Über die Bedeutung und Notwendigkeit von
Archen in Zeiten der Sintflut


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Der Mythos von Noah

Wir befinden uns in Zeiten der Sintflut.

Und die meisten von uns, die jetzt hier sind, sind deshalb jetzt hier.

Die Geschichte von Noah ist ein historischer Tatsachenbericht, jedoch nicht in der Art, wie üblicherweise geglaubt wird. Als Bericht einer weltweiten meteorologischen Super-Katastrophe, die nur von acht Menschen einer Familie überlebt wurde, weil ihr fünfhundertjähriges Oberhaupt beim wetter- und katastrophen-zuständigen Gott einen Stein im Brett hatte, ergibt keinen Sinn.

Niemand baut ohne jegliche Vorerfahrung und ausschließlich auf der Basis eines Traums oder einer Vision in der Wüste ein Schiff von der Größe eines Containerschiffes mit einer Grundfläche von fast viertausend Quadratmetern aus Holz und mit nur einer „Lichtluke“, sammelt dann alle Tiere des Planeten in Pärchen ein, ernährt diese zehn Monate lang aus Vorräten und schafft dann eine neue intakte Flora, Fauna und menschliche Bevölkerung für den gesamten Planeten Erde innerhalb weniger Wochen.

Diese angebliche Solo-Rettungsgeschichte wirft auch die Frage auf, wieso es nur dieses eine Schiff auf der ganzen Welt gab und alle anderen untergingen?

Wörtlich nehmen können diese Geschichte so nur Kinder und solche, die es bleiben wollen. Während Kinder jedoch für gewöhnlich noch sehr gut zwischen symbolischen Erzählungen (Mythen oder Märchen) und Tatsachenberichten unterscheiden können, scheinen die moderne Theologie und so manche ihrer Vertreter und Anhänger erhebliche Schwierigkeiten damit zu haben, weshalb sie von Verstandesmenschen kaum noch ernst genommen werden und gleichzeitig für Idealisten und Mythensucher eine Enttäuschung sind.

Wer dem Mythos von Noah zugestehen kann, dass er nur als symbolisch kodierte Darstellung nicht-physischer Geschehnisse und nicht-körperlicher Erfahrungen sinnvoll verstanden werden kann, der wird auch keine großen Schwierigkeiten haben, die sogenannte „Sintflut“ nicht als Überschwemmungskatstrophe, sondern als Metapher für eine andere Art von Flut zu lesen.

Das Wort für „Sintflut“ wird im Original ausschließlich im Zusammenhang mit dem Noah-Mythos verwendet und es ließe sich wahrscheinlich exakter übersetzen als „Himmelsflut“ oder „Fluten aus den Himmelsschleusen“. Auf jeden Fall geht es hier nicht um das Austreten diverser Gewässer über ihre Ufer hinaus, sondern ganz explizit um „Wasser von oben“, in dem „alles, was atmet“ zugrunde geht.

Man könnte auch so sagen: die Betroffenen verloren zuerst den Boden unter den Füßen, dann stand ihnen das Wasser bis zum Hals und schließlich ging ihnen auch noch die Luft aus.

So verstanden ist es leichter einzusehen, dass die Menschheit unserer Zeit (wieder einmal) kurz vor solch einer „Sintflut“-Erfahrung steht.

Was ist Noah?

Noah“– das bedeutet übersetzt: der Gelassene oder auch „Der, der Ruhe schafft“. Dem Mythos nach ist es zunächst einmal jemand, der Ankündigungen und Warnungen lange vor einer Untergangs-Katastrophe wahrnimmt, um sich vorbereiten zu können.

Diese Wahrnehmung – oder wir können auch sagen: dieses Wissen – von einem bevorstehenden Niedergang und einer notwendigen Vorbereitung zur Rettung muss gegen allen Augenschein, gegen allen Realismus, Optimismus und Pragmatismus, gegen alle sozialen, institutionellen und medialen Normen und Widerstände über alles sozial und kulturell Gewohnte und Etablierte hinaus gehen. Diese Wahrnehmung muss offensichtlich fähig sein, weit hinter die Bühne des menschlichen Lebens und kulturellen Wissens schauen und lauschen zu können.

Noah ist kein Name wie Otto oder Markus, sondern die Bezeichnung einer Stellung und Macht, nämlich zumindest einmal der Macht, für Ruhe und Gelassenheit zu sorgen. Der Mythos offenbart, dass diese Macht über ein Beruhigen und Trösten weit hinaus geht: für was auch immer Noah steht, er oder es ist der Ausgangspunkt des Erhalts und sogar der Regeneration, also einer Neuerschaffung der Menschheit.  Und zwar nicht im Namen der Menschen – die durch die „große Reinigung“ ja verschwinden, sondern im Namen der Menschheit, wir können auch sagen: im Namen der Menschlichkeit und des Menschseins an sich.

Die Geschichte von Noah ist die mythisch-symbolische Darstellung einer Regeneration des Menschseins und der Menschlichkeit.


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Version 1.1.2026

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8 Kommentare
  1. Patrick
    Patrick sagte:

    Hallo Philipp,

    Dir ein gesundes 2026. Der >Artikel kaufen< – Knopf für den Artikel "Das Prinzip Noah" führt zur Kaufseite für den
    Artikel "Zwei Welten".

    MfG

    Antworten
  2. Bernhard
    Bernhard sagte:

    Lieber Philipp,
    Liebe Mitlesende,

    In meinem Kopf geht es manchmal zu wie in einem Bienenschwarm. Es summt regelrecht angesichts der vielen Themen Fragmenten, welche unvollständig umher schwirren.
    Das ist nur auszuhalten, wenn bei allem Streben, auch Irren bewusst in Kauf genommen wird. „… Intensiver strebt wer bereit ist zu irren.“
    So entstehen in meiner Wahrnahme, immer stabilere, zusammenhängendere Brücken zwischen den – mit ganz wenigen Ausnahmen nur vage verstandenen – Inseln meiner Landkarte. Mit ausreichend Abstand werden dadurch die Muster aber auch schon deutlicher erkennbar.
    Die eigene Verortung, als Bezugsreferenz zur Orientierung mit dieser Karte, scheint zunehmend stabiler geworden zu sein. Emotionale Bewegungen sind transparenter geworden und die damit ausgelösten Unschärfen auch geringer.
    Und doch, oder gerade weil ich es so wahrnehme, macht sich vermehrt eine gewisse Leere in mir breit.
    So als ob der krampfhaft festzuhalten zu versuchende Sinnzipfel, einem dabei langsam entgleitet.
    Je erfolgreicher ich vermeintlich in meinem Angestrebten fortschreite, je mehr entzieht sich mir der Zugang zu Sinn.
    Kann man sowas eine „Sinnkrise“ nennen?

    Ich schreibe hier nicht nur um zu fragen – das auch – sondern weil ich mich dadurch mehr als üblich angehalten sehe, redlicher beim Nachdenken vorzugehen. Das ist wohl die Krux mit dem Selbstbetrug. Von Außen wird er bei anderen schnell entlarvt, aber von Innen, bei einem selbst? Der Schatten lernt halt immer mit. Wird man schneller, wird man klüger, er wird es auch.
    Also dachte ich es könnte nicht schaden „Lucky Luke, den Cowboy der schneller als sein Schatten zieht“ zu besagter Fähigkeit zu befragen.
    Zwei für solche Comics typische Begriffe wurden als Hinweis auf meine Frage zurückreflekiert.
    Spiel und Humor.

    Man sagt dass manche zu allem ihren Senf dazu geben müssen.
    Nun, würde das auf mich zutreffen, so wäre es die Q Symbolik.
    Quantität, Qualität, Quelle.
    Also möchte ich ohne Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit, mal mehr spielerisch, mal mehr humorvoll, dem Spiel und dem Humor, diesen, meinen Senf untermischen, auf das sich der entglittene Sinnzipfel, im besten Falle wieder fassen lässt.

    Die quantitativen Zutaten meines Senfes sind in diesem Spiel:
    Wille, Objekte, Ja, Addition, Inflation, Paarziffern und insbesondere die Null oder Kreis des Q.
    Dessen Qualitätszutaten dementsprechend:
    Sinn, Subjekt, Nein, Teilung, Bedeutung, die Eins, insbesondere als Komplementär zu den Paarziffern als dann 3, 5, 7 und 9, oder Strich im Q.

    Obige Spiel Prämissen lassen richtigerweise darauf schließen, dass die Antwort zumindest als Richtung primär zur Frage stehen muss damit diese überhaupt erscheinen kann.

    Nun, was haben Spiel und Humor gemeinsam?
    Spaß, Freude und damit Leichtigkeit.
    Erleichterung wovon?
    Von der Schwere der Ernsthaftigkeit, der Verantwortung, der Kontrolle, oder besser des Zwangs zur Kontrolle durch Angst.

    Humor lebt von diesem, unserem Drang zu verstehen. Die Kunst des Witzerzählens liegt in der Vorgeschichte, also der Fähigkeit durch gezielte Schilderungen, den Verstand des Empfängers zu verleiten, eine Problem-Illusionsblase zu konstruieren, welche diesen mit der Lösung derjenigen zumindest fordert, besser noch etwas überfordert. Unser Denken wird sozusagen am Nasenring durch die Manege im Kreis unserer (quantitativen) Erwartungen herumgeführt. Hier wird der mentale Bogen gespannt. Die Pointe kommt dann nur noch als kleiner, aber gezielt gesetzter (qualitativer) Impuls zur Freiwerdung der Sehne. Für den Verwickelten – oder sollten wir nicht besser Verschlossenen, vielleicht sogar Eingeschlossen sagen – kommt die (Er) Lösung in Form eines solchen Pfeils, der die selbst konstruierte Problem -Illusionsblase, völlig überraschend, aus gänzlich unerwarteter Richtung trifft und zum platzen bringt.
    Fragt in diesem Zustand der Erleichterung nach einer solchen Befreiung, noch jemand nach Sinn?

    Spielen ist die schönste Sache der Welt. Nicht Nebensache, sondern Hauptsache.
    Beim Spielen konstruieren wir im Gegensatz zum Humor und dem wahren Leben, besagte Illusion bewusst. Damit nehmen wir dieser die Schwere.
    Geht das Bewusstsein für das Spiel verloren, kippt das Ganze und hört auf Spiel zu sein.

    Im bewussten Spiel mit den Illusionen werden wir qualitativ durchlässiger.
    Geht das Bewusstsein für das Spielen verloren, werden wir ernster und verbissener. Wir verschließen uns wieder mehr dem Qualitativen.
    Wir wollen dann mit viel (quantitativer) Kraft oder Willen das Tor aufbrechen, anstatt empfänglich für den (qualitativen) Schlüssel oder das offene Fenster zu sein.
    Und ja, wir spielen primär weil es Freude bereitet und Lernen ist wohl eher das Sekundäre. Da haben wir es schon wieder das Q.
    Freude = Qualität
    Lernen = Quantität
    Ob beim Spiel oder Humor, für jeden ist, je nach eigenem Standpunkt, etwas anderes zu erlernen sinnvoll, lustig oder schön.
    Was uns erfreut, welchen Humor wir verstehen bestimmt das Erlernte, die Konditionierung.
    Diese bestimmt auch wie viel Wahrheit gerade verkraftet werden kann, ohne Schaden durch Bewusstseins Regression zu nehmen.
    Kinder z.B. wären schon mit der Wahrheit der Sexualität überfordert.
    Die Lügen (Illusionen) sind die Kleider der Wahrheit, weil nackt ist diese völlig Transparent und daher nicht auszuhalten. Es braucht zumindest dünne Illusionskleidungsstücke, damit ihre Form wahrgenommen werden kann.

    Ich komme zum Schluss mit einem uralten Witz der sich mir seit meiner Kindheit einpägte.
    Geht so:
    Eine Dame bemerkt dass der ihr gegenüber sitzende Fahrgast eines Zugabteiles immer wieder vor sich hin kichert.
    Neugierig fragt sie diesen nach seinen Beweggründen.
    Ich erzähle mir Witze.
    seine Antwort.
    Als ihr Gegenüber erneut lauter loslegt meint die Dame:
    Der war wohl besser als der Letzte.
    Ja, der war echt gut.
    Nach einer Weile kann der Herr sich vor lauter Lachen kaum noch halten. Nachdem dieser sich wieder fasste, die Tränen aus den Augen wischte, meinte sie etwas schnippisch:
    Das muss wohl ein ganz besonders guter Witz gewesen sein vorhin.
    Nein, eher mittelmäßig, aber stellen Sie sich das mal vor. Der war neu, ich kannte den noch gar nicht.

    Resümee
    Für diese Zeilen brauchte ich mehrere Tage. Einige Stunden kamen so zusammen.
    Auf KI wurde verzichtet.
    Vieles habe ich wieder verworfen.
    Auf Bewegung an der frischen Luft wurde dafür verzichtet. Eine (zu Recht) sich vernachlässigt gefühlte Ehefrau in Kauf genommen. Steife Glieder, verspannter Nacken und Kiefer wurden beobachtet. Meine Absichten hinterfagt. War es das wert?
    Ja und Nein. Ich sage es mal so.
    Die Gewonnenen Erkenntnisse scheinen noch immer hinter dem Tor zu sein, während ich ohne Anwendung dieser versuche das Tor mit Gewalt einzutreten, mich derer zu bemächtigen, um damit das Erkannte auch zu verkörpern. Ich schrieb mit Willen, Drang und Kontrolle, über Sinn, Durchlässigkeit und Vertrauen.
    Mein Schatten ist wohl noch richtig fit wie es scheint.

    Danke für eure Aufmerksamkeit!

    Antworten
  3. Franz Josef
    Franz Josef sagte:

    Wunderbare Exkursion Philipp!

    Aus Eiszapfen hat sich ein mitreisendes Schneebrett, daraus eine umfassende begeisternde Lawine gestaltet.
    Gespenster werden verschlungen, Geister können spielerisch leicht mit diesem Elementar erleben und erinnern.
    Genial hinweisend, genial radikal und kraftvoll. Mehr braucht es nicht, wer immer noch Fragen hat und stellt, erkennt die „Welt“ der vielfachen, allumfassenden Information noch nicht.

    Kann oder will so manches nicht begriffen werden, in die eigene Hand genommen werden? Es sind zunehmend keine Opferwege mehr auffindbar, Täter nehmen zu – als Auswege, Ausreden, Ausflüchte sind diese zwar noch kurzzeitig möglich bis es blitzt und donnert. Kurz danach wird es dunkel, wie im tiefen Wasser der Sinn(t)flut, mit einem natürlich kraftvollem Reinigungseffekt – Weichspülen und Kuscheltrommeln ist nicht vorgesehen, da alternativlos und sowie so zu spät 🤔

    Angenehmes sinnen und erinnern.
    fj

    PS: wie Viele oder Wenige sind hier noch im Dabeisein?
    In meinem und anderen Umfeldern entsorgt sich mittlerweile immer mehr Tara, was es erleichtert das Netto klarer zu erkennen. Was und wo ist demnach das Brutto in seiner Personalität?

    Antworten
  4. Jeannette-EngadinerSonne
    Jeannette-EngadinerSonne sagte:

    Ja, wunderbar-genial, dieser Exkurs! Und nicht zufällig in der publizierten Reihenfolge, zumindest was die letzten 3-4 Artikel betrifft. Bei Philipp lernte ich nebst Denken auch zwischen den Zeilen zu lesen, auffallend deutlich in diesen Ausführungen von Noah. Hingegen unmissverständlich die Worte auf S. 35 unten. Dort wird auf den üblich steten Verteidigungs- und Rechtfertigungskampf der Menschen hingwiesen, was ich absolut bestätigen kann, wem immer ich auch begegne. Dass im Leben das Leid nicht ausgeblendet werden kann und halt einfach auch dazu gehört, wird hier als einfache Tatsache klar erklärt, so klar dass wenn ein „normaler“ Mensch das liest, dieser unweigerlich davon überzeugt ist, dass dieser Psychologe nicht alle Tassen im Schrank hat.
    Mir haben bis aktuell gerade die Folge-Artikel seit „Möge das Wort…“ unglaublich geholfen, das Mensch-Sein als eben ein Mensch und nicht ein Roboter unterscheiden zu lernen/können und dieses Menschliche anzustreben wo immer dies noch möglich ist. Ich erwähne hier kurz wieder mal mein Alter – 81. Es erfüllt mich mit viel Frieden, diese Weisheiten doch noch verstanden zu haben. Und so von wegen „Tara-Netto-Brutto“ … wer ist schon perfekt? Aber das zunehmende Verständnis und die daraus folgende Klarheit über den Zustand der mich/uns umgebenden Welt, mit der wir uns doch in irgend einer Weise zu arrangieren haben, macht es mir als Wissende viel einfacher als ständig über mein Umfeld zu lamentieren und akribisch die „Fehler“ bei den anderen zu orten und suchen.

    Antworten
    • Franz Josef
      Franz Josef sagte:

      Perfekt Jeannette-EngadinerSonne!

      Meinen Balken in meinem Auge spüre ich selbstverständlich, meine große Herausforderung!

      Was hilft´s, das Umfeld um mich bin auch ich für andere. Für mich wichtig im Erleben und Erfahren, Erkennen ist unter anderem, dass der Mensch in seiner menschlichen Persönlichkeit nicht beschädigt oder angetastet wird – die Auswirkungen und Erfahrungen, Ereignisse im Miteinander zum Lern- und Erfahrungsprozess damit nutzbar werden.

      Vielleicht für eine fortschreitenden Kultivierung, falls dies gewünscht.

      Wo und wie sollten wir sonst unseren eigenen Balken erkennen im Kultivieren – er wird mittels des Spreißels des Gegenübers erst sichtbar, sofern ich den in der Retroperspektive des analogen Erlebten annehmen will und kann. Ansonsten bliebe uns vermutlich nur „Hören sagen“ und gelenktes „Wissen“ und vielleicht längst überholte kurzsichtige Ausbildungskontexte.

      Das wäre allerdings schade und eher wenig.

      Mir scheint, die Stirn hinzuhalten in großer Zahl wird bald abgefordert, manchmal kann darauf, ein Zeichen durchaus erkannt werden, wem wir tatsächlich folgen. Dies praktizierten schon ehrbare Samurai, auch vor einiger langen Zeit. Zeigten ihre Begeisterung und ihre Angstlosigkeit dem Gegenüber. Manche Schlacht wurde damit schon vorzeitig beendet, bevor diese überhaupt losgetreten wurde.

      Der Spreißel im Auge eines anderen mag der Balken im eigenen Auge sein und umgekehrt. Was bleibt uns übrig als zu erkennen, was kann das Stück Holz sein – ist es vielleicht die Angst oder eine Kanalisierung davon?

      Das „Hirnlose“ hat uns doch ziemlich schnell, innerhalb von 2 Jahrhunderten dahin gebracht wo wir uns eben befinden. Und Gott sei Dank, begeistern uns Philipp´s starke, kräftige, lautstarke Artikel mit feinen Zwischentönen.

      Zumindest Einer gibt solche Geheimnisse frei – Gott sei Dank. Ich freue mich dabei zu sein!

      Angenehme Zeit, und Danke

      Antworten
      • Bernhard
        Bernhard sagte:

        Ja, wer solche Innerpsychischen Wirkkräfte, so präzise beschreibt, liest sehr genau sein eigenes, ihm gegebenes Potenzial. Es gehört sicherlich Mut dazu, dies auch zu veröffentlichen.
        Ein Mensch muss das Potenzial des zu Erkennenden in sich tragen – und dann auch erkennen – um wirklich zu verstehen.
        Ein Nichtraucher wird das Rauchen nicht verstehen, es sei er kennt sein Suchtpotenzial aus anderer Erfahrung. Damit wird der Balken vor dem eigenen Auge transparent und der Splitter im Auge des anderen auch verstanden und nicht nur gesehen.
        Verstehen zu Erraten, verhält sich wie Integration zu Assimilation.
        Ersteres wird erworben. Letzteres kommt von unten, als Souvenir.
        Wenn ich von vagem Verstehen spreche, so meine ich solche, offensichtlich richtigen, aber mehr eratene Erkenntnisse, welchen es an Substanz in ihrem Fundament fehlt. Wir gehen gerne davon aus dass solche Erkenntnisse auch falsch sein müssten. Was aber wenn diese (gefährlich) richtig sind? Langsam dämmert mir, welche Verantwortung Wissen mit sich bringt.
        Ich zitiere Philipp (sinngemäß):
        „Man kann eine junge, schöne Frau bitten sich für uns auszuziehen. Jedoch wann wird sie es von sich aus tun wollen? Doch sicherlich nicht um Perlen vor die Säue zu werfen. Würde sie es tun, wären es schon keine Perlen mehr.“
        Ich schließe daraus, dass Perlen verdient werden wollen.
        Eine Perle, also richtige Erkenntnis, ist keine Perle ohne den ihr eigenen Erkenntnisweg, mit allen Details und Irrungen ihres Zustandekommens.

        Antworten
  5. Denny Bertram
    Denny Bertram sagte:

    Ist es nicht bemerkenswert, dass in diesen Zeiten im zentraleuropäischen Raum die häufigsten Neugeborenennamen „Sophia“ und „Noah“ sind. Also dass man die Hoffnung auf „Weisheit“ und „einen der Ruhe schafft“, mitunter unterbewusst, auf die Nachkommenschaft überträgt? Und das auch nicht nur singulär allein im letzten Jahr. Korrelation oder Kausalität?

    Antworten

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