffnet und wir stehen mitten drin im blendenden Gegenlicht gewaltiger Veränderungen, die uns vorgesetzt werden als neue Tatsachen. Oder besser: als Zerschlagung des miefigen und chaotischen Gefängnisses namens „freiheitliche demokratische Grundordnung“ mit all ihren lähmenden und wesens-entkräftenden Begleiterscheinungen, die uns über Jahrzehnte im geistigen Koma hielten. Jetzt bekommen wir Zukunft und müssen lernen, unsere grüblerisch-prokrastinierende Pseudo-Beschäftigung mit unserer „Vergangenheit“, die nur eine Geschichte zur Selbstbeschämung war, hinter uns zu lassen und an die frische Luft zu kommen.

Geistiger Krieg

Wir befinden uns in einem geistigen Kampf, der entscheidet, ob die positiven Entwicklungskräfte die Oberhand gewinnen, die Individualität, Einzigartigkeit und Freiheit fördern, oder ob wir noch weiter unter die Dominanz der Entgeisterung gelangen, die jeden Menschen nur als Teil einer Masse, eines Systems und einer Struktur behandelt. Und dadurch Entwicklung unmöglich macht.

Viele glauben, wir leben im Frieden, weil sie keine Bomben hören und keine Soldaten sehen. Tatsächlich leben wir in der fast vollständigen geistigen Sklaverei und Unterdrückung. Der Krieg ist weder gewonnen noch beendet. Dieser Krieg gegen das Individuum ist in Wirklichkeit ein Krieg gegen den Geist und gegen menschliches Potenzial. Diese Unterdrückung findet in den Behandlungsräumen der Medizin, auf den Marktplätzen der Wirtschaft, in den Unterrichtsräumen unserer Bildungsstätten, an den Tischen der Politik und im Rampenlicht der Medien statt. Also in jedem Bereich unserer Gesellschaft. Wer will noch sagen, dass er sich da raushält oder nicht mitmacht? Wer möchte da noch den toleranten Pazifisten mimen? Wer anderes als die Betäubten und Unterworfenen?

Sich selbst als Einzelner zu betrachten ist bereits eine Entscheidung, auf welcher Seite man steht. Sich selbst als Einzelnen zu reflektieren ist eine Kriegserklärung an die Ströme der Kollektivierung und Vereinnahmung. Sich als Einzelner zu positionieren ist schon der Kampf gegen Totalität, Fremdbestimmung und Auflösung in der gesichtslosen Masse.

Friedenszeiten werden für uns erst beginnen, wenn wir wieder Soldaten sehen können. Denn eines, was wir wieder einsehen und lernen müssen ist, dass Werte und Gutes aktiv geschützt und verteidigt werden müssen.

Für uns steht es dabei als erste Aufgabe an, geistig mitzukommen und psychisch
nachzureifen, um dem Neuen gewachsen zu sein. Das geht zunächst nur einige von uns an, die die Führung und die langsame „Übersetzung“ für die anderen leisten. Denn ihre zweite Aufgabe wird dann sein, Verantwortung und Führung zu übernehmen. Zwei Muskeln, die wir nun schon seit drei Generationen nur noch spärlich im engen Gefängnishof der „Wirtschaft“ betätigen konnten, die aber weitgehend atrophiert sind.

Solch eine Führung kann in kürzester Zeit eine geistige und ethische Infrastruktur aufbauen – zuerst in uns selbst und dann äußerlich und ganz konkret sichtbar in der Gemeinschaft. Sie wird aufgebaut aus Verantwortungsbewusstsein und individueller Freiheit. Unser Leben kann dann wieder durch solch eine gesunde Infrastruktur fließen, geordnet werden und sich entfalten. Sonst haben wir den Kräften der Regression und Zerstörung nichts entgegenzusetzen.

Wir müssen dafür eine Menge alter Gewohnheiten und verklebter Bequemlichkeiten loswerden. Wir werden eine Freiheit an die Hand bekommen, für die wir erst noch kompetent werden müssen.

Dieser Text soll Inspirationen und Hinweise zu solch einer Infrastruktur geben. Er soll greifbar machen, was wir einsehen und verstehen und wie wir uns umstellen müssen, um dem Neuen nicht nur gewachsen zu sein, sondern vielmehr selbst daran zu wachsen und eine neue Welt von Entfaltung und geistiger Entwicklung aufzubauen und zu erhalten.

Es wird einige bittere Pillen zu schlucken geben, denn wir werden Dinge sehen und erkennen müssen, die wir bisher vermieden haben zu sehen. Aber das gehört zum Erwachsenwerden dazu: zu erkennen, dass wir Verantwortung tragen müssen für das, was passiert und auch für das, was passiert ist. Aber Verantwortung ist nicht Schuld, dazu kommen wir später noch.

Die schlechte Nachricht zum Bevorstehenden ist: es wird anstrengend und viele werden sich ziemlich strecken müssen; viele werden Schwierigkeiten haben, mitzukommen. Die gute Nachricht ist: wir müssen nur unser eigentliches Wesen freilegen und die Kraft unserer eigenen Anlagen und Talente wiederentdecken. Das wird eine Menge Freude und Wohlfahrt mit sich bringen, die wir gar nicht mehr für möglich gehalten haben in unseren Dämmerzellen. Anstrengung und Belohnung gehen Hand in Hand. Wir müssen nicht die Welt retten, sondern nur uns selbst. Wir müssen nichts zurückerobern außer uns selbst. Die nun anstehende Einsicht, dass kein Kollektiv in der Welt entfremdeter und fremdbestimmter ist als wir, sowie die anstehenden realen Herausforderungen unserer eigenen Genesung werden uns ausreichend Demut und Bescheidenheit lehren und uns gleichzeitig von falscher Scham und Minderwertigkeitskomplexen befreien. Auch das geht Hand in Hand.

Wir können jetzt nicht mehr dem mentalen Kurzschluss verfallen, dass wir bereits diejenigen seien, an denen die Welt zu genesen hat. Dieses lichtbringende Wesen ist noch zu weit weg von uns, um für uns in Reichweite zu sein, geschweige denn verkörpert zu werden. Aber der Ruf danach ist vorhanden. Auf ihn gilt es zu antworten. So kommen wir Schritt für Schritt in Verantwortung.

Aufbau dieser Text-Reihe

Aufgrund der Länge werde ich den ganzen Text in einzelne Artikel unterteilen, die der Reihe nach erscheinen werden und auch für sich selbst stehen. Die Artikel folgen der Gliederung in drei Abteilungen.

In Abteilung 1 geht es um die Situation, in der wir uns befinden und von wo aus wir also anfangen müssen. Wir müssen einen Blick für das kulturelle und gesellschaftliche Trümmerfeld bekommen, in dem wir uns bewegen.

Abteilung 2 widmet sich den Erkenntnissen, die wir brauchen, um unsere Situation zu verstehen und einen neuen Standpunkt außerhalb von ihr zu begründen.

Es wird in dieser Abteilung um die wichtigsten Hemmnisse für unser Wesen und unseren Geist gehen, die wir erkennen und durchschauen müssen: (1.) das Phänomen „Links“, (2.) der angebliche, sogenannte „Schuldkomplex“, (3.) die zerstörerische Dynamik von „Geld“, (4.) die Borniertheit der akademischen Welt und der sogenannten „Elite“, (5.) die Verwirrung durch Pseudo-Spiritualität und (6.) Angst als tiefsitzende Blockade von Lebensenergie und Steuerelement des kranken Systems.

In Abteilung 3 kommen wir dann zu den konkreten Herausforderungen und Aufgaben, die sich für uns daraus ergeben, und wie wir uns gemeinsam und jeder einzelne für sich konkret darauf vorbereiten können. Ich erkläre, wie wir Verantwortungsfähigkeit und Führungsstärke entwickeln können, indem wir bessere Landkarten des menschlichen Geistes erstellen, eine gesunde Ego-Entwicklung fördern, unsere Wahrnehmung verfeinern und die wichtigsten Antagonisten von Angst stärken.

Im Moment schreibe ich noch an den einzelnen Teilen. Sollte sich im Laufe des Schreibens etwas im Aufbau ändern, aktualisiere und ergänze ich das hier in der Übersicht.

Bereit? Legen wir los…

Trümmerhaufen, vor denen wir stehen

Vor uns liegen große Aufgaben. Wie 1945 stehen wir vor einem riesigen Trümmerhaufen, wo wir bis gestern noch unsere Heimat und unser Tagesgeschäft hatten und uns sicher fühlten. Doch diesmal ist der Trümmerhaufen ein geistiger: zersplittert und zerfasert liegen vor uns die leblosen Reste von Verstand, Moral, Herzlichkeit und sozialer Intelligenz. Diesmal sind wir selbst die Ruinen. Unser Innenleben, unsere Herzen und unsere Kraft für Glaube, Liebe und Hoffnung sind zerrissen und durchlöchert. Diesmal ist unsere Gesellschaft das gekenterte Wrack und unsere Werte, unsere sozialen Fähigkeiten und unser menschliches Potenzial liegen zertreten und verdreckt am Boden.

Dieses desaströse Ergebnis eines langen Krieges ist jetzt, im Februar 2020, nur für eine kleine Minderheit deutlich erkennbar, für die Mehrheit aber bereits fühlbar als ein Empfinden von „So geht es nicht weiter“ und „Das alles hier hat keine Zukunft“. Die meisten Menschen in Deutschen Landen sind sich nicht bewusst, dass wir seit Jahrzehnten im Krieg sind, oder besser gesagt, dass dieser Krieg seit über hundert Jahren ununterbrochen geführt wird. Sie sind gerade deswegen Opfer dieses Krieges und in einer schlimmeren Lage als jemals ein geschundenes Volk, denn sie (er-) kennen nicht einmal mehr ihre Feinde, so blind sind sie geworden; sie sind unfähig, die Bedrohung zu orten, unter der sie leben, und sind damit ihren Feinden auf Gedeih und Verderb ausgeliefert wie eine Herde verirrter Schafe.

Denn dieser Krieg ist seit 75 Jahren im Wesentlichen kein materieller mehr, in dem es um Territorium, Gold oder Wirtschaftsmacht geht, sondern ein psychischer, in dem es um Macht und geistige Kontrolle geht und der daher auf Bewusstsein gerichtet ist. Bewusstsein ist das, was wir – als Potenzial – überhaupt noch übrig haben. Über alles andere haben wir bereits jegliche Kontrolle verloren und werden kontrolliert. Es würde die meisten innerlich schock-gefrieren lassen, wenn sie sehen könnten, wie kurz vor dem Ende jeglicher Menschlichkeit wir bis vor kurzem standen – und was das bedeutet hätte. Diejenigen, die am lautesten demonstrieren und zur Revolution aufrufen, haben keine Ahnung, was wirklich vor sich geht und mit welchem Gegner sie es zu tun haben. Ihre Naivität schützt sie vor der Wirklichkeit, in der sie hoffnungslos verstrickt und gefangen sind. Alle Demonstrationen und Aufstände werden von der Gefängnisleitung überwacht und genehmigt, oft sogar organisiert.

Es geht also um Bewusstsein. Bewusstsein ist die kostbarste Währung im Universum. Und es gibt Kräfte, auf die Bewusstsein so wirkt wie Sonnenlicht auf einen Vampir: tödlich. Diese Rumpelstilzchen leben davon, dass man sie nicht „beim Namen nennen kann“, d.h. dass man sie nicht als das erkennt, was sie sind. Sie müssen demnach dafür sorgen, dass Bewusstsein (Licht) auf einem geringen Niveau gehalten wird.

Damit das alles nicht nach Bilderbuch-Verschwörung oder Science-Fiction-Thriller klingt, will ich ganz deutlich machen, dass es sich hier um psychische Kräfte handelt, die zur Natur des Menschseins gehören und die also in uns allen wirken. Es geht nicht um einen Mister X, der à la James Bond irgendwo in einem Bunker sitzt und versucht, die Weltherrschaft an sich zu reißen, sondern um etwas viel Umfassenderes und Subtileres, nämlich den Widerstreit zwischen unbewussten und bewussten Kräften im Menschen. Das heißt also in jedem von uns – auch in dir.

Falls du nicht weißt, wovon hier die Rede ist oder schon deine Schublade „Blödsinn“ aufziehst, ist das kein Beweis, dass es diesen Krieg nicht gibt. Es könnte sogar im Gegenteil ein Hinweis darauf sein, dass du in diesem Krieg zu den bisherigen Opfern gehörst. Denn Unwissenheit kann ein Zeichen für Mangel an Bewusstsein sein. Desinteresse, Mangel an Neugier, Vorurteile, Vermeidung und alle Arten der kognitiven Dissonanzreduktion (s. dazu weiter unten) sind ein ganz sicheres Zeichen für niedriges Bewusstsein.

Dieser Artikel ist für diejenigen geschrieben, die auf die Seite der Bewusstseinsentwicklung wechseln oder anderen helfen wollen, aus der Bewusstseinsblockade heraus auf die andere Seite zu gelangen; und für die, die sich berufen fühlen, aus eigener Initiative am Aufräumen des geistigen Chaos oder am Wiederaufbau von Kultur und (Selbst-)Bewusstsein mitzuwirken. Für sie soll das Folgende Hinweise und Denkanstöße geben, um Holzwege, die ein oder andere Sackgasse und Sich-im-Kreis-Drehen zu vermeiden.

Bewusstseinsentwicklung

Bewusstseinsentwicklung ist ein sehr fragiler Prozess. Er hängt wie alle lebendigen Entwicklungsprozesse vom Milieu, also von der Umgebung ab. Ein Kind, das in einer Umgebung von achtsamen, aufrichtigen und mental wachen Erwachsenen aufwächst, wird ein anderes Bewusstsein entwickeln als ein Kind, das von Unachtsamkeit, neurotisch-egozentrischem Verhalten oder emotionaler und mentaler Dumpfheit umgeben ist.

Das moderne Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) ist keine Krankheit von Kindern, sondern ihre natürliche Reaktion auf ein Aufmerksamkeits-Defizit der Umgebung. Genauer gesagt ist es die Reaktion auf ein Resonanz-Defizit. Kinder brauchen Resonanz, um sich sicher zu fühlen, eine stabile Integrität und schließlich eine resiliente und lernfähige Psyche zu entwickeln. Resonanz heißt, dass das Kind bemerkt, dass die wichtigen Erwachsenen auf seine Signale so eingehen, dass es sich stimmig und passend anfühlt. Durch diesen „Dialog“ zwischen sendendem Kind und zurücksendenden, das Kind spiegelnden Erwachsenen entsteht das Bewusstsein des Kindes. (Selbst-) Bewusstsein ist ein innerer Dialog, der zunächst gelernt wird durch diese reale Beziehungserfahrung, dieses synchronisierte Hin-und-her von Signalen.

Die Humanistische Psychologie und ihre Schwester, die New-Age-Pseudo-Spiritualität verstehen das nicht. Sie gehen davon aus, dass wir Bewusstsein und „unser Selbst“ in uns finden, ganz so wie ein Pflaumenbaum im Pflaumenkern steckt, den man nur hervorholen muss. Diese Analogie aus dem Pflanzenreich wird dem Menschen nicht gerecht, weil vegetatives Wachstum nicht zu (individuellem) Bewusstsein führt. Menschliches Bewusstsein ist supra-vegetativ und sogar supra-animalisch.

Unser Gehirn ist also darauf ausgelegt, Bewusstsein für uns selbst durch den Kontakt mit anderen zu entwickeln. Das Kind lernt sich selbst nur durch die Augen und die Reaktionen der Mutter und des Vaters (also durch die Bindungspersonen) kennen. Das gleiche Phänomen können wir später im Leben wieder erleben, wenn wir verliebt sind: wir „sehen den Himmel in den Augen des anderen“ oder „finden uns selbst in den Augen des anderen wieder“. Das ist im wörtlichen Sinne richtig. Es ist das Phänomen, dass wir plötzlich jemanden vor uns haben, in dessen Art, wie er uns anschaut, wir erkennen können, dass dieser andere uns sieht – und zwar einen tiefen Teil in uns, den wir sonst nicht gesehen fühlen. Deshalb fühlen wir uns „erkannt“.

Das Ganze geht sogar noch einen Schritt weiter: wir sehen dann nicht nur, wie der andere uns sieht, sondern auch das gegenseitige Sich-gesehen-Fühlen. Diese Verschachtelung nennen wir Intimität oder „tiefe Verbindung“ und sie beruht auf der phantastischen Fähigkeit unseres Gehirns, subtilste Schwankungen in der gegenseitigen Synchronisierung (z.B. im Ausdruck von Emotionen und deren Beantwortung) zu registrieren und daraus abzulesen, ob der andere fühlt, was wir fühlen, und ob er fühlt, dass wir ihn fühlen. Wer z.B. letzteres nicht gelernt hat, der muss immer nachfragen: „Liebst Du mich noch?“. Diese Frage kommt uns seltsam vor, wenn wir davon ausgehen, dass man das doch fühlen kann. Aber das muss unser Gehirn eben erst über viele Jahre und tausende von guten Mikro-Erfahrungen lernen. Vor allem aber muss es dafür häufig genug die reale Erfahrung gemacht haben geliebt, d.h. gesehen und gespiegelt, zu werden.

Interessant für unser Thema sind nun drei Aspekte dieser Entwicklungsdynamik: Erstens können wir unser Selbstbild nur aus dem heraus entwickeln, was wir (in den ersten drei Lebensjahren) von außen gespiegelt bekommen haben. Das ist der Grund, warum die meisten von uns sich selbst im großen Ganzen so sehen, wie die Eltern sie als Kleinkinder gesehen haben. Wir wundern uns, warum wir mit uns selbst so ungeduldig sind, uns minderwertig oder nicht liebenswert fühlen, davon überzeugt sind, dass etwas mit uns nicht stimmt, uns etwas fehlt oder wir nie etwas gut genug machen – nun, diese Selbstbilder hat unser Gehirn kreiert, indem es die Blicke und Reaktionen unserer Eltern aufgesaugt hat. Wenn wir auf die Welt kommen, weiß unser Gehirn nichts über uns selbst. Wir lernen uns erst durch andere kennen.

Der zweite interessante Aspekt ist, dass man dieses Gefühl, „wirklich gesehen zu sein“ nicht manipulieren kann. Die Wahrnehmung des Gehirns für die Unterschiede zwischen „echt“ („wirklich gesehen werden“) und „unecht“ („nicht wirklich gesehen werden“) ist so fein und so komplex-umfassend, dass sie sich durch kein noch so raffiniertes und trainiertes Verhalten täuschen lässt. Solange wir diesen Unterschied wahrnehmen können, wissen wir immer sofort – innerhalb von Sekunden – ob jemand uns sieht und uns meint oder ob er nur so tut.

Der dritte wichtige Aspekt ist, dass die Erfahrung “sich gesehen fühlen“ die Grundlage für Empathie, also Einfühlungsvermögen, ist. Denn nur durch die Spiegelung im anderen lernt mein Gehirn, dass mein Gegenüber auch Gefühle hat (so wie ich), Gedanken (so wie ich), Intentionen (so wie ich), Bedürfnisse und Wünsche (so wie ich) usw. Diese Fähigkeit, den anderen als psychisches, fühlendes Wesen wahrzunehmen und darin eine verbindende Gemeinsamkeit („Brüderlichkeit“) zu spüren, nennt man in der Psychologie Mentalisierung. Und diese Mentalisierung ist die Grundlage für Selbst-Empathie, also der Fähigkeit, eigene Emotionen und Gefühle wahrnehmen, benennen und regulieren zu können. Wir sind zuerst empathisch mit anderen und dann daraus empathisch mit uns selbst.

Entwicklungsstörungen: kein Selbst, keine Fühlen

Ich beschreibe hier das Ideal der Entwicklung. Die meisten Menschen auf unserem Planeten entwickeln diese Mentalisierung nur rudimentär. Ihr Verhalten wird üblicherweise durch Gewohnheiten und Angst vor Strafe, d.h. vor schlechtem Gewissen, gesteuert. Auch wenn es „empathisch“ aussieht, kann es durchaus bloß das sein, was sie gelernt haben, „was man eben tut“. Durch sehr frühe, vorgeburtliche oder Säuglings-Traumata kann die gegenseitige Signal-Synchronisierung gestört und damit die Basis von Empathie blockiert werden. Solche Menschen müssen sich dann bereits als Kleinkind in einer Welt orientieren, mit der sie kaum über eigene Impulse und Signale in Kontakt gehen können. Deshalb verkümmern diese Signale dann und diese Menschen verlieren dementsprechend ihre Fähigkeit sich einzufühlen und sich selbst zu fühlen.

Da, wo ein gesundes Kind zunächst ein körperliches, dann emotionales und später mentales Selbst entwickelt, ist bei diesen Menschen dann im Extremfall – nichts. Das ist schwer vorstellbar und im Kontakt, wenn man diese Leere in so einem Menschen bemerkt, äußerst unheimlich und erschreckend. Denn da ist tatsächlich niemand. Wir haben den Eindruck, mit einer sprechenden Hülle zu tun zu haben, die äußerlich zwar wie ein Mensch aussieht, aber keine echte Resonanz auf Signale von Menschlichkeit (Gefühle, Intentionen, Stimmungen) zeigt. Solche „selbstlosen“ Menschen werden je nach ihren sonstigen Funktionsfähigkeiten als autistisch, Borderline oder psychopathisch bezeichnet. Dies sind jedoch bloß unterschiedliche Stufen, wie gut derjenige eine Person oder Persönlichkeit simulieren und damit im sozialen Leben irgendwie funktionieren kann. Solche Menschen fallen zuweilen in unseren unpersönlichen Systemen und Organisationen gar nicht besonders auf, sie können darin sogar sehr erfolgreich sein.

Eine echte Beziehung jedoch ist mit so einem Menschen nicht möglich, denn dafür müsste es in ihm ein Selbst geben, an das man andocken kann. Solche Menschen können Beziehungen, soziales Verhalten, sogar Gefühle usw. simulieren, indem sie mühsam und akribisch lernen, das Verhalten von fühlenden und sozialen Menschen zu imitieren. Sie sind in einem permanenten Modus von „So-tun-als-ob“ und kennen es auch nicht anders.

Ihr konstantes Problem dabei ist, dass sie die fühlenden und sozial verbundenen Menschen um sich herum nicht verstehen können. Diese sprechen eine Sprache, die sie nicht dekodieren können und die vor allem keinen Sinn zu machen scheint, denn ihr eigener Antrieb ist prä-emotional und rein instinktiv: Überleben und das eigene Sicherheits-Empfinden sicherstellen und vergrößern.

Fühlende Menschen tun Dinge, die aus dieser kalten emotionslosen Sicht, die rein vom Stammhirn aus gesteuert wird, nicht nur sinnlos, sondern fatal erscheinen. Sie lachen z.B. heiter über einen Witz oder lächeln, wenn sie eine befreundete Person wiedersehen; sie geben Geld für etwas so Sinnloses wie Musikkonzerte aus oder gehen stundenlang mit jemandem Hand-in-Hand am Strand spazieren; sie schauen sich alte Fotosammlungen an, vergessen die Zeit über einem Liebesroman oder treffen sich in kleinen Gruppen und sprechen darüber, wie es ihnen geht. Vor allem aber haben fühlende Menschen Dinge, die für Psychopathen überhaupt nicht greifbar und verständlich sind: ein Gewissen, Empathie und Sinn für Solidarität.

Das Problem für Psychopathen ist nun, dass fühlende Menschen nicht berechenbar und deshalb schwer kontrollierbar sind. Das versetzt sie ständig in Alarmbereitschaft, weil sie sich dauernd durch dieses Ungewisse bedroht fühlen. Was ist also automatisch ihr Bestreben? Sie versuchen, die anderen Menschen berechenbarer zu machen. Und das funktioniert nur, indem sie deren Fühlen soweit wie möglich reduzieren und sie dazu zwingen, ebenfalls nur auf Stammhirn-Niveau zu funktionieren. Und dafür gibt es viele Möglichkeiten, die der erfolgreiche Psychopath von heute über Generationen und Jahrhunderte von Versuch-und-Irrtum entwickelt und verfeinert hat.

Versetzen wir uns zum besseren Verständnis als nächstes einmal in einen Psychopathen.

Crashkurs: Bewusstsein und Kultur zerstören

Wenn ich ein Psychopath bin, stehe ich chronisch unter Angst. Angst entsteht überall dort, wo in uns der natürliche Fluss von Impulsen, Gefühlen und Entfaltung unterbrochen ist. Die Blockade der emotionalen Entwicklung durch schwere Traumata, mit denen der Körper nur durch eine komplette Abspaltung des Fühlens fertig werden kann, sorgt dafür, dass ich chronisch unter Angst stehe und dadurch permanent zu zwei Dingen getrieben werde: zur Suche nach mehr Sicherheit und mehr Kontrolle. Letzteres zeigt sich dann zwischenmenschlich in meiner Besessenheit von Macht und Machtgewinn. Etwas anderes interessiert mich nicht wirklich. Allerdings werde ich mit keiner noch so großen Macht, Kontrolle und körperlichen Sicherheit jemals zufrieden sein, denn die Angst in meinem System wird dadurch gar nicht weniger.

Fühlende, soziale Menschen rufen aufgrund ihrer Unberechenbarkeit besonders viel Angst in mir hervor. Am liebsten würde ich sie alle vernichten, aber das ist ungünstig, denn ich brauche sie für verschiedene Zwecke meines Selbsterhalts und zum Ausleben meiner Gier nach Macht. Mein Verstand ist scharf wie ein Messer und ebenso meine Beobachtungsfähigkeiten und mein Gedächtnis. Denn Gefühle, Gewissen, Moralvorstellungen oder Mitgefühl habe ich nicht, so dass sie meine kalte Klarheit und Zielgerichtetheit nicht beeinflussen können, wie sie es bei gesunden Menschen tun. Ich arbeite nur mit meinem Verstand und dem Instinkt des Stammhirns. Ich bin wie ein Reptil mit brillantem menschlichem Verstand, der durch kein Gefühl getrübt oder eingeschränkt wird. Mir fehlen bloß Fühlen, Herz und soziales Bewusstsein. Aber das kann ich lernen, durch Verhalten zu simulieren. Die meisten bemerken den Unterschied eh nicht.

Wie bringe ich nun aber die fühlenden, emotional bewussten Menschen unter meine Kontrolle? Ich muss immer wieder zwei Dinge erreichen: erstens muss ich sie so traumatisieren, dass ihr Fühlen abgeschaltet ist, und muss dann dafür sorgen, dass sie es nicht wieder zurückgewinnen, sondern stattdessen nach meiner Pfeife tanzen, d.h. sich an dem orientieren, was ich ihnen vorgebe. Das ist leicht erreicht, indem ich ihr Empfinden von Sicherheit mit meinen Vorgaben verknüpfe. Ich biete ihnen also nach jedem Trauma meine bevorzugte Variante von Sicherheit an, dann werden sie alles annehmen und meine Kontrolle nicht nur akzeptieren, sondern sich sogar an sie klammern und sie mit Zähnen und Klauen verteidigen.

Da mein System äußerlich, physisch und politisch für mehr Sicherheit sorgt, werden sie ihm mehr vertrauen als ihrem eigenen Gefühl und ihrer Intuition. Alles, was dann noch aus ihrem Gefühl aufsteigt, erleben sie als verwirrend verunsichernd, so dass sie sich umso fester an mein Sicherheitssystem klammern. Das habe ich fest im Geld verankert, so dass die Menschen längst reflexartig „Geld“ mit „Sicherheit“ gleichstellen. Geld gibt ihnen ein Sicherheitsgefühl, wovon sie immer mehr brauchen, weil ich das System immer wieder destabilisiere und die Menschen verunsichere.

Aus diesem immer engeren Teufelskreis kommen sie nicht mehr heraus, solange niemand ihnen das Vertrauen in ihre eigene Wahrnehmung und ihre innere Sicherheit wieder zugänglich macht. Die natürliche Neigung zum Gesunden, vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, habe ich in früheren Zeiten dadurch kontrolliert, dass ich die Lebensverhältnisse immer mal wieder ins Chaos bringe. Ich habe dafür (und nur deshalb) Revolutionen, Wirtschaftseinbrüche, Crashs und Kriege organisiert. Später kamen die technischen Möglichkeiten für künstliche „Naturkatastrophen“ hinzu, da ließ ich die Menschen durch Erdbeben, Flutwellen oder Tornados ins Chaos stürzen. Das ist heute in der westlichen Welt kaum noch nötig. Die Menschen haben keinen Kontakt mehr zu ihrem eigenen, inneren Sicherheits-Zentrum sind daher komplett abhängig von äußeren Umständen und dabei sogar noch extrem instabil – also ganz leicht zu lenken. Für akute Fälle habe ich die Schlägertrupps der völlig Desorientierten als ‚Antifa‘ organisiert, ansonsten erledigen kleine Terroristengruppen die Einschüchterungs- und Vernichtungsjobs unter der Leitung der Geheimdienste. Für den Durchschnittsbürger reichen allerdings meine frei erfundenen Zeitungsmeldungen und emotional aufgebauschten Tagesthemen.

Sobald ich genug Menschen in dieses System von Angst und Kontrolle verwickelt habe, wird daraus ein Selbstläufer. Die Versklavten werden von sich aus immer neue Sklaven heranziehen. Dann können wir anfangen, die Gesellschaft und Kultur nach meinen Angst- und Kontroll-Prinzipien umzubauen, mit dem Ziel, dass Mitgefühl und menschliches Selbstbewusstsein erst gar nicht mehr entstehen können. Wir wollen sie möglichst früh im Keim ersticken.

Der Zwang in die Regression

Der entscheidende Mechanismus dafür ist, dass wir die Menschen immer mehr daran hindern, ihrer natürlichen Entwicklung (Progression), also ihrer biologisch-seelisch-geistigen Entfaltung zu folgen. Wir zwingen sie immer mehr in die Regression, d.h. ins Verharren und Steckenbleiben auf frühen Entwicklungsstufen. Dafür müssen wir sie nur ausreichend und früh genug traumatisieren, denn ein Trauma führt dazu, dass die Entwicklung gestoppt wird.

Zunächst müssen wir die gesunde sexuelle Entwicklung verhindern, denn in der Sexualität liegt die größte Freiheits- und Bewusstseinskraft des Menschen. Ein sexuell freier Mensch ist geistig nicht mehr manipulierbar. Die Energie der Sexualität (Kreativität) ist das einzige auf dem Planeten, das jeglicher weltlichen Macht überlegen ist. Wenn (politische, intellektuelle) Macht gegen Sexualität antritt, verliert Macht immer und Sexualität gewinnt. Zumindest auf lange Sicht. Wir können sie also nicht zerstören, aber wir können sie so fragmentieren und verwirren, dass sie sich nicht mehr entfalten kann. Das machen wir so: zuerst tabuisieren wir Sexualität bis die Menschen verinnerlichen, sie sei „schlecht“ und „böse“. Dadurch spalten wir die instinktive Energie vom Herzen ab (Prinzip: (zer)teile und herrsche). Dann sorgen wir dafür, dass Jugendliche und Kinder immer früher von der herzlosen Sexenergie überschwemmt, überaktiviert und am besten traumatisiert werden. Sie werden dann kaum jemals wieder eine Chance haben, ein gesundes Selbstbewusstsein und geistige Integrität zu erlangen.

Von da aus müssen wir die Menschen nur auf immer früheren Entwicklungsstufen blockieren und stoppen.

Statt gesunder Solidarität der Stärke, fördern wir schon bei Schulkindern unter permanentem Leistungsdruck die Spaltung in einerseits Solidarität mit den Schwächsten und anderseits isolierte Einzelkämpfer. So sind beide leicht zu kontrollieren. Dann zerstören wir die Fähigkeit der vorhergehenden Entwicklungsstufe, sich eine eigene und neue Meinung aus Informationen und im Dialog zu bilden, indem wir immer nur eine Meinung als richtig gelten lassen und jede Form von Diskurs unterbinden. Dann widmen wir uns der Stufe der Vorschulkinder und verwirren die Bewusstwerdung der natürlichen Geschlechtsidentität. Wir reden den Menschen ein, es gäbe viel mehr als zwei Geschlechter, die sowieso nur ein theoretisches Konstrukt ohne physische Realität seien. Das funktioniert tatsächlich, wenn man das Denken und Glauben der Menschen möglichst früh von ihrer Biologie und körperlichen Selbstwahrnehmung abkoppelt. In dem Alter können Kinder Realität und Fantasie noch nicht gut auseinanderhalten. Das ist wunderbar, denn ab jetzt können wir ihnen jede Fantasie, jede Ideologie, jedes noch so absurde Glaubenssystem und jegliche Idee als „Wahrheit“ und „Wirklichkeit“ verkaufen. Ihre Realität besteht aus unseren Ideen und ihre Fantasie ersticken wir durch eine Überfülle an Bildern, Fernsehen, Computerspiele und permanenter Stimulierung. Dann haben wir sie schon ganz früh willenlos unter unserer Kontrolle und sie haben so gut wie keine Möglichkeit, da jemals wieder raus zu kommen.

Grafik: Auswirkungen von Entwicklungssblockaden je nach Altersstufe und psychischer Entwicklung von der Geburt bis in die Pubertät

Wir haben dann eine Gesellschaft von geistig 3- bis 4-Jährigen, die sich für erwachsen halten, aber in jede Richtung steuerbar sind, in der wir sie haben wollen. Wofür wir Kinder und kindliche Menschen außerdem noch brauchen, dazu komme ich weiter unten noch.

Quantität statt Qualität

Damit das mit der kompletten Kontrolle von Kultur und Gesellschaft auch wirklich funktioniert, erfinden wir möglichst früh schon ein Geldsystem, das alle Wertvorstellungen und Lebensbereiche der Menschen vereinnahmt, so dass auch die Menschen von unserem selbsterfundenen, selbstproduzierten Geld abhängig werden. Wir koppeln jede menschliche Tätigkeit an dieses Geld, vor allem alles Geistige, also insbesondere Bildung, Wissenschaft und Kunst. Nach ein paar Generationen sind die meisten Menschen so Geld-hypnotisiert, dass sie „von allem den Preis kennen, und von nichts mehr den Wert“. Und wir bestimmen die Preise! Alles Wertlose und Geistlose machen wir teuer und erstrebenswert und alles geistig Wertvolle unerreichbar oder unattraktiv. Wir sorgen zum Beispiel dafür, dass die gesammelten Werke von Goethe für fünf Euro und die Bibel (unsere Version der Bibel, wohlgemerkt!) sogar kostenlos zu haben sind – was nichts kostet, kann auch nichts wert sein, nicht wahr? Und wenn jede Musik, jeder Film, jeder Text mit einem Maus-Klick erreichbar sind, dann lässt sich keiner mehr wirklich auf irgendetwas ein und sie sind wirkungslos. Wir zerstören Qualität und Wertschätzung durch Quantität und Übersättigung. Und was uns wirklich gefährlich werden könnte, tabuisieren oder verbieten wir.

Außerdem: Wer über das Geld bestimmt, kontrolliert die Politik und damit die Nationen. Das funktioniert, weil wir nur korrupte und steuerbare Personen nach oben lassen. Wir gründen ein Zentralbankensystem, das wir kontrollieren können und von dem alle Regierungen der Welt abhängig sind. Von dort aus können wir Politiker, Medien und Wirtschaft nach unseren Interessen ganz einfach steuern. Wer unsere Agenda vorantreibt, wird mit Geld überschüttet, wer gegen uns arbeitet, dem entziehen wir alle monetären Mittel.

Dadurch kommen mit der Zeit die unmoralischsten, rücksichtslosesten und perversesten Menschen nach oben in immer höhere Machtpositionen und die gesündesten bleiben ganz unten auf der Ebene gesellschaftlicher Bedeutungslosigkeit.

Schließlich, wenn alles geldabhängig geworden ist und niemand mehr mit Moral und Anstand auf einem Machtposten sitzt, lassen wir das Geld immer knapper werden, so dass die Menschen immer mehr arbeiten müssen um einen immer niedrigeren Lebensstandard zu halten. Das unterstützt auch den permanenten Stresszustand, den wir brauchen, damit niemand Zeit und Ruhe findet, über unser krankes und sinnloses System nachzudenken. Als graue Herren ist es unsere Lebensaufgabe, den Menschen ihre Lebenszeit wegzunehmen, damit sie uns dienen. Die Leute schlucken unsere Parolen, weil sie unter Stress stehen und nicht mehr denken können. „Zeit ist Geld“ sagen wir ihnen. Das ist natürlich Unsinn, aber die Leute glauben es uns. Und wir benutzen für unsere Zwecke das einzige, was ihnen gehört: ihre Lebenszeit.

Wir können ihnen das Blaue vom Himmel erzählen und sie geben es sogar eins zu eins an ihre Kinder weiter. Wir erfinden also eine Geschichte, die unsere Spuren unsichtbar macht und den Menschen jegliches Selbstvertrauen, das Vertrauen in ihre eigene Wahrnehmung und jeglichen Gedanken an Freiheit nimmt. Daraus machen wir die Geschichtsbücher für die Schulen. Wir erfinden Krankheiten, die wir durch Gifte hervorrufen, und dann die passende „Medizin“ dazu, mit der wir die Menschen nach Belieben weiter schwächen und töten können, z.B. durch Impfstoffe oder Chemotherapien. Wir erfinden eine „Psychologie“, die von der Psyche der Menschen völlig ablenkt und den Menschen einredet, sie seien im Grunde nur konditionierte Ratten oder Instinkt-Maschinen, die von außen (also von uns) kontrolliert („kultiviert“) werden müssen. Wir erfinden eine „Genetik“, die die Idee von Geist und Bewusstsein auslöscht. Wir erfinden eine „Spiritualität“, die wir „New Age“ nennen und die die Fähigkeit, sich an echte Spiritualität anzubinden, komplett lähmt. Die New Age-Psychologie und Pseudo-Esoterik funktioniert nach den Prinzipien des Marktplatzes: wer am lautesten schreit oder die neueste Attraktion anbietet, der verkauft am meisten. Und die „spirituelle“ Kundschaft frönt ihres Konsumrausches: täglich frische Erlösungsversprechen – alle mit Anti-Anstrengungs-Garantie. Und keiner bemerkt den Widerspruch und den Betrug.

Die „Sucher“ verlieren sich in diesem Überangebot immer neuer Packungen, auf denen „Entwicklung“ und „Erkenntnis“ drauf steht, in denen aber nur wertloses Verpackungsmaterial und ansonsten Verwicklung und Regression enthalten sind.

Damit haben wir dann auch diejenigen beschäftigt, die trotz unserer „Kultur“ noch Herzqualitäten und eine Intuition für Freiheit in sich tragen. Wir schütten sie mit halbwahren Botschaften aus Channelings, Engelkarten-Sets, Druiden-Märchen oder UFO-Rettungen zu, mit denen sie so sehr beschäftigt sind, dass sie die Bedeutungslosigkeit nicht mehr bemerken. Oh, und wir fördern auch die neuen Borderline-Propheten: all diese Kindmenschen zwischen 14-24, die kein gesundes Ich-Bewusstsein entwickeln konnten und stattdessen ihren andächtigen Zuhörern verkünden, was für Stimmen sie hören. Diese Kinder-Propheten sind bloß „tönende Erze oder klingende Schellen“ (1. Kor, 13:1) und für uns leicht für unsere Agenda zu nutzen. Sie können nicht den geringsten Widerstand leisten und funktionieren, vor allem bei den naiveren Menschen in der Bevölkerung, als sentimentale Hoffnungsträger. Sie verstehen nichts. Sie arbeiten für uns.

Angst als Nahrung

Und jetzt kommen wir noch zu einem besonderen Schmankerl. Als Psychopath kann ich meine Angst wie gesagt trotz all der Kontrolle und Macht nicht loswerden. Ich kann sie nur manchmal ausblenden, indem ich mich in Trancen versetze, in denen ich die Anspannung, das Getriebensein und das Gefühl, bedroht zu werden, mal für ein paar Stunden oder Tage schlichtweg nicht wahrnehme. Deswegen bin ich hochgradig daran interessiert, Techniken zur Herstellung starker Drogen zu entwickeln. Da die wirksamsten Drogen vom menschlichen Körper in Form von Neurotransmittern und Hormonen produziert werden, sind z.B. Blutkonserven für mich sehr interessant, vor allem Blutkonserven von Menschen, die diese Neurotransmitter und Hormone besonders intensiv produziert haben, denn meine eigene Trauma-Konstitution kann nur durch sehr starke Drogen übertönt werden. Dafür braucht es Hormone von stark gestressten Menschen. Sie müssen unter möglichst starker Angst stehen – z.B. aus einer akuten Traumareaktion.

Das Zuführen dieser Stoffe löst in mir ein Hochgefühl von Allmacht und Unsterblichkeit aus. In Wirklichkeit pusten sie nur meinen Verstand weg und versenken mein Bewusstsein ins Stammhirn. Aber diese Trips sind nun mal das Höchste, was ich kenne. Und auch wenn sie mein Nervensystem immer mehr zerrütten und mich fahrig werden lassen, will ich immer mehr davon. Ich bin von diesen Drogenstoffen abhängig und da ich weder Mitgefühl noch ein Gewissen kenne, macht es mir auch nichts aus, Menschen, vor allem Kinder, als Produktionsmaschinen meiner Lieblingsdroge zu halten und sie als solche zu handeln. Menschenhandel ist für mich ohnehin ein Handel wie jeder andere auch.

Versteht mich nicht falsch, ich bin kein Sadist. Ich habe keine Freude daran, Menschen oder Kinder zu quälen oder zu töten. Freude kenne ich ohnehin nicht. Das „höchste Gefühl“, das ich empfinden kann ist eine vorübergehende Erleichterung, wenn ich mich instinktiv sicher fühle. Es geht mir um die Macht, mit der ich Leben zerstören kann. Es geht mir um das Delirium, in das ich mich versetze, indem ich gegen die Natur des Menschseins handle. Das setzt mich unter den Einfluss extremer psychoaktiver Substanzen. Und für alles andere bin ich zu abgestumpft.

Natürlich muss ich das alles geheim halten. Ich streue nur immer mal wieder Halbwahrheiten ins Volk, damit die Schnüffelnasen auf die falschen Fährten gelockt werden. Ich sorge dafür, dass die Menschen alles, was auf meine Machenschaften hinweisen könnte, als lächerlich, abstrus und irrig von sich weisen ohne jemals darüber nachzudenken. Vergesst nicht: ich bin nicht allein. Wir sind Tausende!

Das was die Menschen so gutgläubig naiv „Staat“, „Regierung“ und „Demokratie“ nennen, ist die von uns aufgebaute Gesamtorganisation, mit der wir die Masse der Menschen (leider nie wirklich alle!) in einem Land täuschen, lähmen und kontrollieren können, so dass wir unter dem Deckmantel von „Politik“ unsere gesetzlosen Geschäfte und Machtzeremonien ganz ungestört durchführen können. Wir sitzen an allen Schaltstellen der Legislative, der Exekutive und der Judikative, der Wirtschaft, der Bildung, der Forschung, der Medien und des „Kulturbetriebs“. Das ganze Konstrukt ist streng hierarchisch aufgebaut durch die Belohnung mit Macht und die Kontrolle über Angst und Erpressung. Es gibt darin nicht mehr den geringsten Raum für individuelle, persönliche Entscheidungen oder den Einfluss von gesunden, ethischen Menschen. Wir Psychopathen sind hoch allergisch gegen solche Menschen und erkennen sie schon aus der Ferne. Die lassen wir niemals auch nur in die Nähe unserer Machtzentren. Uns eint und verbindet unsere Unmenschlichkeit. Wir sind Maschinen und unsere Systeme sind Maschinen und wir wollen alles zu Maschinen machen. Die italienische Mafia ist ein niedlicher Kindergarten im Vergleich zu unserem System.

Damit das ganz klar ist: wir machen keine „Verschwörungen“. Dieses Wort soll nur Verwirrung stiften und jegliche Erkenntnis über unsere wahren Machtstrukturen ins Lächerliche ziehen. „Verschwörungen“ – das sind abenteuerliche und überschaubare Einzelaktionen innerhalb einer Grundordnung. Das haben wir schon lange nicht mehr nötig. Wir sind längst das System der bestimmenden und umfassenden Ordnung! Über die Stufe der Verschwörungen sind wir schon seit über 150 Jahren hinaus. Was wir seit über 100 Jahren immer mehr ausweiten sind unsere ungehemmten Machenschaften. Deshalb lassen wir keine „Machenschaftstheorie“ publik werden. Im zweiten Weltkrieg haben wir die letzte ernstzunehmende Gegenkraft gegen uns komplett gelähmt und unter unsere Kontrolle gebracht – die Deutschen. Seitdem gibt es keine Verschwörungen mehr von uns, denn jetzt gehört uns das ganze System und jeder Winkel im System. Wir haben schon lange die komplette und totalitäre globale Kontrolle.

Ja, wir hatten bis 2016 fast alle Führungsfiguren von Regierungen, Militär, Geheimdiensten, Polizei, Justiz, Medien und Kirche unter unsere Kontrolle gebracht und machten uns schon gar keine Sorgen mehr. Wir waren sicher, die Macht über die Menschen der Welt auf ewig zu haben. Aber dann kamen die, die wir nicht kontrollieren konnten…

Fortsetzung folgt (hier klicken).

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Liebe Frau,
liebes Mädchen,
liebes Weib,

weißt Du es schon?

Weißt Du schon – oder ahnst Du zumindest im Stillen –, dass sehr helle Erwartungen und edle Anforderungen auf Dich gerichtet sind? Und dass Du Trägerin großer Hoffnungen bist?

Ich glaube, Du weißt es. Vielleicht noch nicht in klaren Gedanken, aber Dein Gefühl sagt es Dir. Und ich bin mir sicher, dass Du mich verstehen wirst, wenn ich das Große, zu dem Du gerufen bist, hier bloß zu Deiner Erinnerung und Deiner Erleichterung in Worte fasse. Diese Worte sind keine Aufforderung von mir und vor allem nichts, das Dir Angst machen soll. Nachrichtenbringer (die Griechen nannten sie „Engel“) kommen behutsam und beschwören uns zuallererst so: „Fürchte dich nicht!“

Ich habe vor Kurzem einen Weckruf an die „Dichter und Denker“ geschrieben und dabei vor allem an die Männer gedacht. Als Frau kannst Du natürlich auch Dichterin und Denkerin sein, wenn Dir danach ist. Aber wenn ich Dich an Deine tiefere Aufgabe, Deine Berufung erinnern möchte, dann, glaube ich, muss ich Deinen Blick in eine andere Richtung lenken. Vielleicht ruft Dich etwas ganz anderes, um Dich wirklich zu erfüllen. Ich weiß, auch Du sehnst Dich danach, dass die Dichter und Denker aufwachen, und vielleicht spürst Du schon, dass Dir dabei eine wichtige Rolle zukommt. Hast Du Dir das schon einmal überlegt: dass es ohne Dich vielleicht gar nicht geht?

Ich habe in dem erwähnten Artikel (zu den Männern) gerufen: „Wacht auf!“ und mir war dabei klar, dass ich den vielleicht wichtigeren Teil noch verschwiegen habe: Ihr Frauen seid diejenigen, die uns Männer aufwecken können. Vielleicht müssen. Zumindest werdet Ihr sehr gebraucht, damit die Männer wieder in ihre Kraft kommen. Vielleicht muss sogar der erste Schritt von Euch kommen. Also „Dornröschen“ einmal umgekehrt, aber doch auch ganz anders: Ihr sollt nicht mit Schwert und Muskelkraft Mauern und Dornenhecken überwinden. Dieser Irrtum, dass Ihr männliche Rollen spielen müsstet, damit es besser weitergeht, hat sich längst als fatale Sackgasse entpuppt.

Nein, Du wirst Deine Rolle als Erweckende und Wachmacherin nur finden, wenn Du Dich an Deine weibliche Essenz und Deine innere Stimme anbindest.

Wie das gehen könnte, deutet uns z.B. das Märchen „Zar-Jungfrau“ an, über das Robert Bly und Marion Woodman ein ganzes Buch zusammen geschrieben haben. Darin geht es um das „Einschlafen“ des Mannes und seinen langen Weg der „Wiederauferstehung“, für die er den Kontakt mit dem (Ur-)Weiblichen unbedingt braucht. Seine Geliebte, die Zar-Jungfrau, steht psychologisch gesehen für den weiblichen Teil im Mann, der ihn mit seiner Seele und seiner Ganzheit (als Mann!) verbindet. Doch wie am Ende des Märchens der weibliche Teil an diese Verbindung erinnert werden muss, ist aufschlussreich: der Mann muss eine bestimmte Eiche finden, in der eine Truhe versteckt ist. In der Truhe ist ein Hase. Im Hasen ist eine Ente und in der Ente ist ein ganz besonderes Ei. Denn in diesem Ei findet der Mann schließlich die Liebe und die Erinnerung an die Verbindung von Männlich und Weiblich wieder.

Was bedeuten diese Symbole? Zunächst einmal fällt auf, dass alle Symbole zur Natur des Weiblichen gehören: Ei, Ente und Hase sind ganz alte Symbole für Fruchtbarkeit. „Eiche“ und „Truhe“ stehen für die ebenfalls weiblichen Qualitäten des (Auf-)Bewahrens, des Bergens, der natürlichen Beständigkeit in den Lebenszyklen und für das organische Leben an sich. Die Eiche als Baum können wir außerdem als Symbol für die Wirbelsäule verstehen (diese Bedeutung haben Bäume in vielen Mythologien und alten Symbolen). „Im Baum“ oder „unter den Wurzeln des Baumes“ heißt dann: am unteren Ende der Wirbelsäule. Nun stell Dir vor, Du hast am unteren Ende Deiner Wirbelsäule eine Schatztruhe. Also tief in Deinem Becken. Was könnte das für eine Truhe sein? Und welcher Schatz könnte darin liegen? Wie schon gesagt sind Hase und Ente klassische Symbole für die Essenz von Weiblichkeit und Fruchtbarkeit. Und das Ei sowieso.

Könnte es sein, dass ein Weckmittel für die schlafenden Männer, für die Dichter und Denker, für die Wiedergeburt von Kultur und Schönheit, tief im Becken der Frau sitzt? Also in Deinem Becken? Nur als Gedankenspiel: was wäre dann?

Wenn Du dort Deine Aufmerksamkeit hinlenkst und einmal alle gelernten Konzepte und Bilder beiseite lässt, dann kannst Du vielleicht wahrnehmen, dass dort etwas kaum Greifbares und Vages aber ganz Ursprüngliches in Dir ist, das Dich zu Deiner weiblichen Essenz führen kann und eine Kraft in sich birgt, die enormes Potenzial hat.

Worauf ich Dich aufmerksam machen möchte, ist, dass jene Symbole für Fruchtbarkeit (Hase, Ente, Ei) auf ein sehr kraftvolles Potenzial in Dir deuten, das viel mehr ist als nur Empfänglichkeit, passives Aufnehmen, Tragen und Gebären. Weibliche Fruchtbarkeit wurde zu lange nur so einseitig und zur Hälfte gesehen. Nein, es ist Deine Zeugungskraft.

Es geht um die Wiederentdeckung und das Hervorholen dieser aktiven, hervorbringenden und gestaltenden weiblichen Kräfte und Geheimnisse; Deine tief in Dir verwurzelte Fähigkeit, etwas ins Leben zu rufen. Diese Aufgabe, unsere Welt, Gemeinschaft und Kultur umzugestalten, auf natürliche Weise neu aufzubauen und ins Gleichgewicht zu bringen, braucht vor allem feminine Gaben: uns wieder gesund zu machen und uns wieder empfänglich zu machen für höhere (himmlische) Werte. Diese Aufgaben haben wir alle, Männer und Frauen. Aber Dein Zugang dazu als Frau ist ein besonderer, denn als Frau verkörperst Du Weiblichkeit. Du bist deshalb viel näher an diesen Kräften und Fähigkeiten dran. Du bist die Offenbarung des Weiblichen in einem individuellen Menschen und Körper – das ist Dein Potenzial.

Das Märchen sagt aber auch ganz klar: erstmal ist diese Kraft in mehreren Schichten eingeschlossen und im Unsichtbaren verborgen. Quasi unter extremem Sicherheitsverschluss. So leicht kommt man da nicht dran – und das mag auch gut so sein. Der Weg zum Schlüssel könnte ein Weg der Anstrengungen und Prüfungen sein, damit sichergestellt ist, dass der kostbare Schatz nur in die Hände von reifen Wesen gerät. Die Kraft darin muss erst Schicht für Schicht freigelegt, ent-deckt und erworben werden.

Ich glaube, dass das die Herausforderung an die Frauen ist.

Im Folgenden will ich skizzieren, was das konkret bedeuten könnte und wie Du eigene Schritte gehen kannst, um Dein eigenes Ursprüngliches wiederzuentdecken und (nebenbei) auch eine Helferin für die Wiederherstellung echter Männlichkeit zu werden und die Dichter und Denker wach zu küssen.

Rückwärts gehen

Ich weiß, dass Du unruhig bist. Seit Jahren. Seit Jahrzehnten werden die Frauen immer unruhiger. Und ich weiß dass diese Unruhe ganz leicht in verzweifelte Hoffnungslosigkeit oder zu wütenden Ausbrüchen führen kann. Man hat Dir beigebracht, geduldig zu sein, Dich zurückzuhalten und zu warten. Aus Deinem so gut geübten Warten-Können wurde eine Passivität, die sich längst nicht mehr stimmig anfühlt und die Dir nicht mehr gut tut. Aus der Passivität wurde Bewegungslosigkeit und daraus entstand das Gefühl, nichts tun zu können. Zumindest nichts, das mit Deinem Inneren wirklich übereinstimmt. Und über dieses Gefühl der Lähmung und Unstimmigkeit haben sich über viele Jahre, über Generationen hinweg, Irrtümer, Manipulationen, falsche Anleitungen und betäubende Abwehrreaktionen gehäuft, in deren Wirrwarr Du angeblich Deine „Individualität“ finden oder „deine Persönlichkeit entwickeln“ sollst. Das funktioniert nicht und war auch nie dafür gedacht, dass es funktioniert.

Die erste wichtige Frage aber ist: willst Du das überhaupt? Oder besser: was ist es, das Du wirklich willst? Was ist dein innerster, authentischster und wesentlicher Wunsch für dieses Leben (welches sonst?) und in dieser Welt (in welcher sonst?)?

Du weißt es nicht? Du kannst es nicht sagen oder bist verwirrt?

Dann lass uns erst einmal das Gegenteil tun von dem, was überall angepriesen wird: lass uns rückwärts gehen. Um den reinen, ursprünglichen Anfang von Dir zu finden, muss dieses völlig verhedderte Wollknäuel von Selbstbildern und Weltanschauungen, das wahrscheinlich ebenso lange falsch gewickelt wurde wie Du alt bist, erstmal ent-wickelt werden. Lass uns die ganzen Schubkarren voller falscher Überzeugungen, irrealer Vorstellungen, krankmachender Erwartungen und lähmender Verbote wegschaffen – und Dich darunter freilegen.

Als erstes:

Warte nicht mehr auf die Männer!

Wie lange wartest Du schon? Wie lange wartest Du darauf, dass ein Mann (vielleicht ein ganz bestimmter Mann) Dich so anschaut, dass Du sofort erkennen und fühlen kannst: „Er sieht mich!“? Oder darauf, dass er Dir zu verstehen gibt: „Ich will dich auf meinem Weg an meiner Seite!“? Oder darauf, dass Du Dich bei ihm sicher und gehalten fühlst, egal wie Du Dich bewegst oder nicht bewegst, übersprudelst oder Dich zusammenrollst, wütest oder tanzt?

Ja, ich weiß, Du würdest Dich schon über viel Kleineres freuen, wie z.B. einfach wahrgenommen zu werden, wenn Du über die Straße gehst. Erstaunte oder bewundernde oder sogar erregte Blicke auf Dir zu spüren, die Dich wie Spotlights auf eine Bühne heben, auf der Du leuchtender und noch ein wenig stolzer weitergehen kannst.

Ich kenne viele Frauen, die über dieses Warten sauer und giftig geworden sind. (Man sagt über sie: „Sie sind alt geworden“, aber mit Alter hat das nichts zu tun.) Dieses Sich-nicht-gesehen-Fühlen ist schlimmer als die meisten Kränkungen und schmerzenden Verluste.

Deshalb: hör auf zu warten und die phantastische Hoffnung zu pflegen, dass „eines Tages der rettende Richtige kommt“. Vielleicht kommt er eines Tages tatsächlich, aber bis dahin kannst Du es Dir auch gut gehen lassen und Dich voll und ganz leben.

Dass Du dafür auf die Männer (im Allgemeinen) nicht warten darfst, hat zwei gewichtige Gründe. Zum Ersten haben die Männer eine noch viel größere Lernaufgabe vor sich, wenn sie sich aus den Fängen des modernen Zeitgeistes und der geistigen Versklavung befreien wollen. Das hängt damit zusammen, dass der Materialismus, in dem wir seit über 100 Jahren geistig gefangen sind, und der daraus erwachsene moderne Zeitgeist um ein Vielfaches anti-maskuliner und männerfeindlicher sind als dass sie sich gegen Weiblichkeit und weibliche Entwicklung richten. Das Wissen um die notwendige Initiation ins Mannsein ist in unserer Kultur so gut wie völlig verschwunden, während weibliche Initiationen durchaus noch stattfinden. Das führt dazu, dass Jungen geistig-psychisch kaum noch Männer werden können, Mädchen aber durchaus noch Zugang zum erwachsenen Frausein finden. Auf diese Punkte komme ich weiter unten noch ausführlicher zurück.

Zum Zweiten braucht deshalb die notwendige Entwicklung der Männer in unserer Kultur und Gesellschaft einen ersten Schritt von den Frauen, um zumindest erleichtert wenn nicht sogar überhaupt erst ermöglicht zu werden. Die Kraft der kommenden Entwicklung muss von den Frauen angestoßen und eingeladen werden. Das hat etwas mit dem Einfluss der Frau als Mutter (jedes Mannes), als Geliebte und als Inspiration (sprich: als Muse) zu tun. Auch darauf kommen wir später zurück.

Durchschaue den Verrat und die Täuschung

Du weißt, was eine Mogelpackung ist. Du weißt, was es bedeutet, wenn nicht drin ist, was drauf steht. Wir müssen ein paar sehr verbreitete Mogelpackungen entlarven:

Da ist z.B. der Feminismus. Wann immer etwas mit der Endung –ismus daher kommt, sei sehr wachsam! Der Individualismus bringt lauter Kollektiv-Menschenmit identischen Denkschablonen hervor. Der Fundamentalismus ist eine bodenlose Rücksichtslosigkeit mit aus der Luft gegriffenem Fanatismus. Der Buddhismus mag gute Buddhisten hervorbringen, aber wohl kaum einen Buddha. Der Sozialismus ist die Diktatur der Asozialsten über alle anderen. Idealismus ist in Wirklichkeit: vertrocknete Engstirnigkeit, blind für echte Ideale. Und der heutzutage so viel-beklatschte „Antifaschismus“ tut sich mit den faschistischsten Mitteln von Gewalt und Unterdrückung und Bestrebungen zur Gleichschaltung und Kontrolle unserer Zeit hervor. All diese „-Ismusse“ sind mentale Verbohrtheiten, die von der Realität ablenken und Dich in die Irre führen wollen. Sobald Du hinschaust, kannst Du sehen dass sie fast alle das genaue Gegenteil sind von dem, was sie behaupten, und damit nichts anderes als Lüge und Betrug.

Ebenso geht es dem Feminismus nicht um Femininität – er negiert und zerstört sie. Das haben die meisten Frauen in den letzten 10 bis 20 Jahren längst erkannt und sie haben zum Glück nicht mehr viel übrig für die reißerischen Kampfansagen, die verbitterten Schuldzuweisungen und das heuchlerische Opfergehabe aus den ideologischen Wut-Fabriken. Die Vermännlichung der Frauen und ihr chronisches Gegen-die-Männer-Sein führte zu mehr Konkurrenzgebaren und mehr Ausbeutung in der Wirtschaftsmaschinerie und war in Wirklichkeit eine Verrohung und Spaltung der Gesellschaft als Ganzes. Das hat einigen finsteren Puppenspielern in den politischen und wirtschaftlichen Machtzentren gedient, aber sowohl den Männern als auch Euch Frauen psychisch und sozial sehr geschadet.

Die zweite Mogelpackung, die viel tiefer in unser Denken einprogrammiert ist und leider bisher kaum durchschaut wurde, ist die Überzeugung, wir lebten („immer noch“) im Patriarchat – oder in den Überresten eines Patriarchats. Tatsächlich ist auch hier das genaue Gegenteil der Fall. Aber das sollen weder Frauen noch Männer erkennen.

Ein Patriarch ist ein „väterlicher Herrscher“, der sich und sein Leben für seine Schutzbefohlenen einsetzt so wie der Alpha-Wolf für sein Wolfsrudel. Ein Patriarch steht für Sicherheit, Erhalt der höchsten menschlichen Werte, den Bezug zum Spirituellen und die opferbereite Versorgung der Seinigen.

Das, was wir heute gelernt haben als „Patriarchat“ anzuklagen, ist in Wirklichkeit ein seelenloses Kontroll- und Versklavungssystem, das mit Patriarchen überhaupt nichts zu tun hat. Den heutigen Männern unserer Hamsterrad-Gesellschaft, die zu 99 % in einer geistigen, wirtschaftlichen und psychischen Versklavung leben, vorzuwerfen, sie würden ein Patriarchat aufrecht erhalten, ist so als würde man Erstklässlern vorhalten, sie würden das miserable Schulsystem stützen. Es ist wieder eine der Strategien, um Hass, Zwietracht und Ohnmacht zu säen – um dann die Steuerung zu übernehmen. Es war ein gewiefter Schachzug, Euch Frauen als Waffe gegen die Männer einzusetzen. Verwundet und geschwächt wurden dabei beide Seiten. Diese Strategie hat über hundert Jahre auf allen Ebenen unseres Lebens immensen Schaden angerichtet.

Es ist Zeit, dass wir aussteigen!

Da die Männer in diesem System um ein Vielfaches tiefgehender und massiver traumatisiert, verdreht, entwertet und ausgebeutet wurden, ist es für die Frauen im Moment noch leichter, sich dagegen zu stellen. Und bitte: gegen das System! Nicht gegen die Männer.

Das Wort ‚Patriarch‘ kommt im Übrigen aus dem Griechischen von patḗr (‘Vater’) und ‑archēs (‘Oberhaupt’, zu árchein – ‘der erste sein, Führer sein, herrschen’). Wir leben heute in einer Zeit, in der diese wahre Bedeutung von „Vater“ nahezu als vergessen betrachtet werden muss. Jahrhundertelange Indoktrination gemischt mit unverarbeiteten persönlichen Enttäuschungen und schmerzhaft frustrierten Bedürfnissen haben dazu geführt, dass wir alles, was mit „Vater“ zusammenhängt, misstrauisch, wenn nicht sogar abwertend und verächtlich betrachten. Der „Ehrentitel“ Patriarch für geistliche Oberhäupter der (katholischen) Kirche klingt heutzutage in den Ohren der meisten entweder wie Hohn oder wie eine Bestätigung, dass alles Patriarchalisch-Väterliche eigentlich verkommen und schlecht ist.

Die Denaturiertesten unter den Intellektuellen und Akademikern phantasieren deshalb schon länger von einer Abschaffung der Väter, der Männer oder sogar der Männlichkeit an sich. Wir brauchen solchen widernatürlichen, neurotischen Ausfällen allerdings keine Aufmerksamkeit zu schenken. Sie sind völlig abgekoppelt von Gesundheit, Wahrnehmung, Erfahrung und Seele und führen dementsprechend bloß in die mentale und emotionale Leere.

Das Ergebnis dieser andauernden Propaganda ist jedoch: „Patriarchalisch“ löst in unseren Köpfen reflexartig Assoziationen aus wie „veraltet“, „unmoralisch“, „selbstsüchtig“, „machtgierig“, „tyrannisch“, „gewalttätig“, „missbräuchlich“, „frauenfeindlich“, „schlecht“ und im Grunde: „böse“. Damit ist ein großer Schritt zur Vernichtung von Väterlichkeit an sich getan. Wir müssen einsehen, dass „Vater“ tatsächlich eine Substanz ist, die in den letzten hundert Jahren so knapp wurde, dass sie heute fast ganz fehlt. Darunter leiden Jungen ebenso wie Mädchen.

Die Abwesenheit von Vater-Substanz blockiert die Entwicklung von beiden, allerdings die von Jungen noch etwas früher und grundsätzlicher, weil diese keine psychische Dimension mehr vorfinden, in die sie sich hinein entwickeln können. Mädchen werden auf ihrem Weg zum Frausein zwar etwas später blockiert, müssen dann aber auch irgendwann feststellen, dass ihr Verhältnis zum anderen Geschlecht geprägt ist von Mangel, unerfüllten Bedürfnissen, Manipulation, Misstrauen und Angst. Diese „Vaterwunde“ klafft mittlerweile in allen Generationen so schmerzhaft und entzündet, dass es nicht nur das Verhältnis von Frauen und Männern zerfrisst und vergiftet, sondern unsere Gesellschaft bis in ihre Grundfesten zerreißt.

Als Krönung der Degeneration ist der nächste Schritt in diese Richtung, zunächst alle Männer durch Frauen zu ersetzen und dann überhaupt die Polarität der Geschlechter „abzuschaffen“. Manche Menschen versuchen diese absurde und sinnlose Verrenkung sogar bereits mit aufwendigen und gefährlichen hormonellen oder operativen Manipulationen durchzuführen. Welchen seelischen und emotionalen Preis vor allem die Kinder und Jugendlichen dafür zahlen müssen, werden wir in einigen Jahren noch sehr deutlich erfahren. Wenn Du in solchen abgekoppelten Ideologien die geistige Krankheit erkennen kannst, dann bist Du weitgehend immun, ihnen noch zu verfallen.

Exkurs: die Krankheit geistiger Erschlaffung

Hierfür müssen wir alle erst noch mehr Gespür entwickeln: dass es extrem mächtige psychische Kräfte gibt, die eine solche Degeneration wollen. Sie wollen nicht, dass die Menschen sich geistig entwickeln, emanzipieren und frei werden, sondern streben eine Regression bis aufs animalische Reptilien-Niveau an. Dies ist eine Kraft, die in uns allen wirkt und die sich gegen echte Individualität richtet: sie will sich im lauwarmen Brei des Wir-sind-alle-gleich, im anstrengungslosen Mitschwimmen im Kollektiv, in infantiler Verantwortungslosigkeit, in säuglinghafter Passivität und Abhängigkeit und am liebsten in vorgeburtlicher Bewusstlosigkeit und Indifferenz verlieren und auflösen.

Jeder kennt solche Phasen im Leben, in denen man sich am liebsten nur verkriechen und einrollen, nur vollstopfen und schlafen oder nur dasitzen und jammern möchte. Phasen, in denen es wie eine Überforderung erscheint, überhaupt als Mensch da sein zu müssen. Wenn diese peri-pubertären Tendenzen gegen Individualität und Integrität aber anhalten und übermächtig werden, zersetzen sie den Antrieb zu geistiger und psychischer Entwicklung. Sogar unsere angeborene menschliche Ethik kann dann korrumpiert werden, so dass nur noch der primitive Selbsterhalt zählt, für den es allein wichtig ist, alles und alle um uns herum unter Kontrolle zu halten, damit nichts und niemand uns in unserer Selbstgefälligkeit und der Befriedigung basaler Bedürfnisse stören kann. Die Kultur, die daraus entsteht, nennt sich Materialismus und wir leben seit über 100 Jahren in dieser trüben, geistlosen Suppe.

Allgemeine Symptome dieser Versumpfung sind:

  • Widerwillen gegen und Ablehnung von Hierarchien („Hierarchien sind schlecht“), stattdessen endlose, ergebnislose und vor allem machtlose „demokratische“ Rede-Kreise und Gremien.
  • Widerwillen gegen Maßstäbe und Herausforderungen. Alles muss leicht und sofort zu haben sein. An die Stelle von Lernen und gesundem Wachstum tritt infantile Konsumabhängigkeit.
  • Verlust von Sinn und Bedeutung. Oberflächlichkeit statt Tiefgang.
  • „Social Media“ ersetzt echten Kontakt; man ist „online“ statt „präsent“; abgehackte Kurznachrichten ersetzen direkte zwischenmenschliche Gespräche; endlose TV-Serien ersetzen bedeutsame Geschichten; Alltag statt Sinn.
  • Abschaffung von Unterschieden. Alles ist egal und gleichermaßen wertlos; Geschlechter gibt es nicht.
  • Verfall von Moral und Verantwortung. Folge deinen Impulsen als gäbe es kein Morgen; lüge und betrüge, solange du einen Vorteil davon hast; je schriller und degenerierter du dich verhältst, desto mehr Aufmerksamkeit und Applaus bekommst du; Kinder werden immer früher sexualisiert (zu wessen Bedürfnisbefriedigung?); Gewalt und Unmenschlichkeit werden immer aufwendiger dargestellt und verbreitet in Fernsehen, Kino und sozialen Netzwerken.
  • Aggressiver Kampf gegen jede echte Individualität und Integrität. Freies Denken, eigene Meinungen und vor allem kritisches Nachfragen werden geächtet; Einzelne sind die besten Sündenböcke im System einer anonymen, unzufriedenen Masse.
  • Verlust von Respekt und Ehrfurcht vor der Natur (und ihren Gesetzen).
  • Wir machen uns die Welt widde-widde-wie sie uns gefällt: mit Gentechnik, frühkindlicher Propaganda-Programmierung und täglicher Medien-Illusion; die Realität ist nicht mehr interessant, nur die angenehmste Illusion zählt.
  • Und nach der Entwertung alles Männlichen nun auch das Zerstörungsprogramm für alles Weibliche: die Pille davor, danach, für immer und alle; künstliche Befruchtung und Geburt nur noch mit Kaiserschnitt nach Plan, noch besser aber die Belohnung für „Kinderverzicht“; die Frau als männerverachtende, hypermaskuline Kampfheldin in Hollywood im Verschnitt mit der ewig-jungfräulichen Sex-Puppe; und schließlich die Frau als besonders geförderte Konkurrenz gegen Männer auf dem Arbeits(sklaven)markt.

Diese Liste könnte man endlos fortsetzen. Die Aufzählung sieht nach vielen verschiedenen Problemen aus, tatsächlich gibt es aber nur ein einziges Ursachen-Problem: geistige Erschlaffung. Ein spannungsloser Zustand des sich-Treiben-Lassens und Mitlaufens, der uns auf dem psychischen Niveau eines Kleinkindes fixiert. Die Hauptmerkmale dieses Zustandes sind Kraftlosigkeit und Orientierungslosigkeit.

Und das Wichtigste für Dich ist: all diese hässlichen Tendenzen zerstören gesunde Weiblichkeit und die Möglichkeiten, Weiblichkeit zu entfalten.

Die Befreiung daraus ist möglich durch die Kultivierung Deiner Besinnung auf Dich selbst und Deiner immer neuen Aufmerksamkeit für Deine eigene Mitte, für die Kraft und das Spannungsfeld in Deinem unteren Bauch und Becken. Dort liegt die Quelle sowohl Deiner Stärke als auch Deiner Weiblichkeit. Je mehr Du Dich mit ihr verbindest, desto mehr kommst Du in Deine Kraft.

Und das ist die Grundlage für eine echte Veränderung im Miteinander und in der Begegnung von Männern und Frauen, die von dem kranken System mit all seinen Dogmen und Tabus frei ist.

Weibliche UND männliche Macht

Halten wir fest: das, was uns am meisten fehlt, sind Patriarchen. Männer, die bereit sind, sich als Oberhäupter von Familie oder Gemeinschaft schützend, ordnend und vor allem fördernd zur Verfügung zu stellen. Das ist die männliche Form der Opferbereitschaft, die eine enorme Reife voraussetzt. Mit primitiven Machtspielen, mit Kontrollwahn und rücksichtsloser Selbstbereicherung hat das überhaupt nichts zu tun. Diese werden in einem echten Patriarchat geächtet und verurteilt! Es sind eben jene unmännlichen, materialistisch verbohrten Kleingeister, die uns das Patriarchat genau deshalb verleiden und ausreden wollen, damit sie ihr degeneriertes Milieu weiter ausbreiten können, in dem sowohl männliche als auch weibliche Reife verhindert werden. Dagegen müssen wir uns geistig und emotional immun machen und wieder zurück zu einer gesunden, stärkenden Ordnung finden – jenseits aller gelernten Glaubenssysteme und Ideologien.

Ein großer Schritt in diese Richtung ist es, wenn Du am Nachblöken der Anti-Patriarchat-Parolen nicht mehr teilnimmst und Dir Dein eigenes inneres Bild von einer guten, starken und gesunden Väterlichkeit wiederherstellst. Der nächste Schritt besteht darin, die Entwicklung von Bedingungen für diese männliche Kraft zu fördern und zu unterstützen, wo Du kannst. Das bedeutet zum einen, dass Du Dir Deine Wünsche und vielleicht ganz alten (Kindheits-) Sehnsüchte danach eingestehst und sie formulierst – auch als Erwachsene, als Partnerin, als Ehefrau, als Mutter. Zum anderen bedeutet es, dass Du den Raum und den Platz für einen solchen integeren patriarchalen Mann schaffst und pflegst und darin auch Deine eigene Position mit dem Raum für feminine Macht findest.

Beide ergänzen sich und brauchen einander. Patriarchale Kräfte kümmern sich in erster Linie um die Grenzen eines (gemeinsamen) Territoriums, dessen Schutz und Integrität, während weibliche (matriarchale) Kräfte sich vorzugsweise um das Innere des (gemeinsamen) Territoriums kümmern. Patriarchale Kräfte sorgen eher für Struktur und Festigkeit, matriarchale dann komplementär für Weichheit und Lebendigkeit. All das müssen wir nicht mental lernen. Wir tragen diese Ordnung in uns und können sie intuitiv erspüren, wenn wir uns von falschen Vorstellungen und Zwängen befreien. In der natürlichen Ordnung zu sein, fühlt sich immer besser, freier und stärker an.

Deine eigene Weiblichkeit kannst Du nur voll entfalten, wenn Du bereit bist, Dir den Einfluss Deines Vaters (oder dessen Abwesenheit) bewusst zu machen und Dich mit allen Verletzungen und Wunden in diesem Bereich auseinanderzusetzen. Ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Du all das unbewusst auf Männer projizierst: intellektuell-abstrakt auf „die Männer im Allgemeinen“ oder ganz konkret auf Männer, mit denen Du real zu tun hast. Du kannst dann gegen sie kämpfen oder Dich chronisch als ihr Opfer fühlen. Und Du wirst eine Menge Konzepte und fertige Ideologien finden, mit denen Du Deine unverarbeiteten Emotionen und Projektionen rechtfertigen kannst – auch im Chor mit anderen. Glücklich, erfüllt und zufrieden wirst Du so allerdings nie. Du kannst so nicht einmal in die Nähe davon kommen, Du selbst zu sein, da Du auf diesem Weg keine Verbindung mit Deiner weiblichen Kraft herstellen kannst.

Um mit Deiner Weiblichkeit in Kontakt zu kommen, musst du…

Erwachsen werden

Das heißt, vom Mädchen zum Weib und zur Frau werden. ‚Weib‘ bezieht sich auf Deine Essenz und ist die erwachsene und individuelle Verkörperung von Weiblichkeit als Komplementär zu ‚Mannsein‘ und ‚Männlichkeit‘. ‚Frau‘ bezieht sich dagegen auf die Rolle(n), in der oder in denen Du Deine Weiblichkeit gesellschaftlich lebst, und ist damit das Komplementär zu ‚Herr‘. Heute ist das im Sprachgebrauch etwas durcheinander geraten. Auf die Worte kommt es jedoch nicht an, sondern vielmehr auf die Qualitäten, die dahinter stecken. Daher schreibe auch ich hier im Artikel lieber von und an ‚Frauen‘, obwohl ich tatsächlich diejenigen meine, die vor allem und in erster Linie durch und durch ‚Weiber‘ sind. ‚Frau‘ klingt in unseren Ohren heutzutage jedoch edler und respektvoller.

Vom Mädchen zum Weib zu werden ist kein rein biologischer Vorgang! Es ist ein psychischer Prozess und braucht Unterstützung und Orientierung von außen. Das Mädchen ist noch real und ganz natürlich abhängig von anderen, das Weib steht für sich selbst. Der Übergang vollzieht sich deshalb nicht bloß durch die einsetzende Fruchtbarkeit (wie uns manche Biologen weismachen wollen), sondern durch eine psychische und emotionale Unabhängigkeitserklärung.

Das ist die eigentliche Bedeutung von Emanzipation (vom Lateinischen „ex-“, „manus“, „capere“, also „aus dem Hand-Griff (der Eltern) (heraus) stellen“). Es geht nicht um Gleichberechtigung, sondern um Ablösung, Befreiung und Selbständigkeit. Es geht nicht darum, zu fordern und zu beanspruchen, sondern in die eigene Kraft der Autonomie zu kommen und den eigenen Bezugs- und Orientierungspunkt in sich selbst zu finden.

Ein Beispiel zur Veranschaulichung: Ein Mädchen betritt den Raum und fragt sich: „Mögen die anderen mich?“. Ein erwachsenes Weib fragt sich: „Was mag ich an den anderen?“. Das Gleiche spiegelt sich in Deinem Verhältnis zu Männern: bist Du damit beschäftigt, ob ein Mann Dich schön, attraktiv, einzigartig, sexy und bezaubernd findet? Oder schaust Du darauf, was Du an ihm magst? Nach dieser Haltung kannst Du Dich in allen Beziehungen fragen: der zu Deinen Eltern, zu Autoritäten, zu Freundinnen, zu Deinem Chef, zu Kollegen usw.

Die Initiationen ins Frausein umfassen diesen manchmal sehr anstrengenden Weg in die Eigenständigkeit. Von da aus kannst Du Dich dann wieder binden und sogar abhängig machen – aber Du tust es nun aus Deinem freien Wollen heraus. Frauen, die diesen Weg nicht komplett gegangen sind, kämpfen manchmal ihr Leben lang gegen äußere Abhängigkeiten, weil sie innerlich nie wirklich selbständig geworden sind. Weil sie sich in sich selbst nie ganz und gar zuhause und vollständig fühlen, bleiben sie abhängig vom Kämpfen und Widerstand-Leisten, für die sie immer frische Feinde brauchen. Oder sie schlucken ihren Groll herunter und bleiben in der Rolle des Mädchens, das sich immer fügt, anpasst und für die anderen da ist.

Die Kunst des Frauwerdens besteht aber darin, die volle Kraft der Weiblichkeit und Eigenständigkeit zu entwickeln und dabei das innere Mädchen mit seinen Träumen, seiner Leichtigkeit, seiner Weichheit und Hingabefähigkeit nicht zu verlieren. Sonst wirst Du eine robuste, selbständige, „starke“ und vielleicht auch erfolgreiche Frau sein, die jedoch nicht mehr schmelzen und fließen kann. Du kannst Dich dann durchsetzen und ein „Star“ werden, aber Du leuchtest nicht.

Die Initiationen von Jungen ins Mannsein sind übrigens schwieriger, weil sie viel früher schon die Ablösung von der Mutter bewerkstelligen müssen. Während ein Mädchen für ihre weibliche Identität erst als Teenager damit konfrontiert ist und bis dahin bei der Mutter und dem bekannten Weiblichen zuhause ist und sich auftanken kann, braucht der Junge bereits mit fünf Jahren jemanden, der ihn darin unterstützt, sich von der Mutter zu lösen und auf die Seite der Männer zu kommen, um dort seine Identität zu finden und sich mit Männlichkeit aufzutanken. Da das in unserer Kultur immer weniger gelingt, haben Männer es um ein Vielfaches schwerer und bleiben nicht nur psychisch und sozial zunehmend auf früheren Entwicklungsstufen zurück, sondern fühlen sich vor allem unter Männern nie wirklich wohl und zuhause. Da sie das bei den Frauen auch nicht können, etablieren sie keine erwachsene, unerschütterliche männliche Identität in ihrem Inneren. So bleiben sie nicht nur psychisch Jungen, die bloß älter werden, sondern sind in sich dort, wo die meisten Frauen ihre Weiblichkeit spüren können, hilflos und orientierungslos. Also vor allem in der Begegnung mit Frauen, wenn es um männlich-weibliche Polaritäten geht. Der moderne Mann muss diese Spannung, Kraft und Herausforderung deshalb meiden, weil er nicht stabil genug in seiner Polarität stehen kann. Seine Biografie ist dann oft eine Sammlung von Kompensationen und Ablenkungen, die auch sehr destruktiv werden können – zu seinem eigenen Leid und zu dem all der Frauen, die sich in sämtliche Richtungen immer aussichtsloser nach Männern (und damit auch Vätern!) umsehen.

Jungs können nur von Männern initiiert werden. Aber Du als Frau kannst Jungen oder Halb-Männer durchaus auf die Reise schicken, um voll und ganz Mann zu werden. Das kannst Du als Mutter, als Geliebte, als Schwester, als Freundin tun, indem Du erstens ganz klar ausdrückst, was „Mann“ für Dich bedeutet und wie sehr Du Dir „Mann“ wünschst und „Mann“ brauchst; und indem Du zweitens zu allem anderen eindeutig und konsequent „Nein“ sagst. Ich weiß, dass das schwierig ist, aber es funktioniert. Und weiter unten kommen wir noch dazu, wie Du darüber hinaus eine aufweckende Wirkung auf Männer haben kannst.

Die wichtigste Voraussetzung für diese Haltung ist die gute Verbindung zwischen dem inneren Mädchen, Deiner vollen Weiblichkeit und der erwachsenen Frau in Dir. Um diese Verbindung zu stärken und zu halten, musst Du langsam und Schritt für Schritt immer mehr…

Dich sichtbar werden lassen

Viele Frauen haben sich bereits als Teenager angewöhnt, kein Risiko mehr einzugehen und sich lieber unsichtbar zu machen. Es gibt viele verschiedene Arten, das zu tun, aber grundsätzlich sind es zwei Richtungen: entweder Du ziehst Dich komplett nach innen zurück und versteckst alles, was irgendwie Deine Weiblichkeit und Dein Frausein zeigen könnte, oder Du überklebst und übermalst Deine natürliche Weiblichkeit und Deine echten Gefühle durch künstlich aufgesetzte Masken von Pseudo-Frausein. Egal, ob Du Dich dafür entschieden hast, Dich hinter einem Auftreten als „Neutrum“, als „Mann“ oder als „ätherische Luftgestalt“ zu verstecken, oder ob Du in das andere Extrem gegangen bist, um als Schablonen-Weib, als „Sexbombe“ oder „unnahbares Sondermodell“ besonders aufzufallen – beides führt dazu, dass Du nicht gesehen wirst. Warum willst Du das? Um nicht wieder schmerzlich enttäuscht zu werden. Denn Dich zu zeigen und das Risiko einzugehen, (wieder einmal) nicht so gesehen zu werden, wie Du wirklich bist, wie Du Dich innerlich fühlst, das kann weh tun! Und was Du nicht investierst, kannst du auch nicht verlieren. Gewinnen kannst Du in einem solchen Spiel allerdings auch nicht. Auf diese Weise hast Du schon verloren.

Das sind keine rationalen und meist nicht einmal bewusste Entscheidungen, sondern emotionale Reflexe, die sich fest einprägen und mit der Zeit zur fixen Persönlichkeit werden. Kein Grund, sich dafür zu schämen oder schuldig zu fühlen! Aber ein guter Grund, aus diesen kindlichen oder jugendlichen Versteck-und-Schutzgewohnheiten bewusst auszusteigen.

Du wirst selbst am besten wissen, was das für Dich bedeutet. Es fordert eine Menge Mut und beginnt damit, wie Du in den Spiegel schaust: auf welcher Seite des Spiegels bist Du? Auf der Seite, die Du siehst oder auf der, die Du fühlst und spürst? Das ist Deine tägliche Entscheidung zwischen Hölle und Himmel. Hölle ist, die Frau da im Spiegel so zurechtzumachen zu versuchen, dass Sie Deinen inneren Bildern, Vorstellungen und Hoffnungen entspricht.

Der Himmel ist, Dich in Deinem Körper die ganze Zeit zuhause und wohl zu fühlen und der scheinbaren Realität im Spiegel nicht viel Gewicht zu geben. Lippenstift? Aber ja, wenn in diesem Moment das leuchtende Rot Dein inneres Strahlen zum Ausdruck bringt und unterstreicht und es sich daher noch stimmiger anfühlt, Dich so der Welt zu zeigen! Wimperntusche, Eyeliner, Kajal? Klar, wenn es Dir Freude macht, Künstlerin damit zu sein. Puder und Make-up? Ja, wenn Du Dich damit sichtbarer machen willst. Und dann unter Deiner Kleidung, die Deine Weiblichkeit betont, auch noch aufregende Dessous zu frivolen Preisen? Natürlich, wenn Du Deinen Körper damit feierst!

Oh ja, wir Männer lieben Lippenstift und jede Verzierung und Aufhellung von Weiblichkeit – auch wenn die meisten von uns mittlerweile Meister darin sind, das nicht zu zeigen oder sogar zu leugnen! Uns Männern fehlen diese Farben, das Leuchten und Funkeln in dieser modernen (deutschen) Welt der Farblosigkeit. Kein Wunder, dass wir dankbar und fasziniert sind, wenn eine Frau in schönen Kleidern, mit feinem Lippenstift und verspielt glänzenden Ohrringen auftaucht! Aber wir wollen mit Sicherheit keine geschmückten Puppen, sondern Frauen, die sich gerne zeigen, und die Lust haben, ihre eigene Variante von Weiblichkeit voll und ganz zu verkörpern.

Spieglein, Spieglein an der Wand…

Also:

„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“

„Nun, im Land von Schein und Oberflächenkonkurrenz bist du mit deinem So-tun-also-ob, mit deinen modischen Kleidern, deiner aufwendigen Maske und deiner kühlen Unnahbarkeit die Schönste!

Aber hinter den sieben Irrtümern* bei den sieben Kindlichkeiten** da lebt Schneewittchen, die ganz ursprünglich ist und leuchtet wie Schnee – und die ist tausendmal schöner!“

*) „Mit mir stimmt etwas nicht“, „Ich bekomme eh nie, was ich brauche“, „Ich muss die Kontrolle behalten“, „Ich muss mich anstrengen, um geliebt zu werden“, „Ich bin zu viel für andere“, „Es ist alles meine Schuld“, „Ich bin nicht gut genug“

**) Urvertrauen, Unschuld, Ehrlichkeit, Spontaneität, Neugier, Authentizität, Lebendigkeit

Ich weiß, es sind nicht die Männer, die Dich stressen. Es sind die Blicke und Kommentare der anderen Frauen, vor denen Du Angst hast. Sie sind neidisch und können sehr gehässig und giftig werden. Das ist die größte Herausforderung für Dich: Dich davon nicht klein machen zu lassen. Vor allem: all die schmerzhaften Kindheits- und Jugendprägungen dieser Art abzustreifen und neu und frisch an die Sache heranzugehen. Sie könnten sagen, Du seiest eine Schlampe? Was für ein Kompliment! Ja, entdecke die „Schlampe“ in Dir: erotische Wirkung in Hochpotenz – mit Nebenwirkungen, die Du alle kennen solltest. Sei Dir insbesondere Deiner Wirkungskraft bewusst, die ihre Quelle zwischen Deinen Beinen hat. Sei nicht ihr Opfer sondern ihre Gärtnerin. Betrachte die neidischen Weiber als Schwestern, die Hilfe und bessere Vorbilder brauchen – z.B. Dich. Sei behutsam mit Dir und ihnen, sei freundlich und halte Dich an Dein Verantwortungs- und Ehrgefühl, aber lass Dich nicht von Deiner eigenen Entfaltung zum Weib abbringen.

Schneeweißchen hat noch eine Schwester – Rosenrot. Die beiden sind untrennbar und wissen genau, wer von beiden in welcher Situation die kompetentere ist. Jede Frau hat diese beiden Seiten in sich, auch wenn sie so tut als wäre sie nur „Schneeweißchen“, die höchstens mal „ein bisschen rosa“ ist.

Für die nächsten Schritte wird es hilfreich sein, beide Seiten, Dein helles Weiß und Dein tiefes Rot im Blick zu behalten, um aus beiden Farben Deiner Weiblichkeit heraus schauen und handeln zu können.

Den Augenblick aushalten und verlängern

Wenn Du so in den Spiegel schauen kannst, dann gibt es noch etwas sehr Wirkungsvolles, mit dem Du Dein Leben verändern kannst: gewöhne Dir an, Männer – oder überhaupt jeden – so anzuschauen, dass Du gesehenwirst wie und während Du schaust. Dafür musst Du mindestens drei Sekunden in die Augen des anderen blicken. Das klingt nach einer Kleinigkeit, aber es kann Monate der Übung brauchen, bis es Dir gelingt. Drei Sekunden können eine sehr lange Zeit sein. Also, hab Geduld mit Dir und sei eher neugierig und behutsam als hartnäckig. Mit Gewalt geht es nicht, dann wird es starr und künstlich. Lass Dich überraschen, was Dir beim Probieren in Dir, in Deinen Gefühlen und auch von außen begegnet. Es geht darum, das Sehen und das Gesehen-Werden wieder bewusst zu erleben – mit allem, was dabei passiert. Ohne Diskussion, ohne Forderungen, ohne Vorwürfe und Beschwerden es einfach selbst zu tun. Auch ohne Erwartungen und ohne Ziel. Versuche, den anderen wirklich zu sehen und Dich sehen zu lassen.

Wenn drei Sekunden ganz natürlich geworden sind, dann wirst Du von selbst Lust bekommen, die Zeit zu verlängern und damit zu spielen.

Du wirst bemerken, dass Du auch dafür eine stabile Aufmerksamkeit für Deinen Bauch und Dein Becken brauchst. Das verankert Dich fest in Dir und gibt Dir Sicherheit und einen Boden, den Dir keiner mehr so leicht nehmen kann, auch wenn ungewohnte oder intensive Energien in Dir aufsteigen. Der Weg dorthin geht darüber, dass Du lernst, Dich selbst direkt und ohne Vorstellungen oder Wertungen zu spüren und immer wieder zu diesem Dich-Spüren-im-Körper zurückkehrst.

Und auf diesem Weg wirst Du…

Der Angst begegnen

Es ist mehr als ein Klischee, dass Männer am meisten Angst haben vor der weiblichen Sexualität. Allgemein gesprochen ist da viel dran. Aber wovor habt Ihr Frauen denn am meisten Angst? Vor den (wilden) Männern?

Nein. Ihr habt ebenfalls Angst vor der weiblichen Sexualität. Ihr könnt davor nur nicht so leicht weglaufen oder Euch gegen sie aufspielen, weil sie ja Teil von Euch ist. Das Bedrohliche an der weiblichen Seite von Sexualität ist nicht bloß ihre Unberechenbarkeit, ihre Intensität und Tiefe, sondern ihre Unkontrollierbarkeit. Nichts macht Menschen so sehr Angst wie Kontrollverlust, weil er uns an so viel Überforderndes und Schmerzhaftes erinnert, das wir nicht wieder erleben wollen. Deshalb halten wir so ängstlich an unseren gewohnten Kontrollmechanismen fest.

Kontrolle ist gut. Du solltest so viel Kontrolle wie möglich haben… und dann auch die Kontrolle loslassen können. Wenn Du beides kannst, dann kannst Du etwas, das viele sogenannte „Erwachsene“ verloren haben: Du kannst spielen.

Die schönsten Dinge des Lebens können wir nicht kontrollieren, sondern nur geschehen lassen und genießen. Also müssen wir vor allem die Illusion der Kontrolle loslassen. Hingabe ist nicht das gleiche wie Aufgabe. Kannst Du Dich hingeben ohne Dich aufzugeben oder wegzugeben? Kannst Du willentlich Deinen Willen abgeben und das Leben, den Fluss, die Energie in Dir, Deine Spontaneität und Kindlichkeit oder auch einen eng-Vertrauten einfach machen lassen? Auch das ist eine Sache der Wahrnehmung: zu spüren und zu erleben, dass es sowieso passiert und dass Du nichts tun brauchst. Und dass genau das schön ist.

Wenn Du Dich ohne die gewohnte Kontrolle auf Dich einlässt, wirst Du zwei Aspekten in Dir begegnen, vor denen die meisten Frauen Angst haben und ständig versuchen wegzulaufen: der Leere und der Dunkelheit. Entgegen Deiner Gewohnheit brauchst Du keine Furcht vor ihnen zu haben. Sie tun Dir nichts, sie sind nicht gegen Dich, sie sind sogar Deine stärksten Quellen der Kraft. Kannst Du diese Leere aushalten, ohne sie direkt füllen oder Dich davon ablenken zu müssen? Dann wirst Du zu einem großen Geschenk für andere, weil Du wirklich aufnehmen und Raum geben kannst. Die Leere ist wie ein Hohlraum in einem Instrument: er ist notwendig, damit die Luft frei schwingen und der Ton klingen kann.

Kannst Du auch der Dunkelheit, dem Unkenntlichen und dem Ungewissen in Dir begegnen ohne sie gleich verstehen und beleuchten zu müssen? Dann wirst Du wie ein Fenster sein für das Licht, das Dich von innen ausfüllt und zauberhaft aus Dir heraus strahlt.

Und dann: leuchte!

Du wirst erfahren, dass Du mit dem Hineinfallen-Lassen in Deine Tiefe, in die Dunkelheit und in die Leere eine große und sanfte Macht entwickeln kannst. Es ist keine der männlichen Formen von Macht, die Deiner Natur sowieso eher fremd sind, sondern es ist die Kraft die aus dem kommt, was Du bist. Dafür musst Du nichts tun. Ganz im Gegenteil: weißt Du wie entspannend und wohltuend es ist, nichts zu tun und stattdessen mit dem Rhythmus und dem Fluss des Geschehens einfach nur mitzugehen?

Dafür musst Du nur da sein.

Was bist Du, wenn Du einfach nur da bist?

Ein Licht. Oder besser: ein Leuchten. Wusstest Du das? Ja, Du weißt es. Aber ich sage es nochmal, damit Du Dich wirklich voll und ganz erinnerst: Du bist ein Leuchten.

Dieses Leuchten ist sehr besonders und einzigartig. Es strahlt nicht nur durch Deine Augen, sondern auch aus Deinem Körper und aus der Art, wie Du Dich bewegst. Du kannst das in Dir spüren, wenn Du Dich an die Menschen in Deinem Leben erinnerst, die dieses Leuchten in Dir gesehen haben. Erinnere Dich daran, welche Wirkung Du auf sie hattest und woran Du das sehen konntest. Und ja, da ist es… Es ist genau dieses winzige, kleine, zarte Etwas in Dir, das Du nicht benennen kannst, aber das sich anfühlt wie eine sprudelnde Quelle der Freude. Fast wie Aufregung. Oder wie aufperlende Bläschen in einem Sektglas.

Es ist dieses Leuchten, das Männer aufweckt. Für dieses Leuchten sind Männer bereit, in die Schlacht zu ziehen, Meere und Berge zu überwinden oder Wüsten zu durchqueren, Schlösser und Kathedralen zu bauen, Musik zu komponieren, Gedichte zu schreiben, oder einfach in der Nässe und Kälte Wache zu stehen, zu warten oder die Kinder abzuholen. Oder eben einen Blogartikel zu schreiben.

Also überhaupt aufzustehen und über sich hinaus zu wachsen. Sie tun das nicht für die Mädchen, Frauen und Weiber, sondern wegen ihnen. Sie tun es Deinetwegen.

Das solltest Du wissen. Und Du solltest wissen, dass Dein Leuchten einmalig ist. Je mehr Du Dich einzigartig fühlst, desto stärker ist dieses Leuchten. Umgekehrt: je mehr Du zu sein versuchst wie eine andere oder wie ein geglättetes Photoshop-Bild von Dir, desto weniger leuchtest Du.

Dein Körper leuchtet und das Leuchten ist über Deinen Körper ganz einzigartig verteilt. Manche Frauen leuchten besonders in ihren Schultern, in ihren Haaren, in den Mundwinkeln oder in den Grübchen um das Steißbein. Es ist eine unendliche Vielfalt.

Da, wo Du Dich zufrieden annimmst, nimmt das Leuchten zu. Wo Du Dich selbst nicht magst, nimmt das Leuchten ab. Wenn Du innerlich still bist und der Leere und Dunkelheit in Dir Raum gibst, wird das Leuchten sehr stark. Wenn Du aber dagegen ankämpfst, kann es soweit erlöschen, dass Du nur noch niedergeschlagen bist. Wenn Deine Aufmerksamkeit sehr aufs Denken und Grübeln gerichtet ist, leuchtest Du wenig. Wenn Du Dich in Dein Becken fallen lässt, umso mehr.
Wenn Du Dich beeilst und hektisch wirst, wenn Du versuchst, den Erwartungen anderer gerecht zu werden und Dich nicht mehr wohlfühlst in Deiner Haut… strahlst Du weniger. Je langsamer Du wirst und je wohliger Du im Körper bist…desto intensiver ist Dein Strahlen.

Schönheit und Ekstase

Wenn Du Dich also in Dein Licht und Dein inneres Strahlen hineinfallen lässt und lernst, darauf zu vertrauen, dann wirst Du – ein Stern. Nicht so ein Plastik-Medien-Star, der nur eine glitzernde Hülle präsentiert, sondern ein richtiger, der den Weg leuchtet und in der Ferne ein höheres Ziel setzt, für das es sich lohnt auf die Reise zu gehen und zu kämpfen.

Und das Ziel, an das Du uns erinnern kannst, ist Schönheit.

Schönsein ist etwas anderes als Hübschsein. Schönheit kommt von innen aus Deinem Einklang mit Dir selbst, also daraus, wie gut Du Deinen Körper spüren und Dich darin wohl fühlen kannst, wie Du Dich mit Dir selbst verbunden fühlst und den Raum um Dich mit Deiner Schwingung füllst – egal welche Energien und Kräfte gerade durch Dich hindurch fließen. Dafür musst Du nicht „gut drauf sein“. Du kannst auch müde, verschlafen, traurig, wütend, empört, unsicher oder schüchtern und darin wunderschön sein. Weil Du authentisch bist und nichts von Dir abschneidest oder unterdrückt hältst. Dann zeigt sich Deine Schönheit in Deiner Ausstrahlung und Du wirst magnetisch ohne etwas tun zu müssen.

Aufhübschen kannst Du Dich dagegen nur an der Oberfläche. Du kannst damit im ersten Moment sehr auffallen, aber jede Frau (und auch die meisten Männer) erkennen intuitiv den Unterschied zwischen einer schönen Frau und einer bloß verschönerten. Eine schöne Frau bekommt im ersten Moment wahrscheinlich weniger Aufmerksamkeit als die hübschen, glitzernden, aufgetunten Frauen in ihren Minis und mit den tiefen Ausschnitten. Sie ist mehr ein Geheimnis, das es zu entdecken gilt. Sie muss nicht „sexy“ sein, aber sie ist durch und durch erotisch: magnetisch anziehend und warm (nicht cool). Warum? Weil sie sich selbst in ihrem Körper wohlfühlt und genießt. Sie sucht nicht das Rampenlicht und die Aufmerksamkeit, sondern die Aufmerksamen suchen sie. Sie ist eine unscheinbare Schatztruhe, die man erst öffnen muss, um das Gold in ihr zu finden. Sie ist ein Geheimtipp für Kenner und Liebhaber, denn sie kann Ekstase erleben und andere in Ekstase versetzen.

Und Ekstase ist das, was uns heute am meisten fehlt und wonach wir uns am meisten sehnen. Viele Suchende landen nur bei schlechten Ersatz-Mittelchen von Speed oder Alkohol über Trance-Musik bis hin zu ausgefallenen „Tantra-Retreats“, die zwar kurzzeitig die ängstliche Permanent-Kontrolle abschalten, aber nicht in Ekstase versetzen und den Geist erheben.

Ekstase heißt, dass Du Dich hingeben kannst ohne Dich aufzugeben. Es bedeutet, dass Du Dich von einer höheren und stärkeren Kraft in Schwingung versetzen lassen kannst und nicht an Deiner gewohnten Fassung festhältst. Es bedeutet, dass Du den enormen Kräften in Deinem Becken, Deiner Intuition und Deinem Herzen vertraust, sie zum Ausdruck bringst und verkörperst.

Dann wirst Du einmalig und umwerfend schön sein.

Und mehr noch: Du wirst eine lebendige Erinnerung und Inspiration sein dafür, dass wir Schönheit brauchen, weil sonst etwas in uns stirbt. Was haben wir in den letzten hundert Jahren nicht alles an Hässlichkeiten hervorgebracht: hässliche, unmenschliche Architektur, kalte, menschenverachtende Arbeits-Systeme, grelle Konsumtempel aus Chrom, Glas und Neonlicht, verlotternde Beton-Silos für die noch so empfänglichen Schüler und Studenten, Filme voller Gewalt und Unmenschlichkeit, aufdringliche „Kunstwerke“ ohne Sinn und Ästhetik, psychiatrisch-kranke Inszenierungen in Theater- und Opernhäusern, lieblose und grelle Kinderbücher oder -spielzeuge, gefühllos-monotone „Musik“ und jedes Jahr die immer anti-erotischeren Modestile in Schwarz-Weiß-Grau oder schrillen Farbkombis.

Diese Zerstörung von Schönheit macht uns krank. Du aber kannst das Gesunde und Heilende in Dir wiederentdecken und leben. Du kannst uns allen – vor allem uns Männern – wieder die Wirkung spürbar machen, wenn das Natürliche, Ursprüngliche, Reine sich entfalten kann. Nimm das Hässliche und Unachtsamkeiten nicht mehr passiv als gegeben hin. Gib jedem auch noch so kleinen Impuls in Dir Raum, Deine Umgebung schöner zu machen. Nicht um etwas dafür zu bekommen, sondern weil es Deiner Natur entspricht und Du Dich so zum Ausdruck bringst. Vertraue auf Dein Gefühl. Lehne es ab, nur rational, praktisch, nützlich und zurückhaltend zu sein!

Es wird oft gefragt, wie denn weibliche Führung aussehen mag im Unterschied zu männlicher Führung. Ich schlage vor, weibliche Führung ist eine Führung über Schönheit. Jedes wache Auge, jedes gesunde Herz und jede schwingende Seele jeden Alters sucht nach Schönheit – immer und überall. Es ist daher ganz leicht für Dich, ihr Leitstern zu sein und sie in diese Richtung zu führen – durch Dein Leuchten.

Übernimm die Führung

Siehst Du, ich sage mit keinem Wort, dass Du Dich politisch oder wirtschaftlich engagieren solltest. Ich will nicht, dass Du denkst, Du müsstest in irgendeiner Arena der Männer mitkämpfen, um etwas zu verändern. Dieser Irrtum der Frauen hat uns nur noch weiter in das traurige Fiasko getrieben, in dem wir heute leben.

Jetzt ist es Zeit, dass wir alle – Männer und Weiber – einen anderen Weg gehen.

Also:

Warte nicht auf die Männer,
gehe Du los.
Lass Dich in Deine ursprüngliche Weiblichkeit hineinfallen
und von ihr tragen.
Spür die Kraft in Deinem Becken,
etwas ins Leben zu holen, zu gestalten und zu heilen.
Nimm wahr, dass Du schon vollständig bist
und hab dann den Mut,
Dich voll und ganz auf das Spiel einzulassen:
sei bereit, nur die eine Hälfte der Pole
zwischen Mann und Frau zu verkörpern.
Nur so macht es Freude und ist fruchtbar.
Warte nicht darauf aufgefordert zu werden,
tanze auf Deine Weise!
Sei selbstbewusst und stolz mit allem, was Dich ausmacht
und Du wirst zu einem Magneten
für selbstbewusste Männlichkeit und Schönheits-Sucher;
zu einer Mutmacherin für Freundinnen, Schwestern und Töchter.
Alles, was Du dafür brauchst, hast Du bereits.
Vertraue auf die natürlichen Kräfte in Dir.
Vertraue Deiner Sehnsucht.
Halte nichts zurück.

So wirst Du zu einer einzigartigen Verkörperung der Göttin, genannt: Weiblichkeit. Du wirst auf Deine einmalige Weise eine Muse für Dichter, Denker und Entdecker und verlockst sie zu mehr Fantasie, Mut und männlicher Präsenz. Indem Du ganz Du-selbst bist, inspirierst Du Jungen und Männer wie nichts anderes sie inspirieren könnte.

Und dann werden sie langsam aufwachen und sich umsehen und die Köpfe zusammen stecken, um herauszufinden, was sie als nächstes erfinden und aufbauen können, um Deiner Schönheit und jeder Art Schönheit mehr Raum und eine hellere Bühne zu geben, damit alle sie besser sehen können. Dann bist Du eine Königin im Land der Dichter und Denker.

Deshalb brauchen wir Dich. Übernimm die Führung!

Sei Muse und erinnere uns an Schönheit.

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Im letzten Jahr haben viele Menschen eingesehen, dass es so nicht weitergeht. Dass etwas Grundsätzliches anders und neu werden muss. Es war ein Jahr des Ringens und der wachsenden Ungemütlichkeit bis hin zu erschütternden inneren Zerrissenheiten. Auch wenn die neuen Wege noch für die meisten nicht sichtbar sind, ist doch eines klar: sie wollen keine halbherzigen Sachen mehr. Keine quälenden Kompromisse mehr und kein halbgelähmtes Abwarten.

Ich habe mit Menschen gearbeitet, die deshalb ihren gewohnten Job nicht mehr weitermachen wollen, die aus destruktiven oder fruchtlosen Beziehungen aussteigen möchten, die sich vor allem aber von der Gefangenschaft alter Muster und Stressreaktionen befreien wollen, weil sie keinen Raum für die eigene Entfaltung mehr haben. Sie ersticken im Gewohnten wie unter verkrusteten und verklebten Wickeln und Bandagen. Sie wollen aus der Mumifizierung ihrer Schutz- und Rettungsmechanismen heraus. Und das ist anstrengend.

Vor allem muss endlich alles Herzlose weggeräumt werden. Wie viele Einzelne für sich, so geht dabei auch unsere Gesamtgemeinschaft durch den gleichen Prozess. So gut wie alle Systeme und Institutionen der Öffentlichkeit (vor allem: Regierung und Medien) sind von ihren obersten Führungsspitzen und Leitfiguren herab dermaßen korrumpiert und moralisch degeneriert, dass sie die Kultur, grundlegende menschliche Werte und das friedliche Zusammenleben der Menschen systematisch von innen zerstören. Was von ihnen sichtbar wird ist zunehmend nur noch die Fratze von kaltschnäuzigen, egozentrischen Psychopathen: eine Mischung aus Machtgier und perverser Cleverness, ohne Herz und Gewissen.

Es ist für eine moralisch integere und herzlich-aufrichtige Person schon seit Jahrzehnten unmöglich, innerhalb dieses Systems authentisch zu wirken oder es gar zu verändern. Denn gesunde Menschen werden in diesem etablierten System in die höheren Ränge von Macht und Einfluss nicht zugelassen. Warum nicht? Weil sie nicht manipulierbar und steuerbar sind. Sie lassen sich nicht für die psychopathische Agenda der sogenannten „Eliten“ einspannen. Sie sind zu wenig erpressbar, zu wenig verführbar und zu wenig rücksichtlos.

Das System der Macht (nicht die Macht an sich!) ist dermaßen krank, dass es nicht mehr veränderbar ist. Es ist ein Gräuel und muss daher komplett abgeschafft werden. Die giftige Pflanze namens Alles-kontrollieren-und-vereinheitlichen (ja, der Faschismus trägt heute modisch Grün, kein abgestandenes Braun mehr) hat ihre Wurzeln so tief in unser Leben, unser Denken und unsere Wahrnehmung hinein gegraben, dass die meisten gar nicht mehr erkennen können, was eigentlich noch gesund und richtig und was komplett verdorben, degeneriert und zerrüttet ist.

Es ist sehr viel degeneriert. Mehr als die meisten bereit sind wahrzunehmen.

Wir sind daran gewöhnt, in einem dauerhaften Zustand des Krieges zu leben. Krieg zwischen Ländern – militärisch oder wirtschaftlich – Krieg der Regierungen (der Machtzentren) gegen die Bevölkerung, Krieg der sogenannten „Modernen Medizin“ gegen die Natur und unsere Körper, Krieg der Glaubenssysteme gegeneinander, Krieg der „Bildungssysteme“ gegen den Geist unserer Kinder und der Studenten, Krieg der Medien gegen den gesunden Menschenverstand und Ethik und all die propagandistisch ausgerufenen Kriege wie „Frauen gegen Männer“, „Junge gegen Alte“, „Schwarze gegen Weiße“ oder „Klimaschützer gegen alle anderen

Wir sind es so sehr gewohnt, dass „die Wahrheit“ im Fernsehen gesendet, alles Wichtige in den Zeitungen steht und die einzig „richtige und gute Meinung“ von irgendwelchen moralischen Besserwissern über Facebook vorgegeben und verbreitet wird, dass wir nicht einmal mehr nachfragen. Wozu auch? Wir sind über das Stadium des Zweifels und der Skepsis längst hinaus in einem Zustand dumpf-misstrauischer Gleichgültigkeit und Lähmung – jeder gegen jeden. Wir reden uns raus, indem wir unsere Resignation als kluge Zurückhaltung verkaufen: „Ich halt mich da raus.“ oder: „Das wird schon werden!“.

Die meisten kennen diese Zeile: „Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.“ Man muss das für unsere Zeit ein wenig übersetzen:

„Stell dir vor, deine Werte und das, was dir lieb ist, wird angegriffen;
stell dir vor, jemand will Gift in Deinen Körper spritzen;
stell dir vor, dein Freiraum wird zerstört, indem alle Grenzen aufgelöst und überrannt werden;
stell dir vor, deine Integrität wird durch Gleichschaltung aufgelöst…
und du tust so als wäre alles in Ordnung
und lässt die anderen einfach machen.“

Was dann? Die Antwort darauf gibt uns die meist unterschlagene zweite Zeile des Sinnspruchs, die eine Gesetzmäßigkeit offenbart, die viele lieber nicht wahrhaben wollen:

… dann kommt der Krieg zu Dir

 Wir haben uns an die allgegenwärtige Destruktivität schon als Normalzustand gewöhnt und leben, statt uns dieser im Außen zu stellen, innerlich im Krieg mit uns selbst: Kopf gegen Bauch, äußere Maske gegen authentische Wünsche, gelernte Überzeugungen gegen innere Stimme. Und das ist also die Kehrseite unserer Apathie und Verantwortungslosigkeit: dass wir seit über hundert Jahren permanent und ohne Pause in Kriege verwickelt werden, denen wir uns nicht mehr entziehen können. Wir haben uns an den tatenlosen Zustand des Stillhaltens und Die-anderen-machen-Lassens gewöhnt und nun auch unsere Kinder zu Desinteresse, Bewegungslosigkeit und Leidenschaftslosigkeit, zu Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit erzogen. Sie schreien nach Zukunft, weil sie keine Kraft haben, sich diese selbst zu kreieren.

Wie bei einem Computer, der komplett von einem Virus befallen wurde, besteht die einzige Möglichkeit darin, alles zu löschen und ein neues Betriebssystem aufzuspielen. Dabei werden einige Daten verloren gehen, aber nur so wird er überhaupt wieder benutzbar werden. Das Jahr 2020 ist das Jahr, in dem viele vertraute Betriebssysteme komplett neu aufgesetzt werden müssen.

Es wird sehr ungewohnt sein, zum ersten Mal seit einem Jahrhundert die Chance zu bekommen, im Frieden und nicht länger im Krieg zu leben. Das bedeutet eine große Erleichterung und Befreiung. Es bedeutet, dass wir Freiräume erleben werden, auf die wir schon so lange hoffen und warten, dass wir beinahe vergessen haben, dass es sie überhaupt geben könnte.

Es bedeutet aber auch Abschied zu nehmen von narkotischen Bequemlichkeiten und schlafwandlerischen Gewohnheiten. Oft werden wir erst dadurch aufgerüttelt, dass wir in voller Fahrt gegen eine Betonwand krachen und uns nach neuen Wegen und Hilfe von außen umsehen müssen. Wir müssen den Willen entwickeln, uns helfen zu lassen. Und wenn die alte Narkose nachlässt, dann kommen mit dem besseren Spüren auch Schmerzen ins Bewusstsein. Wir werden also auch lernen müssen, mit Schmerzen und Nöten anders umzugehen.

Für diejenigen, die sich mit der Installation des komplett neuen „Betriebssystems“ für unser Land (aktuell: „BRD“ – wird voraussichtlich komplett deinstalliert) noch gar nicht beschäftigt haben, sei hier dringend angeraten, sich auf die möglichen massiven Ausfälle während der bevorstehenden Umstellungsarbeiten unverzüglich vorzubereiten. D.h. Vorbereitungen für ein Leben ohne Systemversorgung für mindestens 14 Tage, besser 1-2 Monate zu treffen. Stichworte: Stromausfall, Ausfall der Telekommunikation, Nahrungsmittelversorgung (s. offizielle Vorgaben des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und „Notration“), Hausapotheke, persönliche Sicherheit in „chaotischen Zeiten“, unabhängiger Bargeldzugriff, tankstellenunabhängige Mobilität, währungsunabhängige Wertesicherung. Und vor allem: Keine Angst.

Wir sind echte elementare Krisen nicht mehr gewöhnt, aber Krisen sind natürlich-notwendige Phasen der Reinigung und Gesundung. Sich auch in Krisen und einschneidenden Wandlungsprozessen gut versorgen zu können ist eine Kompetenz, die wir Immer-wohl-Versorgten viel zu wenig üben konnten in den letzten 70 Jahren.

Das neue Betriebssystem für die posttraumatische Heilung heißt:

Selbstverantwortung

Selbstverantwortung können wir nur übernehmen, wenn wir unsere innere Stimme hören können. In dem Wort Verantwortung steckt bereits die Idee der Antwort. Also nicht (mechanisch, automatisch) zu reagieren, sondern (intelligent und gewählt) zu antworten. Zu einer Antwort gehört eine Frage. Daher besteht der erste große Schritt in die Verantwortung darin, das Leben und was immer uns geschieht als Frage zu verstehen und uns dieser Frage zu stellen. Dazu gehört auch, uns der schwierigen und herausfordernden Freiheit zu stellen, verschiedene Möglichkeiten zu haben und eben auch Fehler machen zu können.

Also nicht wieder nur nach fertigen Rezepten, Lösungen und „Tipps“ zu suchen, sondern zu erkennen, dass wir so oder so unsere eigenen Entscheidungen treffen müssen. Wenn wir die Entscheidung anderen überlassen – wie wir es gewohnt sind – dann ist das auch eine Entscheidung.

Entscheidungen beruhen auf Unterscheidungen, also der Fähigkeit, Unterschiede so fein wahrzunehmen, dass der bessere Weg einfach erkennbar wird. Wir sagen deshalb auch: „eine Entscheidung treffen“. Wir machen sie nicht, sondern wir treffen sie: „Hallo Entscheidung, schön Dich zu treffen! Du kommst gerade recht…!“. Dafür müssen wir eine gute Wahrnehmung haben, um die Zeichen und Signale einer neuen Richtung zu erkennen und wir müssen uns davon führen lassen können.

Selbstverantwortung beruht deshalb vor allen Dingen auf einer guten Wahrnehmung. Nur wenn wir unsere „innere Stimme“ wahrnehmen können, haben wir ein eigenes Ich und sind nicht bloß Spielball der Umstände oder der Erwartungen anderer. Es geht also darum, dieses Ich, eine stabile innere Mitte aufzubauen, um von dort aus auf die Herausforderungen der Welt antworten zu können.

Diese Mitte ist nicht so sehr ein Punkt, sondern eher eine Verbindungs-Linie, eine Achse wie unsere Wirbelsäule. Sie verbindet unser Bauchzentrum, den Ort unserer Intuition, Willenskraft und Gleichgewichtsfähigkeiten, mit unserem Herzzentrum, das uns Wahrhaftigkeit, Wohlwollen und Treue schenkt, und unserem Kopfzentrum, das uns Klarheit im Verstand, im Ausdruck und im Blick für die Zukunft gibt. Wenn wir diese Achse in uns stärken, entsteht nicht nur die Fähigkeit, sondern auch der Drang zu wachsender Verantwortung für uns selbst. Wir wollen dann unserer eigenen Entfaltung folgen und mit der Welt zusammen etwas erschaffen, das uns erfüllt und Freude macht. Und ein wichtiger/wesentlicher Aspekt davon ist es, dies mit anderen zu teilen. Gesunde, fördernde Beziehungen beruhen darauf, dass wir von dieser inneren Achse aus mit dem anderen etwas zusammen erleben oder erschaffen wollen. Ohne Zwang, ohne Schuldgefühle, ohne Abhängigkeiten. Es ist mehr als Anziehung oder Faszination, es ist eine Verbindung von Ich zu Ich.

Selbstverantwortung fokussiert mehr auf die Zukunft als auf die Vergangenheit. Unsere sogenannte Vergangenheit ist der Teil in uns, der als feste Struktur, als Gewohnheit oder Meinung automatisch und immer gleich wirkt. Veränderungen können wir aber nur bewirken, wenn wir ein Bild von der Zukunft haben, wenn wir innerlich bereits „sehen“ können, wo wir hin wollen, wie wir sein und was wir erleben möchten. Diese eigene vorgestellte Zukunft löst Gefühle in uns aus, die uns dann motivieren und tragen können, so dass die alten Gefühle aus Vergangenem verblassen und nachrangig werden. Dazu zählen vor allem Schuldgefühle, alte Ängste und angestauter Zorn – sie müssen nicht weggeschafft werden, sie klingen ab, sobald wir unsere Aufmerksamkeit auf das jetzt Anstehende und Neue richten.

Das gleiche gilt für Gedanken, Ansichten, Ideen und Vorhaben. Wenn wir uns in all dem aus einem Zukunftsbild von uns selbst heraus eine eigene Richtung geben können, entwickeln wir Willenskraft. Und das ist dann kein Zähne-zusammen-Beißen und Sich-mit-Ellbogen-Durchkämpfen, sondern eine Kraft, die unser Bewusstsein und unsere Wahrnehmung auf das lenkt, was uns wachsen lässt, uns von innen heraus eine neue Form gibt und uns gut tut. So können wir unser Ich-Gefühl aus dem Vergangenen und Festgefahrenen heraus heben und den freien Raum für Neues und für Kreativität nutzen, die uns Vergnügen bereiten.

Für diese Ausrichtung und Herausforderung wünsche ich allen Lesern und Freunden der Catlike-Arbeit Klarheit, Aufrichtigkeit und Mut für das begonnene Jahr 2020!

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Über das Ende einer psychopathischen Inszenierung


Inspiriert von Hans-Joachim Müllers ‘Post von Müller’


Prolog für politisch Enttäuschte und Verwirrte

Man hat uns allen beigebracht, dass die Demokratie die fairste aller Regierungsformen ist. Außerdem hat man uns eingetrichtert, dass wir in einer Demokratie leben. Wir haben beides nie hinterfragt und kombinieren diese beiden Glaubenssätze zu der Überzeugung, dass wir in der fairsten, also der besten Regierungsform aller Zeiten leben.

Wenn das stimmt, müsste diese Regierungsform ja also das Beste aus den Menschen herausholen. Wir müssten von Generation zu Generation immer klüger, immer besser organisiert, immer leistungsstärker und effizienter und vor allem immer zufriedener und gesünder sein.

Die meisten Menschen fragen sich nie, warum es aber ganz im Gegenteil seit Einführung dieser sogenannten „Demokratie“ mit der Kultur unseres Landes rapide bergab geht, warum unsere Wirtschaft im Niedergang ist, warum das Vertrauen der Menschen untereinander und in sich selbst fast auf dem Nullpunkt ist und der Bezug der meisten Menschen zu allem, was als Politik bezeichnet werden kann, geprägt ist durch Misstrauen, ahnungslose Naivität, Desinteresse oder Abscheu. Sie fragen sich auch nicht, wie es in dieser angeblich besten und freiheitlichsten Regierungsform zu einem rapiden Abfall der Bildung, zu einer wachsenden Auswanderungsquote der Leistungselite, zu einer unentwegten Verteuerung des normalen Lebens und stetig steigenden effektiven Steuerlast von über 70% (des Verdienstes) kommen kann.

Und auch nur wenige werden stutzig, warum die meisten Menschen sich überhaupt kaum noch irgendetwas fragen, das über ihren kleinen persönlichen Horizont von Konsum und Alltagssorgen hinausgeht. Dass man keine erhellenden Gespräche oder konstruktiven Dialoge über Politik mehr mitbekommt, geschweige denn führen kann, weil es beim Austausch von Plattitüden und den immer gleichen Denkschablonen bleibt und ansonsten Unwissenheit und Desinteresse herrschen. Müsste eine echte Demokratie die Menschen nicht gerade wacher machen für alles Gemeinschaftliche, für gemeinsame Kultur, Zusammenhalt und solidarische Stärkung untereinander? Eine echte Demokratie bräuchte doch kluge, weitsichtige und umsichtige Bürger, die sich für das Ganze einsetzen?

Was für eine „Demokratie“ soll das denn sein, in der wir nun also leben und immer selbstsüchtiger, rivalisierender, ungebildeter, unpolitischer und orientierungsloser werden? Man sagt uns, dass wir (also die Mehrheit von uns) uns dafür entschieden haben, denn wir können ja… wählen! Man suggeriert uns, dass wir den Abstieg, den Zerfall der Sitten, die wachsende Kriminalität, den wirtschaftlichen Niedergang, die Herrschaft von rücksichtlosen globalen Großkonzernen, stetige Enteignung, Altersarmut, unbezahlbare Verschuldungen, lügende und manipulierende Staatsmedien und die hysterischen Einschränkungen der Meinungsfreiheit selbst gewählt haben.

Um es kurz zu machen: nein, das haben wir nicht gewählt! Dies alles wurde mutwillig und absichtlich inszeniert, gesteuert und durchgesetzt. Gegen unseren Willen und gegen unsere Natur.

Warum aber stellen sich die Menschen solche Fragen nicht? Warum fallen den meisten die eklatanten Widersprüche im System zwischen den Narrativen, die wir seit unserer Kindheit hören, und der Realität nicht auf? Warum benutzen nur so wenige den gesunden Menschenverstand und warum interessiert sich niemand für die Wirklichkeit und die wahren Zusammenhänge?

Weil die Menschen chronisch unter Stress gehalten werden. Stress sorgt dafür, dass das Denken und Reflektieren auf ein Minimum reduziert werden, weil der gesamte Organismus auf primitive instinktive Überlebensprogramme umschaltet. Das ist die permanente Überaktivierung der drei Notprogramme im Stammhirn: Flucht, Angriff oder Sich-Totstellen. Dadurch wird die Wahrnehmung stark eingeschränkt und der Sinn für die Realität kommt abhanden. Jegliche Neugier geht verloren und das Gehirn kann nicht mehr lernen. Es ist ständig überfordert, wird sehr vergesslich und arbeitet nur noch mit einfachen Denkschablonen. Komplexes, zusammenhängendes Denken wird abgeschaltet. Wir verlieren den Überblick. Kleinste Änderungen oder neue Informationen führen sofort zu einem Gefühl der Überforderung, aus dem wir entweder aggressiv werden oder in Lähmung und Duldungsstarre verfallen.

Es ist nicht so, dass die Menschen zu dumm oder zu wenig interessiert sind. Sie sind nur chronisch in einem Zustand mangelnder Reflexionsfähigkeit und können sich nicht mehr interessieren. (Als Kinder konnten sie es noch.) Dieser chronische Stress entsteht durch die stetige (Re-) Aktivierung existenzieller Bedrohungsgefühle. Anders als beim Tier reichen dafür beim Menschen mentale Reize, die zu instinktiven Schutzreaktionen führen. Man muss Menschen nur immer wieder ausreichend verunsichern. Je weniger Selbstvertrauen und Selbstsicherheit ein Mensch in sich trägt, desto leichter ist es, ihn auf solch existenzieller Ebene zu verunsichern.

Und wie vermindert man das Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen von Menschen? Man (zer)stört die Beziehung zwischen Eltern und Kindern in den ersten drei Lebensjahren. Zum Beispiel, indem man Eltern immer weniger Zeit lässt für ihre Kinder oder ihre Aufmerksamkeit auf anderes wie z.B. Smartphones zieht, oder indem man Kinder immer früher in die Hände (staatlicher) Gruppenbetreuung gibt; oder indem man immer mehr hochfrequente (Mobilfunk-, W-Lan-) Strahlung erzeugt, die auf wachsende Kindergehirne nachweislich extrem schädlich wirkt; oder indem man Impfstoffe (und dann entsprechenden Impfzwang) erfindet, die das Nervensystem von Kindern angreifen und ihre gesunde Entwicklung verhindern. Kurz: indem man die jungen Körper von Kindern möglichst früh unter biologischen Dauerstress setzt. Dann hat man sehr verlässlich ein paar Jahre später eine ganze Generation von Menschen, die vom einfachen Leben bereits chronisch überfordert und den einfachsten Anforderungen nicht mehr gewachsen sind. Die werden dann ganz bestimmt keine Fragen mehr stellen. Und sie werden alles glauben und an sich reißen, was ihnen ein wenig Orientierung, Ruhe und Sicherheitsgefühl verspricht. Ein Schwarm instabiler, bedürftiger und naiver Wesen, die geistig nicht mehr erwachsen und verantwortungsfähig werden können und die immer getragen werden müssen, aber nicht tragen können.

Sie sind damit dann auch definitiv Demokratie-unfähig. Ich glaube nicht, dass man ihnen dann noch aufwendig (und teuer) suggerieren muss, sie lebten in einer Demokratie. Sie sind so abhängig von Anerkennung und Hilfe von außen und ihre Fähigkeiten, sich selbstkritisch und konsequent für Veränderungen einzusetzen und effektiv untereinander zu organisieren sind dann so unterentwickelt, dass das System sich ganz auf den Erhalt der mentalen Vollversklavung beschränken kann.

Die wenigsten Menschen ahnen, wie nahe wir diesem Zustand bereits sind. Sozialistische und faschistische Systeme sind unter den Gestressten und Überforderten aktuell schon länger wieder hoch im Kurs. Und so würde es weitergehen, wenn nicht… eine Änderung von außen kommt, die das gesamte illusionäre „Demokratie“-Theater und den Zerfall des Geistes stoppt. Es dürfte bereits einleuchten, dass eine solche Rettung gar nicht von innerhalb solch einer „Demokratie“ kommen kann. Sie muss von außen kommen. Dazu später mehr.

Vorhang auf: „Schöne neue Demokratie“

Kommen wir zurück zur Ausgangsfrage: Was ist das für eine „Demokratie“, in der wir leben? Wir können ab und zu lokale und landesweite „Vertreter“ wählen. Die Auswahl wird allerdings gestellt. In erster Linie von Parteien. Parteien sind straff hierarchisch organisierte Institutionen, die von oben nach unten und komplett gesteuert sind. Über den Parteien stehen wiederum Institutionen und Interessengruppen, von denen wir in der Öffentlichkeit nichts hören, weil wir nichts hören sollen. Sie stehen nicht zur Debatte. Vor allem stehen sie nicht zur Wahl, sondern sie steuern das Regierungs- und „Wahl“-System. Mit anderen Worten: wir können nur aus dem „wählen“, was uns angeboten wird. Die vielgepriesene EU wird sogar schon ganz offensichtlich von Figuren geführt, auf deren Positionierung die Bevölkerung keinen Einfluss mehr hat, die aber umgekehrt mehr und mehr die Kontrolle über das Leben der Bürger in Europa übernehmen und die Ländersouveränität auflösen. Was ist ein zentralistisch-sozialistisches System, das alle Bürger überwacht und klein hält und sich „Demokratie“ nennt? Verrat.

Es ist mittlerweile für den interessierten Zeitgenossen nicht mehr schwierig, sich darüber zu informieren und zu erkennen, dass alle Politiker ab einer gewissen Einflussebene von oben ausgewählt und gezielt geführt und gesteuert werden. Wer sich die Mühe nicht machen will, bedenke zumindest einmal die auffällige Tatsache, dass die Protagonisten in Politik und Regierung alle so auffallend stromlinienförmige und monolithisch systemkonforme Persönlichkeiten sind. Sie wirken ausgesprochen gesichtslos, unlebendig und grau. Sie strahlen erstaunlich wenig Individualität, Vitalität und Charakterstärke aus. Sie haben keine eigenen Überzeugungen, sie stehen für nichts und produzieren überwiegend bedeutungslose Worthülsen. Wenn sie etwas sagen, klingen sie substanzlos, verwaschen oder inkompetent. Sie beziehen selten eine klare, konkrete Position und ändern sie nicht selten innerhalb von Stunden. Ihre gesamte Erscheinung ist Ausdruck formloser Opportunität. Nichts an ihnen lässt vermuten, dass sie das Volk oder menschliche Werte tatsächlich vertreten, geschweige denn fürsorglich und altruistisch sein könnten. Allein ihre oft himmelschreiende Inkompetenz und ihr Mangel an Bildung und Anstand machen es unvorstellbar, dass sie für so etwas Komplexes wie Gemeinwohl einstehen könnten. Es sind offensichtlich Figuren in einem Theaterstück, dessen Regisseure wir nicht kennen.

Hin und wieder erfahren wir sporadisch, wie eigennützig, korrupt, unaufrichtig, betrügerisch, destruktiv und unfähig diese Theaterfiguren in den oberen Etagen der Politik sind. Allerdings wird die Öffentlichkeit in nicht allzu ferner Zukunft auch noch lernen und erkennen müssen, dass weite Teile dieses Regierungspersonals hochkriminell und in einem Ausmaß moralisch verdorben sind, wie es sich der normale Bürger gar nicht ausmalen kann. Wir werden dann das Wort „Hochverrat“ wieder in unseren aktiven Wortschatz aufnehmen müssen. Wir werden einige Zeit brauchen, um zu verstehen, dass wir von einem Netzwerk gesteuert werden, in denen skrupellose Psychopathen die Mehrheit bilden, die auch vor organisiertem Menschenhandel und systematischem Kindesmissbrauch der schrecklichsten Sorte keinen Halt machen.

Wie kann es sein, dass ein Volk sich so viel Inkompetenz, Charakterlosigkeit und Kriminalität zur Führung wählt? Ganz einfach: es hat sie nicht gewählt. Es gibt nur die raffinierte Suggestion einer Wahl und eines Mitspracherechts. Wer einmal versucht hat, wirklich mitzusprechen und etwas Positives, Menschenfreundliches, Konstruktives in die Politik einzubringen (z.B. mit Petitionen oder über Bundestagsabgeordnete), der wird erlebt haben, dass es überhaupt keinen Effekt hat. Jeglicher ernsthafte Versuch, von innen oder von unten etwas im System zu ändern, ist vollkommen wirkungslos. Das ist die „Demokratie“, in der wir leben.

Rollentraining: die Dressur der Marionetten

Was vor allem Akademiker nicht verstehen bzw. sich nicht vorstellen können ist, dass wir systematisch und lückenlos belogen und betrogen werden. Nicht hier und da ein wenig, wie jeder zu wissen glaubt, sondern komplett und in allem Grundsätzlichen. Es fordert eine Menge Mut, überhaupt den Gedanken einmal zuzulassen, dass alles, was uns theoretisch und weltanschaulich beigebracht wurde, erfunden und manipuliert ist. Diesen Mut haben nach meiner Erfahrung gerade Akademiker nur selten. Die sogenannte akademische Ausbildung ist eine Vergewaltigung des Geistes und eine Zerstörung des selbständigen, kritischen, vor allem aber aufrichtigen Denkens. Die Universitäten sind mittlerweile mit Ausnahme einiger Einzelpersonen der älteren Generation zu den führenden Institutionen für geistige Amputation degeneriert. Die Schulen ziehen aber schon längst nach, denn das Lehrpersonal kommt frisch ideologisiert, bis in den Kern selbstunsicher, aber intellektuell abgerichtet von den Unis und propagiert die systemkonforme Einheitslehre ganz eigenständig. Die darunter schwelende Selbstunsicherheit und überdeckten Minderwertigkeitskomplexe (beide dürften unter Pädagogen statistische Spitzenwerte erreichen) machen sie zu verlässlichen Soldaten der neuen Ideologie. Denn sie haben ihr nichts entgegenzusetzen! Diejenigen, die noch genug Charakterstärke, gesunden Menschenverstand und kritisches Denken inklusive Selbstreflexion haben, reiben sich zwischen überdrehten Jugendlichen, respektlosen Eltern und immer engeren, kränkeren ideologischen Vorgaben des Bildungsministeriums auf. Denn sie dürfen keine Lehrer sein, die junge Menschen zur Eigenständigkeit (vor allem im Denken) verhelfen sollen, sondern sollen als Botschafter der einen Staatsideologie und einzig richtigen Gutmensch-Moral dienen. Diskussionen und Reflexionen sind unerwünscht.

So wirken Ideologie statt Wissen, Parolen statt Verständnis und Konformität statt Auseinandersetzung immer früher auf die Generationen ein. Aktuell knöpft das System sich die Kinderkrippen vor. Das Ergebnis von alldem? Nicht nur geistige Lähmung, sondern die Zerstörung von Entwicklungspotenzial. Falls die Menschheit ein Experiment in Selbstverblödung durchführen möchte – so sieht es aus. Ein System, dass von charakterlosen Gaunern geführt wird, braucht dumme Mitläufer. Also ist Verdummung eine seiner wichtigsten Aufgaben.

Damit sich der gesunde Menschenverstand nicht zwischendurch doch noch durchsetzt und die Masse die Wirklichkeit hinter den Täuschungen aufdeckt, ist es wichtig, das Gehirn der Menschen täglich mit der Ideologie und dem Theaterspiel „Keine Sorge, die Regierung macht alles gut“ zu überfüttern. Dazu dienen die Medien, also Radio, Fernsehen und die Zeitungen. Nur die besser Informierten wissen, dass diese Medien von nur wenigen (je nach Zählweise drei bis sechs) global agierenden Instituierten gesteuert und gefüttert werden. Das Wissen, wer diese Institutionen steuert, wird immer mehr an die Öffentlichkeit dringen und in nicht allzu ferner Zeit zum Allgemeinwissen gehören. Dann allerdings wird unsere „Demokratie“ bereits Historie sein.

Fazit: die Demokratie-Simulation, in der wir leben, braucht die stetige Stressung, Verunsicherung, Irreführung, Verdummung und Regression der Menschen, um nicht aufgedeckt zu werden. Sie funktioniert nur auf der Basis von Angst. Entweder der geschürten eingebildeten Angst vor „dem Klimawandel“, „den Rechten“, den „Nazis“, den Russen, vor Putin oder Trump, oder vor den real wachsenden Bedrohungen durch De-Industrialisierung (Arbeitsplatzverlust), gewalttätige Flüchtlinge, faschistische Gewalt im Gewand des „Antifaschismus“, lückenlose Überwachung oder eine Flut von drangsalierenden, freiheitsraubenden Gesetzen. Die Botschaft an den Einzelnen ist eindeutig: das System ist stärker und bist Du nicht willig, so braucht es Gewalt.

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Da das ganze System nun aber durch diese Zermürbung und Schwächung immer labiler und sein Personal immer inkompetenter wird, wird auch die Maske der Macht immer durchsichtiger und das Marionettentheater immer absurder. Wir leben in einer Zeit, in der es bereits so brüchig geworden ist, dass viele Menschen anfangen, es zu durchschauen, auch wenn sie noch bis vor kurzem überzeugte Anhänger des Glaubens an Friede, Freiheit, Klimaschutz und Eierkuchen waren.

Und das ist die gute Nachricht: dieses System von Inkompetenz und Degeneration kommt an seine Grenzen, die durch die menschliche Natur gesteckt sind. Ab einem gewissen Ausmaß an Inkompetenz, Lähmung und geistig-psychischer Blockierung ist die Überforderung so groß, dass die einfachsten Mechanismen menschlichen Zusammenseins schlichtweg nicht mehr funktionieren. Die fast vollständige Vernichtung von zwischenmenschlichem Interesse, Austausch und vor allem Vertrauen haben wir bereits erreicht. Unsere Kultur lässt sich weder durch den puren Instinkt des Überlebens noch durch Konsum und Ablenkung aufrecht erhalten. Durch diese Vernichtung von Kultur zerfällt unsere Gemeinschaft in orientierungslose, überdrehte und destruktive Einzelwesen. Wie ein Bienenschwarm ohne Königin sind wir dann den geringsten Manipulationen schädlicher Kräfte ausgeliefert.

Dann können grundsätzlich zwei Dinge passieren: wir fallen zurück auf das Faustrecht und unser Alltagsleben wird von gewaltbereiten Gruppierungen und Terror beherrscht. Das würde eine komplette Auflösung von Ordnung und Organisation bedeuten und zu einer grausamen und unmenschlichen Selbstzerstörung führen. Auf der so verbrannten Erde würde nur ganz langsam nach längerer Zeit und nur zaghaft eine neue Kultur der Menschlichkeit entstehen können. Wahrscheinlicher würden sich jedoch diktatorische und Gewaltsysteme etablieren, die ein Überleben sichern, aber Wachstum und Freiheit auf lange Zeit unerreichbar machen.

Oder aber es taucht von außerhalb des Systems eine Macht auf, die Ordnung, Struktur und Orientierung schafft, in deren Rahmen wieder eine Kultur durch gesunden Menschenverstand, Menschlichkeit, Empathie und vor allem durch ein allgemeines Verständnis für Gemeinschaft und eine Solidarität der Stärke entstehen kann. Nur so könnte das Individuum in seinen Fähigkeiten und Talenten gefördert und eingebunden werden, wodurch in kürzester Zeit eine starke, entwicklungsfähige Gemeinschaft entstehen kann, in der die Freiheit zur Selbstverwirklichung hochgehalten wird. Solch eine Gemeinschaft wäre leistungsstark. Vor allem aber wären die Menschen in so einer Ordnung erfüllt und zufrieden. Nicht durch lähmenden Konsum und Regression auf Kleinkindbedürfnisse, sondern durch Entfaltung ihrer Kräfte und Einklang mit sich selbst.

Wir würden feststellen, dass stressfreie Menschen nicht gegeneinander kämpfen, sondern sich füreinander einsetzen. Das ist unsere Natur. Sogar Tiere, sogar Raubtiere tun dies. Wir würden desweiteren feststellen, dass die allermeisten kein authentisches Interesse an Geld(-vermehrung) haben, weil Geld an sich wertlos ist; dass gesunde, freie Menschen kein Interesse an Macht über andere haben, sondern sich für die Freiheit anderer einsetzen; dass die einfachste Realität erfüllender und hilfreicher ist als jegliche Ideologie und Fantasie; dass wir intuitiv bemerken können, ob ein Mensch gesund oder psychopathisch ist, ob er lügt und sich verstellt oder ob er authentisch und wohlwollend ist – jedes gesunde 5-jährige Kind kann das.

Zurück zur gesunden Ordnung

Wir sehen daran, dass Struktur, Ordnung und Orientierung zuerst da sein müssen, sonst gibt es keinen Anfangspunkt. Die illusionäre Idee hinter der „Demokratie“ wie sie uns vorgegaukelt wird ist, dass eine solche Ordnung sich selbst aus der Unordnung erschaffen kann; dass die Orientierung sich selbst aus der Orientierungslosigkeit findet und dass eine gute gesunde Struktur sich selbst aus der Strukturlosigkeit entwickeln könne. Man muss kein Psychologe, kein Biologe und kein Soziologe sein, um zu verstehen, dass das unmöglich ist und in der Natur nicht vorkommt. Es kann nicht geschehen, weil die entwickelnde, stärkende Kraft fehlt. Kinder können sich nicht entwickeln, wenn sie keine erwachsenen Vorbilder und Förderer um sich haben. Es ist die tägliche Herausforderung durch und die Konfrontation mit Weiterentwickelten, die sie in die Entwicklung bringt. Sonst würde unsere Gesellschaft aus lauter Kleinkindern bestehen. Und tut sie das nicht zunehmend?

Wenn Eltern und Lehrer gestresst sind, dann werden die Kinder gestresst. Wenn jene in neurotischen Glaubenssystemen festhängen, werden diese ebenso darin hängen bleiben. Erwachsene Sklaven erziehen ihre Kinder zu Sklaven. Die Geschichte von dem sich selbst entfaltenden Talent oder Genie ist eben dies: eine erfundene Geschichte, die sich real nicht belegen lässt.

Der Glaube an eine „Ordnung aus dem Chaos“ ist teuflisch, d.h. illusionär. Es ist eine theoretische Chimäre, die nicht auf Erfahrung beruht, sondern auf Ideologie und Wunschdenken. Aus allgemeiner Orientierungslosigkeit kann (ohne einwirkende Kraft von Außen) niemals Orientierung entstehen. Aus Strukturlosigkeit erwächst keine Struktur. Aus Hilflosigkeit entstehen niemals Kraft und Stärke. Die sogenannte Humanistische Psychologie (hat mit dem Humanismus der Renaissance nichts zu tun) hat diesen theoretischen Irrsinn aus den USA in die Welt der Psychotherapie, des Coachings, der Pädagogik und des riesigen Selbsthilfe-Marktes gebracht: „Alles ist in dir drin. Du musst nur genug Raum und Freiheit haben, um ganz authentisch du selbst zu sein, dann kommt alles von alleine aus dir.“ Dadurch entstand das irrige Konzept, dass wir alles in uns finden und nur ausbuddeln und befreien müssen. In der Praxis zeigt sich natürlich, dass das nicht funktioniert. Es funktioniert nur bei Dingen, die einmal gelernt, dann aber blockiert oder zurückgehalten wurden. Die kann man (wieder) befreien. Richtig ist, dass wir für jeden auch nur kleinsten Lern- und Entwicklungsschritt Hilfe und Herausforderung von oben brauchen. Und selbst dann schaffen es nicht alle.

Der Denkfehler liegt darin, die Entwicklung des Menschen mit der von Pflanzen gleichzusetzen. Ein pflanzliches Samenkorn muss nur in die Erde geworfen werden und Wasser, später noch etwas Sonne bekommen, dann entwickelt sich die komplette Pflanze aus dem Samenkorn. Diese Art von Wachstum lassen wir Menschen allerdings bereits nach den ersten embryonalen Wochen hinter uns. Bereits der Fötus im Mutterbauch lebt von der Interaktion mit dem Blut, Stoffwechsel, Herzschlag usw. der Mutter. Später kommt die motorische und emotionale Interaktion hinzu, die ebenso lebenswichtig sind. Dies ist die Wachstumslogik von Säugetieren, die soziale Wesen sind und nur über Interaktion lernen (und sonst sterben). Der Mensch braucht sogar noch eine weitere Dimension: Kultur und Wissen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, damit wir uns geistig entwickeln können.

Unsere Sprache zum Beispiel steckt nicht „in uns“, so dass sie nur freigelegt werden müsste, sondern wir übernehmen sie von anderen. Und dies gilt für alle Kulturtechniken, ohne die wir nicht überlebensfähig wären.

Das Gute ist, dass ein einziges gutes Vorbild reicht, um ein Kind oder einen Jugendlichen an seine Neugier, seinen Lern- und Entwicklungsdrang und an das Gesunde in sich zu erinnern und sie zu fördern, auch wenn sie ansonsten von Degeneration umgeben sind. Wir können das Richtige, das Gute und Gesunde immer wiedererkennen und hochhalten, weil es unserer angeborenen zentralen Kraft und unserem Kern entspricht. Weil wir uns darin immer selbst wiederfinden können. Von da aus braucht es nur noch Förderung und Unterstützung des Wesentlichen in uns.

Der Krawall der Marionetten

Was hat das nun mit unserem gesellschaftlichen Zustand und unserer „Demokratie“ zu tun? Nehmen wir zur Veranschaulichung einmal die junge Generation der heute 20- bis 30-Jährigen: sie ist durch und durch infiltriert von dem Glauben, dass sie Orientierung findet, indem sie sich erstmal und konsequent gegen jede Orientierung von außen wehrt (was paradoxerweise bereits eine Orientierung am Außen ist). Was die anderen, vor allem die älteren Generationen sagen oder machen, ist grundsätzlich abzulehnen. Ein extremes Ergebnis dieser Haltung nennt sich „Antifa“ oder Anti-sonstwas. Das sind Ideologien, die sich aus persönlichen Frustrationen und emotional aufgeladenen Überzeugungen zusammensetzen, die dann auf die Allgemeinheit und „das System“ projiziert werden und gar kein Interesse an der Realität haben. Die Empörten haben keine eigene Richtung, deshalb verklumpen sie sich in Massen und maskieren ihre Hilflosigkeit als trotziges „Dagegen-Sein“ – egal gegen was. So bewahrt sich der Mitläufer einen Rest Identitätsgefühl, indem er schimpft und angreift: „Ich empöre mich also bin ich“. Zum Aufbauen, Weiterführen und Entwickeln fehlen nicht nur Ausdauer und Kompetenzen, sondern bereits viel grundlegender Orientierung und Verständnis, was eigentlich los und was das Problem ist.

Die Kinder aller Altersstufen, die für „Klimarettung“ auf der Straße protestieren, sind ein beispielhafter Auswuchs von Orientierungslosigkeit, in der die Menschen nicht bemerken, dass sie (a) von ihnen unsichtbaren Mächten gesteuert und missbraucht werden, (b) nicht den geringsten Effekt auf das System haben (das System benutzt sie nur), und (c) für etwas schreien und kämpfen, das ihnen nicht nur nicht hilft, sondern ihnen massive Nachteile verschafft. Die inszenierten „Fridays for Future“- Protestmärsche sind eines der offensichtlichsten und absurdesten Beispiele für gelenkte Bewegungen, die Veränderungen propagieren und fordern, mit denen wir in letzter Konsequenz unseren Zusammenhalt, unsere Fähigkeiten, unsere Kultur des Dialogs, unsere Freiheiten und damit unsere Zukunft völlig zerstören. Und die schreienden Kinder der Neuzeit bemerken es nicht. Ihr vollkommen medienabhängiges Engagement wird energetisiert durch verzweifelte echte Bedürfnisse nach Orientierung, nach Gehört-Werden, nach Gemeinschaft, nach mehr Lebensqualität und nach Rückbesinnung auf die Natur – vor allem die Natur, die wir in uns tragen (siehe „Klimahysterie und das Geschrei um heiße Luft“). Bedürfnisse ohne Kompetenz, ohne Übersicht und ohne Verantwortungsfähigkeit jedoch katapultieren Menschen in einen Zustand auf Säuglingsniveau. Aus ihrer Verzweiflung, der Ohnmacht und der massiven Überforderung greifen sie nach der nächstbesten Ideologie, die ihnen vom System – das sie glauben zu bekämpfen – gezielt und fertig angeboten wird. Was für ein trauriger Anblick! Ein Haufen junger Möchtegern-Revolutionäre, die an den Fäden ihrer Unterdrücker hängen, um blindlings diejenigen mundtot zu machen, die ihnen als einzige noch helfen könnten. Sie halten sich für moralische Krieger der Weltrettung und führen dabei den Willen derer aus, die die menschliche und natürliche Welt zerstören wollen. Ihr kompensatorischer Größenwahnsinn hebt die Verbindung zur Realität komplett auf. Deshalb ist es mehr als eine narzisstische Schutzillusion. Es trägt zu offensichtlich bereits psychotische Züge.

Ich glaube, wenn diese Menschen einsehen würden, wie hilflos sie wirklich sind und gegen welche unsägliche Übermacht sie in Wirklichkeit antreten (und sogar von ihr abhängig gemacht, in die Irre geführt und benutzt wurden), dann würden sie in eine schwere Depression kippen. Deshalb sind aktive Freitagsdemos an der frischen Luft vorübergehend die bessere Wahl.

Dieses Phänomen der Verführung in den völligen Selbstbetrug ist exemplarisch für das, was unsere „Demokratie“ ausmacht: die Vortäuschung von Freiheit für immer abhängigere, kindischere und einfältigere Generationen von Sklaven.

Wir steuern und beherrschen unser Zusammenleben nicht. Wir werden gesteuert. Und wir wissen nicht, von wem. Wir bemerken nur, dass es uns immer schlechter geht und wir auf den Abgrund der völligen Desintegration und Fragmentierung zulaufen. Zusammenhang und Zusammenhalt gehen immer mehr verloren. Grenzen verschwimmen oder werden ignoriert. Isolierung, Lähmung und Unverständnis breiten sich aus. Das nennt man Zerfall.

Wie kann dieser Zerfall gestoppt und wieder in Entwicklung und Wachstum umgekehrt werden? Wir wissen jetzt: nicht aus dem Zerfallenden selbst. Nicht von den Schreienden, den Verzweifelten, Strukturlosen oder Desorientierten. Sondern nur von Kräften, die das Gegenteil noch in sich tragen und Zusammenhalt von außen neu installieren können. Wir brauchen Hilfe von außen. Und diese Hilfe muss von einem Ort, aus einer Motivation und durch Menschen kommen, die vom System der Zersetzung nicht vergiftet oder korrumpiert worden sind. Daher werden sie uns anfangs sehr fremd vorkommen. Sie sind zu anders als wir, die wir nur noch den Selbstbetrug kennen. Wir verstehen sie nicht. Man hat uns sogar beigebracht, sie als Feinde zu bekämpfen und alles abzulehnen, was von ihnen kommt.

Und das bedeutet, dass wir umgedreht und gerettet werden müssen, ohne dass wir um unser Einverständnis geschweige denn unsere Mithilfe gefragt werden. Wir müssen gegen unseren degenerierten „Willen“ (so nennen die Menschen die einprogrammierten Ideen und wirren Stimmen in ihrem Kopf) gerettet werden, auch wenn wir strampeln und wild um uns schlagen. Oder wenn wir hilflos gelähmt sind. Es ist wie ein Kaiserschnitt: eine höhere Macht, die wir nicht verstehen können, holt uns aus einer ausweglosen Lage und rettet unser Leben. Wir wissen nicht, wie uns geschieht und sind unseren Helfern keine Hilfe. Anders geht es nicht.

Und sie retten uns trotzdem.

Wenn die Masken fallen: die Welt der Psychopathen

Wir haben gelernt, die „Demokratie“ zu rechtfertigen und zu loben, weil sie angeblich eine Organisationsform ist, in der die Regierung die Interessen des Volkes bestmöglich repräsentiert. Also unsere Interessen. Deshalb auch „repräsentative Demokratie“. Wir haben bereits dargestellt, dass dies in der Realität gar nicht der Fall ist. Und selbst wenn es so wäre wie man uns vorgaukelt, wäre es tatsächlich nur die Repräsentation einer Mehrheit – egal wie ungebildet, rücksichtslos und naiv diese Mehrheit auch sei. Quantität ist dann wichtiger als Qualität und wir hätten das Schlamassel: eine Diktatur der Mehrheit über alle. Allein deswegen schon würde es mit allem schnell und sicher bergab gehen. Denn Gemeinschaften und Organisationen werden nicht durch Masse gut gesteuert, sondern durch Klasse. In der Führung sind Intelligenz und Kompetenz Trumpf, nicht Lautstärke und zahlenmäßiges Übergewicht.

Aber das ist nur ein theoretisches Problem in unseren Köpfen. Unsere „Demokratie“ wurde nämlich genauso wie der märchenhafte Kommunismus und Sozialismus in unsere Köpfe hinein projiziert, um letztlich mit der realen Struktur die Macht- und Kontrollbedürfnisse von Psychopathen zu befriedigen. Dafür haben diese Psychopathen etwas gemacht, was sie besonders gut können, um uns zu verwirren: sie erfanden und erfinden Gedankengebäude und Glaubenssysteme, die zwar bei genauerer Betrachtung unrealistisch sind, aber fantastisch klingen und an kindliche Sehnsüchte anknüpfen. Aber sie machen still und heimlich etwas ganz anders – meistens genau das Gegenteil –, denn ein Psychopath hat kein Gewissen und keine Scham. Deshalb kann er (oder sie) lügen, manipulieren, missbrauchen, verletzen und morden, weil sein Bewusstsein und seine Identität nur auf der Basis des Stammhirns funktionieren. Wichtig ist nur, dass die Strategie funktioniert und sie ihre Ziele erreichen. Das entspricht in etwa dem Bewusstseinsniveau eines Reptils. Ihr Antrieb ist nicht emotional, sondern beruht nur auf instinktivem Selbsterhalt.

Ein Psychopath ist von der Welt der sozialen, fühlenden, empathischen und altruistischen Menschen vollkommen überfordert, weil er sie nicht verstehen, nicht berechnen und nicht kontrollieren kann. Deshalb steht er unter dem Zwang, sie zerstören zu müssen und immer mehr Kontrolle zu gewinnen. Nicht weil es ihm Spaß macht, sondern weil er permanent von Angst und Bedrohungserleben getrieben wird. Solche Menschen sind niemals zufrieden mit einem gewissen Maß an Macht über andere. Sie kontrollieren und zerstören alles Menschliche solange bis sie umfallen oder von außen gestoppt werden. Das ist für fühlende Menschen nicht leicht vorstellbar. Es ist so, als hätte man es mit einer Eidechse oder Schlange in Menschengestalt und mit einem hoch entwickelten, kalt berechnenden Verstand zu tun. Amphibien haben kein Gehirn, um Emotionen zu verarbeiten. Sie können nicht sozial sein, was sie mit Psychopathen gemein haben. Diese können jedoch lernen, mehr oder weniger gut soziales Verhalten zu simulieren, damit sie ihre selbstsüchtigen Ziele besser verfolgen können.

Dies also sind die Schöpfer und Lenker unserer „Demokratie“. Um einzusehen, dass solche empathielosen Machtfanatiker über die letzten 150 Jahre die Steuerung aller weltweiten Gesellschaftssysteme übernommen haben, brauchen wir keine komplizierte Theorie einer Verschwörung, sondern müssen nur Psychologie verstehen: diese Wesen suchen endlos nach Machterweiterung, weil sie sich nie sicher und zufrieden fühlen. Im engeren Sinne können sie sich gar nicht „verschwören“, weil ihnen dazu die Fähigkeit der Loyalität fehlt. Sie benutzen sich nur gegenseitig, solange sie sich brauchen, wie Angehörige der Mafia. Sie kennen keine Verpflichtung, keine Treue und keine Solidarität. Sie gaukeln sie nur manchmal vor, weil sie damit die gesunden Menschen besser über den Tisch ziehen können. Kontrollieren können sie nur über Angst und Drohung, so wie sie selbst nur von Angst gesteuert sind. So arbeiten sie sich rastlos in immer mächtigere Positionen, weil sie keine anderen Werte und Motivationen haben. Sie studieren menschliches Verhalten, Psychologie und schwarze Magie mit einer Akribie und Besessenheit, die sich ein gesunder Mensch nicht vorstellen kann. So erschaffen sie immer raffiniertere Kontrollhierarchien der Angst, Überwachung und Einschüchterung. Da sie keine Hemmung haben und sogar immer geschickter darin werden, gesunde Menschen, vor allem Kinder, schwer zu traumatisieren, können sie sich pathologische Marionetten und Hilfskräfte ihrer Systeme quasi unbegrenzt selbst „herstellen“.

Unter Säugetieren werden solche degenerierten Individuen schnell aussortiert, weil der Instinkt der anderen Tiere sie sofort als nicht integrierbar erkennt und das Rudel oder die Herde sich gegen sie durchsetzt. Aber wir Menschen können von unserem Instinkt weggelenkt und in die Irre geführt werden. Nicht von heute auf morgen, aber über einige Generationen sehr effektiv. Bis wir so verdreht wurden, dass wir diese herzlosen Geschöpfe sogar als „große Persönlichkeiten“, Stars und Erfolgsmenschen bestaunen und beklatschen. Kinder mögen sie noch unangenehm und „sehr seltsam“ finden, aber die Erwachsenen sind von Fernsehen, Hollywood, Medien und dem Theater namens „Politik“ so hypnotisiert worden, dass sie ihre Bauchreaktionen nicht mehr wahrnehmen. Sie sind dann soweit, sich von diesen Gestalten und ihren Kontrollsystemen alles sagen und gefallen zu lassen. Sie glauben eher der Propaganda und Indoktrination als ihrer eigenen Wahrnehmung. Man kann ihnen das Blaue vom Himmel herunter lügen und sie folgen ohne jeglichen kritischen mentalen Reflex.

Das Ende der falschen Vorstellung: echte Freiheit

Was ist nun die Täuschung über unsere „Demokratie“, die sie uns ins Gehirn gesetzt haben? Was ist die Phantasmagorie, die sie uns über alle Kanäle erzählt haben, damit wir von der Wirklichkeit, vom richtigen Denken und unseren Bedürfnissen nach Zusammenhalt abgelenkt werden?

Es ist die unhinterfragte Annahme, dass eine Regierung die Interessen der Menschen vertreten müsse. Das ist falsch. Eine Regierung zum Wohle der Gemeinschaft und jedes einzelnen Menschen hat nur die Aufgabe, die größtmögliche Sicherheit und die größtmögliche Freiheit zur Verfolgung der Interessen ihrer „Schutzbefohlenen“ zu setzen und zu erhalten. Eine Regierung hält den Raum und die Struktur, in denen die Menschen – jeder nach seiner Art – leben und sich entfalten können. Mehr nicht.

Natürlich wollen wir das, das steht außer Frage. Und man erzählt uns ja auch seit 70 Jahren, dass wir auf dem Weg dorthin seien und nur noch ein bisschen Geduld haben und immer mehr Repression aushalten müssen – alles für diesen guten Zweck. So langsam wachen die Menschen jedoch auf und verstehen, dass sie die ganze Zeit an der Nase herum und in eine sozialistische Diktatur geführt wurden. Unsere Ziele und Wünsche sind alle richtig, wir müssen nur den Weg dorthin ändern und wieder echte Verantwortung für sie übernehmen.

Die Idee der „Interessenvertretung“ ist in Wirklichkeit eine Einflüsterung, um Chaos und Verwirrung zu stiften, damit die Masse über emotionale Manipulation und Fehlinformation aus dem Unsichtbaren heraus gelenkt werden kann. Dies ist das Wichtigste: eine Regierung ist keine Interessenvertretung von Teilen der Bevölkerung und sie darf es auch nicht sein. Sie darf nur für das Ganze stehen und muss es schützen. Jeder kann und muss seine Interessen selber vertreten. Und dies sollte eine gute Regierung ermöglichen und fördern. Das heißt, sie fördert Verantwortlichkeit – nicht nur für die Eigeninteressen, sondern für die gemeinschaftlichen.
Das ist das Gegenteil unserer „Demokratie“, in der die Menschen jegliche Verantwortung mittlerweile bis hin zu den einfachsten lebenspraktischen Dingen an Regierung und Institutionen abgeben und sich damit selbst unmündig und hilflos machen. Ein gefundenes Fressen für diejenigen, die alles kontrollieren und lenken wollen.

Wenn wir im Sommer in eine Eisdiele gehen, wollen wir, dass der Verkäufer unsere Lieblingseissorte hat. Die anderen Sorten sind uns egal. Sie stören uns auch nicht. Für ganz unterschiedliche Geschmäcker wird er also viele Eissorten anbieten. Was würde passieren, wenn wir mehrheitlich abstimmen würden, welche Eissorte die meisten essen, damit der arme Eisverkäufer nur noch diese eine Eissorte anbieten darf? Das wäre Eis-Sozialismus.

Wir haben den Fehler gemacht, die Logik des Konsums auf die Regierungsform zu übertragen. Für eine Schattendiktatur ist das genau das Richtige, denn Konsumverhalten ist viel leichter zu manipulieren als der Verstand, Werteüberzeugungen und Verantwortungsdenken. Man hat uns also eingeredet, Regierung und Gemeinschaftsstruktur sei bloß eine Sache der Wünsche und Präferenzen. Man serviert uns ein Buffet von Parteien, aus denen wir wählen dürfen, welche uns gerade am besten schmeckt. Was für ein Service! Und man redet uns dabei ein, wir als (Konsum-)Kunde seien doch König. Nebenbei schlagen sich diese „Könige“ am Buffet auch noch gegenseitig die Köpfe ein, weil jeder an den größten Fleischtopf will. Und vor lauter Schlaraffenland-Träumereien haben wir nicht bemerkt, dass man uns eingelullt hat in unsere kindischsten Fantasien von Vollversorgung und Wahlfreiheit und dass man uns systematisch die Wahl für das eigentlich Gute und Richtige, für echte Freiheit vorenthält. Wir müssten für diese echte Freiheit wieder kämpfen. Aber dafür sind wir nun zu gelähmt, zu bequem und zu orientierungslos.

In jedem Kontext, in dem Menschen zusammen kommen, braucht es immer eine Führung, die die Struktur und den Sinn des Zusammenhalts bestmöglich erhält: in der Schule richtet sich der Lehrer nicht danach, was die Kinder machen wollen, sondern er gibt Aufgaben und Richtungen vor und bietet den Raum, dass jeder möglichst gut lernen kann. Ebenso gibt ein guter Teamleiter die Zielrichtung vor und sorgt für klare Strukturen, gute Kommunikation und das Wohlergehen der Mitarbeiter, damit jeder auf seine Art den besten Beitrag leisten kann. Aber er wird nicht alle vier Monate aus den gerade aktuellen mehrheitlichen Interessen gewählt. Das wäre absurd.

Für ein Volk, ein Land oder einen Staat müssen die Strukturen – bzw. die Regierung als Garant der Struktur – für das Zusammenleben nur zwei Grundbedürfnisse erfüllen: Sicherheit und die Freiheit, größtmögliche Wohlfahrt zu erlangen. Für die Regierung eines Landes sind dies die einzigen zwei Aufgaben. Zur Wohlfahrt gehören auch die Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung, zur Entfaltung und zum freien Wirtschaften. Dadurch entsteht allgemeiner Wohlstand, was wiederum der Sicherheit dient. Für so eine Regierung braucht es Menschen, die diese zwei Grundbedingungen herstellen und fördern können. Sie brauchen dafür vor allem Kompetenz und dann auch Autorität, um diese Notwendigkeiten durchsetzen zu können. Sie müssen nicht gewählt werden. Und sie sollten auch nicht gewählt werden, weil es nicht um Mehrheitsinteressen, sondern um das Ganze geht. Sie vertreten keine Interessen, sondern nur die Grundbedingungen für ein friedliches und prosperierendes Miteinander. Die bestgeeigneten Personen müssen dafür gefördert und ernannt werden. Das ist eine Ehre in der Gemeinschaft und sollte mit Anerkennung, Respekt und Dankbarkeit belohnt werden. Es dürfte unnötig sein zu ergänzen, dass solche Menschen an der Spitze von Strukturen in hohem Maße altruistisch, weitsichtig, verantwortungsbewusst und menschlich einfühlsam sein müssen. Das können also keine macht- und kontrollbesessenen Psychopathen sein. Das wissen wir von Führungspositionen in Unternehmen und dem Wohlbefinden und der Leistungsbereitschaft ihrer Mitarbeiter.

Das ist leicht zu verstehen. Wir müssen nur noch unser eingeimpftes Misstrauen überwinden, mit dem wir glauben, dass Macht immer schlecht sei und dass jeder Mensch, sobald er eine Machtposition inne hat, sie gegen andere missbraucht. Das ist genauso blind wie das naive Vertrauen in eine „Demokratie“, in der alles den Bach hinuntergeht. Wir müssen uns von der Herrschaft dieser Glaubenssätze befreien. Sobald der Blick von ausreichend vielen Menschen frei ist, die Wirklichkeit und die Möglichkeiten in der Wirklichkeit zu sehen, wird das ganz überschaubar und machbar sein.

Wie aber kommen wir dorthin aus dem Zustand der vollkommenen Manipulation und Täuschung?

Natürliche Hierarchie und Alpha-Position

Wenn unsere „Demokratie“ in den Zustand des völligen Zerfalls übergeht – die Phase, in der wir nun seit Mitte 2019 ganz offensichtlich und für die meisten spürbar angekommen sind – dann sind wir reif für einen neuen Schritt: für die Installation einer neuen gesunden Struktur, die uns in unsere Kraft bringt und ohne Vortäuschungen auskommt, weil sie nicht mehr auf dem pathologischen Streben nach Macht und Kontrolle über andere beruht, sondern auf menschlicher Gemeinsamkeit und Fürsorge.

Dafür reicht potenziell schon eine einzige Person, die diese Eigenschaften mitbringt und die Rolle der strukturgebenden und -haltenden Kraft übernimmt. Von ihr aus kann sich das Gesunde kaskadenförmig von oben nach unten durchsetzen. Nur so geht es. Ein Mensch, der fähig ist, Fürsorge, Frieden und individuelle Freiheit zu installieren, wird es leicht haben, dass Gleichgesinnte sich ihm anschließen und dieser Aufgabe (nicht der Person!) dienen. Dadurch entsteht eine Hierarchie der Fürsorge und des Wohlwollens. Die Position an jeder Spitze einer Einheit dieser Kaskade ist die natürliche Alpha-Position. Alpha ist derjenige, der sich mehr für andere als für sich selbst einsetzt und dabei die höchsten Kompetenzen für diese Aufgabe mitbringt.

Wir alle tragen in uns dieses Wissen und erkennen es in dem tief in der Psyche verwurzelten archetypischen Bild des Königs an. Nicht nur Kinder lieben es, wenn am Ende des Märchens der Held ein König wird oder wenn ein König für die allgemeine Anerkennung des Guten, für Ordnung und Wohlstand sorgt. Das ist die symbolisch-bildliche Repräsentation unseres intuitiven Wissens, dass das Gute nur von oben, von einer höheren Ebene, von einem Punkt höherer Integrität, Ordnung und Fürsorge kommen kann. Nicht durch Quantität wie in der zersetzenden „Demokratie“, in der das Gute angeblich von unten kommen soll, sondern durch Qualität, d.h. eine höhere, vorbildliche Integrität.

Wir nennen diese Position traditionell den guten König. Wir können noch einen Schritt weitergehen und über mehreren Königen eine verbindende Spitze sehen, die die gemeinsamen Werte und Kodizes der Könige zusammenführt und repräsentiert: den Kaiser. Über dem Kaiser herrscht das Prinzip der natürlichen und gesunden Ordnung.

Man hat uns beigebacht, dass Könige, Kaiser, Patriarchen, Führer und eigentlich alles Hierarchische gefährlich, falsch und altmodisch, also schlecht sind. Das Wort „Hierarchie“ jedoch heißt wörtlich „Heilige (oder göttliche) Ordnung“. Man hat uns – größtenteils durch Gewalt und Trauma – davon weggedrängt, um uns in eine unheilige, kranke Struktur der Kontrolle und Versklavung einzubinden. Was unten sein sollte ist oben, was oben sein sollte, wird unterdrückt. Man hat versucht, uns blind zu machen, so dass wir nicht mehr zurück finden zur gesunden Ordnung und individuellen Freiheit. Viele von uns sind dabei extrem geschwächt und orientierungslos geworden. Das hindert uns nicht am Wiederaufstehen. Einige wenige werden anderen aufhelfen. Diese werden wiederum anderen aufhelfen und so kann sich eine gute Ordnung durchsetzen, die sich so richtig anfühlt, weil sie auf Menschlichkeit und Empathie beruht. Eigenschaften, die die psychopathische Elite der globalen Herrschaftssysteme nicht haben und nicht verstehen. Deshalb haben sie Angst davor und bekämpfen sie!

Nach wenigen Jahren wird sich keiner mehr so recht erinnern können, dass wir tatsächlich in einer so schwer erkrankten Welt im geistigen Koma lagen.

Tief in unserem Inneren wissen wir, dass ein echter Patriarch, König oder Kaiser das Beste ist, was uns passieren kann. Denn er kann für Frieden im Einklang mit unserer menschlichen Natur sorgen. Von oben nach unten. Wir kommen um dieses tiefe Erbe der Natur nicht herum und können es mit keiner Ideologie und keinem Glaubenssystem austricksen oder ersetzen. Denn in der Natur ist alles hierarchisch. Alles. Darin liegt ihre Kraft, ihr Potenzial und für uns die größtmögliche Freiheit: nicht wirr, blind und beliebig auf eine ungeordnete und orientierungslose Masse zu vertrauen, nur weil sie eine Mehrheit bildet; nicht irgendetwas zu glauben, weil es schön klingt und es dann der Realität mit Gewalt überzustülpen, sondern die Freiheit, unsere wahre Natur zu erkennen und zu entfalten.

Die Wiedergeburt der Freiheit – per Kaiserschnitt

Fassen wir zusammen: wir sind in Ideologien und Kontrollsystemen gefangen, die uns als Menschen und als Gemeinschaft zersetzen und zerstören. Wir nennen das „Demokratie“, sind frustriert, haben aber keine Ahnung, was wirklich von statten geht. Wir sehen die Psychopathen nicht, die unsere Institutionen steuern und Regeln und Strukturen setzen. Wir sind nicht bloß ihre unwissenden Sklaven, sondern haben die Fähigkeit verloren, Freiheit zu denken und zu erkennen. Wir können uns daraus nicht selbst befreien, sondern brauchen Hilfe von außen.

Was jetzt? Gibt es ein erkennbares Potenzial irgendwo auf der Welt, von dem Hilfe in absehbarer Zeit kommen könnte? Ja, das gibt es. Eines aus dem Westen und eines aus dem Osten. Und als größte Rettung und Hilfe für die Wiederherstellung unserer Freiheit wird eine dritte Macht (wieder) auftauchen und wirksam werden, die aus dem lange Geheimen ans Tageslicht treten wird, nachdem sie 75 Jahre darauf gewartet hat. Sie steht uns näher als die Helfer von Ost und West. Männer und Frauen, die sich abgesetzt haben bevor sie vom „Demokratie“-System geschluckt wurden und sich in der Ferne gemeinschaftlich und technologisch darauf vorbereiten, hier mit uns ein weltweites Vorbild für Freiheit und Frieden neu zu errichten. Wir wissen fast nichts über sie, aber wir können davon ausgehen, dass sie sich wohlgesonnen und hilfreich zeigen werden, sobald sie den richtigen Zeitpunkt dafür gekommen sehen.

In den USA hat die Kehrtwende über die letzten zwei Jahre bereits stattgefunden, weil sich dort die gesunden Kräfte aus dem Militär mit dem Präsidenten vereint haben und Schritt für Schritt die Psychopathen und Netzwerke der Korruption und Kriminalität auflösen und bloßstellen. Die Bevölkerung dort hat über diese zwei Jahre angefangen zu verstehen und ist soweit aus der Täuschung aufgewacht, dass sie zum größeren Teil hinter dem Präsidenten und den befreienden Kräften steht.

Auf seine eigene Weise ist auch Russland über die letzten 15 Jahre durch diesen Prozess der Befreiung und Aufklärung gegangen. Beide Mächte haben größtes Interesse, Freiheit und Wohlstand in deutschen Landen und damit in Europa wiederherzustellen. Denn nur so kann die Hierarchie von Frieden und Wohlergehen weltweit etabliert werden. Nur so kann das Versklavungssystem komplett beseitigt werden.

Es ist für die meisten von uns unmöglich geworden, uns Männer als Führer vorzustellen, die wahrhaft altruistisch sind und sich selbst für das Wohl der Menschheit einsetzen statt für Selbstbereicherung und Kontrollwahn. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass es solche Männer gibt und dass wir in einer Zeit leben, in der sie die Steuerung der größten Machtmonopole der Welt übernommen haben.

Deshalb werden uns diese beiden Länder bzw. deren Präsidenten unentwegt als Bedrohung dargestellt. Und ja, sie sind eine Bedrohung – für das kranke, korrupte System von charakterlosen Marionetten und für den geistigen Zerfall, was wir naiv „Demokratie“ nennen. Zu unserem großen Glück. Diese Führer wissen aus eigener Erfahrung, dass Ordnung nur von oben kommen kann und dass sie zweifellos auch mit (Waffen-) Gewalt gegen die zersetzenden Kräfte geschützt und verteidigt werden muss. Das ist die (verfassungsgemäße!) Aufgabe des Militärs und grundsätzlich aller Männer, die für ihre Werte, ihre Familie und ihre Gemeinschaft bereit und fähig sind zu kämpfen. Solche Männer stehen im Osten und aus dem Westen bereit, um uns zu helfen, eine neue gesunde Ordnung aufzubauen. Es ist ein Angebot, das wir nicht ablehnen können, weil wir die Fähigkeiten von echter Ablehnung und Zustimmung erst wieder lernen und wertschätzen müssen.

Wir können diesen radikalen Wandel unterstützen, indem wir uns das Urwissen über uns selbst und über menschliche Gemeinschaft vergegenwärtigen und uns von den irrealen Denkschablonen und unreflektierten Meinungen einer mehr als hundertjährigen Indoktrination lösen. Wir wissen aus Erfahrung, dass jedes Gruppenprojekt einen willensstarken Leiter braucht; dass jedes Team eine umsichtige und entscheidungsfähige Führungsposition braucht; dass Organisationen eine Führung an der Spitze brauchen; dass Kinder Eltern und Lehrer brauchen; dass eine Familie ein Oberhaupt braucht, so wie unser Körper ein zentrales Nervensystem und Gehirn braucht. Sonst werden sie erfolglos, schwach, labil und zerfallen. So wie Deutschland und seine „Demokratie“.

Ebenso braucht eine Gemeinschaft eine hierarchische Ordnung, in der das „Gute von oben“ alle Menschen erreichen kann und sie einbindet in gegenseitige solidarische Stärkung und Verantwortlichkeit. Dafür braucht es einen wirksamen und sichtbaren Repräsentanten und Garanten der höchsten Ideale, Ordnung und Identität. Es gab noch nie einen stabilen Zusammenhalt ohne Leitfigur und Führung. Obwohl wir glaubten, dass wir die letzten 70 Jahre freiheitlich, „demokratisch“, „von unten“ mitbestimmen konnten, haben wir unter ausschließlicher Abwärts-Kontrolle und -Steuerung gelebt, unter denen wir die Fäden und Puppenspieler nicht einmal ahnten. Unser tatsächliche Ohnmacht und Lähmung werden jetzt erst sichtbar, wo das ganze Spiel ins offensichtlich Kranke und Wahnsinnige kippt und das durch und durch Unmenschliche und Widernatürliche darin entlarvt werden.

Eine Hierarchie der Fürsorge von oben nach unten stellt eine natürliche Ordnung dar und her und wird uns Frieden, Freiheit und unvorstellbaren Wohlstand bringen. An der Spitze der Hierarchie wird der Repräsentant dieser neuen Ordnung sichtbar sein. Wir könnten die Repräsentanten dieser Ordnung auch wieder „König“ oder „Kaiser“ nennen, sobald wir die Denkverbote der überwundenen „Demokratie“ überwunden haben. Wir können uns dann auch erlauben, uns unmittelbar richtig und gut damit zu fühlen wie Kinder, die ihrem intuitiven Wissen folgen und sich nicht von Ideologien in die Irre führen lassen.

Ein echter König kann nur König sein, wenn das Volk ihn als solchen akzeptiert und hoch hält. Er wird nicht gewählt, sondern (an-) erkannt. Ebenso ein Kaiser. Was in nicht allzu ferner Zeit neu sein könnte in der Menschheitsgeschichte wie wir sie kennen, ist das allgemeine Bewusstsein für die natürliche Notwendigkeit einer solchen gesunden Ordnung mit einem integeren Herrscher als ihren sichtbareren Garanten an der Spitze.
Und das wird dann eine wichtige Ernte für die Menschheit sein, die wir aus über hundert Jahren der Unterdrückung, Entmündigung und Irreführung einfahren werden: die psychische und geistige Reife, uns bewusst für eine gesunde und natürliche Hierarchie zu entscheiden und uns darin einzufügen, sie wertzuschätzen und unsere unmittelbare Verantwortung darin zu übernehmen. Zu unserem eigenen Wohle und zum Wohle des Ganzen.

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Ein Aufruf zum Hinschauen und zur Befreiung des Denkens

Wie kann man ein „normales Gespräch“ führen, das inhaltlich über das persönliche Befinden oder das Wetter hinausgeht, wenn man keinen gemeinsamen Nenner, keine gemeinsame Basis hat? Wie ist ein inhaltlich sinnvolles Gespräch mit jemandem möglich, der an lauter Dinge glaubt, von denen man weiß, dass sie nicht real sind und dass sie erfundene Ideen und haltlose Konzepte sind, die der andere bloß von anderen übernommen hat?

Das geht nur, wenn der andere bereit ist, eine neue Perspektive einzunehmen und seine fest eingefleischten Meinungen beiseite zu stellen. Und genau das ist von blindgläubigen Menschen am wenigsten zu erwarten. Man riskiert bei ihnen viel eher, für verrückt gehalten oder gar als Bedrohung erlebt zu werden.

Also, dann lieber doch nur übers Wetter und ganz persönliche Empfindungen sprechen und ansonsten zu allem Aberglauben bedeutungsvoll nicken.

Denn das, was die Menschen in unseren Breitengraden für die „Realität“ halten, ist mittlerweile so weit entfernt von der überprüfbaren Realität der Fakten, dass eine kommunikative Brücke zwischen Skeptikern oder sogar Fakten-Kennern und den Gläubigen sehr schwierig und unwahrscheinlicher geworden ist. Die Menschen habe sich daran gewöhnt, in Blasen von eingebildeter Pseudo-Realität zu leben und lieber die Wirklichkeit, jede Skepsis und jedes Nachfragen soweit wie möglich von sich fern zu halten.

Was dazu führt, dass wir nicht mehr von und über die Wirklichkeit sprechen können.

Was ist passiert?

Vor über 15 Jahren stieß ich auf ein Buch von Johannes Jürgenson: „Die lukrativen Lügen der Wissenschaft“. Hinter diesem unscheinbaren Titel steckt die humorvolle und dabei intelligente und informationsreiche Aufdeckung der wichtigsten sogenannten „wissenschaftlichen Theorien“ als absichtlich verbreitete, manipulative Lügen. Nun spielt das vielleicht bei Themen wie z.B. der „Relativitätstheorie“ von Einstein keine so große Rolle, weil sie keinen unmittelbaren Einfluss auf unser Leben hat. Aber der eine oder andere wird sich vielleicht schon erschrecken zu erfahren, dass Einstein kein Theorie-Genie, sondern ein ausgefuchster Schummler und Blender war, und dass seine hoch gefeierten Theorien entweder von anderen gestohlen oder überwiegend bloß sinnloser, herbei fantasierter Blödsinn sind, der in der Physik schlichtweg ignoriert wird (denn Blödsinn ist für Real-Techniker wertlos).

Persönlich relevanter wird das Ganze schon, wenn wir erkennen müssen, dass FCKW kein Gift ist, sondern das Schlüsselwort eines Marketing-Tricks, um geschützte Patente zu umgehen und den Kühlschrankverkauf anzukurbeln. Da fangen wir nämlich an zu verstehen, dass wir über die Medien von Wirtschaft und Politik skrupellos nach Strich und Faden belogen und betrogen werden. Und dass kritische Stimmen so systematisch und erfolgreich unterdrückt oder manchmal auch “verunfallt” oder “geselbstmordet” werden, dass es einem kalt den Rücken herunterläuft.

So richtig ans Eingemachte geht es jedoch, wenn wir uns mit persönlich relevanten Themen z.B. aus der Medizin beschäftigen, der wir uns ja gern im guten Glauben ausliefern oder nahestehende Menschen sich ausliefern sehen. Was wäre Deine Reaktion, wenn du ganz ausführlich und logisch erklärt bekommen würdest, dass das, was „Krebs“ genannt wird, keine Krankheit, sondern ein natürlicher Heilungsprozess des Körpers ist und dass es ein Virus namens „HIV“ niemals nachgewiesen wurde? Würdest du dich nicht aufregen?

Jetzt ist der Moment, in dem du anfangen könntest, neugierige und skeptische Fragen zu stellen. Was passiert aber bei den meisten stattdessen? Sie geraten in einen emotionalen Schockzustand und verlieren den Zugang zum Denken. Sie sind emotional überfordert und reagieren auf dem psychischen Niveau eines dreijährigen Kindes, das sich bedroht und alleingelassen fühlt.

Das ist sehr interessant und ich habe es schon mehrfach in meinem Leben miterlebt. Ich glaube, irgendetwas in den Menschen versteht in dem Moment intuitiv, dass gerade ihr gesamtes Weltbild, der Boden unter ihren Meinungen und Entscheidungen, ihr gesamtes mentales Gebäude, das sie über Jahrzehnte aufgebaut haben, ins Wanken gerät. Und was tun sie automatisch? Sie schalten sofort das Denken ab und gehen in den instinktiven Vermeidungsmodus über. Sie reagieren mit ihrer persönlichen Variante von Angriff, Flucht oder Sich-tot-Stellen.

Das kann z.B. so aussehen, dass jemand in einen emotional aufgeladenen Gegenangriff übergeht: „Spinnst du? Was redest Du da für einen Blödsinn! Weißt du eigentlich, wie ignorant und arrogant du bist? Glaubst du tatsächlich so einen Schwachsinn? Was fällt dir ein? Wenn du das nicht sofort zurücknimmst, will ich mit dir nichts mehr zu tun haben!“ Ende des Gesprächs und Anfang der Radikalisierung.
Die gemäßigtere Form blockt bloß intellektuell ab: „Ach, das sind doch alles nur Verschwörungstheorien! Wenn das stimmen würde, hätte ich doch längst davon erfahren (eine narzisstische Illusion als Selbstschutz: ich weiß immer Bescheid, wenn’s wichtig ist). Das hätten doch Wissenschaftler längst aufgedeckt! Wenn das stimmen würde, stände es ja morgen in jeder Zeitung. Also, das ist doch Beweis genug, dass es nicht stimmen kann.“ Sache erledigt und kann vergessen werden.

Der beliebteste Selbstschutz ist aber das totale psychische Ausblenden. Die meisten Menschen haben einen Mechanismus, der dafür sorgt, dass unbequeme Informationen direkt aus ihrem Gewahrsein gelöscht werden, noch bevor sie einen Gedanken oder eine Emotion auslösen können. Man kann ihnen solche Dinge sagen und es ist so, als hätte man nichts gesagt. Oder sie vergessen es sofort wieder. Nicht, weil es bedeutungslos ist, sondern weil sie keine Schublade für die neue Information haben.

Botschaften, die zum Glaubenssystem eines Menschen im Widerspruch stehen, bergen die Gefahr, es zu sprengen. Sie können nicht assimiliert (einverleibt) werden, sondern nur durch Adaption (Anpassung/Umbau) aufgenommen werden. Es ist so, als würde jemand ein riesiges altes Ölgemälde erstehen, das gar nicht in sein kleines Wohnzimmer passt. Für dieses neue Bild müsste er zumindest einige Möbel rauswerfen. Vielleicht muess er sogar anbauen. Oder in eine komplett andere Wohnung umziehen.

Auf geistiger und psychischer Ebene führt Adaption zu Entwicklung, Wachstum, Verfeinerung und Reifung. Nassim Taleb fasst dieses Phänomen und diese Fähigkeiten in seinem gleichnamigen Buch zusammen als „Antifragilität“. Antifragilität macht robuster und gleichzeitig flexibler und intelligenter. Assimilation hingegen bedeutet bloß Verdauung ohne Veränderung: „Ich will so bleiben wie ich bin.“ Da muss man dann auf das schöne Ölgemälde verzichten, weil die Wohnung zu klein ist.

Erreicht uns eine Wahrnehmung, die wir nicht in unsere bestehenden Schubladen einordnen können, weil sie unserem bisherigen Verständnis massiv widerspricht, dann haben wir zwei Möglichkeiten: entweder wir bilden ein neues Verständnis und Denken, die den Widerspruch umfassen und die neue Information integrieren können, oder wir retten bloß unser bestehendes Glaubenssystem und schirmen es gegen jegliche andere Information ab. Die meisten Menschen reagieren ab ihrem achten Lebensjahr mit der zweiten Variante, was dazu führt, dass ihr Weltbild von da an kaum noch weiter wächst, und sie alles nur noch „einsortieren“ – das heißt in ihr Weltbild eines Achtjährigen. Auf heftig widersprüchliche Informationen reagieren sie dann mit einer klassischen Traumareaktion so, als wäre ihr Leben in Gefahr. Also Angriff, Flucht oder Totstellen.

Ich glaube, das liegt daran, dass diese Informationen richtig sind. Denn sonst hätten sie kein Gewicht und keine Bedeutung.

Die interessante Frage ist nun: warum reagieren Menschen – nicht ein paar einzelne, sondern fast alle in unseren Breitengraden – auf eine wichtige Information oder einen Gedanken so, als wäre ihr Leben bedroht?

Die Antwort ist relativ simpel: weil ihr Selbstwertgefühl und ihre Identität zu stark mit ihrem Glaubenssystem verwachsen sind, und sie sich selbst von dem, was sie glauben, nicht unterscheiden können. Ihr Glaubenssystem zu verlieren ist für sie dann so, als würden sie ihre Identität verlieren und zu Nichts werden, den Boden unter den Füßen verlieren, ausradiert werden. Sie sind nicht körperlich gefährdet, sondern psychisch. Es kommt ihnen vor, als würden sie ihre Seele verlieren. Das ist der Grund, warum sie mit den lebensrettenden Notmechanismen des Stammhirns reagieren, denn sie erleben einen Widerspruch als existenzielle Bedrohung.

Wann erscheinen Informationen als existenziell bedrohlich?

Wenn wir keine Fähigkeiten oder Mechanismen haben, um damit umzugehen.

Das mag zunächst seltsam klingen, da doch ein Erwachsener ein ganzes Spektrum an Kompetenzen haben sollte, um mit einer bloßen Information, einem Gedanken oder einer Frage anders umgehen zu können als auf dem Level eines Reptils, das nur Angriff, Flucht oder Sich-tot-Stellen kennt. Es lässt sich aber verstehen, wenn wir bedenken, dass diese menschliche Fähigkeit auch erst entwickelt und gelernt werden muss. Und diese Entwicklung kann schief gehen. Sie kann gestoppt oder zu wenig gefördert werden, so dass das angelegte Potenzial verkümmert.

Wenn ein Kind im Alter von etwa fünf bis zehn Jahren, also in der sensiblen Phase für die Entwicklung seiner Fähigkeiten zum eigenständigen Denken und zum Bilden eigenerMeinungen und Ansichten, nicht genug Dialog, Austausch und vor allem Fragen und Antworten erlebt, dann wird es höchst wahrscheinlich für den Rest seines Lebens diese Fähigkeiten nicht mehr entwickeln und bloß Meinungen sammeln, die andere ihm fertig servieren oder aufzwingen. So ein Kind hat entweder gar keine Meinung oder eben die, die am besten geeignet ist, sein (kindliches) Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Aufmerksamkeit zu erfüllen. Es denkt und prüft nicht, sondern benutzt Meinungen und Glaubenssysteme bloß als Mittel der Zugehörigkeit.

Wenn ein Kind in dieser entscheidenden Lernphase traumatisiert wird, z.B. durch Gewalt (auch verbale), unterdrückende Bevormundung oder auch Vernachlässigung oder Liebesentzug, dann wird es auch in Zukunft alles, was mit Meinung und Verständnis zu tun hat, als existenziell bedrohlich erleben und entsprechend radikal und vehement abwehren. So entstehen Fundamentalismus, Radikalismus und Extremismus. Menschen können in ihren Fähigkeiten zum Denken und Überprüfen traumatisiert werden und retten oder schützen sich dann selbst, das heißt ihre psychische Integrität, indem sie an bestimmten Glaubensinhalten festhalten, die ihnen Sicherheit geben. Z.B. dass man Autoritäten niemals hinterfragen darf. Oder wer „gut“ ist und wer „böse“. Oder was „richtig“ ist und was „falsch“. Sie erkennen ihre Glaubensinhalte nicht als Schutzmechanismus nicht. Sie können auch nicht darüber nachdenken oder es relativieren. Sie können ihre fest eingeschweißten Glaubenssätze nicht einmal im Zusammenhang miteinander sehen. Vor allem aber können sie sie nicht in Frage stellen. Ihr Überlebenstrieb ist mit ihren Meinungen und Glaubensstrukturen so sehr verwachsen, dass sie sie für absolute Realität (sie nennen das „Wahrheit“) halten müssen. Jeden Zweifel daran oder Widerspruch dagegen erleben sie deshalb nicht als mentale Herausforderung, sondern als Angriff auf sie selbst!

Es sei noch angemerkt, dass diese Prägung der Kindheit sich in der Pubertät noch einmal vollkommen ändern kann. In der Teenager-Zeit können wir ganz Neues lernen, Fähigkeiten nachentwickeln, völlig neue Lebensanschauungen und Perspektiven gewinnen und dadurch eben auch einen ganz anderen Charakter entfalten als der, den wir als Kinder entwickelt haben. Es können aber auch bestehende Prägungen vertieft und verstärkt werden, weshalb manche als Jugendliche radikaler und extremistischer werden.

Warum ist das gerade für uns so wichtig?

Weil dieses Prinzip nicht nur für Einzelne gilt, sondern auch für eine Gesellschaft oder ein ganzes Volk. Wenn ein Volk traumatisiert wird – z.B. durch eine brutale Unterwerfung und Unterdrückung – dann kann es seine Fähigkeiten zum eigenständigen Denken, Nachfragen und Reflektieren verlieren. Dafür muss man es in der Zeit der Desorientierung unmittelbar nach dem Trauma so beeinflussen, dass es nur über bestimmte, von außen vorgegebene Meinungen und Anschauungen wieder zu Orientierung und Sicherheit findet. Auf diese Weise werden existenzielle Bedürfnisse dann so eng mit erwünschten Anschauungen verknüpft, dass sie nicht getrennt und reflektiert werden können. Außerdem muss man mit Gewalt das Nachdenken, Nachfragen und Überprüfen unterdrücken. Man muss die Zeit der Angst und des Schreckens nutzen, um das Erleben von Sicherheit und Wohlbefinden mit bestimmten Tabus und Verboten zu verknüpfen.

Man muss nicht viel über die deutsche Geschichte wissen, um zu erkennen, dass exakt das nach dem Zweiten Weltkrieg passiert ist. Und zwar so koordiniert, durchgängig und konsequent – bis heute – dass man weder von einem Irrtum noch einem Zufall ausgehen kann. Wir haben es hier mit einem Programm zu tun, das die Amerikaner „Re-Education“ nannten. Der Wahnsinn und die Absurditäten, die wir heute gesellschaftlich erleben, sind das Ergebnis einer solchen „Umerziehung“ durch die Kopplung von Kriegstraumata und existenzieller Angst mit dem Verbot, darüber zu sprechen, darüber zu forschen oder überhaupt Fragen zu stellen. Wir haben in Deutschland sogar Gesetze, die das Fragen und Forschen zu manchen Themen verbieten. Wir haben massenweise verbotene Bücher dazu (angeblich aus „Jugendschutz“- Gründen). Das allein würde ein aufgewecktes Kind schon stutzig machen: wenn Papa und Mama das Nachfragen und jedes Sprechen zu einem Thema strengstens verbieten, muss etwas im Busch sein!

Damit verkümmert seit 1945 systematisch unsere Fähigkeit, über uns selbst und unsere Geschichte nachzudenken und „Meinungen“ anhand von Realitätsprüfungen zu überarbeiten. Stattdessen werden Meinungen und Anschauungen existenzialisiert, so dass wir auf sie wie auf Bedrohungen unseres Lebens reagieren. Jeder hält sich an den Ansichten fest, die ihm von außen eingepflanzt wurden, um sich sicher zu fühlen. Wir leben immer noch so wie unsere Großeltern zur Besatzungszeit (hat sie je offiziell geendet?). Und das Stockholm-Syndrom macht die Besiegten zu Kollaborateuren gegen sich selbst – bis heute. Wir denken und handeln immer noch im Wahn der „Entnazifizierung“ und suchen Gespenster, um uns abzusichern gegen „das Böse“, das die Sieger uns eingeredet haben. Dahinter aber leben wir in Angst. Und keiner weiß mehr, warum und wovor.

Wir können diesen Zustand als mentales Koma bezeichnen. Darin träumen wir in wirren Bildern und absurden emotionalen Fantasien über die Welt. Aber wir sehen die Wirklichkeit nicht mehr. Wir sehen uns selbst nicht mehr, sondern nur noch die Bilder und Meinungen über uns, die andere uns eingepflanzt haben – zu ihren, nicht zu unseren Gunsten.

Man hat uns z.B. tief eingeimpft, dass Deutschsein gleichbedeutend ist mit asozial, böse und schuldig sein. Das war und ist die Grundlage der „notwendigen Umerziehung“ nach dem zweiten Weltkrieg: der „deutsche Charakter an sich“ ist gefährlich und muss korrigiert werden, weil er sich weigert, sich der globalen (modernen, guten) Geld- und Denkherrschaft zu unterwerfen wie alle anderen Völker. Mit den Deutschen funktioniert die Versklavung nicht so leicht. Wir durchschauen zu viel und hängen zu sehr an geistiger, seelischer und individueller Freiheit. Wir setzen uns sogar für die Freiheit anderer ein. Das schmeckt den Machtbesessenen schon seit vielen Jahrhunderten überhaupt nicht. Ihr Hass auf freie Denker und Forscher ist existenziell, denn wenn diese sie entlarven, verlieren sie die Kontrolle und den Nährboden ihrer kranken unersättlichen Gier nach Macht.

Wenn wir beobachten, denken und uns austauschen können, sind wir kaum besiegbar. Man kann uns dann nicht so einfach gefügig machen und dem weltweiten Sklavensystem eines dumpfen Materialismus’ einfügen. Man musste uns betäuben. Das brauchte zwar ein wenig Zeit, weil wir doch recht zäh an unserem Streben nach Freiheit und Wach-Sein festhielten. Aber zwei Mechanismen funktionierten dann doch: erst schwer traumatisieren und dann als Retter auftreten, der die Versklavung als „Segen“ und „nur zu unserem Besten“ einführt. Damit auch kein neuer Keim von Rebellion und Befreiung entsteht, ist es dann noch sinnvoll, das Selbstbewusstsein und die Fähigkeit zum eigenständigen Nachdenken und Überprüfen so klein wie möglich zu halten.

Eine der mächtigsten Psychotechniken dafür ist die erzwungene Sexualisierung der Jugendlichen und (mittlerweile ganz offensichtlich) auch der Kinder. Dadurch können in dieser äußerst sensiblen Entwicklungsphase die geistige Reifung und Widerstandskraft sowie die Fähigkeiten zur Individuation so massiv zerstört werden, dass sie später kaum noch Chancen haben.
Von Natur aus wollen Kinder und auch Jugendliche mit erwachsener Sexualität noch nichts zu tun haben. Man muss sie dahin schon mit viel Aufwand und gegen ihren instinktiven und seelischen Widerstand drängen und manipulieren. Genau diese Manipulation und ihre Folgen sind heute bereits so deutlich erkennbar geworden, dass es keines weiteren Kommentars bedarf. Die unter dem Banner der „sexuellen Befreiung“ in Wirklichkeit sexualisierten und neurotisierten Generationen ab den 1970ern geben diese Entwicklungsstörung heute als ideologisch durchprogrammierte Pädagogen und Erzieher ganz selbstverständlich, ohne jegliche Selbstreflexion und mit dem typischen Missionseifer von Neurotikern an Kinder und Jugendliche weiter.

Wenn man Teenager frei lässt und ihnen Raum gibt, wollen sie ihre aufkeimende (sexuelle) Energie zunächst in die Entwicklung von Bewusstwerdung, Selbstverständnis, eigenständiger Orientierung und von Herzqualitäten investieren. Das beste und eingängigste Vorbild dafür finden wir in der „Deutschen Romantik“, die den bisher weltweit kühnsten Versuch unternommen hat, Wissenschaft, Religion und Kunst wieder zu einem großen Ganzen zu vereinen und in harmonischen Einklang miteinander zu bringen, damit der Mensch seine Stellung im Kosmos selbst erkennen und frei leben kann. Es ging in der Romantik um die Förderung und harmonische Verbindung von Verstand, Herz und Körper zu einer individuellen Einheit.

Das ist das natürliche Entwicklungs-Anliegen von jungen Menschen in ihren Zehnern – und von da ab für den Rest ihres Lebens. Nicht das Ausagieren von „Sex“ à la Hollywood oder die Übertönung ihrer Unsicherheiten und Ängste mit narzisstischem Posieren oder pornografischer Überreizung bis zur „coolen“ Abstumpfung. Nein, sie wollen wärmer werden und vor allem ihre eigene Identität und damit ihren eigenen, passenden Platz in der Gesellschaft finden, um als Erwachsene zugehörig zu sein – und nicht in der Anti-Haltung und Rebellion stecken bleiben. Sie wollen – orientierungslos und hilfsbedürftig wie sie noch sind – auch noch nicht Kinder in die Welt setzen. Die Natur fördert in der Zeit die geistige Individualisierung und erst wenn diese weit genug fortgeschritten ist, beginnt die authentische Bereitschaft zu sexuell ernsten Begegnungen – zwischen echten Individuen, nicht zwischen verunsicherten Kindern hinter Masken. Weil sie dann erst diese enorme neue Herausforderung meistern können.

Dieses sehr weite Thema will ich hier nur kurz anreißen, weil es sonst über den Rahmen dieses Artikels hinausgehen würde. Aber wir müssen es  einbeziehen – um Verständnis des allgemein gebrochenen Selbstbewusstseins und der geistigen Lähmung, in der wir nicht nur wie in einer Seuche leben, sondern die die schwer Verblendeten unter uns auch mit großem Eifer verstärken wollen. Traumatisierte Menschen agieren so. Sie wiederholen das, was man mit ihnen gemacht hat, immer wieder mit sich selbst und anderen. Sie können nicht anders. Das ist eine psychische Störung und braucht Heilung – und nicht den „Schutz“ dieser Minderheit.

Jedes Volk hat seine eigenen Talente und Stärken. So wie auch jede Ethnie und jeder Mensch. Die einzige ethische oder spirituelle Schande ist es, diese Talente nicht zu nutzen und zu entfalten. Und wie wir Deutschen unsere wahren Talente seit hundert Jahren, ganz besonders seit 1945, unterdrücken und zurückhalten ist eine Schande.

Für die meisten Deutschen ist diese Selbstverleugnung allerdings schon ganz selbstverständlich in Fleisch und Blut übergegangen. Die Position von zähneknirschender Unterlegenheit, Minderwertigkeit, masochistischer Duldung, verblendeter Selbstaufopferung und infantiler Einfältigkeit sind „normal“. Wir hoffen immer noch, verschont zu werden, wenn wir uns so naiv, blöd, hilfsbereit und gefügig wie möglich darstellen. Sind wir aber nicht. (die „anderen“ wissen das auch). Dadurch entsteht das chronische Gefühl von Schuld und Schlechtigkeit.

Warum Schuldgefühle? Schuldgefühle entstehen immer dann, wenn wir etwas unterdrücken, das in uns steckt und zu uns gehört. Z.B. Impulse, Wünsche, Reaktionen, Meinungen usw. Durch das Unterdrücken entsteht in uns das Gefühl von „Da ist noch etwas übrig, das ich tun wollte (aber ich kann oder darf nicht).“ Meistens entsteht so eine Unterdrückung aus Scham, weil wir etwas nicht mit unserer Identität, mit unserm Bild von uns selbst zusammenbringen können. Scham ist das Gefühl von „nicht passen“, „nicht in Ordnung sein“ und „störend herausragen“.

Solange wir mit Gewalt (z.B. per Gesetz oder sozialer Gängelung) daran gehindert werden, wir selbst zu sein, unsere reale Geschichte, also auch die wahren Intentionen und Zwänge hinter dem ersten und zweiten Weltkrieg zu erkennen und das vollständige Erleben unserer Großeltern, unserer Eltern und von uns selbst zu benennen, werden wir uns schuldig fühlen müssen, nur um nicht die darunter liegende Desintegration und Verwirrung wahrnehmen zu müssen. So funktioniert der psychische Schutzmechanismus, der uns ins geistige Koma versetzt hat. Und blind macht.

Die Frage ist:

Wie können wir aus dem geistigen Koma aufwachen?

Ich knüpfe jetzt nochmal an meine eigenen ersten Erkenntnisse von vor 15 Jahren an. Ich fing damals an einzusehen, dass fast alle Menschen Dinge glauben, die in Wirklichkeit falsch, nachweislich gelogen und absichtlich verdreht sind. Etwa zehn Jahre später war ich dann schon weiter: ich verstand, dass so gut wie alles, das wir zu wissen glauben, falsch ist. Von allem, was wir als „Allgemeinbildung“ und „Konsens“ in unseren Köpfen herumtragen ist das Gegenteil zutreffend oder zumindest näher an der Wahrheit. Das macht es jetzt einfacher: wenn wir von allem das Gegenteil nehmen und alles, was uns bisher erzählt wurde und täglich erzählt wird, um 180° drehen, sind wir der Wirklichkeit schon sehr nahe. Denken und prüfen müssen wir allerdings trotzdem.

Das ist schwer zu verdauen: so gut wie nichts ist so, wie wir es gelernt haben. Ok, die Menschen haben den Glauben an den Weihnachtsmann und den Osterhasen hinter sich gelassen, aber da hört es auch schon auf. Hier ist nicht der Platz, auf viele Beispiele einzugehen, aber nehmen wir eines heraus: was ist wohl der Effekt auf dich, wenn du einsiehst, dass die angeblich schlimmsten Krankheiten gar nicht gefährlich sind, sondern bloß deren „medizinische Behandlung“ (die tödlich sein kann); oder dass man sich nicht anstecken kann, weil „Ansteckung“ nur eine unbelegte und erfundene Hypothese ist, die längst wiederlegt wurde – genauso wie „HIV“ und „AIDS“; oder dass man von der Sonne keine schweren Hautkrankheiten und von Sex keine sog. „Geschlechtskrankheiten“ bekommen kann? Und dass dies auch bekannt ist, aber nicht bekannt gemacht wird – aus ganz abgeschmackten rein wirtschaftlichen und machtpolitischen Interessen? Und dass das all das Erfindungen und Lügengeschichten sind?

Am Rande: glaubst du das? Oder glaubst du genau das Gegenteil? Du sollst nichts glauben! Die „Wissenschaft“ und die Psychopathen in den Chef- und Regierungssesseln wollen, dass du blind glaubst und bitte schön aufhörst, Fragen zu stellen. Sie wollen nur dein Bestes (glaub‘ es ihnen!). Was ist das anderes als eine Kirche, die erwartet, dass du dich an ihre Dogmen hältst, damit du von ihr gesegnet und geführt wirst? Was für ein Segen!

Das hier ist keine Kirche, deshalb die viel schwierige Aufforderung, nichts zu glauben! Das hier sind nur Hinweise für eine neue Abzweigung zu mehr Freiheit – für die, die wollen.

Wenn du also diese ganzen Illusionen und Lügen aufdeckst, dann ist das zuerst ein Schock. Aber wenn du den überwindest und nur noch ein Stück weitergehst,dann hast du plötzlich viel weniger Angst als jemals zuvor. Ganze Brocken von Angst und Depression fallen von dir ab. Keine Angst vor der Sonne, keine Angst vor deinem Körper und irgendwelchen Symptomen, keine Angst vor Sex, vor FCKW, Ozon oder CO², vor unsichtbaren „Nazis“, Außerirdischen oder UFOs, vor Atomenergie, Trump, Putin oder tödlicher Klimaerwärmung.

Und stattdessen entsteht eine innere Freiheit, die sich normal-verängstigte Menschen gar nicht mehr vorstellen können. Wir können darüber spekulieren, was zuerst da war: die Angst oder die menschengemachten Angst-Systeme. Und ob das alles nur ein ungeschicktes Versehen ist oder ob gewisse Interessengruppen nicht vielleicht ganz absichtlich und wissentlich die Angst bei den Menschen schüren, um Freiheit und freies Denken zu unterdrücken. Je mmehr man sich mit den Mechanismen und Ursachen in und hinter den Angst-Systemen beschäftigt, desto wahrscheinlicher ist, dass sie mit Absicht errichtet und aufrecht erhalten werden, das ist aber hier nicht so relevant. Es könnte auch zu sehr entmutigen. Aber eines Tages musst du wissen, mit wem du es zu tun hast, um ihn zu durchschauen und ganz frei zu werden.

Die neue Angstfreiheit bewirkt nicht nur eine tiefe Entspannung und ein stabileres Wohlbefinden, sie schafft auch eine größere Beweglichkeit im Denken, Nachfragen und Aufnehmen von verschiedenen Ansichten. Oh, das entspricht übrigens schon fast der Definition von Intelligenz. Du wirst also intelligenter. Und alles wird leichter.

Vor allem wird die Wahrnehmung freier und feiner, was dazu führt, dass du Nuancen in der Darstellung von Informationen bemerkst. Lügner, Manipulatoren und Vertreter sprechen und schreiben anders als Menschen, die ihre eigene Wahrnehmung authentisch ausdrücken. Das führt dazu, dass du immer schneller und treffsicherer erkennen kannst, wie echt, ehrlich und wertvoll eine Information ist. Du hast wieder mehr die unmittelbare und ganzheitliche Wahrnehmung von gesunden Kindern, die intuitiv spüren, ob jemand lügt. Du muss keine Inhalte analysieren, sondern fühlst Unstimmigkeiten und Brüche in der Art und Weise des Ausdrucks.

Jeder kann das. Wir müssen dafür lernen, das Wie von Darstellungen und Informationen mehr zu beachten als das Was. Unsere Aufmerksamkeit wurde trainiert, nur auf das Was zu achten und das Wie zu ignorieren. Auch deshalb, weil das Wie, mit dem wir überflutet werden so krank und unstimmig ist, dass unser Nervensystem durch permanente Alarmsingale und Widerstände überfordert und betäubt wurde. Unsere menschliche, intelligente Wie-Wahrnehmung wurde gelähmt.

Dann müssen wir auch das Warum erkunden und erkennen: Warum sagt jemand etwas? Warum wird etwas ständig wiederholt? Warum wird es in dieser Art dargeboten? Warum vertritt jemand eine Meinung so emotional oder so radikal oder so missionarisch? Das Warum ist in der Kommunikation wichtiger als das Was.

Wir können immun werden gegen Lügen und angstmachende Theorien, indem wir lernen, diese drei Aspekte zu erkennen: das Wie, das Warum und das Was. Am besten in der Reihenfolge. Dafür müssen wir nur neugierig und offen sein, wie wir es als Kinder alle einmal waren. Es braucht keine komplizierten Theorien oder Trainings dafür. Vor allem geht es darum, unser Denken von den Blockaden der Angst zu befreien und den Mut zu entwickeln, kritisch, skeptisch und unbequem zu sein. Deshalb müssen wir diese ganzheitliche und fühlende Wahrnehmungsfähigkeit vor allem bei Kindern und Jugendlichen fördern, denn dadurch werden sie immun gegen Manipulation, freier und selbständiger. Dadurch wird nicht nur jeder Einzelne bestärkt, sondern auch die Gemeinschaft, denn nichts trennt Menschen so sehr wie Lügen und Angst.

Wir leben im Land der Dichter und Denker. Das war es zumindest einmal. Dichter und Denker sind Menschen, die sich das Leben in Ruhe genauer ansehen. Aus verschiedenen Perspektiven. Immer wieder auch aus einer größeren Distanz zu den Dingen und sich selbst. Sie sind Beobachter, Zuschauer, Bewunderer und Forscher. Sie sind keine Macher und Produzenten, sondern geruhsame Tüftler, nachdenkliche Betrachter und innerliche Genießer. Sie können das materielle und tätige Leben auf eine höhere Stufe heben, indem sie Verbesserungen erfinden, Erleichterungen entdecken, vor allem aber den Sinn für das Wesentliche verfeinern und immer wieder die Beziehung zum Geistigen, zum Fühlen und zum Seelischen herstellen. Dafür sind die Deutschen bis heute weltweit bekannt und haben ihren guten Ruf (, den sie nur selbst nicht wahrhaben wollen).

Wir müssen das wieder entdecken: das Nachdenken, Diskutieren, Meinungen- nebeneinander-Stellen, das gemeinsame Einschätzen von Erfahrungen und vor allem das Ändern und das Weiterentwickeln von Ansichten! Wir müssen wieder neugierig in die Welt hineingehen, den Dingen auf den Grund gehen und alles mal aus der Adlerperspektive als große Gesamtschau sehen. Dafür sind die größten deutschen Dichter und Denker bis heute so berühmt und bewundert.

Der Dichter und Denker auf seiner Erde

Ich gebe ein Beispiel. Wir alle haben in der Schule gelernt: die Erde dreht sich um die Sonne, und die Sonne wirbelt als Sonnensystem mit ihren Planeten durch die unendlichen Weiten der Milchstraße, die wiederum in der endlosen Leere herumwirbelt wie ein Strudel. Ein Dichter und Denker (z.B. ein achtjähriges Kind) schaut sich aber den Sternenhimmel an, der sich seit Abertausenden von Jahren nicht verändert hat, und denkt bei sich: „Wie ist das möglich, wenn wir doch in Hochgeschwindigkeit durchs All rasen sollen? Dann müsste sich der Sternenhimmel doch ständig verändern! Doch nichts ist so fest und still wie die Sterne!“ Die Theorie passt nicht zur Wahrnehmung, und was ist nun falsch – die gelernte Theorie oder die Wahrnehmung? Wenn er diese Frage laut stellt, wird er vielleicht verhöhnt oder angegriffen, vielleicht schämt er sich auch vor den anderen, die ihn laut niederschreien, aber er hat einen  Widerspruch entdeckt und erkennt: „Die Menschen glauben, etwas zu wissen, aber sie schauen gar nicht hin! Sie glauben eher, was Fremde ihnen sagen, als ihren eigenen Sinnen.“

Er stellt fest, dass in früheren Zeiten die Menschen ganz andere Vorstellungen von der Erde hatten, die heute überall nur lächerlich gemacht werden, die aber tatsächlich zur direkten eigenen Wahrnehmung passen. Manchmal, an bewölkten Nachmittagen, sieht er, wie die Sonnenstrahlen durch die Wolken fallen und als breite Lichtstrahlen sichtbar werden. Der Winkel dieser Sonnenstrahlen ist so breit, dass die Sonne unmöglich sehr weit weg sein kann. Was seine Augen sehen und sein Verstand ableitet, ist: „Die Sonne ist viel näher als man uns in der Schule erzählt hat!“ Jetzt versteht er auch, warum die Temperaturunterschiede von Mittag zu Abend und von Sommer zu Winter so stark sind, denn das wäre bei einer riesigen Entfernung der Erde von der Sonne gar nicht möglich. Auch die Größe von Schatten (z.B. von Vögeln oder Flugzeugen), die die Sonne auf die Erde wirft, zeigt ihm, dass diese so geliebte, warme, wandernde Lichtquelle viel näher ist als uns eingeredet wird.

In uralten Texten findet er das Wort „Firmament“, was so viel bedeutet wie „Das Feste“ oder „das Festgemachte“ und das den Himmel bezeichnet, an dem die Sterne, die Sonne und der Mond „festgemacht“ sind. Er denkt: „Könnte vielleicht das, was wir voreilig und unreflektiert als Unsinn abtun, in Wirklichkeit näher an der Wahrheit sein, als all die computergenerierten Bilder und Simulationen, die man uns als „Beweise“ aufbinden will?“ Wir könnten diese Illusionen alle entlarven, wenn wir die richtigen Fragen stellen würden. Wenn wir uns trauen würden…

Der Dichter und Denker aber beginnt nun auch, etwas zu fühlen: er fühlt, dass es etwas ganz anderes bedeutet, in einer Kugel und unter einem sicheren Firmament zu leben, als auf einer Kugel, die angeblich verloren und sinnlos durch den leeren Raum saust. Ihm wird warm ums Herz, denn er fühlt sich geborgen. „Ist das nicht die Erfahrung, die wir alle schon vor der Geburt gemacht haben? In einer Kugel geborgen sein… Werden wir einfach in eine größere Kugel hineingeboren?“, fragt er. Er fühlt sich sicher in der Welt. Er erkennt intuitiv, dass die Sonne für die Erde da ist wie das Herz der Mutter für den Embryo, nicht umgekehrt. „Vielleicht ist die Sonne für den Menschen da!“, ruft er erstaunt, „Der große kleine Mensch, steht im Mittelpunkt eines Kosmos (= Ordnung), der ihn schützt und behütet!“ Und er hat keine Angst mehr, sondern freut sich.

Er ist nur ein wenig traurig, dass die Menschen so sehr an ihrem Angst-Glauben festhalten und diese aufgepfropfte Religion für echte „Wissenschaft“ und „Bescheid-Wissen“ halten. Sie bemerken nicht, das die Angst sie blockiert und dumm und arrogant macht. Sie können sich so wenig freuen und sind so verloren in ihren falschen Annahmen und werden so krank durch irrsinnige Konzepte und Ideen, die sie von ihrer Wahrnehmung und der Natur abtrennen bis sie sogar anfangen, sich gegenseitig und sich selbst zu zerstören in blinder Verzweiflung.

Er wünscht sich, dass sie auch sehen könnten, was vor ihnen liegt und wer sie wirklich sind. Er möchte ihnen zurufen:

Wacht auf, Ihr Dichter und Denker!

Aber natürlich gibt es psychische und weltliche Kräfte, die genau das nicht wollen. Die Angst davor haben, von diesem freien Denken und akribischen, mutigen Forschen, für das die Deutschen so bekannt sind, entlarvt und dadurch entmachtet zu werden. Rumpelstilzchen will nicht erkannt werden, weil es sonst seinen hypnotischen Bann der Angst über die Menschen verliert! Die machtbesessenen, empathielosen Psychopathen an den politischen Schalthebeln, die entseelten Technokraten in ihren Büros und die gewissenlosen Narzissten auf den öffentlichen Bühnen der Medien können die Welt nur solange betrügen und verderben, wie wir nicht sehen, nicht wissen und nicht sprechen. Aber wir könnten wissen! Weil wir sehen, fühlen und benennen könnten.

Die Welt schaut auf uns und hofft, dass wir endlich wieder wach werden, um die Dinge zu benennen, die Prinzessinnen und Kinder zu erlösen und das dumme, dumpfe Leben für Geld, Macht und ängstliche Absicherungen wieder mit höherem Sinn und Seele zu füllen. Um diese Angst-Welt mit Licht, Freude und Wachstum zu füllen. Wir haben die Magie und Medizin dafür, und sie wird dringend benötigt.

Deshalb: Erkennt Eure besondere Fähigkeiten und die Kraft, die darin liegt! Erkennt Eure Aufgabe in der Welt und für die Welt! Kehrt zurück!

Wacht auf, Ihr Dichter und Denker!

Wie wir durch Traumaauflösung als Gemeinschaft zu uns zurückfinden und wieder stark werden können

„Solidarität der Stärke“ bedeutet, sich mit Gleichgesinnten gemeinsam für die Stärken jedes einzelnen einzusetzen. Es bedeutet „Einer für Alle und Alle für Einen“. Es bedeutet auch, Kompetenz- und Leistungsträger im Namen der Gemeinschaft als Vorbilder hoch zu halten und zu fördern, d.h. sich an Stärke und Kompetenz zu orientieren, nicht am Mittelmaß.

Diese Verbindung von Solidarität mit Stärke und vor allem von Solidarität mit der Förderung von Stärken haben wir jedoch verloren.

Wir fördern Schwäche

Wir sind mit dem Gegenteil viel vertrauter: Die Schwächsten sollen die meiste Förderung bekommen! Die Intelligenten, Kreativen, Motivierten und Leistungsstarken sollen zusehen, wie sie alleine klar kommen! Alle Aufmerksamkeit der Verantwortlichen und der Gruppe soll auf die Langsamsten, Schwächsten, Unmotiviertesten, Beschränktesten und Unsozialsten  gerichtet sein. Alle Ressourcen von Zeit, Geld, Unterstützung, Beratung, Ausnahmeregelungen, besonderer Förderung und vor allem privilegierter Rücksicht sollen immer schön nach Schwäche verteilt werden: je weniger jemand leisten kann oder will, desto mehr soll er davon bekommen oder zumindest verlangen dürfen. Die anderen können sich doch gefälligst um sich selbst kümmern, oder nicht? Mit denen müssen wir doch nicht auch noch „solidarisch“ sein!?

Mittelmaß für alle!

Wenn ein Mensch besondere Leistungen erbracht hat, argwöhnen wir reflexartig als erstes einen rücksichtlosen Egoisten oder dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Wenn jemand seine Fähigkeiten oder Errungenschaften zeigt, wollen wir ihn sofort zu schuldbewusstem Schweigen bringen, denn er reizt doch nur den Neid und die Minderwertigkeitsgefühle derjenigen, die weniger haben und können – und das soll nicht passieren, denn sie könnten zornig werden! Wenn jemand etwas Besonderes, Erstrebenswertes oder auch nur Individuelles vorweist, melden sich bei uns gleich konditionierte Skrupel zu Wort und setzen sich im Kollektiv laut und empört für Nivellierung, Mittelmaß und Unauffälligkeit ein – angeblich zum Wohle der Unterprivilegierten.

Das klingt nach Sozialismus und es wäre schön, wenn es sich wenigstens als romantische Politik der Barmherzigkeit herausstellen würde. Stattdessen jedoch entpuppt es sich als Ideologie aus einer Angst-Herrschaft von Scham, Neid und Hass, jenen dunklen Stimmen, die laut werden, wenn Menschen das Gefühl ihrer Würde und Selbstachtung verlieren und sich von Minderwertigkeits­gefühlen und Selbsterniedrigung antreiben lassen. Da lassen Missgunst, Gehässigkeit und Rachegelüste nicht lange auf sich warten und geben den Ton an.

Wenn ohnmächtiger Neid schreit

Solche Menschen sind dann nur noch gegen andere und anderes, sie definieren sich durch ihr „Anti-Sein“: Anti-Kapitalismus, Anti-Atomstrom, Anti-Faschismus, Anti-Männer, Anti-Redefreiheit, Anti-Wettbewerb, Anti-Nationalismus, Anti-Patriotismus, Anti-Grenzen, Anti-Militär, Anti-Diskurs usw. Sie können gegen alles sein, aber sie sind vor allem gegen alles, was mit Stärke, Starksein und Starkwerden zu tun hat. Also eigentlich Anti-Stärke und Anti-Stolz. Sie können nur destruktiv reagieren auf das, was schon da ist. Sie können nicht „für“ etwas sein, bessere Vorschläge machen oder wenigstens eine positive Idee haben. Sie können nur ziellos und verzweifelt das kaputt machen, was nach Kraft und Selbstbewusstsein aussieht. Denn Stolz müssen sie unterdrücken und die Ohnmacht und Scham, die übrig bleiben und sich ausbreiten werden das Erkennungszeichen der neuen Zugehörigkeit: man schreit und zerstört am liebsten anonym und mit vermummten Gesichtern. In der Masse der Beschämten fühlt sich der Einzelne zugehörig und am sichersten, wenn er so gesichtslos wie möglich ist.

Wir können den Effekt so einer Verbundenheit der Schwäche bzw. Ohnmacht auch in Partnerschaften erkennen, in denen sich zwei Menschen nicht gegenseitig in ihren Stärken bestärken und ihre Unterschiede zusammenfügen, sondern sich ständig gegenseitig abwerten, klein halten, beschuldigen, einschränken und so im kleinsten gemeinsamen Mittelmaß enden. Ein trauriger Anblick.

Ich denke, dieser Mangel an Solidarität mit Stärke, Kraft und Kompetenz ist  eines der zentralen Übel,  das an den Wurzeln unserer Gemeinschaft nagt und uns schwach und krank macht: Aber wir sehen diese Ursache unserer Probleme nicht. Wir können sie nicht sehen, weil dieser Schwachpunkt genau auf unserem blinden Fleck liegt. Und dieser blinde Fleck ist wie so häufig das Ergebnis eines Traumas, das unsere Selbstwahrnehmung lähmt und unser Bewusstsein trübt, solange es nicht verarbeitet und als Erfahrung vollständig und wahrheitsgemäß integriert ist.

Die Vermeidungsreaktionen nach Traumata

Über Traumata muss man wissen, dass unser Nervensystem alles, was wir im Zusammenhang mit dem Trauma erlebt haben, damit verknüpfen kann, um es in Zukunft als Warn- und Vermeidungssignal zu nutzen und nicht erneut traumatisiert zu werden. Wenn ich z.B. gerade eine Apfelsine esse, wenn mir etwas Erschreckendes oder Überforderndes widerfährt, kann es sein, dass mein Körper von dem Moment an jedes Mal allergische Reaktionen zeigt, wenn ich Apfelsinen esse. Bei intensiven Traumatisierungen kann es sogar ausreichen, etwas nur von Weitem zu sehen oder sogar nur daran zu denken, um Abwehr- und Schutzreaktionen zu aktivieren.

Besonders fatal ist das natürlich bei Aspekten, die zu einem selbst gehören. Wenn ein Kind in seinen ersten Schultagen für eine Frage oder den Ausdruck einer Meinung bereits so sehr beschämt wird, dass es dies nicht verarbeiten und „wegstecken“ kann, dann kann es passieren, dass es von dem Moment an für den Rest seines Lebens meidet, in Gruppen Fragen zu stellen oder die Meinung auszudrücken. Es kann sogar passieren, dass es das Fragenstellen und Standpunkte-Äußern komplett einstellt und vergisst, warum es das tut. Das ist ein natürlicher, instinktiver Vermeidungsmechanismus, um die Überforderung und Bedrohung der traumatischen Erfahrung nicht wieder zu erleben.

Wenn Stolz tabuisiert wird

Stellen wir uns vor, ein Team von 10-jährigen Kindern macht die schöne Erfahrung, dass es in einem Sportwettbewerb einen großen Preis gewinnt, also für eine starke Team-Leistung belohnt wird. Kurz nach dem Sieg vertritt aber in den Zeitungen eine Gruppe Pädagogen und Politiker die Meinung, diese Sportart sei doch schlecht und unmoralisch, was eine große Diskussion entfacht, auf die hin sich schließlich die Sportinstitutionen beraten lassen und beschließen, diese Sportart nicht mehr anzuerkennen oder sogar zu verbieten. Durch den moralischen Aspekt der neuen Lehre wird sogar tabuisiert, positiv darüber zu sprechen, wodurch der Eindruck von Schlechtigkeit und Verworfenheit noch vergrößert wird. Schließlich kann keiner der Sportler und ihrer Fans mehr nachvollziehen, dass einmal alle so begeistert davon waren.

Was passiert dann mit dem ehemals erlebten Stolz über den Sieg und die gute Teamleistung bei den Kindern der Mannschaft? Er  wird  ebenfalls tabuisiert und emotional in sein Gegenteil verkehrt:. man schämt sich für Sieg und Leistung  und versucht sie  zu verstecken. Und noch drastischer: die Kinder  beginnen, sich ihres Stolzes an sich zu schämen – nicht nur in Bezug auf ihre sportlichen Stärken und Teamleistungen, sondern auf alles. Stolz an sich wird immer mehr tabuisiert, als falsch, schlecht, „unsozial“, böse und verachtenswert betrachtet.

Der Sieg ist jedoch eine historische und biografische Tatsache. Nun müssen die Kinder lernen, ihr eigenes Erleben zu leugnen. Vielleicht verändert sich dazu ihre Erinnerung und sie beginnen sich einzureden, dass sie den Sport eigentlich nie wirklich gemocht haben und irgendwie dazu gezwungen oder „verführt“ wurden. Noch wahrscheinlicher ist aber, dass sie alles damit Zusammenhängende verdrängen und „vergessen“, dass sie diesen Sport überhaupt einmal gemacht haben und darin so erfolgreich waren.

Stolz aber ist ein natürliches, angeborenes Gefühl, und das muss nun verdrängt werden. Nach wenigen Jahren hätten wir in unserem Beispiel Jugendliche, die gar keinen Stolz mehr erleben können und sich stattdessen aus ungreifbaren Gründen selbst hassen. Sie hassen vor allem alles, was sie an die Empfindung von Stolz erinnert und bevorzugen automatisch alles, was Stolz negiert: Anpassung, Selbsterniedrigung, Selbstverleumdung, Selbstbenachteiligung, Unterwerfung, Fügsamkeit, Passivität, Verantwortungslosigkeit und die starke Identifikation mit allem, was Schwäche, Inkompetenz, Unterlegenheit, Abhängigkeit oder Wehrlosigkeit darstellt. Sie müssen eine seltsame Abart von Würde konstruieren, die darin besteht, die eigene Würde aufzugeben und zu verkleinern.

Schwachsein – das neue Ideal

Dann entsteht mit der Zeit ein seltsames Paradox: sie kommen untereinander in einen Wettbewerb der Schwäche, denn nun ist ja Schwachsein das neue Ideal (aus der Negation des Starkseins, aus dem Nicht-stark-sein-Dürfen): wer sich am schwächsten und beschämtesten zeigen kann, bekommt die meiste Aufmerksamkeit, Zuwendung und Förderung. Damit ist die natürliche Funktion der Emotionen bereits komplett pervertiert: wer sich schämt wird Vorbild für alle und wer stolz ist, der soll sich schämen und wird geächtet.

In der Natur ist Scham ein Signal, dass etwas „nicht in Ordnung ist“ und das dementsprechend wahr genommen und kommuniziert wird, damit es in Zukunft besser, z.B. sozialer gemacht werden kann. Stolz signalisiert in der Natur das Gegenteil: etwas ist oder war besonders gut und wichtig oder wertvoll und sollte möglichst von allen Zugehörigen der Gruppe als Vorbild gesehen und hochgehalten werden. Diese Funktionen kann man ganz leicht aus den instinktiven Körperhaltungen ableiten, die diese Emotionen auslösen. Scham: Ich will nicht gesehen werden. Stolz: Ich will ganz besonders gesehen werden.

Kollektives Selbstmobbing und Zerfall

Solange das Trauma nicht bearbeitet und das eigene Erleben darin anerkannt wird, werden die Kinder unseres fiktiven Beispiels später nicht nur sich selbst unterdrücken, sondern auch andere. So entsteht kollektives Selbst-Mobbing, das sich in immer perversere Formen steigern muss, weil jedes Gewinnen (von Aufmerksamkeit oder von Ressourcen) negiert werden muss, während natürlicherweise weiterhin alle danach streben. Die Realität wird doppelbödig und man darf nichts mehr als das zeigen und benennen, was es ist.

Jetzt ist Unterwerfung gleich Macht, Dummheit ist klug, Zerstörung gilt als konstruktiv, Gewinner sind Verlierer, Perversion ist richtig, Asoziales wird sozial belohnt, Ehrlichkeit ist strategisch dumm, Leistung ist ungerecht und muss bestraft werden, Minderheiten bestimmen über die Mehrheit, Unterschiede sind Fehler, Störungen sind der Maßstab und skrupellose Egoisten werden die Vorbilder und Anführer der Gemeinschaft.

Stärke ist Schwäche. Schwachsein ist stark. Diese perverse Logik werden psychisch gestörte Menschen viel besser mitmachen und nutzen können als ein gesunder Mensch, weil sie genug innere Spaltung mitbringen, um sich am Widerspruch nicht zu stören. Sie können A sagen und B tun ohne dabei irgendein Unbehagen zu empfinden.

Merke: in einem kranken System bzw. in einer kranken Gesellschaft sind die Kranken die Könige und die Gesunden die Irren. Eine kranke Minderheit kann so auch eine gesunde Mehrheit steuern und lenken, solange das System nicht angezweifelt und durchschaut wird.

Irre: jenseits der Realität

Der Grund, warum das funktioniert, liegt in der unverarbeiteten Traumatisierung. Aus einem unverarbeiteten Trauma bilden sich (falsche) Überzeugungen, die unter anderem den Zweck haben, den Schmerz des Traumas vom Bewusstsein fernzuhalten. Es etablieren sich völlig absurde und irreale Denkmuster, die zum ungelösten Konflikt des Traumas passen, aber nicht zur gesunden Realität. Diese tief eingravierten Trauma-Überzeugungen wirken unbewusst weiter – sie werden sogar der nächsten Generation weitergegeben, die trotz aller „Rebellion“ und „Befreiung“ auf dieser Schiene bleibt, weil sie unbewusst ist. Man kann etwas nicht durchschauen, wenn man es nicht sehen kann. Und man kann etwas nicht ändern, wenn man es nicht durchschauen kann.

Würden die Jugendlichen in unserem Beispiel sich bewusst machen, dass sie ihre eigenen Erfahrungen und ihren Stolz verdrängt und erstickt haben und dass sie dadurch ein absurdes, widernatürliches System gegen sich selbst errichtet haben, dann könnten sie lernen zu unterscheiden zwischen Damals und Heute, zwischen Stolz und Ungerechtigkeit, zwischen Verantwortung und Schuldgefühlen und zwischen Solidarität und Mitleid. Und dann, nach der Unterscheidung, hätten sie die Freiheit zur Entscheidung: was wollen wir? Was wollen wir wirklich?

Bis dahin geht alles Gesunde, Natürliche, Starke und Aufbauende immer weiter den Bach hinunter und zugrunde.

Kommt jemandem all das irgendwie bekannt vor?

Natürlich brauchen wir eine Solidarität der Stärke!

Unser Problem ist, dass wir Solidarität und Stärke bzw. Starksein getrennt und zu Gegensätzen gemacht haben. Diese Trennung ist unnatürlich und muss deshalb immer wieder künstlich gegen die Natur aufrecht erhalten werden. Ein Wolfsrudel überlebt nur, wenn es die Stärke jedes einzelnen Wolfes anerkennt, einbindet und fördert. Sie folgen dem gesündesten und altruistischsten Wolf als ihrem Alpha-Tier. Nicht dem muskulös stärksten. Was wir „Ökosystem“ nennen ist eine Art Netzwerk  ganz unterschiedlicher Lebewesen, die sich in ihrer Verschiedenheit stärken und im Gleichgewicht halten. Weder gegeneinander noch „alle gleich“. Auch unser Körper besteht aus Organen und Teilen, von denen sich jedes auf seine Art nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Gesamtheit einsetzt, und zwar so, dass jedes andere Teil seine individuelle Funktion so gut wie möglich erfüllen kann. Das ist Solidarität der Stärke und der Unterschiedlichkeit.

Im Schulalter lernen Kinder, Solidarität, nämlich die Zugehörigkeit zu und das Engagement für eine Gruppe, mit individueller Stärke zu verbinden. Im Optimalfall lernt ein Kind in dieser Zeit, dass es sich selbst mit seinen Fähigkeiten in der Gruppe voll und ganz zeigen kann, zur Gruppe gehört und sich entsprechend mit seinen Stärken für die Gruppe und ihren Zusammenhalt einsetzen kann. Dabei hat jedes Kind andere Stärken, was auch gut so ist. Jede Stärke kann der Gruppe zugutekommen und Unterschiede sind willkommen. Ein Kind mag besser zuhören und zusammenfassen können, ein anderes ist besser im Ideen-Sammeln und Visionen-Entwerfen, wieder ein anderes kann sich am besten um das Wohl aller kümmern und ein weiteres ist gut darin, Konflikte oder Problem sichtbar zu machen. Das macht die Gruppe stark. Wenn es gut läuft, dann werden diese Kinder die größte Solidarität mit der größten Leistungs- und Einsatzbereitschaft kombinieren – jedes auf seine Weise – und immer bevorzugen. Nicht bloß, weil sie effektiver sind und mehr Erfolg haben, sondern weil es so schlichtweg mehr Freude macht.

Die unnatürliche Trennung von Leistung und Solidarität

Leider lernen Kinder meistens etwas anderes: nämlich die Trennung ins Entweder-Oder. Entweder du bist richtig gut und erntest dafür eine Menge Neid, Missgunst und Ablehnung. Oder du passt dich an, machst das, was die anderen machen, sorgst vor allem dafür, nie aufzufallen und wirst zu einem Mitläufer, der sich und seine Fähigkeiten in der Gruppe nie direkt und kraftvoll zeigen kann – weil du dann nämlich den Gruppenanschluss verlieren würdest. So entstehen die leistungsstarken Einzelgänger und die leistungsschwachen Cliquen-Mitläufer.

Beide sind extrem schwach und benachteiligt im Verhältnis zu Menschen mit einer Solidarität der Stärke. Das ist es, was gute Teams ausmacht. Sie sind unschlagbar auch gegen eine viel größere Anzahl Einzelner, weil sie viel mehr sind als die Summe ihrer Mitglieder. Viele Teamentwickler wissen das und versuchen, die Menschen im Team dazu zu bringen, die künstliche Trennung von Zusammenspiel und eigener Leistung aufzuheben. Die wenigsten wissen jedoch, gegen welch tiefe Kindheitsprägungen und emotionalen Abwehrsysteme inkl. tief sitzender Ängste und Überzeugungen sie da anarbeiten.

Solidarisch mitleiden?

Solidarität entsteht durch gemeinsame Werte oder Ziele und kommt von „Solidität“, d.h. Festigkeit: eine feste gemeinsame Basis haben. Solidarität bedeutet nicht Mitleid, Barmherzigkeit oder Hilfsbereitschaft! Ich weiß nicht, wie wir es geschafft haben, das alles zu verwechseln und Wortbedeutungen so durcheinander zu werfen. Wer heute nach „Solidarität“ für sich oder andere schreit, schreit meistens nach Hilfe und Anerkennung. „Solidarität!“ wird heute immer dann gerufen, wenn es um Minderheiten, Minderbemittelte oder sogar Außenseiter geht. Nach gemeinsamen Werten schaut da keiner. Es geht nämlich um etwas ganz anderes.

Doch diesen eigenen Widerspruch muss man verdecken: Nach Hilfe ruft man nämlich sinnvollerweise diejenigen an, die stärker oder kompetenter sind oder mehr Ressourcen haben. Nun müssen also die Anti-Kompetenten diejenigen anrufen und bitten, die sie für schlecht und unmoralisch halten. Sie lösen das Problem, indem sie „Solidarität“ zum moralischen Appell machen: „Sei doch jetzt endlich mal solidarisch, du Schwein!“. Die Botschaft ist klar: „Ich bin dir moralisch überlegen und muss dich deshalb nicht bitten, auch wenn du stärker bist! Mit meiner selbstdefinierten Überlegenheit kann ich dir Befehle erteilen und dir Schuldgefühle machen (um meine zu übertönen). So funktionieren Sado-Maso-Beziehungen: Der eine fühlt sich immer im Recht und überlegen und der andere fühlt sich immer schuldig und falsch. Das passt gut zusammen.

Ich bin überzeugt, dass wir die künstliche Polarisierung zwischen sozialem Zusammenhalt und persönlichem Engagement, die sich so tief in uns eingebrannt hat, dass wir sie nicht einmal mehr als Thema erkennen können, erst dann auflösen werden, wenn wir sie wieder in Verbindung denken, fördern und leben können. Erst dann können wir den Ausgang finden aus unserer wahnsinnigen und unnatürlichen Logik einer „Solidarität der Schwäche“ mit all ihren ideologischen Auswüchsen, krankmachenden Nebenwirkungen und zerstörerischen Folgen.

Vom kollektiven Trauma zur kollektiven Verwirrung

Das letzte Mal, dass die Deutschen solidarisch und stark zusammen waren, ist durch unverarbeitete Traumata, Scham und Beschämung, Reflexionsverbote und einfache Schuldschablonen dermaßen tabuisiert und negiert worden, dass wir selbst heute , über 70 Jahre danach, in der vierten Generation, immer noch in der psychischen Klemme stecken: wir halten Solidarität und Stärke an sich für böse. Wir bauen sie in unser undifferenziertes und schuldbeladenes Nachbeten des „Nie wieder!“ einfach mit ein: „Nie wieder solidarisch und stark!“ Am Ende führt das zu dem, was wir aktuell meisterhaft verwirklichen: „Nie wieder solidarisch!“ und „Nie wieder stark!“. Das heißt also: Immer gegeneinander – am besten jeder gegen jeden – und so schwach und unfähig wie möglich! Auf dass die kollektive Verblödung und Selbstverstümmelung uns  von allen Schuldkomplexen erlöse!

Die einzigen Eskapaden aus diesem übergreifenden moralischen Verbotskomplex erlauben wir uns in der Wirtschaft als „Teamwork“ gegen die Konkurrenz für mehr Marktanteile und – symbolisch – im Fußball.

Ich befürchte nur, dass wir uns auch dies immer weniger erlauben. Wir waren ja doch schon wieder zu sehr auf dem Weg, richtig gut zu sein. Zu gut, um noch als schwach gelten zu können. Und in der Welt waren wir doch leider schon wieder erkennbar geworden. „Made in Germany“ roch nicht bloß nach braver Leistung im globalen Klassenzimmer, sondern schon wieder nach Identität – nach einer kollektiven Stärke und bewundernswerter Zusammenarbeit. Genau das alles wollen wir doch vermeiden!

Wer auch immer unsere Gegner sind, sie haben verstanden, dass sie uns nur an genau dieser Stelle mit wenig Aufwand klein halten müssen. Indem sie uns nicht zur Besinnung kommen lassen. Indem sie unsere Verwirrung immer wieder hochhalten und unsere Selbstzerfleischung als die eigentliche große Leistung belohnen und fördern. Indem sie uns keine gemeinsamen Werte und Gruppenidentität finden lassen, sondern jede Zersplitterung und Selbstsabotage loben (während sie selbst wohl zusammenhalten wie die Wölfe).

Zurück zur gemeinsamen Stärke

Um aus dieser vernichtenden Schleife heraus zu kommen, müssen wir vor allem das erkennen. Wir müssen innehalten und uns die Frage stellen, warum wir Solidarität immer nur mit Schwachsein verbinden und warum uns Leistung und Stärke per se unmoralisch und asozial vorkommen. Dann sollten wir nachdenken über Möglichkeiten der echten Solidarität und wie sie funktioniert. Wie sie jedem einzelnen zugutekommt und damit die Gemeinschaft als Ganzes stärkt.

Schließlich sollten wir darüber nachdenken, wem wir zuhören und folgen. Welche Werte wir selbst wirklich haben und hoch halten, wer sie teilt und wer uns mit diesen Werten Vorbild und Führung sein kann.

Wir könnten auch – zumindest intuitiv – die Vorstellung wiederentdecken, dass Zusammenhalt und der individuelle Einsatz für gemeinsame Werte, für eine verbindende Identität und für die Förderung jedes Einzelnen in seiner Stärke einfach am meisten Freude, Zufriedenheit, Motivation und Lebendigkeit schaffen (suchen die Pädagogen und Arbeitgeber nicht ständig überall danach?). Wir könnten wiederentdecken, dass Stärke sich schlichtweg gut anfühlt. Dass Stolz eine natürliche und gesunde Empfindung ist, die wir notwendig zum Leben im Gleichgewicht und in jeder menschlichen Gemeinschaft brauchen. Dass jeder von Natur aus auf seine Weise und zusammen mit Gleichgesinnten stark und stolz sein möchte.